Talk – Vom Stress zur Stärke

Shownotes

In dieser Folge von Was wir wissen senden wir eine Aufzeichnung der Talk-Reihe "Am Puls" mit dem Titel "Vom Stress zur Stärke - Strategien für Wohlbefinden und Gelassenheit" vom 18. November 2025.

Unter der Moderation von ORF-Programmchefin Jasmin Dolati diskutierten der Stressforscher Bence Szaszkó, die Journalistin Gabriele Kuhn sowie der Journalist und Kabarettist Michael Hufnagl, was wir aus der modernen Forschung, aber auch aus persönlichen Erfahrungen über Stressbewältigung wissen und welche konkreten Wege es gibt, wie wir vom Stress zur Stärke gelangen können.

Die Wissenschaftstalks “Am Puls“ sind eine Veranstaltung des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien.

Veranstaltung: Am Puls – Vom Stress zur Stärke – Strategien für Wohlbefinden und Gelassenheit

Kontakt: podcast@fwf.ac.at

scilog – das Wissenschaftsmagazin des FWF: scilog.fwf.ac.at

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Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.

Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner

Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant

Musik: Kaspar Arens

Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht

Transkript anzeigen

00:00:16: Was wir wissen, ein Podcast des Wissenschafts vor FWF.

00:00:32: Willkommen zurück zu einer Bonusfolge von Was Wir Wissen!

00:00:35: Während Thomas und ich fleißig an der nächsten Staffel arbeiten soll euch nicht langweilig werden.

00:00:39: Deshalb gibt's heute eine Aufzeichnung der Veranstaltung am Puls vom 18. November 2025.

00:00:45: Es geht um das Thema Stress.

00:00:47: Dazu haben der Stressforscher Bence Szaszkó von der Medizinischen Universität Wien, die Journalistin Gabriele Kuhn und der Journalist und Kabarettist Michael Hufnagl im Kabarett Simpl diskutiert.

00:00:59: Es geht um moderne Forschung aber auch persönliche Erfahrungen zur Stressbewältigung welche konkreten Wege es gibt und wie wir vom Stress zur Stärke gelangen können.

00:01:07: Radio Wien-Programmchefin Jasmin Dolati hat moderiert.

00:01:11: Viel Spaß beim hören!

00:01:20: Danke schön.

00:01:21: Herzlich willkommen zu einem Wissenschaftstag am Puls aus dem Kabarett Simpl und herzlich willkommen allen, die heute hier im Saal sind, die uns übers Radio zuhören.

00:01:33: Schön, dass Sie alle mit dabei sind!

00:01:35: Und schön, dass Sie sich heute Zeit nehmen.

00:01:39: Das ist zugleich schon ein sehr gutes

00:01:41: Stichwort

00:01:42: heute bei unserem Thema das wahrscheinlich relevanter ist denn je vom Stress zur Stärke.

00:01:52: Ja sie wissen Krisen der Druck die Reizüberflutung all das betrifft die meisten von uns doch ziemlich und immer wieder stellt man sich die Frage wie kommt diesen Sachen daraus.

00:02:04: Wie können wir unseren Alltag auch besser bewältigen?

00:02:08: Und wir wissen alle, wir leben in einer Welt, in der wir ständig erreichbar sein müssen und in der Multitasking zur Normalität geworden ist und in die uns digitale Geräte eigentlich mehr antreiben.

00:02:23: und gar nicht beruhigen, um ehrlich zu sein.

00:02:25: Und in diesen globalen Konflikten auch die unseren Alltag sehr stark betreffen ist es eigentlich so dass es schwieriges Entspannung zu leben und eher eine Art Daueranspannung angesagt ist.

00:02:41: Die belastet natürlich!

00:02:43: Auch interessant weil wir das alle schon so gewohnt sind fällt uns oft gar nicht mehr so sehr auf.

00:02:51: Wir haben Methoden entwickelt, wie wir so einigermaßen damit umgehen

00:02:57: und

00:02:58: bei einigen ist es dann aber auch so dass irgendwann der Punkt kommt wo's eben nicht mehr geht.

00:03:03: Wo sich das Ganze nicht mehr händeln lässt unter wo die einen oder die anderen vielleicht auch mal einen Zusammenbruch, ein Burnout eine Überlastung haben.

00:03:13: Überall diese Punkte möchte ich heute im Talk sprechen und nachdem ja auch immer verschiedene Perspektiven sehr interessant sind, möchte ich eben auch diese beleuchten mit meinen Gästen.

00:03:26: Sie kennen nämlich Stress aus recht unterschiedlichen Perspektive wissenschaftlich, journalistisch, persönlich, humorvoll.

00:03:35: Manchmal auch mit einer Portion Selbstironie.

00:03:39: Begrüßen Sie jetzt also mit mir Bence Szaszkó, er ist Psychologe und Stressforscher an der MedUni in Wien.

00:03:46: Herzlich willkommen!

00:03:50: Gabriele Kuhn ist Journalistin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf Gesundheit.

00:03:57: Und allem, was eigentlich dazugehört.

00:03:59: Sie ist auch eine sehr genaue Beobachterin von gesellschaftlichen Veränderungen und dem Zustand, wo wir jetzt sind.

00:04:12: Herzlich willkommen an dich, liebe Gabi!

00:04:17: Und heute auch hier bei uns.

00:04:20: Michael Hufnagl ist Journalist, Autor, Kabarettist und er kennt es auch aus eigener Perspektive und Betroffenheit.

00:04:29: Nämlich war er einmal in einer Erschöpfungsdepression und wieder so war wird er uns auch noch im Laufe der heutigen Sendung erzählen.

00:04:37: Herzlich willkommen auch an dich, Michael!

00:04:43: Und dann würde ich sagen beginnen wir mit einer Frage, die Sie jetzt sich selbst auch mal stellen können und für sich auch beantworten können.

00:04:51: Nämlich denken sie so gerade so ein bisschen in sich hinein.

00:04:55: Fühlen Sie ein bisschen ins ich hinein auf einer Skala von null bis zehn?

00:05:01: Wo stehen Sie denn gerade in Sachen

00:05:03: Stress

00:05:04: Level?

00:05:05: Wenn Sie so ein Gefühl entwickeln, ist es vielleicht eher bei der acht-, neun- oder zehn- oder sind sie total entspannt und sagen vielleicht nur zwei oder drei?

00:05:14: Dann stelle ich jetzt diese Frage auch an meine Gäste.

00:05:17: Und fang mit Gabi an

00:05:19: bitte!

00:05:20: Also... Ich würde sagen mein Stresslevel ist gerade dabei Bei Sex, also ein bisschen was über den Mitte.

00:05:27: Ein bisschen was mit meinem Zustand zu tun weil ich jetzt seit zweieinhalb Wochen mit einem Infekt kämpfe und einer Stimme die nicht hält um mit einem Husten Und mein Stress ist dass ich hier jetzt nicht huste und da sich meine Stimme nicht verlier Aber sonst fühle ich mich wohl

00:05:43: Sehr gut, danke schön.

00:05:45: Dann an den Wissenschaftler die Frage der ja auch ein Mensch ist und nicht nur der Forscher ist.

00:05:51: Wie geht's

00:05:52: Ihnen denn so gerade persönlich?

00:05:54: Null bis zehn auf das Keiler?

00:05:56: Ja also in erster Linie fühle ich mich auch momentan als Mensch vor allem als gestresster Mensch.

00:06:01: Also letzte Woche waren es eher acht bis neun.

00:06:03: Ich kann mich aber Gott sei Dank gut runter regulieren.

00:06:06: Ich bin heute so beinahe sechs, weil ich auch für mich erkannt habe.

00:06:10: Ich muss heute mal ein bisschen entspannt tun und dann funktioniert's auch.

00:06:14: Okay also dieses Entspannt-Tun müssen wir später noch nachfragen wie das geht?

00:06:18: Dass man doch von einer höheren Zahl auf sechs runterkommt ist ... Da wollen wir wissen wie es in der Folge geht.

00:06:26: Und Michael Hofnagel, wie gehts dir jetzt gerade?

00:06:29: Ich bin ganz sicher eher bei acht.

00:06:31: grundsätzlich hab das Problem mit uns nicht.

00:06:34: nicht runterregulieren kann.

00:06:35: Ich beneide ihn sehr und da ist es einfach zu viel gleichzeitig, was in meinem Leben sich gerade abspielt.

00:06:44: Also ich finde das jetzt eigentlich das Stressfreeste und entspannteste des Tages heute.

00:06:50: Schau!

00:06:51: Du musst öfter auf die Bühne, was du jetzt

00:06:53: so abtust,

00:06:55: kann auch entspannen sein.

00:06:58: Genau mit dem Gegenteil reagieren, aber manche sind dann auch durchaus entspannt.

00:07:04: Und die nächste Frage, die ich an Sie im Publikum und meine Gäste herstellen möchte ist die Frage, welche unterschiedlichen Bilder oder Zuschreibungen wir zu dem Thema Stress haben?

00:07:21: Ich habe gemerkt, wenn man fragt ... Was ist denn gerade so stressig, dass jeder ganz andere Bilder im Kopf hat?

00:07:27: Wie schaut's denn mit euren Bildern aus Michael, die fange ich bei dir an.

00:07:31: Welche Bilder hast du im Kopf wenn es um Stress geht?

00:07:34: Also erstens einmal habe ich das Bild der Schlafausigkeit in den Kopf und das mich dann begleitet weil ich messe sehr früh aufwache.

00:07:43: Ich sage jetzt ist für mich auch eine schwierige Jahreszeit.

00:07:45: Das kommt auch noch dazu.

00:07:46: also bei mir ist es so... Projekte, die fertig werden müssen im Büro.

00:07:51: Das Stress-Level-Büro ist schon mal grundsätzlich da.

00:07:54: Dann habe ich einen sehr massiven Autounfall hinter mir mit den Folgen, denen ich zu kämpfen hab, weil der neunzehnjährige ... Der Überzeugung war als Action-Held Pappers Auto in meines hineinzuknallen.

00:08:10: Das hat sehr viele Folgewirkungen ins Dresd nicht mehr.

00:08:13: Ich bin komplett unschuldig und habe viel damit zu tun.

00:08:15: Wie

00:08:16: lang ist das her?

00:08:17: Drei Wochen und das Auto schaut noch immer, es ist nahe am Portalschaden.

00:08:20: Es schaut so aus wie bei der Kollision, weil sie nichts machen dürfen oder die Versicherungen haben.

00:08:25: Ich will eine wahnsinnig fahre Geschichte ... Das geht ja um den Stress.

00:08:32: Und das Dritte, was sich zuhause hineinmischt, ist grundsätzlich, wenn der Herbst Advent beginnt, meine Frau sagt mir jedes Jahr, wie schön diese Zeit ist.

00:08:44: Jedes Jahr stresst mich unendlich.

00:08:48: Dabei sind wir noch gar nicht in Dezember, der ist noch viel schlimmer.

00:08:51: Wenn ich das alles zusammenrechne, sage ich, da bin ich auf Acht und betoniert.

00:08:56: Aber ich kann das gut nachfüllen?

00:08:58: Ich bin auch so was den Herbst und Winter angeht ... Mir ist auch schwierig, in dieser Jahreszeit brauche ich immer eine Extra-Portion irgendwas.

00:09:07: Manchmal ist es auch Schokolade!

00:09:10: Weil's dann halt irgendwie auch ein bisschen im Moment zu mir das besser geht.

00:09:13: aber noch besser wäre Sonne nur... Heute war sehr schön muss man sagen, gell?

00:09:17: Genau ja so.

00:09:18: wie gehts den anderen?

00:09:19: welche Bilder?

00:09:21: Ja, also ich würde glaube die Worte eines meiner ehemaligen Klienten wählen der mal im Coaching zu mir gesagt hat.

00:09:30: Ich fühle mich als würde ich mit sehr vielen Bällen gleichzeitig jonglieren und es sind mindestens zwei Belle mehr als was ich.

00:09:37: womit ich eigentlich jongliere kann ja und schaue trotzdem das den nicht runterfallen.

00:09:41: Ich glaube sehr viele von uns geht es so.

00:09:44: Hat natürlich auch gesellschaftliche Ursachen aber nicht nur Das ist das eine Bild.

00:09:51: und für mich persönlich selber.

00:09:53: Mein Therapeut hat mal gesagt, ich bin ein guter Somatisierer.

00:09:58: Das heißt bei mir kommt es dann über den Körper, dass ich das sehr viel über den Körperspüre spüre als wäre ich in so einer Müllpresse.

00:10:08: Also

00:10:08: so heiß wie Rössäule oder...

00:10:10: Ja auch alles mögliche, so innerlich.

00:10:13: der Druck steigt einfach natürlich auch der Nacken aber man kann ja was dagegen tun.

00:10:19: Meistens spüren das auch zunächst mal da.

00:10:22: Gabi, bei dir?

00:10:22: Welches Bild?

00:10:24: Erschöpfung und ich kann gut mit beim Sommertisieren.

00:10:30: Bei mir ist es sehr wichtig... Ich gerate oft in Erschöfffungen ohne dass ich es merke weil ich ein Mensch bin der sich im Stress der anderen verhettert.

00:10:41: also wenn wir jetzt über den Autounfall oder über den Michael sprechen ich verhäter mich sehr gerne in seinen Problemen und nehme das auf.

00:10:49: Ich verhäte mich in den Problemen meiner Kinder, und vergesse mich dann

00:10:53: selbst.

00:10:54: Und merke dabei gar nicht wie ich selber komplett verloren gehe.

00:10:58: Und dann erst wenn ich schon erschöpft bin...

00:11:02: Es kommt dann so plötzlich ... Nein, das ist

00:11:06: ein schleichender Prozess.

00:11:07: Aber auf einmal merkst du, dass es jetzt ... Ja eine

00:11:10: Müdigkeit und eine Art auch körperlich, indem ich im Infekt anfälliger werde oder Rückenprobleme kriege oder Anspannungen usw.

00:11:22: Da stecken aber viele ... Lernprozesse, aber da kommen wir vielleicht später noch wie man dem entgegenwirken

00:11:27: kann.

00:11:28: Ja genau.

00:11:29: Jetzt interessieren uns glaube ich alle die Definition von Stress weil wenn man eben so fragt dann kommen so viele verschiedene Antworten.

00:11:36: Aber was ist denn stresswissenschaftlich gesehen?

00:11:39: Ich versuche meine Rolle gerecht zu werden und eine technisch langweilige Definition zu liefern.

00:11:43: Nein also Stress ist eigentlich jedes Ereignis, bei dem es eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen Anforderungen und der eigenen Reaktionskapazität gibt.

00:11:56: Wenn ich Stichwort wahrgenommen habe, das ist ganz wichtig... sehe oder der Meinung bin, ich schaffe momentan diese Situation nicht und mein Organismus muss einfach ein bisschen mehr Gas geben.

00:12:07: Dann fühle ich sozusagen Stress.

00:12:10: dann ist das was passiert so zu sagen ein Stressor für mich und eine Stressreaktion in meinem Körper in meiner Psyche entsteht.

00:12:17: Und das muss so, wie die Gabikun jetzt gesagt hat nicht immer gleich spürbar sein.

00:12:22: Oder es kann sich einfach nach dem Motto... Es kommt immer mehr dazu.

00:12:27: Irgendwann geht dann der Krug des Wassers im Krug über?

00:12:31: Ist das auch ein Signal, ein Zeichen dafür, dass das immer mehr wird?

00:12:37: Also natürlich kann man sozusagen diese Last immer weiter steigern.

00:12:41: Und das ist ja wie mit dem Frosch und im kochen Wasser, also wenn ich den Frosche reinsetze und einfach langsam die Hitze erhöhe dann dauert es einfach oder in diesem Fall springt er gar nicht raus.

00:12:51: Ich hoffe dass wir es alle schaffen irgendwann rauszuspringen Aber grundsätzlich ist das natürlich... aber gleichzeitig muss man auch sagen, es ist ja auch ein gutes Zeichen wenn ich irgendwann überhaupt merke dass ich erschöpft bin weil der mein Körper dann sagt okay mach mal Pause.

00:13:06: und das ist ja grundsätzlich auch sage ich jetzt mal Auch ein adaptiver Coping-Mechanismus, wenn ich überhaupt in der Lage bin bis dorthin ja auch meine Sachen zu leisten.

00:13:16: Weil es möglicherweise wichtiger ist.

00:13:17: Vielleicht muss sich ein kleines Kind versorgen oder meine Arbeit machen und kann jetzt nicht jeden Tag sagen Ja, ich höre jetzt auf und gehe nach Hause.

00:13:25: Ich kann mich erinnern, ich habe Psychologie studiert Und im Studium war es damals noch so dass man von positiven Stress und negativen Stress gesprochen hat.

00:13:34: Ist das heute auch noch so?

00:13:36: Ja, zumal es da auch viel mehr biologische Erkenntnisse mittlerweile gibt.

00:13:40: Also es gibt auch diese Eu-Stress die Stressdualität obwohl natürlich das jetzt nicht immer so klar abgrenzbar ist und was man auch gesehen hat dass dieser Stressformen nennen wir sie mal so auch sehr unterschiedliche Auswirkungen haben.

00:13:56: Also wenn ich z.B.

00:13:57: Eustress erlebe, dann führt das teilweise zu einer Ausschüttung von Kategorlaminen.

00:14:01: Das passiert auch bei D-Stress also Dopamin, Adrenalin kennen wir ja gut vom Kaffee trinken oft auch ein Allstress war, wenn wir es jetzt umgangssprachlich sagen wollen.

00:14:11: Und beim D-Stress wird zusätzlich massig Kortisol ausgeschüttet was danach langfristig auch negative Effekte auf Körper und Geist hat.

00:14:20: Aber es gibt nicht so einen Wert wo man sagt so und solange dauert es wenn's diesen negativen Stress gibt bis es dann zu viel wird.

00:14:27: das kann man nicht so einfach in eine Formel packen

00:14:30: Nein, zumal die Menschen natürlich sehr individuell sind.

00:14:34: Sowohl genetisch als auch von ihrer Umwelt her.

00:14:38: Wir haben ja alle unterschiedliche Vorgeschichten.

00:14:41: Manche haben vielleicht jetzt mal eine problematische Kindheit gehabt.

00:14:46: das ist ein starker Faktor der sich darauf auswirkt wie resilient ich überhaupt bin und deswegen ist es schwierig zu sagen Schwankungen in der Tagesform.

00:14:57: Also wir sind ja auch unterschiedlich ausgeschlafen, manchmal und manchmal einfach unterschiedlich grandig mit unseren Mitmenschen?

00:15:02: Ja das kennen wir glaube ich alle!

00:15:04: Und dann gibt es ja auch die Morgenmenschen und die Abendmensche und so, die auch unterschiedlicher reagieren.

00:15:09: Ich kenne von mir wenn ich sehr früh aufstehe ist der Stress einfach viel höher als wenn ich nicht zu früh auf stehe.

00:15:14: also das kennt man ja glaube ich auch.

00:15:16: jetzt haben sie aber auch ein sehr sehr spannendes Forschungsgebiet als Wissenschaftler.

00:15:22: schauen Sie sich auch an wie sozusagen das Stress Entzündungsprozesse zusammenhängen.

00:15:28: und dann gibt es noch ein Thema, das heißt Yoga.

00:15:31: Erklären Sie uns doch mal wie das alles zusammenhängigen

00:15:33: kann?

00:15:34: Ja also was ich so innerhalb der letzten Jahre gemerkt habe, das kommt auch bisschen aus der persönlichen Geschichte heraus dass bestimmte achtsamkeitsbasierte Ansätze auch sehr gut dabei Funktionen Stress zu puffern.

00:15:49: Also das überhaupt, des Menschen sozusagen einfach weniger negativ auf äußere vermeintliche Stressoren reagieren.

00:15:57: und das habe ich auch an meiner eigenen Haut erfahren dürfen, weil es mir zwischenzeitlich auch nicht gut ging.

00:16:03: Das hat mich dann auch dazu inspiriert da ein bisschen tiefer reinzuschauen und auch meinen Doktorat in dem Bereich zu machen.

00:16:12: Und was ich gemerkt habe ist das unsere zwei Stresssysteme.

00:16:15: also wir haben einerseits die HPA-Achse, die uns eben mit Cortisol versorgt ja?

00:16:21: Was auch hilft dass wir dauerhaft wach sind und auch das autonome Nervensystem was uns mit Adrenalin versorgt, als Endprodukt wirkten ja sozusagen mehr oder weniger direkt auf das Immunsystem.

00:16:37: Es gibt eine Kommunikation zwischen diesen Stressachsen und dem Immun-System und das merken wir dann spätestens dann wenn es zu körperlichen Erkrankungen kommt bei denen Stress auch eine sehr große Rolle oftmals spielt.

00:16:53: Sag ich jetzt mal nicht immer die Hauptrolle, gibt natürlich andere Faktoren aber wenn man sich dann so ja kardiovaskuläre Erkrankungen oder auch Entzündungsautoimmunerkrankungen anschaut, hat Stress schon eine sehr große Rolle.

00:17:08: Gabi Kuhn hat am Anfang gesagt Wenn es zu viel ist reagiert sie dann oft eben auch körperlich und mit einer Erkältung oder einem Infekt oder was auch immer das heißt dieser Zusammenhang wirklich belegbar und wissenschaftlich auch nachweisbar?

00:17:24: Ja, genau.

00:17:26: Ich habe jetzt versucht, nicht meine eigene Forschung zu sehr an den Mittelpunkt zu stellen.

00:17:29: Aber jetzt kann ich es doch nicht vermeiden!

00:17:32: Daran möchten wir auch die nächsten drei Jahre arbeiten.

00:17:34: also wir interessieren uns vor allem dafür wie unterschiedliche Arten von Yoga und auch unterschiedlich Arten vom Sport allgemein sozusagen diesen Austausch zwischen Stresssystemen oder Immunsystem modulieren ja?

00:17:47: Also wir wissen sozusagen dass es ein Dialog gibt dann Yoga oder auch unterschiedliche Arten von Yoga, also auch mehr aktiv und mehr so meditativ passiv, mehr in die Dehnung reingehen zum Beispiel.

00:17:59: Also jeden Yoga auf diesen Dialog ein zwischen beiden Systemen.

00:18:05: und auch wie beeinflussen sich Stress- und Immunsystem grundsätzlich?

00:18:09: Es gibt nämlich relativ viel Theorie dazu aber aus der Interventionsforschung recht wenig empirisch was quantifizierbar ist ja und das möchten wir mit unserem drei Jahresprojekt aktuell herausfinden.

00:18:21: Und noch eine wichtige Frage.

00:18:22: Wie kann man Stress überhaupt messen?

00:18:28: Fysiologische, beziehungsweise biologische Korrelate kann man aus dem Speichel beispielsweise entnehmen.

00:18:34: Also Cortisol habe ich ja gerade erwähnt.

00:18:37: Da kann man einfach grob gesagt in ein Dröhrchen spucken und analysieren.

00:18:45: Man kann Cortisol auch aus den Haaren messen.

00:18:47: das wäre aber eher eine langfristige also längerfristiger Biomarker weil die Veränderung dort nicht so schnell ist wie im Speichelt und schließlich auch aus dem Blut.

00:18:55: Wir verwenden meist Speichelkortesol und man kann auch das Autonomenärfensystem durch verschiedene Marker wie Alpha-Amylase beispielsweise aus dem Speicheln messen, sodass wir immer so eine doch recht genaue Ahnung haben, wie aktiv diese Systeme zu bestimmten Tageszeiten sind.

00:19:12: Sie sind nämlich nicht immer kontinuierlich auf den gleichen

00:19:15: Probe.

00:19:15: Ja eben, das wollte ich sagen und man liest ja auch immer wieder dass es eben nicht nur so eine Einmalmessung gibt, sondern dass man das über einen längeren Zeitraum sich auch auf den unterschiedlichen Speichel eben Blut und so weiter anschauen sollte.

00:19:28: Und nicht nur ein Dimensional.

00:19:30: ist das richtig?

00:19:31: Ja, richtig!

00:19:31: Also beispielsweise Cortisol hat ja ein Tagesprofil.

00:19:34: Cortisol hilft uns auch aufzustehen.

00:19:36: Sie kennen vielleicht das Gefühl... Puh, ich muss um vier oder dreißig zum Flughafen weil ich mal wieder den billigeren Flug gebucht habe.

00:19:44: Weil ich ein Geiz heiß bin ja und dann eigentlich bin ich zwar spät aufsteher aber um drei über Dreißig bin ich schon wach.

00:19:51: Das ist Cortisol.

00:19:52: also es hilft ihnen einfach überhaupt wach und motiviert in den Tag zu starten.

00:19:57: Und das fällt dann sozusagen über den Tag dann wieder auf ein niedrigeres Niveau

00:20:02: Das heißt, am Anfang in der Früh ist es am höchsten?

00:20:04: Genau.

00:20:05: Also nach dem Aufstehen steigt es noch geringfügig an und dann sinkt das im Laufe des Tages so dass wir dann am Abend auch schlafen können.

00:20:13: Es gibt natürlich auch Erkrankungen bzw.

00:20:17: psychische Zustände, auch chronischer Stress, wo das dann möglicherweise erhöht ist?

00:20:22: Wo

00:20:22: es immer höher ist einfach und nicht so klar ersichtlich ist, dass er wieder runtergeht sondern eher zu hoch ist.

00:20:30: in solchen Fällen?

00:20:32: Ja!

00:20:32: Es variiert natürlich dann wieder tagesabhängig was ich an dem Tag erlebe ja und es variiert zwischen den Erkrankungen.

00:20:38: also gibt beispielsweise Erkrankungen, die mit Erschöpfung zu tun haben bei dem dieses Morgenkortesol-Level beispielsweise zu niedrig ist.

00:20:48: Tendenziert eher zu hoch.

00:20:50: Das heißt, man ist ein bisschen vom Idealwert in beide Richtungen entfernt.

00:20:54: Michael Hufnagel, wir haben am Anfang gesagt du hast das selbst erlebt.

00:21:00: Du hast eine Erschöpfung gehabt, kombiniert mit einer Depression.

00:21:05: bis dahinein gefallen musstest auch deine Cabaret-Premiere damals absagen.

00:21:10: Ich kann mich erinnern wie meine Sendung damals gemacht wurde und mir all diese Sachen erzählt hast.

00:21:15: Das war relativ kurz danach.

00:21:18: Wenn du das jetzt hörst, hast du damals ein Verständnis dafür gehabt?

00:21:23: Hast du schon gespürt, dass sich das alles anbahnt oder kam das so ganz plötzlich?

00:21:29: Na ja.

00:21:29: Also grundsätzlich weiß man ja, dass man sich in Grenzbereichen bewegt immer wieder.

00:21:36: Das spürt man schon.

00:21:39: Aber wenn man so eine bisschen eine Jungseekfriedmentalität hat wie ich ... Dann hält man sich auch für unverwundbar und sagt, das ist alles mühsam.

00:21:49: Aber es wird schon wieder ... Es ist aber viel mehr, dass ich da ... Ich muss ja ein Kortizol-Chunk gewesen sein.

00:21:59: Was man anbellen oder immer noch ... Ja, was man dann bellen in der Luft hat ohne es, weil man immer sagt, es geht sich schon aus.

00:22:09: Und dann ... hab ich einen normalen Krippbekrieg zu Weihnachten, natürlich.

00:22:15: Wann sonst?

00:22:17: Und das war ein richtiger Wendepunkt auch in meinem Leben, weil ich nicht mehr hochgekommen bin.

00:22:23: Das ist dann so ... dass du merkst, der Körper holt sich jetzt das, was du ihm nie gegönnt hast, nämlich einen System absturzt und es war tatsächlich... Ich glaube, ich habe fünf oder sechs Wochen Krankenstand gehabt.

00:22:40: Weil ich konnte gar kein Stück mehr gehen.

00:22:44: Was

00:22:44: total ungewöhnlich ist, weil du vorher nie im Krankenhaus

00:22:47: ... Genau!

00:22:48: Das habe ich für fünf Wochen bei ganzes Leben zusammen nicht gehabt vorher.

00:22:52: Und dann war ich fünf Wochen weg und in diese Phase hinein kommen viele zusätzliche Psychische.

00:23:00: Also du stehst nicht auf.

00:23:03: Du bist ... Traurig, die Dinge sind sinnlos schwer.

00:23:08: Also das ist alles in einem gekommen und dann kommt es ... Weil ich eine Kabarettprämie gehabt hätte im Februar Und ich musste alles absagen alle Termine Alles.

00:23:20: Das heißt da kommt dann noch so das Scheitern ja Die ganze Arbeit alles umsonst.

00:23:25: also das erdrückt dich dann und da glaube ich einfach dass und ich glaube auch von vielen Menschen massiv unterschätzt wird, was solche Belastungen auf allen möglichen Ebenen privat beruflich in Wahrheit auslösen können.

00:23:42: Hast du körperlich vorher etwas gespürt, so manche Menschen sagen es ist oft ein Sauer im Mund oder schwindelig?

00:23:51: Oder eben diese Nackenprobleme oder andere Dinge hast du

00:23:54: vorher... Also die Symptome zu setzen hier nicht in den Kontext.

00:23:59: Symptomen wie Nackenschmerzen habe ich seit ich Berufsleben bin.

00:24:07: Was hast du eben nicht in Zusammenhang gesetzt?

00:24:09: Überhaupt nicht.

00:24:09: Und dann kommen Sachen wie das, obwohl ich ja sportlich bin ... Da habe ich oft gesagt, jetzt atme mal!

00:24:16: Weil ich hab ... Ich rede, tue sie jetzt auch.

00:24:19: Dann merke ich, können Sie eigentlich einmal atmen.

00:24:23: Das sind lauter solche Dinge, die diese Barziere gesagt haben, weil es finde ich so lustig, wenn sie sagen, ihr seid mit Yoga.

00:24:30: Habe ich dann gemacht und das war der Entgegner.

00:24:33: Hat

00:24:35: nicht funktioniert, aber du hast vorher auch noch nicht Yoga gemacht.

00:24:38: Vorher nicht und erst im nächsten Leben probiere ich es wieder.

00:24:41: Naja, ist ja auch ein Teil.

00:24:44: Ja, kann man ja auch mal so...

00:24:46: Und das zeigt uns ja wieder wie individuell eigentlich Stressmanagement sein sollte.

00:24:50: Also wir sollten natürlich auch die Lösungen finden, die uns selber auch zusagen und da gibt es ja Manichfaltige!

00:24:55: Nicht jeder muss Yoga machen.

00:24:57: Wenn ich schlichtweg keinen Bock auf Yoga habe dann sollte ich kein Yoga machen.

00:25:00: Es gibt genug andere Möglichkeiten damit umzugehen.

00:25:03: Dafür muss ich mich selber kennen, in mich reinhören und wissen was ich für ein Typ bin.

00:25:06: Aber ich

00:25:08: muss

00:25:10: mich da kurz einbringen als Nichtsportlerin.

00:25:14: Ich hab ja immer den Eindruck, dass mich die meisten Sportarten schon stressen nur wenn ich dran denke... Ja, auch beim Passiv.

00:25:27: Wenn wir nur im Ernst sehen, dann denken wir schon, das muss weh tun oder sehr stressig sein, wenn man so schnell läuft und solche Dinge ... Das löst es wirklich bei mir aus!

00:25:39: Ich mach jetzt keinen Spaß.

00:25:42: Ist das auch ein Thema, dass also Sport auch stressen kann?

00:25:47: Weil oft, wenn man auch, ich glaube vielleicht empfinde es du's auch so auf Social Media diese ganzen Videos von diesen perfekten Menschen die alle laufen und sich im Fitnessstudio abrackern, Ende nie.

00:25:58: Und man hat das Gefühl atmen die auch mal sind sie auch mal ruhig können die auch einmal entspannen.

00:26:05: Also ich glaube wir müssen unterscheiden noch zwischen psychologischem Stress was das eben bei ihnen auslöst ja Und diesen physiologischen Stress-Sport ist ja auch ein kontrollierter physiologischer Stressor.

00:26:15: Das heißt, wenn ich Sport mache, stresst es ja auch meinen Körper aber das ist auch das Ziel dabei also durch den Stress passt sich überhaupt mein Körper an und ist dann in der Lage resilienter zu sein.

00:26:26: Das gilt aber für meine Psyche Wenn ich mich überwinde... Also zu diesem Microstressor nennen wir's mal so oder jener bei Ihnen das ist vielleicht ein Microstresser dann werde ich in der Folge eventuell, hoffentlich auch anderen Herausforderungen, egal ob das jetzt im Sport oder außerhalb des Sports ist.

00:26:47: Eventuell auch etwas resilienter und besser begegnen.

00:26:51: Gleichzeitig muss man glaube schon um zu den perfekten Menschen vermeintlich perfekte Menschen zurückzukommen, dass auch gut einordnen.

00:27:00: Es ist gerade eine Phase, in der ich mir vielleicht sehr viel zumute.

00:27:04: Ich mache schon relativ viel Sport, aber letzte Woche war es wie gesagt arbeitstechnisch sehr herausfordernd.

00:27:10: Und früher hätte ich dann auch noch durchgepusht und wäre halt um elf in das Fitnessstudio gegangen.

00:27:14: Das mache ich nicht mehr weil ich gemerkt habe okay hier ist das Glas voll!

00:27:19: Ich gehe jetzt heim bestellen mir eine Pizza schaue mir eine Serie an und das ist gut ja?

00:27:23: Es ist vielleicht nicht das gesündeste Coping aber manchmal darf das halt auch sein.

00:27:27: Gabi Kunn, wie geht's dir denn?

00:27:28: da bist du da jemand der... in solchen Momenten dich eher aufs Sofa legt oder eine Sportrunde einlegt?

00:27:38: Also ich kann sagen, ich habe schon ein bisschen den Segen des Älterwerdens.

00:27:45: Wo man wird jetzt nicht sagen glüger das ist vielleicht der falsche Punkt aber weiser mit sich und seinen Bedürfnis umgeht Hab dazu früher geneigt, also wirklich in der Früh Sport und dann den ganzen ... Also dann zehn Stunden hacken.

00:28:04: Und das noch und das auch reinpressen was geht.

00:28:08: Heute weiß ich, dass hat für einen bestimmten Zeitabschnitt gepasst, Stressabbau durch viel Sport, viel Laufen und solche Sachen.

00:28:17: Jetzt passt es nicht mehr.

00:28:19: Für mich ist Bewegung extrem wichtig weil ich so ein Ein innerlich zappeliger Mensch bin und auch ein äußerlich zapperlicher ... Also man muss mit mir nicht unbedingt jetzt Theater gehen, weil wir ständig ununterbrochen sind.

00:28:31: Das ist Wahnsinn!

00:28:38: Aber unter

00:28:40: der Herde brauche ich schon eine gewisse Anbewegung.

00:28:43: aber ich brauche wirklich auch ein großes Maß mittlerweile an Stille, an Ruhe.

00:28:52: Und dieses Nicht-Tun, das will ich jetzt auch gerne ein bisschen mit der Runde drüber sprechen.

00:28:57: Dieses Nicht-tun fällt uns ja so schwer nicht?

00:29:00: Weil Gabi hat mir im Vorfeld gesagt eigentlich diese Pause-Taste drücken nicht und dann denkt man sich so jetzt mach mal Pause!

00:29:08: Und was machen wir denn in der Pause?

00:29:10: Ja, klar... Sie lachen, sie wissen was ich meine.

00:29:14: Wir tun wieder irgendwas anderes.

00:29:16: Die machen Sport im Extremding die anderen schauen ins Handy oder drehen etwas auf und dann ist es eigentlich keine Pause.

00:29:27: Ja das ist wirklich erstaunlich dass man überhaupt gar nicht mehr weiß auf was passieren und stille oder Ruhe bedeutet.

00:29:38: Sagt dann schon, ich mach eh nix und geh und hunderte Haare sagen.

00:29:43: Und glaub' ich mache nix!

00:29:45: Aber in Wirklichkeit ist es... oder ja natürlich setze ich mich dann in den Linsessel an Schallenshände und dann scrollie und scrollie.

00:29:53: Ich merk überhaupt nicht dass da jetzt eine Stunde vergangen ist wo mein Hirn auf Hochleistungsmodus wieder unterwegs war.

00:30:02: Ja und da hab ich gelernt mich ein bisschen von außen zu regulieren.

00:30:07: Aber wie?

00:30:08: Sag, wie machst du das?

00:30:09: Es ist nicht einfach.

00:30:10: Wenn man etwas so lange macht und immer macht, dann ist es eine Gewohnheit.

00:30:16: Dann versperrst du das Handy?

00:30:19: Gibt's das in Kühlschrank oder Mikrowellen her?

00:30:22: Was machst du?

00:30:23: In

00:30:23: Kühl schreck habe ich noch keine Idee.

00:30:26: Ich brauche es auch nicht von mir verstecken!

00:30:27: eine bewusste Selbstbeobachtung.

00:30:31: Also, dass man wirklich auch innerlich sagt okay was mache ich jetzt dann gerade?

00:30:35: Was brauche ich jetzt wirklich?

00:30:37: Es geht glaube ich.

00:30:39: die wenigsten Menschen haben die Fähigkeit sich hinzusetzen kurz die Augen zu schließen und zu sagen was brauche Ich Jetzt?

00:30:50: Und ihnen zu halten und zu schauen?

00:30:52: und manchmal kann es gut sein ist sich einen witzigen instagram Dingsbums anzuschauen und zu lachen.

00:31:04: Und den Nächsten, der Nächste und dann vielleicht eine Stunde lang gelacht zu haben oder wirklich einmal sich hingelegt zu haben die Augen zu und sich selbst zuzuhören oder den Vorgang nach draußen oder eine Runde durch den Wald zu gehen?

00:31:17: Ich glaube das wesentliche ist zu spüren oder sich selbst wieder zu spühlen.

00:31:24: was ist jetzt nötig?

00:31:28: Das ist

00:31:29: auch ganz schwierigste Übung, finde ich.

00:31:33: Ich habe davor herausgehört, dass dir das nicht gerade leicht fällt, diesen Pausenknopf zu drücken.

00:31:40: Aber du hast es auch lernen müssen!

00:31:43: Wie gehst du denn damit um?

00:31:45: Es gab schon einige Konsequenzen, weil ich war ja mehr als ein halbes Jahr weg vom Fenster.

00:31:51: Also ich bin dann noch auf Reha fahren muss und haben mich da wieder zu ... auch auf dieser Ebene wieder zu regenerieren.

00:31:58: Da kommen sie irgendwann drauf, das Handy, man sagt immer das Handy allein ist es nicht, sondern das Handy in Verbindung mit sozialen Netzwerken, also das ist der Untergang.

00:32:08: Also diese Depfer von diesem, das ist wirklich Teufelszeug und das war eine wirklich eine ganz massive Maßnahme die ich sehr wohl gemacht habe.

00:32:17: Es waren zwei, das eine war ... Ich drehe das Handy nicht auf, bevor ich überhaupt aus dem Haus gehe.

00:32:22: Das heißt, ich habe in der Früh eineinhalb Stunden ... Wo das Handynicht ist?

00:32:27: Keine WhatsApps, keine Mails, nichts!

00:32:30: Das war wirklich ein Gewöhnungsprozess, vor allem für meinen Umfeld.

00:32:35: Hat dich das nicht am Anfang gestresst, weil du Angst hattest, dass da nicht derzeit was passiert?

00:32:40: Ja doch und es wird ja auch vermittelt.

00:32:43: Du hast dein Handy nicht eingeschaltet.

00:32:48: Ja, zeig mal auf.

00:32:53: Und die sozialen Medien noch dazu?

00:32:58: Was die Leute ohne ... Das ist wirklich wahrnehmend, was man da in Instagram, Facebook und Konsorten verblämmt hat.

00:33:05: Es ist mehrheitlich verblämtern, da brauchen wir nichts schönreden.

00:33:10: Daher habe ich gesagt, Handy ist aus, ein Gewöhnungsprinzip, aber es hat mir geholfen!

00:33:16: Und das Zweite war Meine Alternative zu Yoga war Tai Chi, also dass ich angefangen habe in so einen Art Kampfsport.

00:33:26: Ich bin auch asiatisch, so ist nicht.

00:33:28: Also an sich dort das machen und wir haben aber eh schon mal darüber gesprochen.

00:33:33: wie mich ist es super meine eineinhalb Stunden der Früh ein Traum!

00:33:37: Ich bin tiefmenschpannt und sobald ich das Haus verlasse Ab diesem Zeitpunkt ist wie, es hätte die eineinhalb Stunden nicht gegeben.

00:33:45: Das ist eigentlich ... Weil dann ist das Handy wieder an und wenn's angeschaltet wird, gehts ja.

00:33:51: Wenn alles was sich aufgebaut hat, kommt er auf einmal und man denkt okay, ich weiß nicht, was besser ist?

00:33:57: Ja,

00:33:58: glaube ich dass die Frage dann schon noch kommt.

00:34:00: Ich finde

00:34:01: das so massiv.

00:34:02: Wie gesagt, ich brauch etwas was nachhaltiger, ein Stressreduzierer im Flächsch gehen, Jetzt komme ich runter, weil ich ständig irgendwo Tai Chi machen und schlafen kann.

00:34:16: Das wird irgendwie nicht so prickelnd

00:34:18: angenommen.".

00:34:20: Und das ist das, wo ich sage daran verzweifle eigentlich ein bisschen, weil der Stress baut sich in den ganzen Tag auf und sage okay dann kann ich mir die eineinhalb Stunden sehen, eh lieb!

00:34:30: Aber nachhaltig sind sie auch nicht, weil mir trotzdem alles weh.

00:34:34: Ich atme nicht wenn ich rede.

00:34:37: Also nur wenig oder das

00:34:38: zusätzlich.

00:34:40: Wir werden über die Art im Techniken, weil das auch ein spannendes Thema noch ist.

00:34:45: Ein bisschen sprechen.

00:34:46: wir machen aber auch bei den Talks immer wieder Umfragen Meinungsumfragen.

00:34:50: unser Reporter Hachi Bankhofer war diesmal sozusagen unterwegs und hat die Menschen in dieser Stadt gefragt wie sie denn mit Stress umgehen oder welchen Stress sie haben Und wie Sie da tun?

00:35:04: Die Antworten hören wir uns jetzt an.

00:35:07: Also was jedenfalls hilft, gerade jetzt wo ich auch ein bisschen in Eile bin ist bewusst langsamer gehen.

00:35:13: Bewegung in der Natur oder einen Spaziergang eine kurze Runde mit dem Fund also das bringt mich wieder gut in meine Mitte.

00:35:21: Dann mache ich nichts anderes dass ich mich hinstelle die Aageschließe tief ein und ausatmen fünf mal dann ist der Streiseiger nicht vorbei.

00:35:28: Wenn es ganz schlimm ist dann paar Stunden Natur oder mit Tieren Und sonst Ohrakupunkturpunkte reiben, atmen, schreien singen, summen, schütteln, tanzen.

00:35:43: Wenn ich mich so richtig gestresst fühle dann schaue ich mich mit guten Menschen zu treffen die ich mag bei einem Kaffee, bei einem guten Gespräch, mich auszutauschen und so mich zu erneuern.

00:35:56: Einfach Pausen

00:35:56: machen eine Runde außerhalb vom Büro zu gehen ist im Endeffekt viel effizienter für den Arbeitsalltag als pausenlos durchzuarbeiten.

00:36:08: Spannend oder da war jetzt schon ganz schön viel dabei, geht euch was ab das nicht gesagt worden ist?

00:36:17: Also wir haben jetzt von allen eigentlich nur eine Ebene gehört, die aber sehr ausgeprägt.

00:36:24: Nämlich diese regenerative Stresskompetenz.

00:36:27: und ich finde da sind die meisten Menschen zumindest in der Theorie ganz gut drin.

00:36:31: Da braucht man eigentlich auch keinen Wissenschaftler hier sitzen haben.

00:36:35: Was man weniger im Kopf hat beim Stressmanagement, deswegen es gibt natürlich auch viel zu regenerativer Stresskompetenz.

00:36:41: Stichwort Atemtechniken was wir dann vielleicht noch behandeln können.

00:36:44: aber es gibt noch zwei andere Säulen.

00:36:46: ja Es gibt noch die instrumentelle und die mentale Stress Kompetenz Und die instrumentele Stress kompetenz sind so Dinge ganz pauschal gesagt wie Grenzensätzen, Dinge priorisieren also sozusagen an der ersten Stelle eingreifen damit etwas nicht zu einem Stressor werden kann überhaupt.

00:37:04: Also

00:37:05: vorher eigentlich schon?

00:37:06: Genau,

00:37:06: also dass ich sozusagen eine gewisse Selbstorganisation, da klopfe ich mir leider als sehr unorganisierten Menschen gerne auf die Schulter, dass ich das mal auch beherzige, da auch ein bisschen mitbringe um damit das überhaupt nicht dazukommt.

00:37:20: Und die zweite Säule ist eben diese mentale Stresskompetenz, da geht es sehr viel um Selbstfürsorge und Selbstliebe und darum den eigenen negativen inneren Servetalk und dieses Stressverstärker, die man sozusagen selber hat.

00:37:34: ja Perfektionismus der dringende Drang wollte ich schon sagen.

00:37:40: Der Drang nach Beliebtheit dass man unbedingt quasi diese Sachen hat in seinem Leben tief verankert, dass man das ein bisschen ins positive umkehrt und alles zusammen kann man schon so ein bisschen sagen.

00:37:58: Sei einfach ein bisschen netter zu dir selbst.

00:38:00: Das funktioniert natürlich nicht immer, aber es gibt auch gute Techniken mit denen man das erlernen kann.

00:38:04: Damit hätte man diese drei Zollen instrumentell mental und regenerativ.

00:38:09: Und weil Sie am Anfang gesagt haben sie waren selbst auch betroffen was war damals bei Ihnen?

00:38:15: Wie sind Sie denn da hineingeschlittert?

00:38:18: Also bei mir war es auch eine lange Reise.

00:38:19: Es hat ähnlich begonnen wie beim Herrn Hufnagel, im Jahr zwei Tausend Fünfzehn war ich ebenfalls krank und danach nicht so wirklich klar was los war.

00:38:29: aber eigentlich dieselbe Story.

00:38:31: ja ich bin auch sehr lange gelegen und habe dann aber auch jahrelang danach noch Symptome gemerkt Konzentrationsstörungen Entzündungen Brain Fog Schmerzen Depressive Verstimmungen hab dann auch später eine Erschöpfungssdepression diagnostiziert bekommen.

00:38:52: Und habe in der Zeit, wo ich meine früheren Leidenschaften doch Ausdauersporen und Krafttraining nicht mehr so betreiben konnte aufgrund dieser Umstände, weil es einfach ... ja... Der Körper hatte keine Kapazitäten für einen Stressor.

00:39:06: Ich hab so für mich bestimmte Dinge entdeckt im Leben wie mal innehalten und eben auch achtsamkeitsbasierte Techniken.

00:39:15: Und ich glaube, wenn man so einen starken persönlichen Motivator hat und Stress und deren dessen Folgen auch von der Seite kennengelernt hat.

00:39:23: Dann ist man natürlich auch sehr motiviert da mehr darüber zu erfahren und auch andere Menschen dazu zu bringen dass es ihnen besser geht und das wir alle ja dafür was tun können bis es uns besser geht oder eben nicht schlecht geht.

00:39:35: vielen Dank fürs offen sprechen.

00:39:38: Ich glaube, es ist sehr wichtig für uns alle dass wir auch diese Geschichten und die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse hören weil wir glauben glaub ich schon noch immer wieder mal das wir da alleine sind, dass es vielleicht nur uns betrifft und nicht viele andere.

00:39:53: und ich denke je mehr wir Geschichten hören die so sind umso mehr können wir auch sagen mich betrifzt auch oder mich hat's einmal betroffen.

00:40:02: Gabi du wolltest was sagen?

00:40:03: Ja ich denke auch an etwas Es gibt manchmal Situationen im Leben, wo ... Zumindest gilt das für mich.

00:40:13: Wo ich merke, ich kämpfe gegen Windmüllen und ich merk es überhaupt gar nicht mehr, dass ich gegen etwas ankämpfe, was ich gar nicht ändern kann.

00:40:25: Also einen anderen Menschen zu ändern, Umstände zu ändern.

00:40:30: Und wenn mir da schon früher dankbar gewesen wäre, hätte ich quasi diese Fähigkeit Früher gehabt zu sagen, Moment Hallo.

00:40:39: Du kannst niemanden ändern oder du kannst die Situation nicht ändern?

00:40:43: Du musst dich jetzt dem hingeben dass es so ist wie es ist.

00:40:47: also dieses annehmen was ist weil an dem kann man sich wirklich auch abarbeiten bis zur Erschöpfung.

00:40:53: ich glaube das ist eine große Kunst und hier mehr.

00:40:59: Ich meine es ist schon wichtig um etwas zu kämpfen aber auch zu wissen wann's gut ist.

00:41:06: Ja, das Stichwort selbstkritik.

00:41:09: Also sich immer wieder auch so...

00:41:12: Nicht kritikkritik würde ich gar nicht sagen.

00:41:14: Ja,

00:41:15: aber auch so... Jetzt haben wir gehört ein Teil ist dieses Du sollst dich mehr liebhaben.

00:41:20: Du solltest mehr Verständnis für deine eigene Situation haben und das hängt ja irgendwie alles zusammen also auch dieser Perfektionismus.

00:41:28: Wir wollen immer gut dastehen usw.

00:41:32: Also haben wir hohe Ansprüche oder zumindest viele Menschen haben hohe Ansprüche an sich selbst.

00:41:37: Das stresst ja auch sehr

00:41:39: enorm.

00:41:42: dieser Hang zu Perfektionismus und zu Performern, um anderen zu gefallen.

00:41:46: Also das ist ja wirklich ganz stark ausgeprägt.

00:41:50: Man möchte eigentlich immer so bewundert werden womöglich oder immer geliebt aber man muss auch damit zurechtkommen dass es an einem auch Seiten gibt die nicht so toll sind und sich mit denen versöhnen.

00:42:03: Das ist ein tiefer Versöhnungsprozess

00:42:06: Und wir können Ich zeige jetzt mal so ein bisschen auch überlegen, wofür dieser innere Antreiber in uns da ist.

00:42:15: Auch als Speziestern.

00:42:16: ohne diese inneren Antreber wären wir nicht da wo wir sind vielleicht nicht nominell an der Spitze der Nahrungskette aber irgendwie schon.

00:42:25: und das hat natürlich gute und schlechte Implikationen.

00:42:28: Aber es ist wichtig dass wir diesen inneren antreiber immer in uns sein.

00:42:32: wir, den manchen mehr und anderen weniger auch einfach in unser Gesamtdasein integrieren.

00:42:37: Und damit einfach einen guten Umgang pflegen.

00:42:39: Michael Hovenagel wie ist es dir da gegangen mit dem auch akzeptieren dass du damals nicht mehr funktioniert hast das du eigentlich auch zugeben musst weil du die Premiere absagen musst, der hängen ja so viel.

00:42:52: Es ist nicht nur dein Schicksal und deine Geschichte sondern da hängen so viele andere Menschen mit.

00:42:58: dabei sind davon ab.

00:43:01: Man hat wahrscheinlich tausend Gedanken im Kopf.

00:43:03: wie geht es den anderen

00:43:04: auch?

00:43:05: Wie schwierig war das damals zu sagen ich kann jetzt nicht mehr oder hat man da keine Alternative?

00:43:12: Es gibt zwei Dinge, die für mich entscheidend sind.

00:43:15: Das eine ist natürlich eine Niederlage.

00:43:17: Eine persönliche Niederlager.

00:43:18: Da können dir rund um dich herum sagen, nein das kann nicht passieren.

00:43:24: Das ist eben so und es kann sein.

00:43:26: Und so sind wir Menschen uns weiter am Ende.

00:43:30: Stimmst du dem zu?

00:43:34: Aber es bleibt ein Scheitern.

00:43:37: Das tut wahnsinnig weh!

00:43:40: Und das Zweite ist der grundsätzliche Umgang damit, wenn du unter Menschen bist.

00:43:48: Wenn du dich erklärst und über solche Dinge sprichst.

00:43:52: Wir haben aus meiner Sicht eine völlig unterschiedliche Bewertung, wenn jemand mit zwei Grüppen kommt und einem gibt's Bein ... Dann sagen die Menschen, das ist der Arme.

00:44:05: Und es ist furchtbar.

00:44:07: Dem tut was weh, man sieht's ihm an und was wehtut.

00:44:10: Psychische Krankheit ist nicht sichtbar.

00:44:17: Die ist ganz schwer greifbar.

00:44:19: Das heißt, Menschen wissen in so einem Fall, dass sie mit umgehen sollen.

00:44:25: Wenn du das erzählen willst, wollen Sie es eigentlich nicht hören?

00:44:28: Also wenn du dann sagst, ich liebe mich und hab Mitgefühl mit dir.

00:44:33: Dann bist du ja auch wieder ... Wie ist das denn da?

00:44:35: Du tust dich wieder lau.

00:44:36: Das sind alles ... Das ist eine Interpretationsfrage.

00:44:40: Aber Tatsache ist, wenn du sagst mir geht's nicht gut, das will schon mal niemand hören, es sei denn, du hast einen Gipsfuß, dann sagt die der Ja-Maitante, die hat einen Gipffuß gehabt.

00:44:51: Und weil das ist dann alles wieder gut gewesen, das sind ganz andere Geschichten.

00:44:54: Körperliche Versehrtheit ist was anderes.

00:44:57: Und das darunter habe ich mit unter, also das war richtig schwierig.

00:45:02: Weil du dann anfängst dich zurückzuziehen rätst nicht mehr drüber weil der Tip schaut halt an lustigen Film an hilft da halt nicht wirklich weiter und daher lässt es weg.

00:45:14: Das finde ich ist einer der schwierigsten Erfahrungen dass ich die eigentlich immer redet als ich immer stiller geworden bin.

00:45:26: Und wie bist du da wieder rausgekommen?

00:45:28: Naja,

00:45:29: und auch mit Hilfe.

00:45:31: Das war, ich wick sage dich weiter nach sechs Wochen lang auf einer Reha.

00:45:36: so viel zum Thema das ist genauso breit mich diese Reha war.

00:45:42: in Tirol sind hundertzwanzig Menschen die es dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr voll.

00:45:48: also man muss sich schon bewusst sein was da überhaupt Da ist.

00:45:53: alles an den völlig unterschiedlichsten Varianten, das schon.

00:45:58: Aber es ist nichts anderes als die Reha, wo alle hingehen mit dem Kreuz oder einem Knie ... Das gibt's auch und sind auch bumbvoll!

00:46:09: Wenn du mit solchen Menschen in Kontakt kommst und ihre Geschichten hörst, das macht schon demütig.

00:46:14: Und da ist Stress und die Folgen davon einer der häufigsten Geschichten.

00:46:21: Du merkst halt irgendwie, du bist jetzt nicht alleine mit deinen Schicksal.

00:46:26: Weil sich alles gegen dich verschworen hat.

00:46:28: Sondern das ist schon auch ein gesellschaftliches Phänomen.

00:46:32: Sie besser wissen und dieses Bewusstsein zu haben, finde ich, ist schon mein erster Schritt um vielleicht auch mal mehr auf sich selbst zu achten oder Symptome zu achte.

00:46:45: Auch wenn sie eben nicht so sind wie mit der Nackenwee.

00:46:52: Ich denke, dass ein Mensch sich ja auch unter extremen Stresssituationen verändert und gab ich als Partnerin jetzt von Michael.

00:47:01: Wie hast du es erlebt?

00:47:03: Weil wir haben jetzt auch gehört, diese Tipps die man gibt und das ist natürlich eine durchaus auch extremere Situation in der Du warst.

00:47:10: Aber es beginnt ja schon mit dem, dass wenn man das Gefühl hat, es wird jetzt einfach ein bisschen zu viel in einer Phase des Lebens und es noch nicht so extrem ist, dass man oft so Tipps bekommt wo man eigentlich sagt naja also ganz ehrlich der lustige Film oder leg dich ein bisschen hin Aber eigentlich hilft's dann nicht wirklich und das ist ja oft sogar das Gegenteil, muss man sagen.

00:47:35: Wie bist du denn umgegangen damit?

00:47:41: Es ist ein Glück, dass ich mich beruflich intensiv mit diesem Thema beschäftige und dazu schon sehr viel wusste Und mir war das schon relativ klar was da abgeht Das hat schon im Vorfeld, also das hat ja schon früher begonnen.

00:47:56: Wir sind ja auch in einem persönlichen Transformationsprozess gesteckt, wo sich solche Dinge schon abgezeichnet haben.

00:48:04: Und ich glaube

00:48:05: da

00:48:07: geht man als Mitbetroffene natürlich.

00:48:09: also ich habe mich das sehr persönlich involviert was für mich auch nicht gut war klar und gleichzeitig als Beobachterin, wo man den anderen ein Stück an der Hand nehmen möchte und begleiten möchte.

00:48:24: aber letztendlich muss auch als Partner anerkennen, dass man nur da sein kann.

00:48:32: Aber dass er den Prozess alleine machen

00:48:35: muss

00:48:35: und das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung für jemanden wie mich, die immer irgendwelche ... Also nicht banale Tipps aber die immer irgendwas richten möchte.

00:48:50: Ich möchte

00:48:50: es mir einen anderen gutmachen!

00:48:52: Das ist so ein Riesenthema und ich konnte's nicht gut machen dass die ihn da frei zu lassen und seinen Weg gehen zu lassen.

00:49:02: Ich weiß, das war wahrscheinlich die größte und schmerzhafte Übung überhaupt meines Lebens.

00:49:07: Es ging jetzt blöd aber in gehen lassen damit er wieder gehen lernen kann.

00:49:15: Und ich glaube, das ist etwas was seither auch niemals aufgehört hat weil eher einen riesigen Transformationsprozess auch seither hingelegt hat Mit dem ich nicht immer mit konnte, muss ich zugeben.

00:49:30: Aber wenn die Liebe da ist letztendlich, geht man auch in solchen Transformationsprozessen weiter.

00:49:41: Sehr schön!

00:49:41: Ich glaube, da braucht es ein Applaus.

00:49:47: Danke auch für deine offenen Worte.

00:49:49: Es ist schön, das zu hören!

00:49:51: Ich möchte gerade auch an Herrn Sasco noch mal die Frage stellen, wenn wir schon ein paar Mal angesprochen haben also in diesen Phasen wo es jetzt mal bisschen vielleicht auch mehr Stress gibt.

00:50:01: aber auch generell Gibt es diese wunderbaren Atemübungen?

00:50:07: Und da können Sie uns, glaube ich auch ein bisschen was mitgeben.

00:50:11: Was doch relativ schnell auch anzuwenden ist und durchaus Erfolge bringen kann.

00:50:17: Erzählen sie doch mal!

00:50:18: Wir haben so ein aktuelles Schulprojekt, wo wir die psychische Gesundheit von Kindern untersuchen und auch verbessern möchten.

00:50:26: Und ich versuche da immer bisschen Übungen mitzunehmen, die wirklich sehr leicht implementierbar sind, weil natürlich die Aufmerksamkeitsspanne eines zwölfjährigen Kindes im Unterricht ist jetzt vielleicht nicht das höchste – wahrscheinlich wie unser, wenn wir Instagrams kommen!

00:50:41: Und eine Übung, die nur fünf Minuten dauert.

00:50:45: Aber natürlich wenn ich zehn Minuten schaffe ist es umso besser.

00:50:48: Ja?

00:50:48: Ist so dieses ... Die vier sieben acht Atmung viele von ihnen kennen's wahrscheinlich auch schon als man atmet viel also ein paar grundsätzliche Dinge.

00:50:57: man versucht immer in dem Bauch zu atmen.

00:50:59: das ist grundsätzlich auch immer eine sehr gute Sache Während des Tages, selbst wenn man keine Atemübung macht zu versuchen in den Bauch zu atmen.

00:51:08: Das aktiviert schon das parasympathische Nervosystem was man überhaupt entspannen kann weil wir ja doch sehr viel in die Brust atmen und flachatmen und schnellatmen.

00:51:16: Es heißt Atmung verlangsamen und im Bauch atmen so dass die Flanken breiter werden Hilft ja schon mal.

00:51:21: Ja, das ist so das erste.

00:51:22: Da darf auch der Bauch rauskommen?

00:51:24: Genau!

00:51:25: Also man muss nicht immer so sitzen und anspannen am besten versuchen zu entspannen und am Besten durch die Nase einatmen.

00:51:33: vier Sekunden.

00:51:34: Können wir das einmal gemeinsam machen alle die Lust haben da jetzt mitzumachen.

00:51:38: Ja mach mir das mal weil ich glaube alles was man einmal gemacht hat das ist auch besser abzurufen.

00:51:43: also sie müssen nicht.

00:51:44: aber wenn Sie Lust haben machen Sie einfach mit.

00:51:46: Atmen Sie einfach nochmal in Ruhe aus Und dann atmen wir gemeinsam durch die Nase ein.

00:51:53: Ich zähle bis vier, eins zwei drei vier halten die Luft.

00:52:00: sieben Sekunden.

00:52:01: Das ist das Schwierige!

00:52:02: Zwei Drei Vier Fünf Sechs Sieben und Atmen ganz langsam kontrolliert aus acht Sekunden.

00:52:13: Eins Zwei Dreie Vier fünf sechs Sieben, acht.

00:52:21: Dann wiederholt man das Ganze.

00:52:24: und also der Clou an der Sache ist... Wie oft?

00:52:27: Wie oft wiederhult man?

00:52:28: Ich würde schon... Ausatmen auch durch die Nase.

00:52:32: Entweder langsam durch die Nasen, wie sie es besser regulieren können oder durch den leicht geöffneten Mund gespreizt wird, wie so ein Strohhalm.

00:52:40: Also quasi

00:52:41: ich

00:52:42: finde bei mir besser, dass man das regulieren kann.

00:52:45: Sonst ist mal viel zu schnell draußen und das Wichtigste ist bei der Übung, also es besteht ja eigentlich aus mehreren Teilen.

00:52:52: Da geht's vor allem darum dass das Ausatmen doppelt so lang wie das Einatmen.

00:52:57: Es geht gar nicht um diese vier, sieben, acht ein bisschen schon aber es geht um längeres Ausatmens.

00:53:02: Der Körper merkt weil überlegen Sie was passiert wenn es jetzt im physiologischen Stressor gibt?

00:53:06: Sie gehen laufen!

00:53:08: Sie müssen schnell atmen, der Körper merkte ich komme auf Trab.

00:53:11: Das heißt hier machen wir genau das Gegenteil und sagen dem Körper hey du kannst mal chillen Es ist jetzt nichts, entspann dich einmal.

00:53:18: Und das Zweite was wir hier machen in den sieben Sekunden ist, wir bauen so einen kontrollierten Stressor ein.

00:53:24: Das ist ja wie so ein Luftballon, was Sie dann halten und irgendwann ist es aus.

00:53:29: Ja?

00:53:31: Und das hilft auch für Sie so ein bisschen resilienter durch den Tag zu gehen und das Ausatmen macht er irgendwie auch mehr Spaß.

00:53:39: Ich hatte eine Phase, wo ich auch mit Panikattacken zu kämpfen gehabt habe.

00:53:43: Das war das einzige, was mir sehr zufallt, dass sich kurzfristig akut geholfen hat.

00:53:49: Auch wenn es sich schwierig ist in so einer Situation.

00:53:52: Da kann ich mich natürlich nicht hinstellen und zwanzig Minuten Yoga machen, wenn ich bei drei Hundert gegen die Wand fahre gedanklich.

00:53:58: D.h.,

00:53:58: da ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit.

00:54:01: Es gibt noch andere Atemübungen.

00:54:03: Grundsätzlich haben ja Atemübungen auch verschiedene Zwecke.

00:54:07: Aber dafür, dass man das parasympathische Nervensystem aktiviert ist am besten belegt wenn man sozusagen länger ausatmen kann.

00:54:15: Und im Liegen besser?

00:54:16: Im Sitzen?

00:54:17: Im Stehen gibt es da Unterschiede?

00:54:19: Es gibt unterschiedliche Studien aber ich möchte mich jetzt hier gar nicht... Auch wenn ich wissenschaftler bin, würde ich gerne von den evidenzbasierten Ergebnissen wegkommen und sagen so wie sie sich am wohlsten fühlen.

00:54:34: Weil ... Wenn ich das im Liegen mache, kann ich viel mehr entspannen.

00:54:39: Ich hab halt die Tendenzen der Angewohnheit mich anzuspannen, wenn ich sitze oder nicht gut hinkriege, dann mach' ich das lieber in dem Liegen.

00:54:46: Aber es gibt natürlich, wenn wir jetzt in der U-Bahn sind, wird's schwierig mit mir hinlegen.

00:54:50: In der US-Exterleicht.

00:54:51: Darf ich auch noch eine Frage geben?

00:54:56: Mir geht es ja darum, dass die Leute auch in der Umfrage sagen, was sie dann gegen Stress tun.

00:55:02: Da ist er schon da.

00:55:04: Für mich geht's ja darum ... Man kann nicht immer ein Pausall machen, wenn man gerade an Stress hat und sagt, ich gebe Arbeit.

00:55:11: Wenn man noch wie viele Pausalle hat, werden Sie noch.

00:55:14: Ich denke mir oft, durch eine gewisse Kontinuität müsste man das präventiv machen.

00:55:21: Das stimmt!

00:55:23: Nicht erst, wenn es E-Schotterhurt brennt und dann atme ich dreimal und sage, jetzt geht's mal viel besser.

00:55:28: Sondern es geht ja eigentlich darum, das Rhythmisch irgendwie zu machen.

00:55:31: ist das so?

00:55:32: Und wenn Ja wovon nicht ausgeht in was für einem Rhythmus?

00:55:37: Weil auch da ... Ich kann alle zehn Minuten das ganze Prozedere machen.

00:55:42: Vor allem solltet

00:55:43: man

00:55:44: eine Regelmäßigkeit im Sinne von immer zum Beispiel in der Früh oder am Abend Das braucht seine Regelmäßigkeit auch.

00:55:50: Also

00:55:51: ich glaube, da geht es um mehrere Dinge.

00:55:52: das eine ist natürlich wir Menschen sind ja Routinewesen wenn es natürlich eine Zeit gibt wo man das gut machen kann und immer wieder eine Routine erlernen kann.

00:56:04: also ich mache das immer vom Schlafen gehen es hilft mir beim Einschlafen.

00:56:07: tatsächlich wenn ich komplett überreizt bin dann ist natürlich gut.

00:56:11: Es ist immer so ein bisschen von einem glaube ich selber abhängig wann man das am besten macht.

00:56:18: Je öfter das so besser, weil es jetzt nicht heißt, dass ich alle fünf Minuten das machen müsste.

00:56:22: Ich glaube wir müssen halt auch mit der Machbarkeit ein bisschen uns Gedanken machen ja?

00:56:26: Weil wenn ich jetzt komplett übermotiviert das fünfmal am Tag mache dann ist es nichts sehr nachhaltig.

00:56:31: also man kann ja mal mit dem Minimalziel anfangen und sagen Ja!

00:56:34: Ich mach' das jetzt jeden Abend fünf Minuten.

00:56:36: Irgendwann sind's vielleicht jeden Abend zehn Minuten wenn ich noch nicht eingeschlafen bin dabei Und irgendwann, wenn ich merke, okay es hilft mir und ich kann entspannen.

00:56:44: Dann vielleicht hilft das mehr auch dann in der Arbeit.

00:56:46: Wenn ich dann in meiner Pause eine habe oder mache, dann vielleicht nicht am Handy rumdrück.

00:56:54: Ich glaube dass es wichtig ist, vielleicht irre ich mich auch Dinge zu ritualisieren weil über das Ritualisieren lernt der Körper und der Geist und speichert ab.

00:57:08: Dann ist es einfach so, dass man das nicht mehr auch so mental, also muss ich so und solange einatmen.

00:57:13: Sondern dass das fast automatisiert abläuft sowie zum Beispiel die progressive Muskel-Relaxation soweit ich weiß.

00:57:20: Die ist auch sehr effektiv.

00:57:21: Genau!

00:57:22: Und je öfter man das

00:57:23: übt

00:57:24: und macht und einbaut... Das so schneller springt das, glaube ich dann auch an.

00:57:28: Dass man in diesen Entspannungsmodus kommt.

00:57:33: Meditieren ist ja nicht für jedermann und kann auch nicht bei Stress immer helfen weil da geht ganz viel ab aber wenn es für jemanden passt ist es ja auch das üben.

00:57:45: Die erste Frage vom Herrn Hoflein ist wie noch nicht beantragt.

00:57:48: Da geht's ein bisschen um dieses Stressbuffering.

00:57:51: also was kann ich vorher machen damit ich eben gar nicht so gestresst bin?

00:57:55: Und ich glaube, es ist ein Teil der Antwort.

00:57:58: Aber ich glaube das ist auch sehr wichtig dass wir die verschiedenen Baustellen miteinander oder Bausteine in dem Fall miteinander kombinieren und dann funktioniert's ja!

00:58:08: Was sind denn so die wirksamsten Stressbuffer?

00:58:11: Schlaf auf jeden Fall also... Wir wissen es ja alle, wenn ich gut schlafe.

00:58:15: Es ist natürlich sehr unterschiedlich.

00:58:16: Es gibt Menschen für diese es tatsächlich nicht ungesund fünf Stunden zu schlafen.

00:58:20: Das ist aber eher der Ausreißer nach oben und was auch immer andere brauchen sehen.

00:58:26: Irgendwo dazwischen bewegt sich die Menschheit.

00:58:28: das ist sicherlich ein guter Stresspuffer.

00:58:30: Meaningful Social Relationships, also soziale Beziehungen.

00:58:34: Haben

00:58:34: wir auch

00:58:34: in der Regelungsumfrage?

00:58:35: Natürlich durch viel Stress als fast das Erste nehmen sportliche Aktivität vernachlässigen Sie sehen es sind einfache Dinge das könnte Ihnen auch XY erzählen.

00:58:44: dafür müsste nicht ich hier sitzen auch wenn es mir natürlich sehr viel Spaß macht.

00:58:47: aber Wir müssen uns bisschen so auf unsere Kern innere Stimme die uns das sowieso schon alles so ein bisschen sagt, besinnen und dann diese Sachen machen.

00:58:57: Und dann können auch so Sachen wie Atemtechniken helfen.

00:59:00: aber sie sind sicherlich kein Wundermittel.

00:59:01: wenn ich ansonsten sehr schlechte Gewohnheiten habe ja und den ganzen Tag alles missachte und jeden Tage drei Stunden schlafen fünfmal aufstehen der Nacht oder am Abend noch im Handy bin was uns sowieso zum Schlafdefizit führt Dann wird es mit den Atem-Technikern halt nicht viel bringen.

00:59:21: In die Wissen-Stresssituationen denke ich da auch an mich zum Beispiel beim Autofahren.

00:59:27: Also, ich mich stresst der Verkehr einfach immer mehr und ich sitze dann manchmal im Auto und ich versuche dann auch diese Atemübungen zu machen um ein bisschen runterzukommen und nicht die ganze Zeit den anderen den Vogel zu zeigen oder selbst auszuzugen.

00:59:42: aber manchmal wird das Gefühl... Das funktioniert denn in so einer Situation nicht wirklich gut.

00:59:47: Mache ich es falsch?

00:59:49: Oder ist die Situation nicht... Ja, von wegen Multitasking genau!

00:59:55: Bin ich dann zu wenig multitaskingfähig?

00:59:58: Nein, aber oder ist einfach diese Situation nicht geeignet?

01:00:01: Ich glaube

01:00:02: das der Stress auch einfach zu kurz... fristig ist, also ja klar wird es helfen aber wann sieht sich denn zehn Minuten da und mache das?

01:00:12: Und was hier vielleicht auch helfen würde sind so ein bisschen diese mentalen Unbewertungsprozesse.

01:00:16: Auch wenn ich in dem Moment überhaupt keinen Bock drauf habe ihnen zu halten und sagen warum mich jetzt diesen Menschen dort für ein Trottel halte nur weil er jetzt nicht losgefahren ist vor mir wäre es sehr vielleicht in der Situation gut ihnen zu erhalten und fragen warum rege ich mich eigentlich überhaupt auf?

01:00:30: Das frage

01:00:31: ich

01:00:31: mich

01:00:32: schon aus, hilft

01:00:33: die

01:00:34: Antwort nicht!

01:00:35: Na

01:00:36: ja, es gibt schon Menschen die das sehr ausgeglichen sind.

01:00:43: Und

01:00:43: es gibt natürlich schon ein paar Mentaltechniken mit denen man dann arbeiten kann und die ultimative Betrumpfkarte, die man immer ausspielen kann ist die Akzeptanzkarte.

01:00:52: Also dass man sagt okay ich denke er trottelt vielleicht ist auch ein Trottel.

01:00:57: Ja ich akzeptiere das Ich bin fein damit Ich spüre immer eine Emotion hinein, auch wenn es mich vielleicht noch wütender macht.

01:01:05: Und einfach durch das Wahrnehmen der eigenen Emotionen und auch wirklich dieses Innerhalten und Nachdenken drüber – nicht nur Wüten sein sondern sich selber zugestehen, dass man wütend ist, geht das dann wieder weg

01:01:19: mit der Zeit?

01:01:20: Genau!

01:01:20: Und zu akzeptieren hat die Gabi ja vorhin auch so schön gesagt, wie sie ist, man kann's nicht ändern.

01:01:25: Weil es wäre toll da, wenn wir könnte schnipsen und die Straßen wären alle frei.

01:01:30: Aber es ist halt nicht so, auch wenn wir uns noch wünschen.

01:01:36: Gibt's eine Sendung am Ende des

01:01:40: Tages?

01:01:40: Ich wollte nur zum Schlaf holen und sagen, weil ich schwöre, es gibt ganz viele Menschen ... Ich glaube ja, dass das ein Interesse im Dom ist, dass sich wann immer ob das in der Nacht oder in den Morgenstunden aufwache um dieses Wach liegen.

01:01:55: Es gibt ja ganz viel und das ist, dass in der Nacht kriegen auch alle Gedanken so eine unglaubliche Wucht.

01:02:01: Weil es sind da viele Ärgeres untertags wo man dann sagt neuer aus Hochschlimmen muss ich sagen nicht aber in der nacht ist alles sehr dynamisch und das heißt dieses wirkliche wachliegen das geht oft bis zu einer stunde.

01:02:11: du hast diese, die Gedanken spiralen die einen nicht an was an nichts denken.

01:02:19: das geht nicht.

01:02:21: Das halte ich für letztendlich die schlimmste Auswirkung von Stress, weil sie mir die Ruhe raubt.

01:02:30: Und das würde mich interessieren, ob jetzt was über Omas Zählschäfchen hinausgeht... Ob es da Gegenmittel gibt.

01:02:40: Du brauchst

01:02:40: ein Privatort,

01:02:41: oder?

01:02:41: Ja, ich sag ja

01:02:42: ... Aber Apropos

01:02:44: ... Das ist ganz viel in meinen Schicksal dein.

01:02:47: Ich stellvertretend die Frage stellen.

01:02:49: Apropo zählen diese vier, sieben, acht, ist ja auch zäheln!

01:02:54: Mich hat am Anfang immer überfordert, weil man so viel zähln muss und ich konnte dann erst recht nicht einschlafen.

01:03:00: Aber das ist halt auch wenn man's öfter macht.

01:03:02: Dann geht sich darum, ob es jetzt acht oder neun sind.

01:03:08: Was du jetzt auch sagst, wir sind da oft so im Kopf und der dreht sich alles.

01:03:18: Manchmal muss man Dinge mit Humor nehmen.

01:03:22: Ich habe ja erwähnt, dass ich mich da immer ein bisschen reinziehen lasse in seinen Stress.

01:03:26: Und er hat dieses Verkehrstemmer enorm!

01:03:29: Mit ihm im Auto fahren ist ...

01:03:30: Wir zwei im Auto?

01:03:32: Ja, wir zwei im Auto werden es echt cool.

01:03:35: Also ich weiß immer, wenn wir da von unserem Gassel runter auf die Hauptstraße biegen.

01:03:39: Wenn er sagt immer... Jetzt ist schon wieder die Straßenbahn vor uns.

01:03:44: Ich könnte aber wetten, er zieht es schon an, dass die Straßenbahn da ist und ich schaue nur rechts, sehe die Straßenbahnen und denke genau!

01:03:55: Das ist aber auch dann schon wieder lustig.

01:03:57: Früher habe ich mich mitgejagert

01:03:59: und heute ist das für

01:04:01: sie lustig.

01:04:03: Es

01:04:03: ist wirklich schon mittlerweile lustig und ich kann mittlerweile über seinen Stress ... Auch ein bisschen schmunzeln, also lachen würde ich wär jetzt

01:04:11: böse.

01:04:12: Aber schmunzelnd!

01:04:13: Ja und das hilft ja auch nicht?

01:04:16: Also der Humor ist auch ein Wichtiges.

01:04:17: Der

01:04:17: Distanz schafft.

01:04:19: Ich glaube dieses Grübeln in der Nacht... Also ich habe das auch eine Zeit lang gehabt wobei mein Schlaf mittlerweile Gott sei Dank wenn er dann mit den zwei kleinen Kindern vorhanden ist.

01:04:28: Nein Spaß beiseite die schlafen eigentlich recht gut drei Jahre und vier Monate.

01:04:39: Danke an meine Frau, die sich auch sehr viel kümmert um die beiden in der Nacht.

01:04:44: So dass ich eigentlich selten aufstehen muss und auch meine Leistung tagsüber überringen kann.

01:04:50: Also das Grübeln... Ich habe so das Gefühl gehabt, dass es bei mir aber wir sind da sehr unterschiedlich aus unterschiedlichen Ecken kommt.

01:05:00: Und bei mir war das so, dass wenn ich mir keine Zeit erlaubt habe vorher bewusst abzuschalten und zwar sowohl auf der physiologischen als auch auf der mentalen Ebene.

01:05:09: Dann war es besonders stark, dass ich in der Nacht auch aufgewacht bin.

01:05:13: Also physiologisch macht sie auch Sinn weil wir uns ja zum sagen mal nutzen dann wieder unser Handy als Coping Mechanismus und haben alle Lichter an.

01:05:23: Unser Körper kann ja kein Melatonin zum Schlafen produzieren, dann reicht halt das zur Verfügung stehende Melatoninin auch nicht durch die Nacht und im Minium drei oder acht und was fällt mehr hin um drei?

01:05:32: Ja natürlich!

01:05:32: Das, was mir einfallen würde, wenn ich mich tagsüber mal konstruktiv langweilen würde Das ist das eine.

01:05:38: Und ich finde, man kann den Körper auch schon und den Geistern mit viel dabei unterstützen.

01:05:43: Also für mich gemerkt so... Man muss ja nicht gleich auf die Schlaftrapletten-Tour aufspringen, obwohl es bei manchen Menschen durchaus induziert ist – also bin ja kein Mediziner!

01:05:53: Aber was bei mir geholfen hat waren teilweise Schlaftees, heiße Bäder, lichter Dimmen eben rechtzeitig das Handy zu verbannen.

01:06:03: Eigentlich sagt man schon vier Stunden vorher kein Handy, ich glaube keiner von uns hält das durch vielleicht der da kein Handy hat und eigentlich auch keinen Fernsehen ja?

01:06:11: Und was mir geholfen hat ist etwas zu lesen dass ich auch müde werde mit der Zeit und mich auf eine Sache konzentriere.

01:06:18: Das ist jetzt noch kein bombensicheres Rezept irgendwie für guten schlaf aber ich glaub es guter Startpunkt.

01:06:24: und das zweite ist so dieses bisschen so beschäftigen mit sich selber.

01:06:28: Also wenn ich jetzt Gedanken habe in der Nacht, man sagt ja auch, wenn man dann so aufsteht, man soll nicht liegen bleiben, sondern man soll ja wirklich rausgehen, lichter an zumindest ein bisschen und etwas Langweiliges tun was mir dann auch geholfen hat was ich sonst nie mache, leider.

01:06:42: Obwohl es eine sehr gute Gewohnheit ist, Journaling.

01:06:45: Also wirklich zu schreiben, war's beschäftigt mit?

01:06:48: Was ist denn überhaupt das ganze Wir-Wahr in meinem Kopf?

01:06:51: Ich bin leider zu faul dafür.

01:06:53: Aber wenn ich nicht schlafen kann, mach' ich das!

01:06:55: Dann nehme ich mir mein Füller, nehme meinen Notizblock und schreibe da einfach zwanzig Minuten, wer mich alles anpisst.

01:07:01: Und wenn ich dann fertig bin gehts mir meistens besser, dann trinke ich vielleicht noch einen Tee und gehe wieder ins Bett.

01:07:07: Zumindest ein bisschen ... also ich sage nicht dass sich jetzt so sehen

01:07:12: Da muss man sich auch stoppen, dann schreibt mir ewig.

01:07:19: Ja

01:07:19: vielleicht bei Ihnen ist der Timer eine gute

01:07:23: Idee.

01:07:26: Wir sehen schon so einfach ist es nicht.

01:07:28: aber ich glaube wir nehmen auch mit das Stress nicht automatisch nur unser Feind sein muss sondern dass man eben auch unterschiedliche Methoden anwenden kann dass man rechtzeitig darauf schauen kann und dass gerade diese Technik, die sie uns gezeigt haben.

01:07:42: Dass man die auch durchaus mal probieren kann in den diversen Situationen und schauen kann was das mit einem macht und dass vielleicht auch ein ganz gutes Werkzeug sein kann.

01:07:51: Ich danke an der Stelle sehr, dass Sie heute meine Gäste waren.

01:07:55: ich danke sehr dass wir auch im Publikum heute da waren und alle die uns auch via Radio zu gehört haben.

01:08:01: Ich bin Jasmin Dolati Und ich freue mich schon sehr auf dem nächsten Talk und Michael Hufnagl hat ein ganz wichtiges Thema angesprochen haben der Schlaf.

01:08:10: Und dazu planen wir demnächst auch mal eine Sendung, denn das muss auch einmal besprochen werden.

01:08:16: Herzlichen Dank fürs dabei sein und Sie bleiben jetzt, wenn sie Lust haben

01:08:20: noch ein bisschen.

01:08:24: Das war die Aufzeichnung der Veranstaltung Am Puls im Kabarett Simpl vom 18. November 2025.

01:08:30: Die Reihe Am Puls ist eine Veranstaltungen des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF in Kooperation mit dem ORF Radio Wien.

01:08:37: Weitere Geschichten aus der Forschung und Fragen unseres Podcasts findet ihr auf scilog.fwf.ac.at.

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