Talk – Zwischen Klick und Konflikt – Soziale Medien im Alltag
Shownotes
In dieser Folge von Was wir wissen präsentieren wir eine Aufzeichnung der Talk-Reihe "Am Puls" mit dem Titel "Zwischen Klick und Konflikt – Soziale Medien im Alltag" vom 21. April 2026.
Smartphones und soziale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene. Messenger, Social-Media-Plattformen und Apps strukturieren Kommunikation, Freizeit und Arbeit, oft über viele Stunden am Tag. Gleichzeitig berichten Familien von Konflikten über Bildschirmzeiten, Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten oder dem Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen.
Unter der Moderation von ORF-Programmchefin Jasmin Dolati diskutieren die Kommunikationsforscherin Kathrin Karsay von der Universität Wien sowie Fabian Scheck, Biologielehrer und Initiator des österreichweiten Handyexperiments, gemeinsam mit einer seiner Schüler:innen darüber, wie sich die Nutzung von Smartphones und sozialen Medien auswirkt und welche Strategien Eltern und Jugendlichen helfen können, einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.
Diese Veranstaltung fand im Kabarett Simpl in Wien in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien statt.
Veranstaltung: Am Puls – Zwischen Klick und Konflikt – Soziale Medien im Alltag
Kontakt: podcast@fwf.ac.at
scilog – das Wissenschaftsmagazin des FWF: scilog.fwf.ac.at
Weitere Folgen und Aufzeichnungen von FWF Events: scilog.fwf.ac.at/podcasts
Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.
Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner
Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant
Musik: Kaspar Arens
Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht
Transkript anzeigen
00:00:11:
00:00:16: Was wir wissen, ein Podcast des Wissenschafts vor FWF.
00:00:31: Willkommen zu einer neuen Talkfolge von was wir wissen!
00:00:34: Mein Name ist Thomas Zauner.
00:00:36: Hier stellen wir euch Aufzeichnungen für Veranstaltungen des Wissenschaftes vor Fwf Vor und wir in der nächsten Staffel arbeiten.
00:00:44: Achtung das hier ist die letzte Folge unserer Sommerpause im August.
00:00:49: Unsere nächste Staffel startet dann im September.
00:00:52: Heute geht es um Social Media.
00:00:54: Das ist ja schon fast überall in unserem Alltag.
00:00:57: In vielen Ländern wird über ein Verbot von Social Media für junge Menschen nachgedacht.
00:01:02: In Österreich gab es kürzlich ein viel beachtetes Experiment, bei dem Schülerinnen ihr Handy für drei Wochen abgaben – das war Thema einer Veranstaltung der Reihe am Puls!
00:01:12: Auf der Bühne waren die Kommunikationsforscherin Kathrin Karsay vom Universität Wien Fabian Scheck, Biologielehrer und Initiator des österreichweiten Handyexperiments und Sandra Daubeck, eine Schülerin die an diesem Experiment teilnahm.
00:01:28: Sie diskutierten den gesunden Umgang mit Social Media.
00:01:31: ORF-Programmchefin Jasmin Dolati moderierte den Abend.
00:01:35: Die Veranstaltung der Reihe am Puls fand am 21.
00:01:38: April 2026 im Kabarett Simpl in Wien als Kooperation zwischen dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und dem ORF Radio Wien statt.
00:01:48: Viel Spaß beim Hören!
00:01:55: Herzlich willkommen zu einem Radio-Wien Wissenschafts Talk am Puls aus dem Kabarett Simpl.
00:02:02: Ja, heute wird es spannend gleich mehrere Gäste hier auf der Bühne und ein voller Saal mit vielen interessanten Menschen hier und auch interessierten Menschen hier im Kabarett Simpl.
00:02:15: Ich begrüße alle die hier sind ich begrüßt aber natürlich auch alle die uns via Radio.
00:02:23: Ich bin Jasmin Dolati und gleich zu Beginn zu unserem Thema liefere ich Ihnen einige Daten und Fakten.
00:02:32: Im Durchschnitt verbringen junge Menschen
00:02:34: knapp
00:02:35: vier Stunden pro Tag am Handy, die meiste Zeit davon sind sie in den sozialen Medien und da vor allem über das Smartphone.
00:02:45: Ja, wir wissen alle das Smartphone dient zur Unterhaltung, zur Information aber auch natürlich zur Kommunikation und wir wissen auch alle.
00:02:54: Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter im Alltag aber natürlich auch ein Beruf.
00:02:59: Wir haben es immer mit dabei und können es natürlich auch immer einsetzen.
00:03:04: Und da sind wir jetzt auch schon bei einem wichtigen Punkt Denn ich glaube alle hier auf der Bühne sind wir uns da einer Meinung Denn wir wollen heute nicht junge Menschen in irgendein Eck stellen und sagen, die haben ein problematisches Konsumverhalten.
00:03:24: Uns geht es eher das Thema einmal von mehreren Seiten an zu gehen und auch die digitale Nutzung von uns allen zu beleuchten.
00:03:34: Denn gerade auch Erwachsene und vor allem sehr viele ältere Menschen Verwenden natürlich ihr Smartphone und sind auch in den sozialen Medien tätig.
00:03:45: Und da stellt sich schon noch die Frage, inwiefern sind wir denn ein bisschen Vorbild oder eben nicht?
00:03:52: Da wollen wir heute genauer hinschauen!
00:03:54: So, was macht also Social Media mit uns?
00:03:57: Was macht das Handy mit uns?
00:03:58: und da begrüße ich ganz herzlich alle die jetzt am Podium sind.
00:04:02: Ich darf begrüßen Kathrin Karsay.
00:04:05: sie ist Kommunikations- und Unterhaltungsforscherin an der Uni Wien.
00:04:09: herzlichen willkommen.
00:04:13: Sie
00:04:14: verantwortet gerade ein Projekt.
00:04:17: Das ist unter anderem ein multinationales AWARE-Projekt vom FWF zur Darstellung psychischer Gesundheit auf social media.
00:04:26: Da werden wir auch noch ein bisschen darüber sprechen.
00:04:28: Dann begrüße ich euch ganz herzlich Fabian Scheck, er ist Biologie und Geologielehrer am Konrad-Lorens-Gymnasium in Gänzendorf und er ist auch Initiator Sie haben es wahrscheinlich schon von diversen Medien gehört vom Experiment Drei Wochen Handyentzug Ein Projekt an dem viele österreichische Schulen aber nicht nur in Österreich sondern auch außerhalb von Österreich teilgenommen haben.
00:04:52: Herzlich Willkommen ausschauen Sie Ja und dann freue ich mich auch ganz besonders, dass die Schülerin Sandra Daubeck da ist.
00:05:03: Sie ist sechzehn Jahre alt und hat am Handy-Experiment selbst teilgenommen und heute wird sie uns über ihre
00:05:11: Erfahrungen
00:05:12: berichten und was sich vor allem auch seither getan hat.
00:05:16: Und dann sage Auch noch mal ein herzliches Hallo und Willkommen an Christina Matska von Triple M Markt- und Meinungsforschung.
00:05:26: Sie sitzt hier im Publikum, hat im Auftrag von Radio Wien wieder eine sehr spannende Studie zu unserem Thema durchgeführt.
00:05:34: Befragt wurden übrigens fünfhundert Wiener und Wienerinnen.
00:05:38: Und ja die Ergebnisse besagen da dann nehme ich schon einen Punkt vorweg dass man in Wien sogar noch mehr das Handy benutzt, nämlich täglich fünf und ein halb Stunden.
00:05:49: Aber da schauen wir uns noch mal im Detail dann die Ergebnisse an.
00:05:53: Ich möchte anfangen mit Herrn Scheck.
00:05:55: Er ist ja der Lehrer, der dieses Experiment initiiert hat, der auf die Idee gekommen ist das zu machen.
00:06:03: Und ich muss Sie gleich zur Beginn fragen gab es denn dafür für sie persönlich auch so einen konkreten Moment wo sie gesagt haben jetzt will ich muss sich dieses Experiment mit den Schülerinnen und Schülern durchführen?
00:06:15: Guten Abend auch von meiner Seite.
00:06:18: So einen ganz konkreten Moment, den gab es tatsächlich nicht.
00:06:21: aber es waren so die Erfahrungen die ich gesammelt habe im Schulalltag Aber auch die Erfahrenden die man so familiär sammelt oder die wir auch sammeln weil man einfach in dem öffentlichen Raum unterwegs ist und da gab's etliche, ich möchte noch ein Beispiel zitieren oder darlegen bei uns in der Schule in den Pausen ist es so in der Unterstufe gibt sie jetzt auch die Regulierung dass wir drauf keine Hände haben.
00:06:42: In der Oberstufe zeigt es sich anders, dass unsere Schülerinnen und Schüler auf den Klassen es ruhig ist.
00:06:47: Es wurdelt gar nicht mehr was bei uns in der Schule und die Unterrichte in einem Gymnasium.
00:06:51: da haben wir von zehn bis achtzehnjährigen ungefähr... Da wurdeln sie in der Unterstupe, die findet man überall in der Pause nur noch nicht in der Klasse und bei den Großen dreht sich das dann ein bisschen.
00:07:00: Und das war unter anderem so ein Motivationsgrund, dass ich mir dachte naja vielleicht sollten wir da irgendwas machen.
00:07:06: Sie haben es erst schon gesagt, ich bin Biologielehrer und ich hatte eben Sandra und Co.
00:07:10: Da habe sie immer noch in Biologie.
00:07:12: Und in der Klassenstufe arbeiten wir zur Abhängigkeit Drogen-Süchten.
00:07:17: Und da hat sie sich einfach angeboten das einmal auszuprobieren wie das ist...
00:07:20: Also da ging's eigentlich schon auch um im Ihre Beobachtung dass diese Lebendigkeit und die Kommunikation gefehlt hat in den höheren Klassen?
00:07:28: Ja, auch das war es.
00:07:29: Dass man einfach gemerkt hat diese Interaktion fest oder ein bisschen zurückgegangen.
00:07:34: Jetzt müssen wir auch noch ein bisschen reden über die Rahmenbedingungen, also die Rahmen bedingungen zu diesem Experiment.
00:07:40: Einundzwanzig Tage ohne Handy?
00:07:42: Wie ist denn das vonstatten gegangen?
00:07:44: Helfen Sie uns dann ein bisschen, dass auch einordnen zu können wie die Rahmen- und Bedingungen
00:07:49: waren?
00:07:50: Genau vor einem Jahr wo wir das erste Mal das Handyexperiment durchgeführt haben war es tatsächlich so, dass wir... Also es war die sechste Klasse bei uns in der Schule.
00:07:58: Es waren drei Klassen dazu eingeladen das zu machen Und wir haben gesagt, es wäre ja super wenn man das tatsächlich probiert dass man ein und zwanzig Tage auf Smartphone verzichtet.
00:08:08: Das heißt das komplett abdreht mit allen Pro- und Kontrast die dann auf uns zugekommen sind.
00:08:15: Ja und wir haben sagt die drei Wochen versuchen wir einfach darauf zu verzichten und alternativen zu finden und das war eigentlich in der Vorbereitung der größte Stolperstein einfach herauszufinden.
00:08:25: okay warum ist es so schwer draufzu verzichten?
00:08:27: oder was könnten wir sonst machen?
00:08:29: Und uns war halt ganz wichtig oder auch mir in der Schule, aber meine Kolleginnen und Kollegen, dass wir es gut mitbegleiten.
00:08:35: Dass wir das gemeinsam machen also so ein Projekt der Schulgemeinschaft und ja ich habe selber mitgemacht und Kolleginnen und Kolleginnen von mir eben auch und so hat das eigentlich
00:08:46: begonnen eigentlich.
00:08:48: Wie waren dann?
00:08:49: also wird man es dokumentiert?
00:08:51: Man hat ja die Ergebnisse ausgewertet.
00:08:55: wie war das?
00:08:57: Zum einen war die Begleitung eben mit Lisa Gartenstädter von Docker I und ORF Team.
00:09:02: Die haben das über die Docker I begleitet, wir hatten dazu aber Schülerinnen und Schüler, die Tagebücher geführt haben – also selber mitgeschrieben.
00:09:09: für die, die das eher nicht so toll waren mitzuschreiben gab es die Möglichkeit zu ein Videotagebuch zu führen und wir haben noch dazu befragt mit wissenschaftlichen Fragebögen standardisierten aus der Psychologie.
00:09:20: Oliver Scheibenbogen vom Anthemborgs-Institut hat uns da super unterstützt Und da hatten wir eben drei Testzeitpunkte und haben da auch viele Erkenntnisse gewonnen.
00:09:29: Also spannend, wir schauen uns dann im Detail das alles noch mal an!
00:09:32: Ich wollte nur auch mal am Anfang damit wir wissen wovon die Rede ist, der sonst steigt man zu schnell ins Thema ein und das finde ich spannend.
00:09:40: Sandra du hast mitgemacht was eine von den Schülerinnen, die gesagt haben okay ich mache mit Erzähl
00:09:47: uns doch mal,
00:09:48: wie so der Beginn war, als diese Idee aufgekommen ist, einundzwanzig lange Tage und Nächte ohne Handy zu sein.
00:09:56: Was waren deine Gedanken zunächst
00:09:58: einmal?
00:09:59: Also am Anfang war es direkt so nah.
00:10:02: Alle haben sofort gesagt, da machen wir sicher nicht mit.
00:10:05: die genauen Worte von einer Mitschülerin waren.
00:10:07: Herr Professor Sie können das gerne machen Und erzählen sie uns dann, wie's war
00:10:12: Kann ich mir gut vorstellen.
00:10:15: Dann auf jeden Fall, wir haben dann wirklich einen Monat in Biologie alle Stunden in der Woche dafür gebraucht.
00:10:23: Dass uns der Herr Professor quasi überredet hat da wirklich
00:10:26: mitzumachen
00:10:27: und am Schluss haben wir aber schon gesagt ja eigentlich es wäre schon schlamm mit zu machen weil wir selber auch einfach wissen wollten wie geht's uns denn?
00:10:35: Weil wir auch sehr viel über Entzugserscheinungen geredet haben
00:10:39: Und
00:10:40: dann haben wirklich fast alle mitgemacht und darauf sind wir auch sehr stolz.
00:10:44: Also am Anfang großes Kletzes, danke schön für die ehrlichen Worte!
00:10:49: Muss man an der Stelle sagen nicht alle sprechen es so offen darüber und sind auch so ehrlich.
00:10:55: Die Studie zeigt da auch.
00:10:56: einiges kann ich schon vorwegnehmen aber dazu ein bisschen später Frau Karsay Sie als Kommunikationsforscherin.
00:11:04: Einundzwanzig Tage, drei Wochen hat dieses Experiment ohne Handy gedauert und jetzt muss man dazu sagen damit das alle auch noch wissen.
00:11:13: Es ging darum ohne Handy zu sein nicht ohne Computer, Laptop
00:11:17: usw.,
00:11:18: sondern es war auf das Handy konzentriert weil das auch immer wieder besprochen wird.
00:11:22: ja was ist dann der Unterschied?
00:11:24: also da ging es um die handy freie Zeit drei Wochen.
00:11:28: Wie ist es denn für Sie als Wissenschaftlerin drei Wochen ohne?
00:11:33: Was
00:11:33: tut sich in den drei Wochen eigentlich bei einem Menschen, der das Handy abgibt.
00:11:39: Drei Wochen ist natürlich ein verhältnismäßig langer Zeitraum.
00:11:42: Also wir haben hier eine systematische Überblicksarbeit über all diese sogenannten Detox-Studien gemacht und die wenigsten Studien schaffen es wirklich drei Wochen, das Problem ist niemand will mitmachen.
00:11:51: Die die mitmachen hören auf.
00:11:53: also von daher ist sicher große Erfolg für jene die sozusagen wirklich auch das drei Wochen durchgezogen haben.
00:12:04: Wir können jetzt nicht von langfristigen veränderten Effekten sprechen, aber was natürlich dadurch entsteht ist dass man in einen Alter kommt.
00:12:12: wo das Handy nicht vorhanden ist und dieses Bewusstsein machen.
00:12:16: Und diese Achtsamkeit der Nicht-Digitalen, des Nicht-digitalens, ist ja natürlich ganz zentrat.
00:12:22: Sandra hat gesagt es waren viele Gedanken im Kopf auch Ängste?
00:12:26: Das ist auch normal wahrscheinlich oder?
00:12:28: Ja
00:12:28: also was wir auch in den Studien sehen und das wurde ja auch in diesem in der schönen Dokumentation aufgezeigt dass es natürlich viel Frustration gibt Frustration gegenüber der Situation, dass man sich darauf eingelassen hat.
00:12:40: Ärger aber eben auch so Konzentrationsschwierigkeiten Schlafprobleme weil man sozusagen in einer komplett neuen ungewohnten Situation noch ist also die man ja auch erst irgendwie mit der umgehen.
00:12:52: wie war Sandra als dann die ersten Tage vergangen sind oder vielleicht sogar die ersten stunden schon ohne handy?
00:12:59: gab es da eben all das was jetzt beschrieben worden ist auch vielleicht ärger
00:13:03: wut
00:13:04: welche gefühle hattest du
00:13:06: Also die ersten zwei, drei Tage wirklich so ... Es war wirklich sah auch wie man es sagt.
00:13:12: Manchmal bin ich aus dem Haus rausgegangen und habe mir gedacht wo ist mein Handy?
00:13:17: Ich fahre auf den Bus gewartet und wollte meinen Handy rausnehmen aber es war nicht da.
00:13:21: Aber dann wird eigentlich immer besser Jeden Tag es wird besser aber Frustration war die ersten Tage schon da.
00:13:28: Hast du je überlegt oder vielleicht auch in deinem Freundeskreis aufzuhören das Experiment zu unterbrechen.
00:13:35: Nein, also mein Freundeskreis hat eigentlich fast jeder mitgemacht und fast jeder auch bis zum Ende.
00:13:41: Und wir haben uns selber ... Wir haben uns gegenseitig gepusht, dass wir bis zum Ende durchhalten.
00:13:48: Also ihr habt so Parolen ausgegeben?
00:13:49: Dass man durchhaltet auch, wie es im Sport das ja auch kennt ... Sag deine Eltern!
00:13:55: Die sind heute übrigens auch da... Wie sind die denn umgegangen mit diesem Thema?
00:14:01: Haben sie dich unterstützt?
00:14:02: waren Sie skeptisch?
00:14:03: Haben Sie vielleicht auch mitgemacht?
00:14:05: Unterstützt ja auf jeden Fall.
00:14:06: also Sie haben zumindest wie ich im Raum war, aufs Handy verzichtet oder fast nicht benutzt.
00:14:14: Aber sonst halt ...
00:14:16: Du hast beobachtet, dass wenn du weggeschaut hast, haben sie es dann herausgeholt?
00:14:23: Habt ihr denn auch in der Familie viel diskutiert über dieses Thema?
00:14:27: Wir hatten grundsätzlich schon ... Also, wenn wir zusammen sind im Raum und essen oder so, dass wir kein Handy am Tisch haben, das hat mir grundsätzlich immer schon.
00:14:36: Also haben wir jetzt auch nicht so viel darüber geredet, aber man bemerkt es halt schon wenn was anders ist.
00:14:42: Und dieser Austausch in den ersten Stunden und Tagen war der auch in der Familie ein Thema weil du vielleicht ein bisschen unruhnder warst als sonst oder ein bisschen mehr auch präsent als vorher?
00:14:55: Das
00:14:55: auf jeden Fall hat sich das Gefühl gehabt dass ich mehr gemacht habe.
00:14:59: Ich hab auch einen Elternbruder, der nicht mitgemacht hat und dann war ich immer schon so herrst jetzt komm mal wir machen jetzt was gemeinsam
00:15:07: also
00:15:08: schon.
00:15:08: ja
00:15:09: es kann ich mir gut vorstellen dass das dann schon zu einer veränderung kommt.
00:15:13: Ich möchte auch gerne überleiten, ich habe sie am Anfang schon angekündigt dass wir eine Studie durchgeführt haben.
00:15:18: Fünfhundert Wiener und Wienerin sind da befragt worden Und Christina Matska hat diese Studie für uns durchgeführt.
00:15:26: Da zeigt sich auch eines ganz spannend zunächst einmal an Beginn das doch viele Menschen das allernäuerste Handy haben wollen und dass es ihnen sehr wichtig ist.
00:15:36: Ja, also die erste Frage, die wir gestellt haben.
00:15:39: Wie wichtig ist es Ihnen denn immer das Allerneueste Modell zu haben?
00:15:43: Und da zeigt sich dass für siebenundzwanzig Prozent der Wienerinnen querbe jetzt nicht in einer bestimmten Altersgruppe sondern alle zwischen sechzehn
00:15:51: und
00:15:52: achtzig sehr wichtig ist das neueste Handymodell Zu haben.
00:15:55: Also da sieht man schon welchen Stellenwert das Smartphone in der Gesellschaft hat.
00:15:59: bei den Jungen ist es also bei den unter dreißigjährigen die fassen wie als die jungen zusammen so nicht, wie die Sandra.
00:16:08: Da ist es ein gutes Drittel sogar, die immer das neueste Smartphone haben möchten.
00:16:13: Also da ist man schon bereit auch viel Geld auszugeben, dass man vielleicht woanders einsparen muss.
00:16:19: Und jetzt habe ich's ganz am Anfang auch schon ein bisschen verraten.
00:16:22: Es war ja die Rede von den vier Stunden.
00:16:25: in eurer Studie kommt raus, dass sie sogar fünf eineinhalb Stunden
00:16:28: ... Ja bei den unter dreizehnjährigen.
00:16:31: Wir haben diese vier Stunden insgesamt, was sich ja auch schon sehr, viel fand und bei den unter dreißigjährigen gaben die Befragten an, dass sie täglich fünf Komma fünf Stunden am Handy sind.
00:16:43: Und was interessant ist wir haben sie dann gebeten auch zu schauen auf ihrem Smartphone wie denn da die tatsächliche Bildschirmzeit denn war.
00:16:51: und das stimmt erstaunlich gut über ein mit den Angaben die die befragte selbst gemacht haben.
00:16:56: es wird sogar eher das eigene eigene Bildschirmzeit überschätzt, als sie unterschätzt wird.
00:17:03: Das habe ich auch recht spannend
00:17:04: gefunden.".
00:17:06: Aber wesentlich eigentlich an der Studie ist auch und sogar vielleicht ein bisschen überraschend dass viele das zwar jetzt sagen okay das neueste Handy und ja ich nutze das auch sehr viel aber beim Thema Problembewusstsein schaut es irgendwie nicht so ganz rosig aus?
00:17:23: Ja also wir haben Dieses Problembewusstsein versucht auf zwei verschiedene Arten zu messen.
00:17:29: Also, auf der einen Seite haben wir unterschiedliche Aussagen die natürlich auch eine Selbstbeobachtung sind und nicht meine eigene Angabe.
00:17:37: das ist in Umfragen so dass jeder seine subjektive Einschätzung abgibt.
00:17:42: Und dann werden paar Aussagen formuliert, zum Beispiel mein Schlaf ist beeinträchtigt durch das Handy oder wir haben schon andere gesagt dass ich zu viel am Handy bin oder ich fühle mich gestresst wenn ich meinen Händen nicht habe.
00:17:54: Ich glaube das kann man da ein bisschen nachvollziehen und da sind das trifft auf ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent.
00:18:00: alle Befragten sagen ja es trifft sehr zu.
00:18:02: Wenn man dann direkt fragt wie Würdest du dein Handyverhalten, dein Smartphone-Verhalten einordnen?
00:18:11: Dann sagen plötzlich nur mehr sieben Prozent.
00:18:14: Ja ich
00:18:15: begreife es selbst schon als problematisch.
00:18:17: also da ist ein großer Gap das nur ein Drittel wo man ziehen kann dass es ein Verhalten ist das vielleicht nicht ganz gut für den Menschen auch und für das Leben dann auch wirklich das sehen dass es problematisches bei den jungen unter dreißigjährigen wieder das Verhältnis sogar noch ein bisschen anders.
00:18:36: Vierzig Prozent kann man hier einordnen, die Schlafbeeinrichtung
00:18:41: etc.,
00:18:41: und fünfzehn Prozent.
00:18:43: Ordnen sich selber als problematisch ein?
00:18:45: Bei den Jungen, die haben mehr Bewusstsein offenbar und ordnen das stärker als Problem ein.
00:18:50: Das
00:18:51: ja aber sind doch die Folgen
00:18:53: größer
00:18:54: als bei den anderen.
00:18:57: Was sagen Sie denn zu diesen Zahlen und jetzt auch zu diesen Bewertungen in Hinblick auf die eigene Einschätzung?
00:19:07: Ja also sehr spannend!
00:19:09: Die problematische Nutzung ist ja auch das was uns sozusagen Vielen Dank.
00:19:13: Wissenschaftlich interessiert, wir sprechen ja selten tatsächlich von Smartphone-Sucht.
00:19:17: Es ist auch keine anerkannte klinische Diagnose und ich rate da immer ab wirklich diesen Begriff zu verwenden weil wir jetzt nicht der Panik verbreiten wollen und von einer großen süchtigen Gesellschaft sprechen wollen sondern es geht um problematisches Nutzungsverhalten.
00:19:32: das haben sie gut erwähnt.
00:19:33: wenn mich schon andere darauf hinweisen Ich verwende das Handy zu viel oder es gibt Vertränkungsanzeichen also der Schlaf leidet drunter dann ist das natürlich problematisch zu sehen.
00:19:45: Die Zahlen schwanken hier enorm, also wir sehen hier wirklich... Also das hängt auch davon ab welche Befragungsarten hier genutzt werden und auch die Länder von siebzig Prozent zu zwei Prozent.
00:19:56: deswegen lassen sich hier keine soliden Zahlen irgendwie auch festhalten was jetzt Problematisch ist.
00:20:03: Er war ein Indikator, das sind sicher sehr lange Nutzungszeiten über fünf Stunden in Kombination mit eben dysfunktionalitäten im Alltag.
00:20:11: Also ich kann meinem Arbeit nicht mehr nachkommen und vernachlässige meine Freunde.
00:20:17: Herr Scheck, Frau Sandra war am Anfang ja so ehrlich und hat beschrieben wie sie gegangen ist aber es ist ja oft so eine Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung einerseits und der Ehrlichkeit und Einschätzung andererseits.
00:20:29: was sagen Sie zu den Zahlen?
00:20:31: Ja also wenn man Das ist jetzt ein bisschen mit unserem Handy-Experiment vergleicht und wir haben ja die Zahlen von unserem ersten Durchlauf in Gänzendorf.
00:20:40: Da war das schon auch so, dass alleine – also wir haben im Vorfeld einmal so einen Medientagebuch geführt um zu schauen wie hoch sind die Bildschirmzeiten?
00:20:47: Wir waren da ungefähr bei den fünf Stunden und alleine das, was man es bewusster hat, das hat schon bei vielen ausgelöst, dass man einfach drüber nachdenkt und sagt, boah, das ist aber ganz schön hoch!
00:20:56: Das hätte ich vielleicht sogar nicht am Schirm gehabt.
00:20:59: oder vielleicht schon Wenn man jetzt sagt, okay dieses problematische Verhalten.
00:21:03: Wir haben das mit standardisierten Fragebühren aus der Psychologie gemacht und wir hatten da viel höhere Werte.
00:21:10: also es ging bis zu drei Viertel einer problematischen Nutzung bei den Schülerinnen und Schülern bei uns die damit
00:21:15: gemacht haben.
00:21:16: Jetzt muss ich natürlich auch eines fragen in die Runde und ich möchte sie jetzt hier an Sie auch ein bisschen weitergeben darüber nachzudenken.
00:21:24: Vielleicht wissen Sie es ja auch, wie Ihr eigenes Verhalten ausschaut, wie lange Sie denn zum Beispiel täglich am Handy sind?
00:21:32: Ich habe auch nachgeschaut bei mir in der Vorbereitung zur Sendung und war auch ein bißchen schockiert dass das doch so lange ist weil ich auch sehr viel mit dem Handy arbeite das Handy halt immer mobil ist, dass wird ja bei den allermeisten meisten Menschen der Fall sein.
00:21:46: Sandra dein Verhalten, dein Konsumverhalten wie schaut es aus und weißt du's?
00:21:52: Wie lange du täglich sozusagen deinen Händen nutzt?
00:21:55: Ja ich weiß schon, wie lang ich's täglich nutze und ich muss auch jetzt sagen es ist jetzt genau gleich wie vor dem Experiment von einem Jahr aber Ich schalte schon öfters nach, wie viele Stunden habe ich jetzt wirklich schon am Handy verbracht.
00:22:07: Was sind die meisten Apps?
00:22:08: Ich habe mir auch einen App-Thema gestellt in manchen Apps wo ich dann noch wirklich auch Benachrichtungen bekommen.
00:22:13: jetzt bei schon zwanzig Minuten in einer App drinnen
00:22:16: und... Wie lange ist es insgesamt deine Nutzungszeit?
00:22:19: weißt du's?
00:22:20: Vier Stunden!
00:22:21: Auch vier Stunden also gute vier Stunden weil du so ein bisschen mit dem Kopf hin und her wiegst.
00:22:26: Es kommt auf den Tag drauf an.
00:22:29: Ist am Wochenende anders als unter der Woche?
00:22:31: Nein Na ist tatsächlich
00:22:32: nicht, okay.
00:22:33: Ist auch spannend.
00:22:36: Wie ist es denn bei Ihnen mit Ihrem Nutzungsverhalten?
00:22:40: Ich habe ja ein unfreiwilliges Smartphone-Experiment mitgemacht, weil ich hab letzten Mittwoch mein Handy verloren.
00:22:47: Und bevor ich hierhergekommen bin, bin noch beim Fundamt gewesen.
00:22:50: Es hat nämlich netterweise eine ehrliche Person abgegeben.
00:22:53: Aber jetzt war ich eine Woche handyfrei aber davor waren's zweieinhalb Stunden
00:22:57: Ist natürlich ein bisschen Augenausvisuerei!
00:23:00: Ich arbeite am Laptop wenn ich dem Hörsaal stehe das heißt ich hatte natürlich sehr hohe Bildschirme Und ich habe auch weiterhin WhatsApp und Signal, andere Apps verwenden können.
00:23:10: Nur eben am
00:23:12: Bildschirm.
00:23:13: Das ist das, was ich gesagt hab beim Anfang.
00:23:15: Das muss man natürlich auch noch ein bisschen differenzierter sehen.
00:23:18: Herr Scheck bei Ihnen Hand aufs Herz?
00:23:20: Wie viele Stunden sind's?
00:23:22: Man muss unterscheiden den Fabian Scheck vor dem Handy-Experiment und jetzt danach.
00:23:26: Ich sag immer wenn es für niemanden was gebracht hat von mir, weil mein eigenständiges für mich war es wichtig... Weil ich war schon, also ich hätte gesagt vor eineinhalb Jahren, hätte das schon als gute Eigenschaft von mir betitelt.
00:23:37: Dass ich immer erreichbar war, dass ich über die Sportur die Benachrichtung bekommen habe, dass sich relativ zeitnah geantwortet hab und wenn wer irgendwas gebraucht hat dann hat da quasi den Service von mir bekommen, dass Ich zurück schreibe, dass Und ich muss sagen, für mich waren die drei Wochen schon eine Lebensschule.
00:23:55: Weil ich einfach gemerkt habe, es hat mein Leben vielleicht nicht einfacher gemacht.
00:23:59: Also so ganz ohne Handy als Erwachsener war ein junger Mensch verkompliziert seit einfachem und man musste viel genauer ausmachen aber es entschleunigt.
00:24:06: Ich war wirklich in diesen drei Wochen so präsent in Gesprächen wie vorher nicht.
00:24:12: Wo wir dann wieder aufgedreht haben das war überhaupt der spannende Situation weil wir sind wieder auf den Sitzstiegen bei uns in der Schule gesessen Und wir haben dann gefragt, wer freut sich denn tatsächlich aufs Handy?
00:24:23: Und das haben wir ja in der letzten Zeit durchgehalten.
00:24:26: Es war eine einzige Schülerin, die sich gefreut hat und alle anderen waren sehr gemischt.
00:24:30: Das war bei mir auch so... Ich habe das aufgedreht, da kommen natürlich Benachrichtigungen rein.
00:24:34: Man weiß nicht wie man damit umgeht nach drei Wochen.
00:24:36: Ja eben!
00:24:36: Da kommt ja wahnsinnig viel rein.
00:24:38: Wichtig, es waren knapp dreihundert Benachrichten.
00:24:40: Ich dachte mir okay, ich möchte das gleich alles nachlesen.
00:24:42: Hab's gleich wieder auf Flugmodus gestellt.
00:24:44: Und ich muss sagen, ich hab im letzten Jahr meinen Umgang überdacht und mir überlegt.
00:24:49: Und ich habe wirklich die Benachrichtungen ausgeschaltet, ich versuche wirklich die Budgetzeit zu reduzieren.
00:24:55: Es gibt eine Studie aus Cremes wo man sagt okay ein Nutzung von zwei Stunden oder darunter außer man macht jetzt viel Arbeitstechnisch.
00:25:03: also das finde muss man immer ausnehmen und an dem orientiere mich gerade und das funktioniert eigentlich ganz gut weil ich möchte einfach diese Lehrphasen wo man dann irgendwo sitzt mit dem Handy Und ich habe ja zwei Kinder.
00:25:13: Ich möchte das als Vorbildrolle nicht zeigen, dass man jetzt einfach auf der Couch sitzt und spürt sondern wenn man arbeitet dann möchte er aus der Situation raus und dann macht man es entweder am Smartphone oder eben auch im Laptop.
00:25:24: aber diese Bildschirmzeiten sind im Prinzip das Gleiche.
00:25:27: Jetzt bin ich auf der Fahrt hierher ins Gabriele Simpel im Stau gestanden am Gürtel Und links und rechts sind ja mehrere Fahrspuren, habe ich die Menschen beobachtet.
00:25:36: Ich hab auch mich beobachtet.
00:25:37: logischerweise was habe ich als erstes getan im Stau?
00:25:41: Man nimmt das Handy und schaut in meinem Fall war auch schaffliches überhaupt noch rechtzeitig herzukommen.
00:25:47: aber man hat auch gesehen oder ich habe auch gesehen dass sehr viele Menschen
00:25:51: an der Ampel sofort
00:25:52: wenn es rot ist oder im Staus sind das Handy zu handnehmen.
00:25:55: und dann habe ich auch ein bisschen nachgedacht auch was mein eigenes Verhalten angeht.
00:26:00: Ich habe sehr, sehr oft das Gefühl ich versäume etwas.
00:26:04: Also da kommt jetzt was ganz Wichtiges rein beruflich aber auch viel privat.
00:26:09: Hoffentlich ist niemanden was passiert.
00:26:11: also Gedanken die man halt einfach hat ja Aber natürlich eben auch beruflig Da könnte sich ja was getan haben und so weiter.
00:26:18: Wie ist es denn jetzt bei Ihnen bei dir auch Sandra um dich konkreter anzusprechen dieses Gefühl etwas zu versäumen wenn man nicht rechtzeitig drauf schaut auf
00:26:30: Also jetzt nach dem Experiment.
00:26:32: Ich schaue schon darauf, dass ich nicht gleich aufspringe und schau wo mein Handy ist und dann antworte.
00:26:40: Das war vor dem Experiment tatsächlich so.
00:26:44: Jetzt ist es mir mittlerweile egal also wenn mich irgendwer schreibt ich schreibe in einer Stunde in zwei Stunden zurück.
00:26:50: Aber ich merke auch, dass es bei vielen wieder so ist wie der vor.
00:26:54: Dass sie auch sofort wieder antworten.
00:26:56: Ja ja also das sich das wieder einstellt hast du eh gesagt.
00:26:58: Frau Karsay diesen Stress Herr Scheck auch gesagt all die Nachrichten die da kommen in drei Wochen selbst wenn man's nur ein paar Stunden weglegt merkt man das Stress auch, das wiederzunehmen und zu sehen was sich da alles in der Zwischenzeit getan
00:27:13: hat.
00:27:14: Was macht denn das mit uns?
00:27:16: Also ja dieser digitale Stress ist natürlich spannend.
00:27:20: wir sehen jetzt in Studien dass gerade junge Menschen das gar nicht so stressig ein wahrnehmen weil es ist ja auch ein gutes Zeichen dass ich viele Nachrichten auf Snapchat und WhatsApp bekomme weil das heißt einfach ich bin beliebt mich bin Leute sind an mir interessiert.
00:27:33: also das ist oft auch eine sehr erwachsene Perspektive die wir hier noch drüberlegen.
00:27:40: Stress ist sicher ein Faktor, aber es geht auch um andere Aspekte die hier... durch die mediale Nutzung sich auswirken können.
00:27:48: Ich kann mich weniger wohlfühlen oder ich habe das auch Schuldgefühl.
00:27:52: Ich hab jetzt schon wieder zu viel Zeit am Handy verbracht, dass es auch was uns viele Menschen berichten und gerade so Veranstaltungen wie heute und eben auch durch das medial begleitetes Smartphone-Experiment kommt es zu einer zunehmenden Sensibilisierung in der Bevölkerung.
00:28:06: Menschen wird das zunehmen bewusst?
00:28:08: Wieviel Zeit sie da verbringen?
00:28:10: Es gibt diesen Trend zum Meer
00:28:12: offline!
00:28:14: Und Herr Scheck, Sie haben uns am Anfang gesagt, Ihnen ist da aufgefallen vor dem Experiment und das war irgendwie auch ein Auslöser.
00:28:20: Dass sich in den Klassen nicht mehr so viel getan hat, dass Kommunikation weniger, da war Lebendigkeit weniger, wie war es denn in den einundzwanzig Tagen ohne Handy?
00:28:29: Das war wie ausgewechselt.
00:28:30: tatsächlich und da muss ich sagen... Wir hatten ja, wir waren ja gemeinsam im Boot.
00:28:34: und wenn ich mir denke wie oft ich jetzt sage Sandra aber wie oft mich deine Schulkolleginnen und Schulkollegen fragt.
00:28:40: Wenn so wie geht's ihnen?
00:28:41: Haben sie auch suchte also Entzugserscheinungen?
00:28:44: Wie haben Sie geschlafen?
00:28:45: Was tun wir jetzt?
00:28:47: Also es war wirklich... Wir haben einfach miteinander das gemacht und es war in den Pausen.
00:28:51: Also wir haben dann Spieler besorgt.
00:28:53: Sie haben dann gelernt wie man schnappst wieder ein neues Spiel.
00:28:56: Wir haben dann gefragt, ob wir das auch kennen.
00:29:00: Vorher sind wir in der Pause gesessen und haben das gespielt.
00:29:03: Und es ist tatsächlich passiert, was wir vorher in der Unterstufe beobachtet haben, die haben wieder gewusselt.
00:29:09: Es war unterwegs, sie waren sichtbar in der Schule und sie haben miteinander getan.
00:29:14: Da muss ich sagen, dass beobachteten dem Jahrgang schon vermehrt immer noch.
00:29:18: Also es gibt natürlich Etliche, die da nach einer Pause sitzen aber es sind auch Etliche dabei, die dann sagen, komm, wir lassen das Handy, wir gehen einfach herunter durch die Schule Wir reden miteinander und das ist schon auch schön zu beurachten.
00:29:31: Jetzt ist ein Jahr her, und es ist schon geblieben.
00:29:33: Aber wenn ein Unterschied – also mal meine Kolleginnen und Kollegen rückgemeldet – der größte beobachtbare Unterschied von diesen Schülerinnengruppen war einfach dass sie in der Kommunikation viel präsenter waren?
00:29:45: Ja, das ist auch ein Riesenthema diese Kommunikations.
00:29:49: Auch jetzt sitzen wir hier auf der Bühne und wir schauen uns an, wenn wir sprechen miteinander nicht.
00:29:55: Das ist ja, wenn man so im Alter ein bisschen beobachtet... fast nicht mehr so viel der Fall, also dass man sich anschaut.
00:30:02: Wenn man nimmt sofort auch wenn man irgendwo reingeht das Handy zur Hand, man schaut auf gar nicht mehr, so sehr sieht man jetzt jemand im Lokal sondern man nimmt das erstes bist du eh schon da und schreibt oder ruft an oder sowas ja?
00:30:14: Also die Kommunikation über die Augen beobachtet man glaube ich schon wenn man da sensibel ist, dass das zunehmend weniger geworden ist.
00:30:23: Gibt es dazu auch Beobachtungen?
00:30:26: Also wir nennen das im Fachterminus, das nennt sich das Online-Vigilanz.
00:30:32: Ständige Bewusstsein dessen, dass ich sozusagen auch online sein könnte... also jetzt, ich habe keine Studienparade die in Bezug auf Blickkontakt sind aber wir wissen, dass sozusagen dieses Bewusstseins darüber... Ich könnte ja gerade eben online sein oder auch was verpassen.
00:30:47: Was das de facto passiert ist dass wir bewusst oder unbewusst jede Situation bewerten, könnte ich jetzt eigentlich nicht etwas Interessanteres online sein.
00:30:56: Das Gespräch ist jetzt irgendwie interessiert mich nicht mehr.
00:30:59: so, ich hätte potenziell und die Architektur dieser Plattformen gerade auf Social Media sind ja so gebaut das es mich auf jeden Fall interessiert und deswegen auch immer ein Konkurrenz steht zu offline
00:31:11: Erfauen.
00:31:12: Ich kenne die so einen Mikrofon in dem Fall.
00:31:19: Wir haben bei den Motiven, warum nimmst du denn dein Handy wie häufig zur Hand?
00:31:24: Auch natürlich gefragt, die Angst etwas zu verpassen und da haben wir ein Tritkel, die sagen ich nehme sehr häufig oder häufig zur hand
00:31:32: weil ich
00:31:33: sonst angst habe etwas zu verbassen und noch weitere dreißig prozent ist zumindest manchmal zur hand nehmen.
00:31:39: also das ist schon ein großes großes motiv auch um dabei zu sein, um eben zu wissen was die anderen machen.
00:31:47: Also das war früher mit dem Vierteltelefon natürlich ein bisschen schwieriger sage ich.
00:31:52: Wieselschwieriger
00:31:52: den anderen auch zu erreichen?
00:31:54: Man musste wahrscheinlich im Vorfeld auch viel mehr ausmachen und es ist auch so dieser Faktor der Unsicherheit nicht weil immer wenn man dann ein bisschen unsicher ist nimmt man sofort das Handy zur Hand weil dann muss man eben auch nicht wirklich mit anderem kommunizieren.
00:32:07: Sie wissen, wir auf Radio Wien
00:32:09: machen immer
00:32:10: Meinungsumfragen jetzt nicht nur was die Studie angeht sondern wir befragen auch Menschen auf der Straße.
00:32:16: Unser Radio Winnreporter Thomas Dissauer war diesmal unterwegs und hat die Frage gestellt und das bringt uns dann im nächsten Block zu diesem Thema.
00:32:25: ein mögliches Social Media-Verbot wird ja heiß diskutiert und er hat gefragt wie sieht es denn mit Ihrem persönlichen Nutzungsverhalten aus?
00:32:36: Sie halten sich von einem Verbot und da hören wir jetzt rein.
00:32:40: Ich persönlich finde, dass ich eh viel zuviel am Handy bin.
00:32:43: Also ich probiere das eh so gut wie möglich, bis sie zu reduzieren.
00:32:46: So vier bis fünf Stunden ist mir bewusst, es ist zuvier aber denke ich, das ist recht der Standard leider.
00:32:52: Da kein Problem damit, dass er manchmal nicht aufs Leben kommt und in die Ecke.
00:32:57: Und habe jetzt selber für mich entdeckt, dass der Schlaf einfach viel besser ist wenn man Form ins Bett geht, jetzt nicht mehr seine Bildschirmzeit noch mal hochtreibt.
00:33:04: Ich
00:33:04: hab auch einen fünfzehn Minuten Limit.
00:33:07: für Instagram gelingt mir meistens dieses Limit nicht zu erreichen aber ja ab und zu ertoppt es dann schon mittag auf das ich meine fünfzehminuten erreicht habe.
00:33:15: genau.
00:33:16: meiner Meinung nach braucht kein elf oder zwölfjähriges Kind schon ein Handy da muss auch Social Media Plattformen sein.
00:33:22: also ich finde und man sollte auch Kinder in dem Feld schützen.
00:33:26: Ich glaube, dass es aber mit einem strengen Verboten mit den erhobenen Zeigefinger nicht ganz so geht.
00:33:30: Viele denken sich dann vielleicht ach das ist da gerade der Reiz dran, dann verbotene Dinge zu tun von denen ja nicht ganz gut in meinen Augen.
00:33:37: Ja, nicht ganz so gut in seinen Augen.
00:33:40: Das war jetzt auch ein ganz guter Querschnitt durch das was Menschen denken.
00:33:46: Sie haben ja auch gehört es waren jüngere aber auch ältere Menschen bis hin zu dem dass man mal das Handy in die Ecke knallt weil man einfach zu viel davon oder genug davon hat.
00:33:56: Aber kommen wir zu diesem wichtigen Bereich Social Media verbot.
00:34:00: ich habe gesagt Es wird viel diskutiert.
00:34:02: Wie ist denn Ihre Sicht als Wissenschaftlerin zu diesem Thema?
00:34:07: Also da müsste ich ja ausholen, ich kann viel dazu sagen.
00:34:10: Aber um es kurz zu fassen, grundsätzlich ist natürlich so die viele der Plattformen sind erst ab vierzehn erlaubt und die Realität ist aber es nutzen Menschen, die deutlich jünger sind als vierzehnt.
00:34:23: insofern begrüß sich das Verbot oder zumindest die Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen.
00:34:28: Das ist jetzt gekoppelt mit verschiedenen Herausforderungen.
00:34:31: Datenschutzfragen stellen sich auch eine große Einschnitte in die digitalen Rechte von jungen Menschen, was zählt als soziales Medium?
00:34:40: gehört der WhatsApp genauso dazu?
00:34:42: oder reden wir von TikTok wo es eben auch problematischer ist und mit welchem Ziel?
00:34:47: Also wollen wir erreichen?
00:34:51: dass Menschen oder junge Personen das Handy weniger nutzen.
00:34:55: Das kannst du sagen.
00:34:55: ein Faktor, da geht es uns darum, dass sie gefahren die so dann inhaltlich lauern.
00:35:01: Also das sind unterschiedliche Ziele und schlussendlich machen wir es ja auch ein bisschen einfach wenn wir sozusagen die Verantwortung nur bei den jungen Menschen sehen und nicht hier auch die Plattformen in die Verantwortung ziehen.
00:35:12: Und das haben Sie ja ganz konkret?
00:35:14: Ja also müssen in die verantwortung gezogen.
00:35:16: natürlich
00:35:17: gibt's auch bewegungsglücklicherweise in die richtung auf EU-Ebene mit dem Digital Services Act, aber wir wissen es gibt hier eben diese mechanismenliche Architektur mit Endless Scroll.
00:35:28: Das Auto-Play sind Mechanismen, die dazu geführen, dass wir so schwer aussteigen können und das Handy viel mehr nutzen als wir eigentlich wollen.
00:35:36: Auch die personalisierten Feeds.
00:35:39: Da wird gegen Golead spielter haben wir nicht wirklich eine Chance und gerade junge Menschen nicht wirklich weil sie auch noch nicht diese Selbstkontrolle entwickelt
00:35:48: haben.
00:35:48: Die Frage ist halt immer wie könnte man diese sozialen Plattformen dazu bewegen?
00:35:56: andere Maßstäbe oder andere Kontrollen?
00:35:58: Oder eben auch in die Verantwortung zu nehmen.
00:36:01: Ja, also die Klagen und auch diese rechtlichen Mechanismen bewerten sich ja auch am Umsatz des Unternehmens und am Gewinn.
00:36:09: Also insofern sind da schon starke Hebel, die hier gesetzt wurden.
00:36:13: Ich denke das ist die eine Seite, man muss sie plattformen... sozusagen hier in Rechenschaft ziehen, dass sie auch ein sicheres Produkt herstellen.
00:36:23: Sie wissen ja auch, dass die selbst auch wissen das das problematisch ist und dass die Angebote, die sie jetzt zum Teil stellen, jetzt denken ganz an dieser TikTok-Timer, dass diese auch selbst nicht wirklich intern, unternehmen es intern nicht als sehr glaubhaft wahrgenommen und auch nicht als effizient wahrgenommen werden.
00:36:41: Wir müssen auf Medienkompetenz setzen.
00:36:44: Ein Experiment ist ein idealer Anlass, um mit Menschen darüber zu reden und auch so wie wir hier in dieser Runde zusammensitzen und öffentlich drüberreden.
00:36:53: Wie wollen wir eigentlich tun als Gesellschaft?
00:36:55: Und natürlich braucht es Regularien!
00:36:57: Also zum Beispiel dieses Verbot in Schulen begrüße ich sehr gerade in der Unterstufe weil's eben Räume gibt wo man sozusagen konzentriert arbeiten
00:37:06: kann.
00:37:06: Über die Regeln und auch über das, was man alles tun kann sprechen wir noch ein bisschen später.
00:37:13: Herr Scheck, was denken Sie?
00:37:14: Soll es ein Verbot
00:37:18: geben ja oder nein?
00:37:18: Also das was wir jetzt beobachtet haben ich kann auch so aus der Schule berichten dass ist einfach jungen Menschen seit der Pandemie da beobachten.
00:37:24: wir sind in der Schule einfach verstärkt dass es denen nicht gut geht.
00:37:28: Und wenn man das jetzt gibt zur Haufstudien Man kann das einfach mit diesen sozialen Medien wobei sagen Ich bin gar nicht so sicher, ob das so sozial ist.
00:37:37: Wenn das eigentlich junge Menschen und da Erwachsene in die Abhängigkeit treibt, fehlt mir das Verständnis für Sozialheit.
00:37:44: aber da denke ich mich schon und wir beobachten es auch in der Schule oder im Kontakt mit Eltern, die einfach sagen Es ist für uns so schwer Wir denken da weiter und überlegen Aber es ist immer die Sozialkuppe gegen mich.
00:37:57: Also ich möchte als Eltern für meine Kinder entscheiden aber dann ist irgendwie mein Kind das einzige Beobachtes auch bei uns in der Schule.
00:38:04: Die zehnjährigen kommen, also ich kann aus meiner Klasse sind sechsundzwanzig junge Menschen.
00:38:09: Zehnjährige und dreiundzwantig davon haben ein Smartphone das heißt die kommen schon aus der Volksschule Und wir beginnen dann mit digitaler Grundbildung.
00:38:16: Das sollte eigentlich schon vorher ansetzen und ich denke mir gerade wenn man jetzt so eine Spielregel auch schafft Dann macht man erstens einen Rahmen für junge Menschen wo man dann vielleicht auch schön langsam hinein starten kann und zweitens gibt man Eltern einfach wieder ein bisschen an Rückenwind mit dass man sagt, okay jetzt könnt ihr da mit euren Kindern gut arbeiten und das einfach gut vorbereiten.
00:38:35: Dass man da auch einsteigt weil es wird nicht passieren, dass der Smartphone aus unserem Leben verschwindet.
00:38:40: Und mir ist auch klar, das wird jetzt nicht eine Regulierung alleine ausreichen sondern es muss ein Schulterschluss sein.
00:38:46: Ich nehme mich als Schule nicht raus.
00:38:47: Es ist natürlich auch Aufgabe der Schule aber auf Kanfe allein.
00:38:50: also wir brauchen die Familien dazu Und wir brauchen die Erwachsene als Vorbilder dazu, weil ich kann mir erinnern.
00:38:56: Mein Ankel hat in meiner Karte geschrieben, da ist darauf geschaut und gehört auf die Kinder zu erziehen Sie machen euch eh alles nach.
00:39:01: Das heißt wenn man uns hinstellt mit dem erhobenen Finger und auch jetzt sagen Handy-Experiment super knapp.
00:39:06: siebzig tausend Menschen oder junge Menschen haben das ausprobiert aber das trifft die Erwachsenen ja genauso und deswegen glaube einfach dass muss ein gemeinsames sein und diese Regulierung dieser Spielregel spielt aber schon da ein bisschen auch mit und kann da gut beitragen, dass wir das auch schön begleiten
00:39:22: können.
00:39:22: In Sachen Vorbilder möchte ich später noch kurz sprechen.
00:39:26: Noch mal zum Verbot Sandra du bist sechzehn.
00:39:29: Bist du dafür oder dagegen?
00:39:31: Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass
00:39:34: Kinder
00:39:35: ab einem gewissen Alter ein Handy haben können und Social Media haben können aber sie sollten halt eine gewisse Reife haben sagen wir so Sehr viele zehnjährige sehen schon Videos, die ich selbst nicht mal sehen möchte.
00:39:50: Die auch Erwachsene nicht sehen möchten.
00:39:52: aber ob ein Verbot jetzt das Richtige ist da bin Ich mir unsicher weil ein verbot kann man immer umgehen.
00:39:58: Jetzt die ganzen Social Media Plattformen sind ja eigentlich auch erst ab vierzehn.
00:40:02: Trotzdem haben sehr viele zehn jährige sie schon.
00:40:04: Das heißt Ob das wirklich der richtige Weg ist gleich zu sagen Nein es ist alles weg.
00:40:10: Es wird sicher Jugendliche geben die auch das umgehen können und wollen.
00:40:15: Und ob das so der richtige Weg ist?
00:40:18: Also du meinst, wo ein Wille da ist auch ein Weg des zu umgehen.
00:40:23: ja, wird wahrscheinlich oft so sein.
00:40:24: Ja bringt denn den einen?
00:40:26: Wollte ich Sie auch fragen ein Verbot überhaupt etwas?
00:40:28: also psychologisch gesehen ist es ja oft so dass ein verbot genau das ging dann
00:40:32: aufbewiegen.
00:40:33: Also die Zahlen dazu aus Australien sind ja sehr spannend.
00:40:36: also ich glaube sechzig Prozent der jungen Menschen nutzen weiterhin soziale Medien nur eben unaccounts oder über
00:40:42: andere Umwege.
00:40:44: Ist natürlich die Frage ist das was wir wollen?
00:40:46: aber ein Verbott ist natürlich normsetzend und das ist ja auch so schön angesprochen worden von Ihnen.
00:40:52: Es gibt den Eltern in Rückenwien und sagen, na ja grundsätzlich wollen wir es als Gesellschaft nicht.
00:40:56: Das gewisse Altersgruppe im sozialen Medien nutzen.
00:40:58: Ich bin da ganz bei dir.
00:40:59: Es gibt eben wirklich verstörende, gewaltvolle Inhalte die man auch nichts sehen will und noch nichts sehen sollte.
00:41:09: Die Frage ist ob so zu sagen ein Social-Media-Verbot das hier wirklich verhindert wenn dann das Kind am älterlichen Tablet oder Familientablet genauso nutzen kann ohne einen Account zu erstellen?
00:41:19: oder in diesem Graubereich, den Sie angesprochen haben.
00:41:23: Christina Maatzka die fünfhundert befragten Wiener und Wienerinnen, die sagen ja auch eindeutige Sachen Social Media verbaut geben dir eine Antwort nämlich
00:41:33: Dreiviertel, also exakt sind sieben und siebzig Prozent von uns Befragten sind für ein Social-Media-Verbot.
00:41:40: Also das ist schon ein ganz eindeutiges Zeichen.
00:41:43: Und ein weiteres sind die, dass das was Sie auch gesagt haben in Bezug auf den Rücken, wie man den Eltern brauchen ist, dass Haushalte oder Befragede, die selbst Kinder unter vierzehn Jahre haben sogar zu vierundachtzig Prozent sich für dieses Verbot aussprechen.
00:41:58: Das heißt ... Der Rückenwind und wie Sie sagen, es wird einfach ein Rahmen gesetzt an dem man sich orientieren kann.
00:42:05: Das wäre den Menschen schon sehr wichtig.
00:42:07: ich persönlich bin da auch bei das andere und bin sehr skeptisch, ob ein Verbot der richtige Weg ist weil eben umgangen werden kann.
00:42:16: also sie sieht Eine schwierige Frage, würde ich mal sagen.
00:42:20: Kann man wahrscheinlich nicht so ganz eindeutig beantworten mit Ja oder Nein?
00:42:24: Noch einmal Herr Scheck hat schon angesprochen die Vorbilder.
00:42:28: wenn wir uns jetzt überlegen in der Zeit ein bisschen zurückdrehen dann erinnere ich mich sehr gut als es die Autofahrerkampagne gegeben hat.
00:42:37: nimm den Gut Das war überall plakatiert.
00:42:40: Ich kann mich auch gut noch erinnern, als das Rauchverbot gekommen ist, da gab es Kampagnen.
00:42:46: Es gab bei vielen großen gesellschaftlichen Themen Kampagnien die Regierung, die jeweiligen Länder oder eben auch in Werbeaktionen umgesetzt worden sind.
00:42:56: Was halten Sie denn von der Idee jetzt nicht nur dieses Verbot als Thema sondern auch in Sachen Rollmodels und Vorbilder hier eine Kampagne zu starten?
00:43:08: die uns allen ein bisschen Stoff zum Nachdenken gibt, könnte man sagen.
00:43:13: Herr Scheck?
00:43:14: Ich möchte aus dem österreichweiten Handy-Experiment vielleicht so ein bissel reflektieren.
00:43:19: Da haben uns ganz viele junge Menschen und da hat die Familien rückgemeldet, dass diese Zeit vor Ostern diese drei Wochen oft familiär zusammengerückt worden ist.
00:43:26: Das heißt, junge Menschen haben das aktiv auch verlangt, dass die Familien dann wieder gemeinsam Dinge machen.
00:43:32: Wir haben aber genauso Eltern berichtet... Mein Kind kam von der Schule nach Hause und hat von alleine erzählt, wie es war.
00:43:39: Mein Kind came am Abend und er gesagt, Mama, Papa was kochen wir?
00:43:42: Ich möchte mithelfen!
00:43:44: Und auch was wir beobachtet haben das sehr viele Familien ein in der Zeit einfach bewusster und Sandra hat sich auch schon gesagt ihren Umgang mit dem Smartphone überdacht haben.
00:43:52: und da glaube ich schon dass wenn wir jetzt sagen okay gerade diese Rollmodels oder dieses gemeinsame Es trifft uns alle, nicht nur die jungen Menschen.
00:44:01: Wir nutzen das Smartphone ist ein tolles Gerät aber wir nutzen es einfach positiver.
00:44:05: Wir haben bei uns in der Schule den Leitspruch sei sei was smart.
00:44:08: Das heißt nutzt das Smartfon so dass es dir nutzt und nicht schadet.
00:44:11: Und wenn ich dann vom Familienhörer quasi das Smart von den familiären Alltag abkauft, dann muss ich sagen da wäre es ganz wichtig, dass man Rollmodels werden, dass wir sagen okay wir regulieren das so für uns.
00:44:22: Es wird keine perfekte Regelung geben.
00:44:24: aber wenn die Vorbilder auch einfach in der Richtung arbeiten dass man dann sagt, wir schaffen das wieder.
00:44:29: Dass wir gemeinsam tun und nicht nur digital unterwegs
00:44:33: sind."
00:44:33: das aber schon irgendwie nebenbei auch nutzen, dann glaube ich hilft
00:44:36: uns allen.
00:44:36: Jetzt haben Sie da sehr dieses gemeinsame in den Mittelpunkt gestellt, aber meine Frage war auch noch einmal stärker in Richtung braucht es eine Kampagne?
00:44:44: Also da wären ja oft dann Stars oder eben prominente Persönlichkeiten.
00:44:49: oder es gibt ja natürlich auch Kampagnen die sozusagen die normalen Menschen unter Anführungszeichen in dem Mittelpunt stellen und ihr Verhalten darstellen also ihr positives Verhalten.
00:44:59: Braucht so eine konzentrierte Kampanie.
00:45:02: aus Ihrer Sicht
00:45:03: Wenn man das Handy-Experiment hat, war ja vielleicht so ein bisschen eine konzentrierte Kampagne wenn man das größer macht.
00:45:10: Ich sage warum sollten nicht die junge Menschen, warum gibt es nicht die erwachsene Menschen, die das genauso ausprobieren?
00:45:16: Wir hatten auch die Leitvariante wo man sagt ich muss jetzt nicht komplett auf's Naht von verzichten sondern ich reduziere einfach mein Bildschirmzeit und nutze die wirklich nur wo ich es brauche.
00:45:25: Ich glaube schon dass wir sowas brauchen und ich finde es wirklich eine schöne Idee wenn man einfach was gemeinsam macht.
00:45:31: Das ist der Punkt, der Kampagne.
00:45:32: schlussendlich kommt da Gemeinsames raus und das würde ich schon befürworten.
00:45:36: Und wenn es aus unserem Raus geht, das wäre schon sehr schön.
00:45:38: Ja,
00:45:38: das wär eine tolle Konsequenz.
00:45:40: eigentlich immer so wie Lea Frau Karsay.
00:45:42: Was meinen Sie denn?
00:45:43: Braucht's so eine Kampanne, sowas konzentriert es ein bisschen einen Aufrüttler?
00:45:48: Eine schöne Idee!
00:45:49: Es gefällt mir ganz gut, wenn wir sie in die Frage stellen weg vom Handy aber wohin dann sonst... Also es braucht sozusagen auch einen hinführen zu etwas anderem.
00:45:59: Man muss auch Alternativen bieten, also wir können jetzt nicht eben junge Menschen oder auch Erwachsene sagen, naja das findet euch halt allen Alternatifen.
00:46:07: oft ist ja auch die Mediennutzung aus Langweile getrieben und was können wir in dieser Langweilen?
00:46:12: Was können wir stattdessen tun?
00:46:14: Sie haben eben gesagt sie haben die Kartenspiele wieder hervorgeholt, also was können?
00:46:21: Und Sandra, was meinst du denn?
00:46:23: Braucht so etwas mit Stars vielleicht sogar
00:46:25: oder sowas.
00:46:26: Ja wäre schon eine nette Idee weil es wird sehr viel auf uns junge Menschen abgeschoben.
00:46:31: Hauptsächlich wir drinnen sind aber das stimmt eigentlich gar nicht.
00:46:35: wenn man zum Beispiel ein Bin in der U-Bahn sitzt sitzen alle am Handy egal welche Altersklasse.
00:46:41: und
00:46:41: da ist dann wirklich auch dass wenn wir so einen Vorbild haben so okay die ältere sind jetzt auch nicht so viele am Handy.
00:46:46: Auch Stars sind nicht am Handy.
00:46:48: Das macht Okay, bei uns in unserem Alter jetzt vielleicht nicht.
00:46:51: Aber Jüngere müssen ja auch weiterdenken an die wir noch kein Handy haben.
00:46:55: was passiert mit denen?
00:46:56: das können schon helfen.
00:46:58: Es geht ja ums Bewusstsein und es will ja eh keiner dass man komplett verzichtet und dann zurück gibt's ja wahrscheinlich auch nicht sondern es geht sehr stark um den bewussten Umgang und da könnte habe ich mir gedacht eine Kampagne schon auch helfen.
00:47:12: eben in der Analogie zu all dem was ich vorhin gesagt hab mit Alkohol, Alkol am Steuer war zum Beispiel Kampagne, die man überall gesehen und gehört hat.
00:47:22: Ein bisschen haben wir jetzt auch schon das Thema dass ich auch noch besprechen möchte weil ich glaube dass es auch fürs Publikum spannend ist nämlich was tun wir denn wenn wir ohne Hände sind?
00:47:32: da war schon das
00:47:33: thema.
00:47:33: es gibt eine Lehre es gibt irgendwie eine Unsicherheit usw.
00:47:37: aber fällt uns denn ein, welche Ideen, welche Tipps haben wir jetzt hier auch auf der Bühne um den Umgang mit der digitalen Welt noch etwas einzuschränken.
00:47:49: Ich möchte vielleicht ein bissel was auch noch vorgeben als Diskussionsgrundlage.
00:47:54: zum Beispiel gibt es immer mehr Menschen ich habe das bei jungen Menschen sehr viel gesehen die den Bildschirm auf schwarz-weiß am Handy schalten also weg von den Farben.
00:48:05: so wie früher als die erste Generation von Handys kam, gab es ja auch noch keine Farben im Display.
00:48:10: Auch die Computer waren schwarz-weiß.
00:48:12: Viele erinnern sich ja dann noch, wer das aus ihrer Sicht, aus deiner Sicht auch Sandra etwas was
00:48:18: Sinn macht?
00:48:19: Ja auf jeden Fall weil sehr viele zum Beispiel wenn man sich das Logo von Instagram anschaut da sind sehr viele farben das spricht halt sehr vieler auch junge Menschen an.
00:48:28: grundsätzlich
00:48:31: die
00:48:31: Unternehmen arbeiten ja damit dass wir auf die Apps drauf klicken.
00:48:35: Also macht das schon sehr viel Sinn, wir hatten auch in den drei Wochen einen Vortrag und da ist auch um das Thema gegangen.
00:48:42: Und
00:48:43: es ist schon
00:48:44: was anderes muss ich erst mal darauf einstellen.
00:48:47: aber grundsätzlich ja es ist eine sehr coole Idee und auch dass das Handy das kann ist auch sehr toll.
00:48:53: Frau Karsay gibt's irgendwelche Tipp aus Ihrer Sicht?
00:48:56: Ja also ich muss dann leider ein bisschen abschwächen.
00:49:00: Also die Evidenz dazu entwickelt sich und wir sehen da eigentlich nur begrenzte Effekte, warum?
00:49:05: Weil wir nutzen das Handy ja nicht nur weil das Handy uns attraktiv ist sondern wir exwechselnden Ort.
00:49:10: Wir steigen eben... also es gibt sozusagen räumliche zeitlich aber auch innere Faktoren die eben uns dazu bringen dass wir aufs Handy schauen.
00:49:18: Also wenn wir das Handy entsperren aufgrund von einer Benachrichtigung ist zwar der Fall aber in neun von zehn Fällen greifen wir zum Handy nicht wegen der Benachichtigung sondern weil sein innerer Antrieb ist.
00:49:30: Aber was ich schon empfehlen kann, ist wirklich auch wenn man schon das Stichwort räumliche Trennung hat zum Beispiel ein Körbchen hinzustellen.
00:49:37: Wenn wir sagen bei der Tür reinkoppt dann leg ich mal mein Handy ab und dann ist Familienzeit oder eben beim Essen das auch wirklich physisch wegzulegen.
00:49:44: Wenn ich weiß ich muss mich jetzt konzentrieren und muss beispielsweise lernen oder was machen, dann lege ich das Handy in einen anderen Raum.
00:49:51: Das würde ich
00:49:53: empfehle.
00:49:53: Ja also für sich eine Regel vielleicht zu machen aber auch im Umgang mit den anderen höre ich da heraus.
00:49:59: Das ist ein wichtiges Thema, Herr Scheck das haben Sie ja auch schon ein bisschen angesprochen wie wichtig es ist?
00:50:04: Ja also ich kann das unterstreichen und das ist auch was uns viele junge Menschen rückgemeldet haben.
00:50:08: Die gesagt haben jetzt in den drei Wochen sind Dinge gelebt worden die eigentlich ausgemacht waren.
00:50:13: zum Beispiel beim Essen gibt's kein Handy aber es ist blöd wenn sich Mama und Papa nicht dran halten und das wäre halt super.
00:50:20: wenn man da jetzt hergeht und sagt okay wir machen da wirklich Rahmenbedienungen wir nutzen dass.
00:50:24: ich habe immer wieder gehört es gibt am Freitag einen gemeinsamen Filmabend in der Familie Aber ohne Smartphone wäre halt einfach noch mal besser.
00:50:31: Und dann sind es so Kleinigkeiten, die wir auch in der Schule beobachtet haben und Oliver Scheibenbogen empfiehlt da immer einfach die analoge Uhr um auf die Uhr zu schauen und dazu net das Smartphone zu verwenden weil dann wird man ja wieder hinein ein bisschen hineingetrieben und sieht vielleicht ab in den Nachrichtigungen wenn man nur auf die Ur schaut oder nicht aufs Handy kann man das nochmal reduzieren.
00:50:53: Und ich finde auch das, was Sie gesagt haben.
00:50:55: Das ist einfach dieses Smartphone-freien Räume und wir haben es bei uns in der Schule jetzt auch stark diskutiert, dass man sagt okay, wir haben die Unterstufe smart von frei aber eigentlich braucht's die Oberstufte genauso weil sie sind Lernraum.
00:51:06: Wir wollen einfach gemeinsam in der Schule den Rahmen bieten, dass wir uns konzentrieren können.
00:51:10: Es gibt da Soziales und es gibt eigentlich ganz wenige Gründe warum mich das Smartphone am Vormittag privat nutzen muss.
00:51:17: Und ich glaube schon, dass solche Lernumgebungen einfach wichtig sind und da den Rahmen auch für junge Menschen und auch für uns Lehrkräfte dann schaffen.
00:51:23: Und deswegen ja es gibt genug Ansätze und ich finde es schön zu sehen, dass das auch junge Menschen eben so wie Sandra dann ausprobieren und tatsächlich da auch positiv berichten.
00:51:33: Sandra, einundzwanzig Tage ohne Handy was hast du denn für Tipps und Tricks?
00:51:38: Wie man das aushalten kann auch mal eine Zeit ohne Hände zu sein.
00:51:42: Was habt ihr stattdessen gemacht?
00:51:44: Also ich habe ein Tagebuch geschrieben und muss sagen, das hat mir wirklich sehr geholfen.
00:51:48: Auch einfach am Abend nochmal zu reflektieren und so dieses Gefühl zu haben Ich hab jetzt noch einen weiteren Tag geschafft ohne Handy.
00:51:55: Das hat mich sehr gehofft Und auch dass wir diesen Rahmen hatten.
00:51:58: Wir haben es in einer Gruppe gemacht und wir hatten alle ein Ziel.
00:52:02: Das Ziel war, einundzwanzig Tage ohne Handy Hätte der Herr Professor Scheck, wer der Herr Prof.
00:52:07: Schecks zu mir kommen hat gesagt Sandra, wir machen das jetzt!
00:52:09: Ich hätte's nicht durchgehalten Weil wir uns halt selber in der Gruppe gepusht haben.
00:52:16: Und das war halt wirklich das, wo dann viele auch gesagt haben, dass hat mir wirklich geholfen, dass ich bis zum Ende durchgehalten
00:52:22: habe.
00:52:23: Also wenn es jemand wirklich machen möchte ... In einer Gruppe.
00:52:27: Alleine ist es immer schwer?
00:52:29: Es kann auch in der Familie sein, dass man eine Familie beschließt.
00:52:32: Nicht nur im Freundeskreis kann man das machen, sondern auch in einer Familie.
00:52:36: Man hat ja jetzt Regeln oder wie man miteinander umgeht unter der Fernseherabend am Freitag oder was auch immer.
00:52:43: Man muss sich schon etwas überlegen, weil so von nichts kommt.
00:52:48: nix sagt man immer.
00:52:49: also da wird der Umgang sich nicht ändern.
00:52:52: aber wenn man sich ein bisschen was überlegt und Du hast auch als eine der positiven Auswirkungen gesagt, bei manchen haben sich sogar Brief-Freundschaften wieder entwickelt.
00:53:03: Ja also das kommt eher von einem Lehrer als in meiner Nebenklasse.
00:53:07: die haben Brieffreundschaft mit Englandern oder so und die schreiben wirklich Briefe aneinander.
00:53:18: So was soll es noch geben?
00:53:21: Und hast du da irgendwie mitbekommen, wie sich das für die Kolleginnen und Kollegen angefühlt hat?
00:53:28: Weil ich höre auch immer wieder das ganz viele.
00:53:30: Man merkt ja bei sich selber auch, dass wir alles ein bisschen verlernen.
00:53:33: Ich denke mir, wenn ich so eine Geburtstagskarte schreiben muss oder zu Weihnachten, irgendwie das mit dem Schreiben ist nicht mehr so ganz, als früher war!
00:53:41: Nicht weil man älter wird sondern weil man es auch ein bisschen verlärmt, weil wir gar nicht mehr mit der Hand schreiben.
00:53:46: Wie ist denn das bei dir und deiner Generation?
00:53:49: Wie schätzt du das ein?
00:53:50: Ja, also ich muss schon sagen wenn wir irgendwas in der Schule schreiben müssen mit der Hand.
00:53:54: Sind wir jetzt wirklich... Wir haben ein Tablet oder was auch immer einen Laptop da.
00:54:00: Müssen wir das jetzt wirklich mit der
00:54:01: hand schreiben?
00:54:02: Oder zum Beispiel die Deutschhausebung.
00:54:04: Sechs-hundert Wörter mit der Handschreiben ist schon ein bisschen
00:54:07: kritisch
00:54:09: aber müssen wir halt machen und wir sind halt alle so... Also wir wollen es nicht so weil nicht mehr damit aufgewachsen sind und ich merke es auch bei der jüngeren Generation, die jetzt alle ein Tablet haben von der Schule bekommen.
00:54:22: Und sie wollen auch nicht mehr so mit da handschreiben.
00:54:25: also...
00:54:26: Ich glaube das beobachten mehrere nicht nur ganz junge Menschen sondern auch wir die älter sind dass das eben
00:54:32: mit dem Schreiben
00:54:32: immer ungewohnt wird.
00:54:34: Also ich merk's wie gesagt auch bei mir.
00:54:37: Christina Maatzka gibt noch irgendetwas aus der Studie was wir noch erwähnen können?
00:54:43: Du musst das Mikrofon nicht nehmen, bitte.
00:54:48: Ich möchte noch mal ein bisschen drauf zurückkommen, was denn die Motive sind.
00:54:51: Also einerseits die lange Weile wo es ja doch viele Alternativen wie man das sieht, das Schnapsen gelernt ich bin selber eine große Kartenspielerin.
00:55:01: Das ist ein Motiv für sechzig Prozent der Wienerinnen warum man zum Smartphone greift?
00:55:07: Zum Ablenken sind fast Sechzig-Prozent!
00:55:09: Die grosse Gewohnheit in Sechszig-prozent.
00:55:12: und auf das will ich jetzt hinaus... bei den Altersgruppen der unter dreißigjährigen und der unter fünfzigjährigen fast ident.
00:55:21: Also, da große Bruch wo man sagt das Smartphone wird noch anders verwenden, dass anderen Motiven findet erst ab dem fünftigsten Lebensjahr statt.
00:55:29: also diese Thematik trifft definitiv die Jungen die ältere Generation.
00:55:36: Wenn ich jetzt bei den unteren Vergleich zu den jungen, die unter fünfzigjährigen schon als ein bisschen älter einordnen darf oder der große Bruchtermotive erst später und die negativen Folgen, die das Handy hat doch für die Leute es fühlen sich einen zwanzig Prozent der Befragten oft müde und erschöpft wenn man das Handy verwendet hat.
00:55:55: wie man sagt man schläft besser vor einem Schlafen gehen, wie die eine befragte bei einer Umfrage gesagt hat.
00:56:02: Auch das ist altersunabhängig und ich finde, dass es ein wichtiger Punkt ist.
00:56:07: Wir müssen weg von diesem Gedanken.
00:56:08: Es ist sein Thema der Jugend, sondern es ist ein Thema unserer Gesellschaft.
00:56:13: Und
00:56:13: da muss man ... Die Megabildung ist, glaube ich, ein ganz wichtiger ... Wäre ganz wichtig auch für alle und nicht nur für die
00:56:22: Jungen.
00:56:22: Also ein ganz wichtiger Punkt, ich habe es ja im Anfang gesagt, ist mir auch wichtig für den heutigen Tag gewesen dass wir wirklich das nicht eben nur auf die jungen beziehen Und gerade ältere Personen.
00:56:33: wenn es um das Thema Einsamkeit geht.
00:56:35: Ja wenn man auch alleine lebt und vielleicht auch schon älter ist ist das ja auch ein großer Kommunikationsfaktor, egal ob man jetzt auf YouTube oder in der Kommunikation, auf Social Media mit WhatsApp und so weiter.
00:56:48: Da tut sich gerade bei den Älteren und dann nochmal mehr – wir sehen das auch in unseren Studien im urbanen Markt noch mal mehr!
00:56:56: Das sind einfach ganz viele Menschen die alleine leben, die älter sind und die halt das Handy umso mehr nutzen.
00:57:04: Ja,
00:57:04: und vor allem natürlich mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht uns ja auch das ist auch ein Zugang und ein Fenster für den Austausch.
00:57:10: Wir haben hier natürlich viel über Gefahren- und Risiken gesprochen zu Recht.
00:57:14: Ich möchte aber schon noch betonen es gibt ja auch einen Grund warum wir es denn nutzen nämlich jetzt nicht nur dass es uns unterhält und ablenkt und Spaß macht und langweilig vielleicht irgendwie überbrückt sondern es gibt natürlich trotz... dem immer noch weiterhin diesen Austausch, dieses Community-Building.
00:57:30: Gerade für marginalisierte Gruppen ist das oft sehr
00:57:32: wichtig.".
00:57:33: Wir müssen aber auch beobachten, dass natürlich das was wir über soziale Netzwerke sprechen.
00:57:39: Das was wir früher jetzt auch im Facebook verstanden haben wo man mal drauf geschaut hat und da haben irgendwie sich diese Community-Gedanke noch etwas gepostet und dann war aber irgendwann Schluss.
00:57:48: Das ist ja nicht mehr heute so sondern wir reden ja von unendlich langen Informationsfeeds.
00:57:54: TikTok ist zum neuen Fernsehen geworden und das ist natürlich ein großer Unterschied den es auch zu vor zehn Jahren
00:58:01: ... Also da muss man ja auch sagen, dass sozusagen der Konsum der einzelnen Medien sich einfach auch verändert wird.
00:58:07: Was früher eben Fernsehen oder auch Radio war wobei man sagt Gott sei Dank die Radiozahlen sind sehr stabil das freut mich natürlich persönlich sehr aber es ändert sich schon auch viel nicht, dass eine Medium löst ein bisschen immer das andere ab obwohl letztlich alle Medien noch da sind was ja auch gut ist.
00:58:24: Was aber schon natürlich ganz zentral ist ist die Schnelllebigkeit.
00:58:26: Wir leben in einer sehr schnellen Zeit und durch diese ständigen Veränderungen.
00:58:31: Digital Switching, also dieses ständige Umschalten lässt uns auch ungeduldig werden.
00:58:37: Und wir switchen weiter und sind auf der Suche nach dem nächsten interessanten Inhalt aber wissen eigentlich gar nicht was wir suchen.
00:58:44: Das führt aber paradoxerweise die ersten Befunde zu noch mehr Ungeduld und Langweile.
00:58:50: Das heißt das ist ein bisschen ein Teufelskreislauf aus denen wir dann nicht rauskommen.
00:58:55: Es gibt eben gewisse Formate und Inhalte, die da zu besonders veranleiten sind.
00:59:00: Vielleicht weniger die WhatsApp-Familiengruppen oder die leidigen Elternchats in denen ich auch bin, sondern es sind ja in der Regel spezifische Plattformen.
00:59:10: Ja also Sie sprechen vor allem den TikTok an.
00:59:13: Das haben wir eh schon
00:59:14: besprochen.
00:59:15: Jetzt so gegen Ende wenn wir jetzt ab heute, ab morgen ein bisschen unser Verhalten bewusster machen unsere Nutzung bewusster einsetzen.
00:59:25: Was können Sie uns denn jeweils aus Ihrer Sicht mitgeben als sozusagen den zentralen, den wichtigsten Gedanken?
00:59:31: Herr Scheck, ich fang' mit Ihnen
00:59:32: an!
00:59:33: Ich habe einmal schon gesagt wenn wir das Smartphone-Smart benutzen wieder mehr zusammenrutschen und wieder mehr gemeinsam machen.
00:59:40: Ich glaube dass tut uns Tete uns allen gut und das würde immer wünschen auch wenn unser Handy-Experiment da ein bisschen einen Puzzleteil dazu beigetragen hat.
00:59:48: und wie haben ja gesehen es haben ganz viele junge Menschen einfach angenommen diesen Rahmen.
00:59:53: Und wenn das ein bisschen bleibt und wenn man da was mitnimmt, dann wäre es wirklich super.
00:59:57: Das würde mich sehr freuen und ich würde mir das wünschen für uns, dass wir einfach wieder etwas enger zusammenrutschen.
01:00:01: Frau Karsay, was möchten Sie uns mitgeben?
01:00:04: Ich möchte Ihnen die Zahlen mitgeben fünf Stunden.
01:00:06: Auch wenn Sie nur dreieinhalb oder vier Stunden verwenden sind das thirty-fünf Stunden in der Woche.
01:00:12: Das ist fast ein Vollzeitjob, den Sie neben Ihrem Vollzeitjob wahrscheinlich noch auf Ihren Händen verbringen.
01:00:18: Und dann überlegen Sie sich, wofür wollen sie Ihre Zeit verwenden?
01:00:22: Die Zeit ist kostbar.
01:00:23: Das ist endlich!
01:00:24: Überlegen Sie wo setzen Sie Ihre Prioritäten und da auch wirklich achtsam sein.
01:00:29: was es mir wichtig?
01:00:30: was möchte ich ändern und dort ansetzen?
01:00:33: wenn ich das Gefühl habe Ich muss ständig beruflich erreichbar sein Dann versuche vielleicht meine Kommunikationskanäle anzupassen Wenn's mir um die Familie geht hier auch wirklich ja vielleicht auch ein wirklich Regeln besprechen, Normen setzen.
01:00:47: Wie wollen wir miteinander tun?
01:00:50: Sandra!
01:00:50: Was möchtest du uns
01:00:51: mitgeben?".
01:00:52: Also es wird ja immer so ein bisschen auf uns Junge abgeschoben und deswegen ist es uns persönlich ganz wichtig zu sagen Es ist nicht nur
01:01:00: ein Problem
01:01:01: was wir Jugendliche haben Es ist ein Problem das die ganze Gesellschaft hat Und dass an uns abzuschieben und das sehr wachsenden dann sagen Nein das betrifft uns nicht weil ihr...es geht um euch Ihr seid die Zukunft.
01:01:13: Das ist halt so eine Sache.
01:01:14: Wir haben sie ja auch nicht von irgendwo, irgendwer hat uns das ja auch gezeigt.
01:01:18: Also es ist halt eine Sache...
01:01:21: Ja also der Appell, es geht uns quasi alle an und wir sind alle in irgendeiner Form betroffen manche mehr, manche weniger.
01:01:28: darüber
01:01:29: nachzudenken, ist ein wichtiger Punkt.
01:01:32: Gut herzlichen Dank!
01:01:33: Dann machen wir an dieser Stelle einen Punkt.
01:01:36: Danke für die spannende Diskussion.
01:01:39: ich denke mir Wir wissen viel, wir messen auch ganz schön viel.
01:01:44: Wir spüren alle ziemlich viel und trotzdem ändern wir oft relativ wenig.
01:01:50: Ja vielleicht ist genau das die Herausforderung nicht im Verzicht sondern auch im bewussten Umgang wie wir heute auch schon gehört haben.
01:01:58: Denn das Problem ist eigentlich nicht so sehr das Handy, sondern das Problem sind wir selbst und wie wir mit dem Handy umgehen.
01:02:05: Und da geht es irgendwie oft weniger um das Was, sondern wie oft im Leben um das Wie Wir damit umgehen?
01:02:12: Ich denke, dass ist ein großes Thema und da können wir uns auch nur selbst fragen, wie wir das gestalten wollen welche Rahmenbedingungen wir für uns selbst finden.
01:02:22: Dann nehme ich auch noch mit, dass wir uns gemeinsam diese Regeln- und Rahmenbedinger auch noch stärker ausmachen sollten im Kleinen und in der Folge dann hoffentlich auch im Größeren, das wäre auf alle Fälle schön.
01:02:35: Ich danke Ihnen dass Sie hier am Bodium waren.
01:02:38: ich dank ihnen fürs Zuhören im Publikum hier im Saal im Cabaret Simpel aber natürlich alle die unser Via Radio und dann auch Podcast zuhören!
01:02:47: Ich bin Jasmin Dolati und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Talk am Sonntag zwischen zwölf und breitzehn Uhr immer auf Radio Wien.
01:02:54: Dankeschön
01:02:55: nochmal.
01:02:59: Das war die Aufzeichnung der Veranstaltung Ampuls zum Thema zwischen Klick und Konflikt, soziale Medien im Alltag.
01:03:06: Aus dem Kabarett Simpl vom 21.
01:03:08: April, 2026.
01:03:10: Auf der Bühne waren Kathrin Karsay, Fabian Scheck, Sandra Daubeck und Jasmin Dolati.
01:03:16: Die Veranstaltung der Reihe Am Puls fand als Kooperation zwischen den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und dem ORF Radio Wien statt.
01:03:28: Die nächste Staffel startet dann im September.
01:03:31: Wir freuen uns darauf, wenn ihr wieder dabei seid!
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