1.6. Weltraum

Shownotes

Mit dieser Folge nehmen wir am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 in den Kategorien Audio und Bestes Debut teil (https://fastforwardscience.de/)). # FFS #AudioAward #BestesDebutAudio

Gibt es Leben da draußen? Wieso erforschen wir das All? Und wie kann man die Atmosphäre von Exoplaneten untersuchen, die Lichtjahre weit entfernt sind? Um diese Fragen dreht sich die letzte Folge der ersten Staffel von Was wir wissen.

Dazu haben Francesca Grandolfo und Thomas Zauner mit Christiane Helling vom Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gesprochen.

Kontakt: podcast@fwf.ac.at

scilog – das Wissenschaftsmagazin des FWF: scilog.fwf.ac.at

Weitere Folgen und Aufzeichnungen von FWF Events: scilog.fwf.ac.at/podcasts

Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.

Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner

Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant

Musik: Kaspar Arens

Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht

Transkript anzeigen

00:00:00: Warum ist das interessant?

00:00:02: Zum einen ermöglicht es uns herauszufinden, welche Rolle unser eigenes Sonnensystem im kosmischen Kontext spielt.

00:00:12: Im Augenblick haben wir andere Lebensformen außerhalb der Sonnensystems noch nicht gefunden.

00:00:25: Was wir wissen.

00:00:27: Ein Podcast

00:00:28: des Wissenschaftsfonds

00:00:29: FWF.

00:00:43: Willkommen zurück bei Was wir wissen.

00:00:45: Ein Wissenschaftspodcast, bei dem wir den großen und kleinen Fragen aus der Grundlagenforschung nachgehen.

00:00:50: Wir sind Thomas Zauner

00:00:52: und Francesca Grandolfo.

00:00:53: Das ist die sechste und letzte Folge unserer ersten Staffel, was wir wissen über das Menschsein.

00:00:59: Thomas, weißt du noch fünf Fragen mehr über das Menschsein als davor?

00:01:03: Auf jeden Fall.

00:01:04: Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass wir mit medizinischen Eingriffen auch Einfluss auf unsere eigene Evolution nehmen.

00:01:10: dass man menschgemachte Ewigkeitschemikalien auch in den entlegensten Gebieten der Erde finden kann und dass all unsere Gehirne mehr oder weniger einzigartige Unterschiede aufweisen.

00:01:20: Was ist bei dir hängen geblieben?

00:01:22: Ja, vieles.

00:01:23: Spontan fällt mir jetzt was ein, was es gar nicht in die Folge geschafft hat.

00:01:27: Es wird nämlich unter Sprachwissenschaftlerinnen diskutiert, ob es sowas wie eine Ursprache gab.

00:01:32: Also eine Sprache, aus der sich alle anderen Sprachen abgeleitet haben.

00:01:36: Oder ist Sprache doch mehrmals parallel entstanden.

00:01:39: Auch wenn wir das jetzt nicht aufgreifen konnten, finde ich das eigentlich voll spannend und würde da gerne nochmal mehr rein recherchieren.

00:01:45: Also vielleicht das für Staffel zwei, aber das greift jetzt ein bisschen weit voraus.

00:01:50: Gut, dann bleiben wir mal bei Staffel eins und da habe ich nämlich auch noch was anderes Spannendes gelernt.

00:01:55: Mir war ja vor diesem Podcast ehrlich gesagt gar nicht so klar, dass Grundlagenforschung und angewandte Forschung doch sehr unterschiedlich sind.

00:02:01: Und wie würdest du diesen Unterschied jetzt beschreiben?

00:02:04: Also in der angewandten Forschung geht es ja darum, eine konkrete Lösung auf ein spezielles Problem zu finden.

00:02:09: Da ist der Blick vor allem auf ein Spezialgebiet fokussiert.

00:02:12: Und in der Grundlagenforschung geht es eher darum, passende Antworten auf grundlegende Fragen zu finden.

00:02:19: Und damit man dabei nichts übersieht, braucht es vielleicht ein bisschen mehr Weitblick, würde ich jetzt sagen.

00:02:23: In der Grundlagenforschung vertieft man sich ja auch oft in Spezialgebiete, aber man kann dabei dann bestenfalls allgemeinere Auslagen und Erkenntnisse daraus ableiten.

00:02:32: Das war ja auch ein bisschen das Ziel dieses Podcasts.

00:02:35: Anhand von Einblicken aus verschiedenen Wissenschaften wollten wir einen Überblick darüber geben, was wir über das Mensch sein wissen.

00:02:41: Findest du, uns ist das gelungen?

00:02:43: Überblick ist vielleicht ein bisschen zu groß im Kontext von nur sechs Folgen, also es bräuchte auf jeden Fall viel mehr Zeit um alles, was wir über das Mensch sein Wissen zu erzählen.

00:02:52: Aber darum geht es uns ja auch nicht.

00:02:54: Stimmt.

00:02:55: Im Zitat, auf dem der Titel unseres Podcasts basiert, heißt es ja so circa, was wir wissen, ist ein Tropfen im Ozean.

00:03:01: Und was wir mit dem Podcast erzählen, sind wiederum nur ein paar Tropfen Emotionen der Wissenschaften.

00:03:06: Aber wie du schon sagst, ein paar dieser Tropfen haben wir beleuchtet.

00:03:09: Und ein Tropfenwissen fehlt uns ja noch, nämlich das Thema der heutigen Folge.

00:03:13: Heute

00:03:13: schauen wir uns das Menschs einmal aus einer ganz anderen Perspektive an, aus der Ferne des Weltalls.

00:03:21: In dieser letzten Folge von Staffel eins wollen wir wissen, warum erforschen wir eigentlich das Universum?

00:03:26: Ist die Menschheit einzigartig im All?

00:03:29: Und was lernen wir durch die Weltraumforschung über uns selbst?

00:03:32: Die Themen der anderen Folgen waren ja auch superinteressant, aber das heutige finde ich besonders spannend.

00:03:37: Ich bin sicher nicht der Einzige, der seit der Kindheit vom Weltraum fasziniert ist.

00:03:41: Dann bin ich mal gespannt, was deine Antworten auf die heutigen Fragen sind.

00:03:44: Ich habe ja ein Interview mit der Astrophysikerin Christiane Helling geführt, also ich bin schon ein bisschen voreingenommen, ich weiß jetzt schon zu viel Thomas.

00:03:51: Aber warum glaubst du erforschen wir das Universum?

00:03:54: Ich denke, wir wollen verstehen, wie das alles funktioniert und was unser Platz im Universum ist.

00:03:59: Das reicht vom Urknall über Schwarze Löcher bis hin zur Frage, wie ein Planet wie die Erde überhaupt entstehen kann.

00:04:04: Zu den meisten Planeten und anderen Objekten werden wir ja wohl nie reisen können.

00:04:09: Die sind einfach zu weit weg.

00:04:10: Aber trotzdem finde ich, dass es wirklich toll ist, den Weltraum zu erforschen.

00:04:14: Auch einfach nur, um mehr zu lernen.

00:04:17: Du kennst dich auf jeden Fall eindrücklich besser aus als ich, aber kommen wir vom Urknall und von Schwarzen Löchern wieder zurück zum Menschsein?

00:04:24: Thomas ist die Menschheit einzigartig im All?

00:04:26: Nach unserem jetzigen Stand, würde ich sagen, ja.

00:04:29: Aber wir kennen eben nur einen winzigen Tropfen im Ozean des Universums.

00:04:33: Diese Freigarten hat man sich auch schon länger gestellt.

00:04:35: In den sechziger Jahren wurde die als Fermi-Paradoxon bekannt.

00:04:39: Der Physiker in Enrico Fermi hat sich gefragt, wo all die Aliens sind, wenn es doch so viele Sterne gibt.

00:04:44: Allein unsere Galaxie, die Milchstraße, hat mehrere hundert Milliarden Sterne.

00:04:49: Und inzwischen wissen wir, dass viele davon auch Planeten haben.

00:04:52: Bei vielen Planeten denken wir, dass dort kein Leben möglich ist.

00:04:55: Aber das Universum ist groß und seltsam und wer weiß, was wir alles noch finden werden.

00:05:00: Und wir wissen halt auch einfach nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass Leben überhaupt entsteht.

00:05:04: Und die Frage ist...

00:05:06: Ich sehe, du hast es ernst gemeint, dass das dein Herzensthema ist.

00:05:09: Ich stoppe dich jetzt mal kurz, Thomas, weil wir werden auf die Frage später sowieso zurückkommen.

00:05:13: Da können wir dann gerne noch mal auf dieses Paradoxon eingehen.

00:05:16: Aber jetzt noch mal kurz abklären.

00:05:17: letzte Frage.

00:05:18: Was lernen wir durch die Weitraumforschung über uns selbst, Thomas?

00:05:21: Da gibt es zwei Aspekte.

00:05:23: Erstens schauen wir mit Satelliten natürlich von weit oben zurück auf die Erde.

00:05:26: Das gibt uns eine Unmengen wichtigen Daten über alles Mögliche.

00:05:30: Von Temperatur und Wolkenverteilung über Dürren und Rodungen bis zu Landverbrauch.

00:05:34: und von Services für Kommunikation und GPS ganz zu schweigen.

00:05:39: Der Blick aus dem Weltall auf die Erde herab hat uns enorm viele nützliche Erkenntnisse gebracht.

00:05:44: Und der Blick nach außen in den Weltraum kann uns verstehen helfen, wie die Erde entstanden ist.

00:05:49: Die Zusammensetzung von Kometen und Asteroiden im Sonnensystem kann uns zum Beispiel etwas darüber sagen, wie es auf der ganz frühen Erde ausgeschaut haben muss und auch, wie das Wasser auf unserer Planeten überhaupt hierher gekommen ist.

00:06:01: Und wenn man Planeten in anderen Sternensystemen, sogenannte Exoplaneten und deren Entstehung beobachtet, kann man auch viel über den Ursprung unseres Sonnensystems lernen und damit auch über den Ursprung des Lebens auf der Erde und schlussendlich auch den, der Mensch hat.

00:06:15: Okay, ich hätte auch einfach dich interviewen können für diese Frage, Thomas.

00:06:19: Ja, danke für deinen Vertrauen, aber ich kenne mich sicher nicht so gut aus wie unsere heutige Expertin.

00:06:24: Und überhaupt, wenn du mich interviewen würdest, würde ich ja selbst nichts Neues dazu lernen.

00:06:28: Das finde ich schon ziemlich schade.

00:06:30: Na gut, na gut.

00:06:31: Du hast mir ja auch schon das passende Stichwort Exoplaneten gegeben.

00:06:34: Das ist nämlich genau das, worauf sich Christiane Hellings Forschung fokussiert.

00:06:38: Sie leitet das Institut für Weltraumforschung an der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

00:06:44: Also extausolare Planeten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

00:06:48: Es sind Planeten, die Sterne außerhalb unseres Sonnensystems in der Galaxie, in anderen Galaxien im Universum umkreisen.

00:06:56: Also immer... Planeten umkreisen Sterne.

00:06:58: Das heißt also Sterne kommen nie ohne Planeten oder Planeten kommen nie ohne Sterne.

00:07:03: Und das bedeutet aber auch, dass beide einen gemeinsamen Bildungs- und Entwicklungsprozess durchmachen.

00:07:12: Wir möchten herausfinden, aus was diese Atmosphären bestehen.

00:07:15: Bei der Erde können wir sozusagen hingehen und messen.

00:07:18: Wir nehmen ein Spektrum auf.

00:07:20: Und durch solche Spektren finden wir raus, welche Stickstoffverbindungen, welche Sauerstoffverbindungen in der Atmosphäre existieren.

00:07:28: Die Herausforderung für alles Nicht-Erde ist, dass man es halt immer aus der Entfernung beobachten muss.

00:07:36: Das ist ja fantastisch, dass Forscherinnen das Wetter auf Exoplaneten erforschen können.

00:07:40: Da habe ich gleich ein Bild im Kopf von bunten Wolken über einer alien Landschaft.

00:07:44: Da meistens aber ein ziemliches Science-Fiction-Bild dafür, dass du ein Science-Nerd bist.

00:07:48: Ja, das kommt schon von der Science Fiction, aber unsere Vorstellungskraft reicht wahrscheinlich gar nicht aus, um sich ein Bild davon zu machen, was es vielleicht alles im Universum gibt.

00:07:57: Aber was können Sie denn daraus ableiten, wenn Forscherinnen die Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten kennen?

00:08:02: Die Farbe der Wolken dort?

00:08:04: Also über die Farbe von Exo-Wolken haben wir jetzt nicht gesprochen, aber ich lasse einfach mal Christiana Helling antworten.

00:08:11: Unsere Forschung beschäftigt sich halt damit herauszufinden, welche chemischen Elemente.

00:08:16: welche Moleküle, Atome, Ionen in den Atmosphären von extersollaren Planeten fahren sind, weil diese uns dann erlauben, zu Schluss folgern, wie diese Planeten entstanden sind oder erst mal ganz einfach, ob diese Planeten überhaupt existieren, ob diese Planeten überhaupt eine Atmosphäre haben.

00:08:33: Denn wenn die Planeten keine Atmosphäre haben, können wir eigentlich schon aufhören, uns darüber Gedanken zu machen, gibt es Leben außerhalb des Sonnensystems, weil wenn es keine Atmosphäre gibt, gibt es nichts, was geatmet werden kann, gibt es nichts, was Leben beschützt.

00:08:46: Ah ok, das war jetzt ziemlich schnell.

00:08:48: Also über die Beobachtung von Exo-Wolken möchte Helling herausfinden, ob es Leben da draußen auf anderen Planeten gibt?

00:08:55: Ja, also genauer gesagt erforscht Helling, woraus die Wolken bestehen und das ist schon ein bisschen komplexer als reine Beobachtung.

00:09:01: Aber im Grunde hast du schon recht.

00:09:03: In der Astrophysik müssen Dinge beobachtbar sein.

00:09:06: Das ist in der Physik ganz allgemein eine naturwissenschaftlich-philosophische Voraussetzung.

00:09:10: Wir können nicht einfach irgendwas postulieren oder fantasieren, sondern es muss experimentell nachweisbar sein und in der Astrophysik bedeutet es muss beobachtbar sein.

00:09:19: Also wir können Exoplaneten suchen und finden und dann für uns wichtig ein spektroskopischer Fingerabdruck.

00:09:27: Das bedeutet, chemische Elemente in der Atmosphäre haben einen spektroskopischen Fingerabdruck, den wir dann beobachten können.

00:09:34: Weißt du als Physiker, was so ein spektroskopischer Fingerabdruck eigentlich ist?

00:09:38: Ja, das weiß ich.

00:09:39: Das Problem in der Astronomie ist ja, dass die interessanten Forschungsobjekte meistens unglaublich weit entfernt sind.

00:09:46: Deshalb können Astronomeninnen diese Objekte nur durch ihre Teleskope untersuchen.

00:09:51: Da sieht man jetzt nicht einfach nur ein Bild davon, wie etwas im All aussieht, sondern man misst damit auch die Eigenschaften der elektromagnetische Strahlung.

00:10:00: Jedes chemische Element, z.B.

00:10:01: Kohlenstoff oder Sauerstoff und auch jedes Molekül z.B.

00:10:05: CO², sendet elektromagnetische Strahlung aus.

00:10:08: Jede Art von Element und Molekül produziert dabei Strahlung mit einer ganz bestimmten Zusammensetzung.

00:10:14: Anhand dieser Strahlung können Astronominend darauf zurückschließen, welche Elemente dieser Strahlung ursprünglich erzeugt haben.

00:10:21: Diese Zusammensetzung der Strahlung eines Forschungssubjekts nennt man dann den spektroskopischen Fingerabdruck.

00:10:27: Fingerabdruck deshalb, weil er es so wie beim menschlichen Fingerabdruck einen einmaligen Wiedererkennungswert hat.

00:10:36: Okay, ja danke, das hätte ich jetzt glaube ich nicht so verständlich erklären können.

00:10:41: Zurück zur Hellings Arbeit.

00:10:42: Die besteht jetzt aber nicht nur daraus, quasi Exo-Wolken zu beobachten und ihre Fingerabdrücke zu nehmen, sondern sie stellt auch Thesen über diese Exoplaneten und ihre Atmosphäre auf.

00:10:52: Und die testet sie dann anhand von virtuellen Zwillingen.

00:10:55: Ah ja, aber du meinst mit virtuellen Zwillingen jetzt nicht, dass man sich selbst zum Beispiel in die Sims als Charakter nachbaut, oder?

00:11:03: Na ja, eigentlich ist das zumindest für mein Verständnis schon ein bisschen ähnlich.

00:11:06: Also anhand des Fingerabdrucks werden Exoplaneten mit samt ihrer Atmosphäre digital modelliert.

00:11:12: Und über die Beobachtung durch Teleskop wird dann kontrolliert, ob sich das Wetter oder Klima am Exoplaneten so verhalten hat, wie laut Modellierung erwartet.

00:11:20: Und dabei ist das Spannende jetzt nicht per se, ob sich eine Vorhersage bestätigt, sondern eher, wenn Realität und Modellen nicht übereinstimmen, weil dann muss man herausfinden, wieso.

00:11:29: Würteelle Zwillinge braucht man, wenn man diese Zusammenhänge hier schon vorab testen kann.

00:11:35: Also was genau ähnliche oder gleiche Signaturen erzeugt, aber eben nicht dem Leben zugeschrieben werden kann.

00:11:41: Man hat dann sozusagen eine ganze Musterdatenbank, wo man dann einfach durchgeht und sagt, okay, wenn wir dieses Muster wiedererkennen, diesen spektralen Fingerabdruck, dann ist das mit so und so viel Wahrscheinlichkeit dann tatsächlich Leben.

00:11:54: Also eigentlich geht es um die Frage, kann der gemessene spektrale Fingerabdruck ohne Leben auf diesen Planeten entstehen, also nur durch geologische Aktivitäten wie Vulkanen oder chemische Prozesse?

00:12:05: Genau, das ist auf jeden Fall eine der Kernfragen, wie entstehen diese Signaturen und was spielt da alles mit hinein.

00:12:12: Es geht aber auch darum, prinzipiell mehr über die Entstehung von Sternen und Planeten zu erfahren, wie du ja schon am Anfang der Folge richtig gesagt hast.

00:12:19: Warum ist das interessant?

00:12:20: Zum einen ermöglicht es uns herauszufinden, welche Rolle unser eigenes Sonnensystem im phosmischen Kontext spielt, zum Beispiel.

00:12:30: Sind alle Planeten in unserer Galaxie so angeordnet wie im Sonnensystem?

00:12:33: Wenn ja, warum?

00:12:34: Wenn nein, warum nicht?

00:12:36: Sind die Planeten, die wir aus unserem Sonnensystem kennen, die gleichen, die wir auch außerhalb unserer Sonnensystems beobachtet haben?

00:12:42: Sind das die gleichen?

00:12:44: Wenn ja, warum?

00:12:45: Warum sollte das so sein?

00:12:46: Wenn nein, warum?

00:12:48: Es geht ganz tief in die Fragen nach der Entstehung von Planeten allgemein, aber eben auch um Fragen der Sternen-Entstehung und der Entwicklung.

00:12:58: Ja, das sind auch die Fragen, die mich in der Astronomie am meisten begeistern.

00:13:02: Ja, auch wenn ich die Details nicht so gut verstehe, finde ich die Fragen auch voll spannend.

00:13:06: Es geht aber auch noch um eine viel grundlegendere Frage.

00:13:10: Sind die physikalischen Gesetze, die wir auf der Erde beobachten, im ganzen Weltall wirklich gültig?

00:13:15: Und das ist die Krux der Geschichte.

00:13:17: Die physikalischen Grundlagen, die wir hier für die Erde entwickeln, helfen uns vorhersagen, für Nicht-Erdsysteme zu machen.

00:13:26: Und wenn wir diese Verhersagen dann durch Beobachtungen, durch Experimente verifizieren können, haben wir damit auch unsere physikalischen Gesetze zumindest nicht veralzifiziert.

00:13:36: Ah ja, mit der Forschung auf der Erde können wir natürlich Gesetze also etablieren.

00:13:40: Wir nehmen schon grundsätzlich an, dass die Überall im Universum so auch gelten.

00:13:45: Aber mit der Beobachtung von Exoplaneten kann man dann auch checken, ob die Gesetze dort genauso gelten.

00:13:51: Man macht also quasi indirekt Experimente und Beobachtungen auf anderen Planeten, die Lichtjahre weit entfernt sind, richtig?

00:13:58: Genau, extrem beeindruckend, oder?

00:14:00: Also wie weit die Forschung da schon ist, vor allem wenn man bedenkt, dass es dieses Forschungsgebiet ja noch gar nicht lange gibt, weil wir haben ja auch die Technik dafür noch gar nicht lange.

00:14:09: Unser Forschungsgebiet ist dreißig Jahre alt, aber wir stehen natürlich auf den Schultern von Riesen.

00:14:15: Das Vorschussgebiet der extrasolaren Planeten nutzt viel Grundlagenwissen, dass Jahrzehnte, Jahrhunderte zurückgeht.

00:14:23: Ganz einfach deshalb, weil alle grundlegenden physikalischen Prozesse, die wir verwenden, um herauszufinden, warum diese Planeten so aussehen, auf der Erde entdeckt und deren Beschreibung entwickelt wurde.

00:14:35: Und das zeigt aber auch schon wieder, in welche Falle man sehr schnell laufen kann.

00:14:38: Denn alles, was wir wissen, baut auf dem auf, was wir auf der Erde entdeckt.

00:14:44: entwickelt und experimentell verifiziert haben.

00:14:47: Das heißt also, wir haben einen extremen Erdfokus.

00:14:50: Und da kommt eigentlich jetzt auch schon rein, warum Naturwissenschaften und Astrophysik so unglaublich wichtig für uns auf der Erde sind, weil wir die Theorien, die Ansätze des Verständnis, im großen Kontext verifizieren müssen.

00:15:04: Ja, spannend.

00:15:05: Wir haben in diesem Podcast ja schon besprochen, dass Forschung sehr oft auf den Menschen und dessen Perspektive fokussiert ist.

00:15:13: Da gibt sich jetzt eine Parallele, da wir ja auch in unserer Betrachtung des Weltalls sehr durch die menschliche Brille eingeschränkt sind.

00:15:20: Ja, ihr musst ja tatsächlich jetzt auch an.

00:15:21: Folge eins und die Archäologin Barbara Horejs.

00:15:24: Sie hat uns ja von ihrem Ansatz der Multi-Species-Archaeology erzählt, also von archäologischer Forschung, die sich nicht nur den Menschen widmet, sondern den Menschen in einen Kontext mit seiner Umwelt setzt.

00:15:34: Da ging es doch auch unter den Begriff Zivilisation, oder?

00:15:37: Indirekt, ja.

00:15:38: Es ging darum, dass wir Menschen uns gerne überhöhen, aber viele Errungenschaften der Menschheit wären ohne unsere Umwelt gar nicht möglich gewesen.

00:15:45: Es hat auch die Wechselwirkungen zwischen Menschen, Pflanzen, Mikroben und anderen Lebewesen gebraucht, um die komplexen Strukturen menschlicher Gesellschaften zu prägen.

00:15:53: Ich musste jetzt hier an der letzten Folge denken, in der wir wissen wollten, wie einzigartig die menschliche Sprache ist.

00:15:59: Und da ist mein O-Ton vom Linguisten Edgar Onea hängen geblieben.

00:16:03: Kann eine bine menschliche Sprache erkennen?

00:16:06: oder um den Spieß umzudrehen, könnten wir überhaupt nicht menschlicher Sprache erkennen.

00:16:11: Ah ja, auch ein spannender Vergleich.

00:16:14: Und jetzt verstehe ich auch, worauf du hinaus willst.

00:16:16: Wenn wir im Universum nach Leben suchen, suchen wir quasi nach uns selbst laut Christiane Helling.

00:16:20: Dabei gibt es vielleicht auch Lebensformen, die uns gar nicht auffallen würden, weil wir halt durch unsere Brille als Erdbewohner ihnen schauen.

00:16:26: Also wenn ich jetzt auch noch mal an unsere erste Folge zurückdenke.

00:16:29: Millionen von Jahren bestand das Leben auf der Erde anfangs nur als Einzellern, so was wie Bakterien und Achinen.

00:16:35: Wir wissen gar nicht, wie solche Aliens ausschauen könnten, als ob die so etwas wie Einzeller oder auch komplexere Lebensformen sind.

00:16:45: Na ja, zuerst mal suchen wir nach Planeten, auf denen Leben überhaupt möglich ist, bevor wir nach Aliens suchen.

00:16:50: In den Worten von Christiane Helling?

00:16:52: Wonach wir suchen, ist nach einer Umgebung, die Leben, wie wir es kennen, möglich macht.

00:16:59: Das heißt, Bakterien, Archäen sind natürlich dann genau jene, weil sie einfach viel, viel länger existiert haben als die Menschen.

00:17:06: Das heißt jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass man eine solche Umgebung identifiziert, von an sich viel höher als das für jetzt zwei beinige aufrecht laufende Lebewesen, die nur noch auf ihren iPhone stehen, dort finden könnten.

00:17:19: Ja, vielleicht gibt es da draußen hauptsächlich so was wie Schleim aus Einzellern, der auf Oberflächen von Ozeanen treibt oder in feuchten Lücken gedeiht.

00:17:29: Aber viel interessanter wäre es ja technologisch komplexere Zivilisationen zu finden.

00:17:34: Also so will wir uns als Menschheit eben auch anschätzen.

00:17:37: Ob wir aber wirklich so weit entwickelt sind, das wissen wir ja eigentlich gar nicht.

00:17:41: Nun, muss man auch hier wieder relativieren, sind wir wirklich so eine entwickelte Lebensform?

00:17:45: Oder gibt es in anderen Planetumsystemen einfach eine Lebensform, die noch wesentlich weiterentwickelt sind, so dass wir dann die Bakterienarchäen in deren Wahrnehmung wären?

00:17:54: Ja, auf jeden Fall eine gute Überleitung zur nächsten Frage.

00:17:58: Ist die Menschheit einzigartig um Universum?

00:18:01: Was hat denn Christiane Helling dazu gesagt?

00:18:03: Naja, bevor wir uns damit beschäftigen, wie einzigartig wir sind, müssen wir erstmal herausfinden, ob wir alleine im Universum sind.

00:18:09: Und darauf sagt Christiane Helling.

00:18:11: Ich bin da sehr realistisch.

00:18:13: Also im Augenblick haben wir andere Lebensformen außerhalb der Sonnensystems noch nicht gefunden.

00:18:19: Das kann viele Gründe haben.

00:18:20: Das hat sicherlich unter anderem auch den Grund, dass wir da uns selbst suchen.

00:18:24: Das heißt, man sucht immer wieder nach der Nadel im Heuhaufen, was einfach unglaublich schwierig ist, aber nicht bedeutet, dass man es nicht versuchen sollte, weil es ja wieder darauf hinausläuft, wie gut haben wir unsere eigenen chemisch-physikalischen Prozesse verstanden, die dazu führen, dass wir existieren?

00:18:40: Auf der Erde hat es ja auch viele Millionen Jahre lang nur Einzelle gegeben.

00:18:44: Und uns Menschen mit unserer modernen Technologie gibt es erst enorm kurz.

00:18:49: Da müssten wir jetzt schon sehr viel Glück haben, gerade jetzt gleichzeitig mit diesen außerirdischen Zivilisationen zu existieren.

00:18:56: Vielleicht entstehen die nächsten davon nebenan erst in einer Million Jahre und uns Menschen gibt es dann gar nicht mehr.

00:19:02: Thomas, ich habe dir ja versprochen, dass wir nochmal aufs Fermi-Paradoxon zurückkommen.

00:19:07: Wenn ich das vorher richtig verstanden habe, wäre jetzt der passende Moment dafür, oder?

00:19:12: Ah, genau.

00:19:13: Wie du dich freust.

00:19:17: Beim Fermi-Paradoxon geht es genau um dieses Problem.

00:19:21: Da hat man sich folgendes überlegt.

00:19:23: Es gibt ca.

00:19:24: hundert Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum mit dem Schnitt, sagen wir mal, je hundert Milliarden Sternen, also unglaublich viele.

00:19:32: Und von denen hat ein guter Teil wahrscheinlich Planeten.

00:19:35: Da kann es theoretisch ja schon gut sein, dass es da auch Planeten mit Leben drauf gibt und vielleicht sogar Komplexes oder Intelligentes Leben.

00:19:43: Wegen der unglaublichen Anzahl an Sternen und Planeten könnte man da also annehmen, dass Intelligentes Leben schon öfters entstanden sein müsste.

00:19:51: Aber wir sehen es nicht.

00:19:52: Das ist das Paradoxon.

00:19:54: Es gibt auch verschiedene Ansätze, das zu erklären.

00:19:56: Vielleicht sind Planeten, auf denen es Leben geben kann, sehr selten.

00:20:00: Und vielleicht wird das dann auch so gut wie nie komplexer als Einzeller oder sogar intelligent.

00:20:06: Oder es gibt die Aliens schon, aber sie sind so weit entfernt oder sie wollen einfach nicht mit uns reden.

00:20:11: Jetzt stelle ich mir sehr intelligente, aber introvertierte Aliens vor.

00:20:16: Wir wissen es natürlich nicht, ob es die gibt, aber es könnte schon sein, dass wir da in den nächsten Jahrzehnten mehr Informationen haben, zumindest, weil wir haben nicht nur in den letzten dreißig Jahren rasantetechnologische Fortschritte gemacht, das geht ja auch noch heute weiter.

00:20:29: Dieses Jahr zum Beispiel soll das Weltraum-Teleskop Plato seine Mission starten.

00:20:33: Ausgestattet mit dieser Maschinerie, denke ich, werden wir sehr wohl in der Lage sein, zum Beispiel mit Plato herauszufinden, ob es erdähnliche Planeten gibt und dann irgendwann mit Ariel tatsächlich die spektralen Fingerprints zu identifizieren.

00:20:47: Okay, nach diesem ausblickende Zukunft versuche ich mich mal daran, zusammenzufassen, was wir bis jetzt besprochen haben.

00:20:54: Die Erforschung des Weltroms bringt uns mehr über unsere eigene Entstiegungsgeschichte bei, und lässt uns überprüfen, ob die physikalischen Gesetze auf der Erde auch auf fernen Planeten gelten.

00:21:04: Aktuell suchen wir nach Planeten, die eine ähnliche Größe und atmosphärische Bedingungen wie die Erde haben, weil es dort am wahrscheinlichsten ist, Leben zu finden.

00:21:12: Was für eine Art von Leben das sein könnte, wissen wir nicht.

00:21:15: Es könnte sehr simpel sein, also so etwas wie Bakterien oder Archäen bei uns.

00:21:20: Es könnte aber auch sehr viel weiterentwickelt sein, als wir.

00:21:23: Im Endeffekt wissen wir einfach nicht, ob wir alleine im Universum sind oder nicht.

00:21:27: Wenn wir daher überhaupt wissen, wie einzigartig die Menschheit ist, was sagt den Christiana Helling dazu?

00:21:32: Ich würde Ihre Antwort als eindeutiges Jein zusammenfassen.

00:21:36: Aber hör mal selbst.

00:21:37: Die wichtige Erkenntnis ist, wir haben kein zweites Sonnensystem gefunden.

00:21:42: Das heißt also, Sonne mit genau der gleichen Konstellation vom Planeten, wie wir das in unserem Sonnensystem haben.

00:21:48: Und das bedeutet aber, dass man sich sehr grundlegend über die Entstehung von Planetensystem und Planetengedanken macht.

00:21:54: Das bedeutet aber alles das, was wir im Bereich der Planetenentstehung, der Sternentstehung herausgefunden haben, für unser Selbstverständnis als Erde in einem Planetensystem sehr wesentlich ist.

00:22:07: Das heißt, plötzlich sind wir nämlich... schon sehr, naja, sehr einmalig, aber auch wieder nicht.

00:22:13: Denn wir sind einmalig in unserer Existenz, aber wir sind überhaupt nicht einmalig im kosmologischen Kontext.

00:22:19: Denn alles das, woraus wir bestehen, Sauerstoff, Kohlenstoff, Phosphor, sind Elemente, die sozusagen normal im kosmischen Kontext sind.

00:22:30: Deshalb ja einmalig, aber nein, eigentlich überhaupt nicht.

00:22:34: Ich finde das voll spannend, dass sie nämlich nicht von Einzigartigkeit spricht, das schwingt ihr dann auch außergewöhnlich oder besonders irgendwie mit, sondern sie spricht von Einmaligkeit und voll viel kann einmalig sein, ohne dass es außergewöhnlich ist.

00:22:48: Zum Beispiel ist jeder menschliche Fingerabdruck einmalig, aber es ist nichts Besonderes, einen Fingerabdruck zu haben.

00:22:54: Ich würde ja sagen, vieles, was wir in diesem Podcast besprochen haben, ist ziemlich einmalig.

00:22:58: Die komplexe Art und Weise, wie wir Menschen leben, unsere Sprache und Kognition und, wie wir ein Folge fünf Jahr gehört haben, auch jedes einzelne Gehirn ist einmalig.

00:23:07: Und wir wissen auch gar nicht, wie die Kognition von vielen Tieren funktioniert eigentlich und wie weit die entwickelt ist.

00:23:13: Und so gab Pflanzenkommunizieren miteinander.

00:23:16: Unser Wissen ist wirklich nur ein kleiner Tropfen in einem riesigen Ozean.

00:23:19: Da wäre es schon ziemlich anmaßen davon auszugehen, dass wir im gesamten Welt als so einzigartig sind.

00:23:25: Denn wer weiß, was es da draußen noch gibt.

00:23:27: Aber eben einmalig?

00:23:28: Sind ja schon.

00:23:29: Sehr schön zusammengefasst.

00:23:31: Ja, ich habe in dieser Folge vor allem sehr viel Neues gelernt, da das ja nicht ganz mein Herzensthema ist wie bei dir.

00:23:37: Aber ich bin fast überrascht, wie stimmig diese Folge mit der restlichen Staffel zusammenpasst.

00:23:41: Also auch wenn wir bei Weitem nicht alles, was wir über die Menschheit wissen, erzählen konnten, haben wir doch einiges herausgefunden.

00:23:47: Wir sind einmalig, also sowohl wir Menschen als auch unser gesamter Planet.

00:23:52: Wir wissen noch nicht von Liebewesen, die ähnlich komplex denken, forschen und zusammenleben wie wir, wieder auf der Erde, noch im Weltraum.

00:23:59: Aber wir wissen halt auch nicht, was wir alles noch nicht wissen.

00:24:02: Das ist ja auch ein ganz schönes Konklusie, eigentlich.

00:24:04: Wir wissen gar nicht, was wir alles nicht wissen.

00:24:07: Und damit wird es Zeit, diese Folge und auch die erste Staffel von Wasserwissen zu einem Ende zu bringen.

00:24:13: Eine zweite Staffel ist aber schon in Planung und bis dahin werden wir regelmäßig Aufzeichnungen von Veranstaltungen des FF veröffentlichen.

00:24:20: Falls ihr trotzdem noch nicht genug von Stories aus der Grundlagenforschung habt, dann könnt ihr weitere Geschichten im scilog-Magazin des FWF nachlesen.

00:24:27: Das findet ihr wie immer unter scilog.fwf.ac.at, den Link dazu gibt es auch in den Shownotes.

00:24:33: Und falls ihr Feedback oder Fragen habt, wir freuen uns, wenn ihr euch unter podcast@fwf.ac.at meldet.

00:24:40: Und noch mehr freuen wir uns, wenn ihr den Podcast auch mit anderen teilt und uns auch eine gute Bewertung hinterlässt.

00:24:45: Danke euch und wir hören uns hoffentlich in der nächsten Staffel.

00:24:48: Ciao Baba!

00:24:49: Ciao!

00:24:52: Das war, was wir wissen.

00:24:54: Ein Podcast des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.

00:24:57: Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit Francesca Grandolfo und Thomas Zauner.

00:25:03: Redaktionelle und technische Unterstützung sisigrant.

00:25:06: Musik Kasper Arens.

00:25:08: Visuelle Gestaltung HammerAlbrecht.

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