Talk – New Work, die neue Arbeitswelt
Shownotes
In dieser Folge von Was wir wissen präsentieren wir eine Aufzeichnung der Talk-Reihe "Am Puls" mit dem Titel "New Work – die neue Arbeitswelt" vom 7. Mai 2025.
Globalisierung und Digitalisierung verändern das Verständnis von Arbeit. Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen, die Erwartungen an Produktivität und Effizienz steigen, gleichzeitig wird für immer mehr Arbeitnehmer:innen die Sinnfrage wichtiger als die Karriere. Der wachsende Leistungsdruck führt gleichzeitig dazu, dass Belastungen zunehmen und mentale Gesundheit und die Work-Life-Balance in den Fokus rücken. Die Zukunft der Arbeit erfordert nicht nur technologische Innovation, sondern auch neue Ansätze für nachhaltiges und gesundes Arbeiten. Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus?
Anna Nowshad, Partnerin für Workforce Transformation bei Deloitte Consulting, und der Arbeits- und Organisationspsychologe Christian Korunka von der Universität Wien diskutierten über mögliche Auswirkungen und neue Ansätze einer sich wandelnden Arbeitswelt. Moderation von ORF-Programmchefin Jasmin Dolati.
Diese Veranstaltung fand im Kabarett Simpl in Wien in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien statt.
Veranstaltung: Am Puls – New Work – die neue Arbeitswelt
Kontakt: podcast@fwf.ac.at
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Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.
Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner
Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant
Musik: Kaspar Arens
Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht
Transkript anzeigen
00:00:11:
00:00:32: Hallo und willkommen zu einer neuen Talk-Folge von Was Wir Wissen.
00:00:36: Mein Name ist Thomas Zauner, hier stellen wir euch Aufzeichnungen der Veranstaltungen des Wissenschaftsfonds FWF vor, während wir schon an der nächsten Staffel arbeiten.
00:00:45: Heute geht es um New Work – ein Begriff der Vieles meinen kann!
00:00:49: den Einfluss von Globalisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz, die verschwimmenden Grenzen von Beruf und Privatleben.
00:00:57: Die steigenden Erwartungen an Produktivität, die Sinnfrage hinter der Arbeit und ein neuer Fokus auf Work-Life Balance.
00:01:05: Wie diese neue Arbeit wirklich aussieht
00:01:07: Und wie sich die Arbeitswelt verändern wird?
00:01:09: Diskutierten Anna Nowshad, Partnerin für Workforce Transformation bei Deloitte Consulting, und der Arbeits- und Organisationspsychologe Christian Korunka von der Universität Wien.
00:01:20: Das Event der Reihe Am Puls fand am siebten März, im Kabarett Simpel in Wien statt.
00:01:27: Moderiert hat Jasmin Dolati, Programmchefin des ORF Radio Wien.
00:01:31: Die Veranstaltung fand als Kooperation zwischen dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und dem ORF Radio Wien statt.
00:01:39: Viel Spaß beim Hören!
00:01:46: Herzlichen Dank und herzlich willkommen zu unserem Radio-Wien-Wissenschafttag am Puls hier aus dem Kabarett Simpel.
00:01:55: Willkommen zu einem wirklich sehr spannenden Thema heute, das sowohl hier und jetzt aber auch in Zukunft eines der spannendsten Themen ist – es geht um unsere Arbeit!
00:02:08: New Work, dass neue Arbeiten mit all den Herausforderungen ist eigentlich längst kein Schlagwort mehr.
00:02:17: Es ist eine Notwendigkeit, manchmal ein Experiment und sicher immer wieder auch ein Risiko.
00:02:25: zwischen künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, mobilem Arbeiten und der Viertagewoche stellen sich aber schon drängende Fragen.
00:02:35: Welche Talente brauchen Unternehmen heute?
00:02:38: Und vor allem auch morgen.
00:02:40: Was erwarten denn Bewerber und Bewerberinnen?
00:02:43: Wie verändert sich die Führung, die Kultur und das Zusammensein?
00:02:49: Welche technischen und technologischen Herausforderungen müssen wir in den Griff bekommen?
00:02:54: Und was macht das alles mit uns Menschen?
00:02:58: Das sind ganz wichtige Fragen!
00:03:00: Und dazu begrüße ich meine heutigen Gäste.
00:03:02: Das ist Magister Anna Nowshad, Future Work-Expertin bei Deloitte.
00:03:07: Sie weiß wie sich das Ringen um Talente verändert und was Unternehmen und Bewerber und Bewehrberinnen tun müssen, um im Spiel zu bleiben.
00:03:16: Hallo herzlichen willkommen!
00:03:18: Und Dr.
00:03:19: Christian Korunka, er ist Arbeits- und Organisationspsychologe, er blickt sozusagen tief in die neuen Arbeitswelten hinein und zeigt wie Menschen unsystemmäßig anpassen oder vielleicht auch nicht?
00:03:35: So jetzt lassen Sie uns herausfinden gemeinsam, wie wir denn ab morgen sozusagen arbeiten – und vor allem wie gut wir arbeiten!
00:03:45: Und damit wir nicht gleich nur mit der Zukunft beginnen, habe ich mir gedacht machen wir doch ein bisschen so einen Rückblick.
00:03:53: Einen Rückblick was die letzten zwanzig Jahre einerseits angeht, was die Veränderungen ausgelöst mitunter auch durch die Pandemie angeht und was danach in den letzten fünf Jahren noch geschehen ist.
00:04:08: Darf ich mit Ihnen beginnen Frau Nowshad?
00:04:11: Gerne, Rückblick auf die letzten zwanzig Jahre.
00:04:14: Also ich glaube man kann es wahrscheinlich an ein paar Linien festmachen was sich in den letzten Zwanzig Jahren bis heute getan hat.
00:04:22: wir können sozusagen ansehen von einer Perspektive wer arbeitet denn eigentlich und das war vor zwanziger noch Relativ klar, es sind fix angestellte Menschen die bei mir auf der Payroll sind.
00:04:35: Die einen meistens Vollzeitjob, manchmal Teilzeit aber das war dann eher ein Modell, das einen Grund hatte sozusagen.
00:04:44: Die so arbeiten bis hin zu einer Situation wie wir sie heute haben wo wir im Grunde eine sehr vielfältige Variation am Beschäftigungsformen haben.
00:04:54: Wir haben Fix Angestellte, wir haben sämtliche Zeitvarianten die wir uns denken können.
00:05:01: Wir sind Menschen die nur punktuell mit mir als Unternehmen zusammenarbeiten und wir haben Partnerschaften mit anderen Unternehmen usw.
00:05:08: Also man kann es sozusagen von der Perspektive betrachten.
00:05:11: Man kann's aber auch von einer Technologieperspektive sozusagen unterschiedliche Wellen an Veränderung von der Cloud, die sozusagen erstmals ins Gespräch kam.
00:05:24: Die in den Technologisierungsschub ausgelöst hat bis zu dem was wir heute haben wo wir über AI und automatisierung von Prozessen und so weiter sprechen.
00:05:36: Und man kann es auch letzten Endes am Ort festmachen.
00:05:40: das war sozusagen vor zwanzig Jahren noch sehr klar.
00:05:43: Ich bin in einem Unternehmen angestellt, also wohne ich auch dort in der Nähe bis zu heute wo wir Unternehmen haben die rein virtuell funktionieren.
00:05:53: Nicht alle und nicht viele.
00:05:55: aber es gibt Unternehmen wo ich keinen fixen Ort habe an dem ich bin sondern ist ganz egal das wo ich mich befinde.
00:06:02: Mobiles Arbeiten ist natürlich auch ein wichtiges Stichwort über dass wir später dann noch sprechen werden.
00:06:07: so dieser Blick zurück aus der Sicht der Menschen.
00:06:10: Herr Korunka
00:06:12: Ich denke, man kann das unterschiedlich im Perspektiven betrachten.
00:06:17: eine grundsätzliche Perspektive noch voranschicken, dass vieles gleich geblieben ist und vieles besser geworden ist sogar.
00:06:23: Also quasi wenn man die Arbeit in Gesamten betrachtet dann ist diese New Work und diesen neuen Aspekt immer so ein Ausschnitt von ungefähr zwanzig Prozent der Arbeitnehmerinnen, die halt flexibel geworden sind.
00:06:34: Vieles ist gleichgeblieben.
00:06:36: also wenn sie in den Supermarkt einkaufen gehen treffen Sie auf die Verkäuferinnen und Verkäufen dort oder am Markt und so weiter Handwerke und ähnliches.
00:06:45: Das ist diese eine Perspektive, vieles ist besser geworden.
00:06:49: wenn sie an Arbeitssicherheit denken es gibt viel weniger Arbeitsumfälle.
00:06:52: also die Qualität der Arbeit an sich obwohl das quasi eine Gegentease zur öffentlichen Perspektiv wie oft ist eigentlich besser geworden?
00:07:02: und dann ist die große Veränderung die Digitalisierung letztlich die dann doch alle Bereiche wieder durchdringt und sogar eben auch die Jobs bisher Vordergründe gleich geblieben sind, sich doch verhindert haben.
00:07:13: Es ist wirklich eine Perspektivenfrage.
00:07:16: und vielleicht noch ein letzter Punkt.
00:07:17: Psychologisch betrachtet das was gute Arbeit ausmacht ist eine Konstante.
00:07:21: also die Bewertungskritäre in dessen was gut sind kann man vor vor zwanzig oder fünftig Jahren genauso anlegen wie jetzt durch den fünf Jahren.
00:07:31: Jetzt habe ich mir gedacht, es ist ja auch spannend, weil wir viele Begriffe heute verwenden die wir früher gar nicht verwendet haben.
00:07:38: Vieles kommt natürlich aus dem Englischen aber New Work das ist ein Begriff der natürlich vieles beinhaltet.
00:07:45: Frau Nowshad wenn ich Sie jetzt frage vielleicht jemanden der das noch nie so gehört hat oder vielleicht auch noch nicht zu einem Bezug dazu hat wie würden sie denn das in ganz wenigen Sätzen erklären?
00:07:58: Ich würde es glaube ich versuchen zu erklären dass Wenn wir über New Work sprechen, dann gibt es meistens drei Aspekte, über die wir sprechen.
00:08:06: Man spricht sozusagen über Work also die Arbeit an sich, die sich verändert nämlich welche Arbeit wird künftig da sein?
00:08:13: Welche Skills brauche ich um diese Arbeit zu erfüllen?
00:08:17: und dann auch die Frage was macht ein Mensch?
00:08:19: Was macht eine digitale Lösung?
00:08:23: Welchen auch immer das ist?
00:08:25: Es geht um die Workforce.
00:08:27: Also es geht um den Arbeitnehmer, die Arbeitnehmerin, den Menschen sozusagen dahinter wo die Frage ist wie viele brauche ich?
00:08:34: Welche Qualifikationen müssen wir haben?
00:08:36: Wo kommen die her?
00:08:37: Wie bin ich attraktiv als Arbeitgeber für diese Workforce und das geht um letzten Endes Kultur.
00:08:45: und wie sind die Rahmenbedingungen gestaltet.
00:08:49: Wie werden die beeinflusst durch alle Megatrends, die so unter den Unternehmen herum passieren?
00:08:55: und wo positioniere ich mich da auch als Arbeitgeber?
00:08:58: Und ist dieses New Work jetzt aus der Sicht des Psychologen eine Entlastung oder entsteht da sogar noch ein neuer Druck?
00:09:07: Das kann beides sein, also ich würde einmal das New am Begriff des new auch festmachen wollen.
00:09:12: Also das richtet ja den Fokus auf die Veränderung in der Arbeitswelt.
00:09:16: Veränderungen bedeutet immer Herausforderung,
00:09:19: d.h.,
00:09:19: die Herausforderung ist so gesehen in dem Juul schon implementiert.
00:09:25: Es ist ganz stark die Digitalisierung, Teil dieses New Work und Digitalisierung hat wie wir alle wissen auch beide Seiten.
00:09:33: Das ist ein Werkzeug das viele Schaden anrichtet im Sinne von Zeitfressern mit Tiktok und sonstigen Dingen und Social Media etc.
00:09:41: gleichzeitig viel nutzen und es in der Arbeitswelt kann ganz ähnlich zu sehen.
00:09:44: also es ist wirklich eine Frage der Perspektive und natürlich gerade aus der Sicht der Arbeitspsychologie Ganz wichtig, auch diese kritische Perspektive zu haben und sich zu fragen.
00:09:54: Was bleibt übervorm guten Arbeitsplatz?
00:09:57: Und deshalb von der Perspektiv zu belegen?
00:09:59: Ja!
00:09:59: Und ist es oft vielleicht nur ein Etikett für etwas was eh schon vorher war wo man weiß Es sind eigentlich alte Probleme aber jetzt heißt es anders
00:10:10: Im Grunde auch... Also ich würde sagen die Etikettenzuschreibung ist auch Teil der Arbeitswelt, dass man sehr schnell ein Medial einfach neue Begriffe verwendet.
00:10:22: Das Burnout war irgendwann Vater und wurde es zum Boar-Out usw.
00:10:27: Und so kann man das...
00:10:28: Also gibt's auch da eine Entwicklung?
00:10:29: ...und die Oldwork wurde zur New Work
00:10:32: usw.,
00:10:32: also diese Perspektive dieser mediale Blick auf die Arbeitswelt ja dieses Schlagwort ist sehr in den Vordergrund drückt.
00:10:39: Der ist sicher auch ein ganz wichtiger Aspekt.
00:10:44: Streichchen sozusagen, was wir arbeiten ja sehr häufig mit Unternehmen an Performance Management Systemen.
00:10:50: Also wie wird Leistung gemanagt in den Unternehmen?
00:10:53: Und da ist im Grunde ich habe vor siebzehn Jahren bei die Leute zu arbeiten begonnen nach meinem Studium und damals war schon die Frage Wie werden Ergebnisse gemessen.
00:11:04: Wie kann ich eine Leistung einschätzen?
00:11:07: Und das war vor siebzehn Jahren dieselbe Frage im Grunde, die wir während Corona ganz oft von den Unternehmen gestellt bekommen haben da halt verstärkt mit der Frage Ich sehe den Menschen nicht mehr jeden Tag sondern sitzt im Homeoffice wie kann ich Leistungen beurteilen?
00:11:22: und heute ist es sozusagen in einer noch digitalisierteren Welt mit Nutzung von EI zum Beispiel nochmal die Frage, dass was dahinter steht ist aber im Grunde immer dasselbe.
00:11:32: Nämlich die Frage schaffe ich es klar zu machen, was ich von jemanden erwarte und welche Ergebnisse herauskommen sollen?
00:11:39: Und kann ich dann einschätzen, wie gut oder schlecht das gemacht
00:11:42: wird?
00:11:42: Ja.
00:11:42: Das heißt es ist auch da eine Definitionsfrage aber eben auch dass man klar ausmacht und klare Ziele da auch gemeinsam wahrscheinlich festlegt.
00:11:52: zu dem Thema Homeoffice würde ich gerne später noch kommen.
00:11:55: Ich habe mir jetzt gedacht wir gehen so ein paar Themen die wirklich spannende Themen sind in der jetzigen Arbeitswelt Aber die ja auch in Zukunft eine Rolle spielen werden oder können durch.
00:12:06: und da habe ich mir gedacht am Beginn gleich mit den Meetings an.
00:12:11: Denn viele Unternehmen, sie werden das vielleicht auch kennen von ihrem Arbeitgeber oder wo sie beschäftigt sind, haben sehr viele Besprechungen, Sitzungen, Meetings.
00:12:24: Oft hat man den Eindruck, die nehmen einen dann auch ein bisschen Zeit weg.
00:12:28: Man hat dann oft zu wenig Zeit das eigentliche zu erledigen, zu tun und zu arbeiten weil so viel besprochen wird.
00:12:35: Ich kenne das auch gut.
00:12:36: Oft kommt man erst gegen Abend dazu, dass zu tun was man tun muss, weil vorher so viele Gespräche waren.
00:12:42: Ist es eine Sache, die sich aus ihrer Sicht verstärkt hat?
00:12:47: Die jetzt mehr ein Thema ist als früher?
00:12:50: und wohin geht denn die Reise wenn wir zunächst einmal auf das Meeting schauen.
00:12:57: Ich glaube, es hat sich definitiv... verstärkt und man kann auch ziemlich klar festmachen, wann es sich verstärkter hat.
00:13:04: Das ist schon ein Effekt den wir während der Pandemie beobachten konnten als wir alle das Gefühl hatten Wir müssen uns viel mehr Meetings aus machen weil wir nicht mehr bei der Kaffee Maschine stehen oder weil wir nichts mehr zwischendurch einfach über den Schreibtisch miteinander reden können sondern man hat sich ein Meeting ausgemacht damit man sich hört oder plaudern kann Aber vor allem natürlich auch um Dinge zu besprechen.
00:13:29: Und diese Gewohnheit haben wir nicht mehr aufgehört, auch wenn sich jetzt Arbeitsumgebungen wieder zum großen Teil zurück verändert haben, zudem bis vor der Pandemie war.
00:13:40: Der virtuelle Anteil eigentlich deutlich geringer ist in ganz vielen Unternehmen als er während der Pandemie waren und so weiter.
00:13:46: aber diese Gewohnhalt hat sich nicht aufgehört Auch weil es uns oft leichter fällt, Dinge anzufangen und schwerer fällt sich dann wieder aufzuhören.
00:13:54: Also das ist sozusagen eine Gewohnheit die sich eingeschlichen hat und wo alle darüber jammern aber es auch keiner verändert.
00:14:05: Bei vielen Meetings geht man ja raus und eigentlich ist dann oft gar nicht so klar, was die Arbeitsaufträge sind.
00:14:11: Was man jetzt eigentlich tun soll?
00:14:13: Man redet sich wie man in Österreich oft sagt ein bisschen zu wie.
00:14:17: Aber im Endeffekt wird oft nicht ganz klar gesagt, was zu tun ist.
00:14:22: Was hat denn das auch für Auswirkungen auf Menschen?
00:14:26: Das eine bei der Entwicklung dieses Zitat, wenn ich nicht mehr weiter weiß gründlich.
00:14:31: einen Arbeitskreis gibt es auch schon länger irgendwie.
00:14:34: Das kennen viele offensichtlich, weil man so vielen Schreibtischen sieht und so weiter noch immer.
00:14:38: also das heißt doch da gibt's eine ein Konstante im Sinne von dass ist quasi schon immer so war eigentlich.
00:14:46: und der zweite Punkt wäre ganz genau der mit Covid unter Entgrenzung der Arbeitswelt, dass die Meetings auch und auch noch in einer beschleunigten Arbeitswelt.
00:14:55: Das ist noch eine Dimension, die dazu kommt dass Meetings einfach wirklich notwendiger werden und von daher ist dieser Trend irgendwie klar.
00:15:06: wie weit sie uns von der eigentlichen Arbeit abhalten?
00:15:10: Ist eine sehr komplizierte Frage weil ja das Meeting und die Abstimmung selber Teil der Arbeit ist.
00:15:14: also diese Unterscheidung ist nicht so ganz trivial.
00:15:17: eigentlich
00:15:18: wäre es da vielleicht auch sinnvoll, das klarer zu kommunizieren, wozu so ein Meeting überhaupt ist.
00:15:25: Ich glaube sehr oft werden Meetings angesetzt, wie Sie jetzt gesagt haben, weil man natürlich über Themen sprechen will oder muss aber oft ist ihm nicht ganz klar in welchem Kontext, wie schnell soll das Ganze gehen?
00:15:37: Wer sind die Verantwortlichen und wie ist der Zeithorizont?
00:15:43: Genau, also ich glaube der Zweck des Meetings aber auch kritisch drauf zu schauen wer ist denn da alle dabei und müssen die wirklich alle dabei sein.
00:15:50: Was wir manchmal machen wenn wir sehr große umfassende Projekte oder Programme mit unseren Kunden machen ist tatsächlich dann immer wieder zwischen so einem Projekt Auf einer Seite deutlich zu machen, wie schaut denn die Woche aus wenn man nur die Meetings berücksichtigt?
00:16:05: Und wie schaut so ein typischer Kalender aus und ist der sowie aussieht wirklich sinnvoll.
00:16:11: Da kommt mir dann meistens drauf dass sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwar ein bisschen unterschiedliche Konstellationen aber eigentlich immer mehr oder weniger dieselben Menschen zu unterschiedlichen Themen treffen, was man natürlich viel effizienter und schlanker gestalten könnte wenn man entweder weniger einlädt oder Meetings zusammenfasst.
00:16:30: Und das muss ja nicht immer jetzt von oben nach unten von der Hierarchie sein sondern es könnte auch mal sein dass Mitarbeiterinnen einen Feedback geben und sagen Es sind uns jetzt zu viele Meetings oder wir würden gerne das Montags-Meeting auf den Dienstag verlegen weil am Montag ohnehin schon soviel los ist weil die Woche beginnt.
00:16:48: also das wäre ein guter Tipp zu sagen, es geht von oben nach unten aber auch von unten nach oben oder?
00:16:54: Absolut.
00:16:55: Beziehungsweise wie ich mich in einem Meeting verhalte und was ich daraus mitnehme liegt auch an den Teilnehmern sozusagen.
00:17:01: also sitze ich nur drinnen und höre zu sozusagen und lasse es über mich ergehen dass das noch ein Meeting ist oder sage ich entweder Ich glaube, ich bin da nicht richtig und gehe raus sozusagen oder nutze es tatsächlich um für mich auch was mitzunehmen das produktiv zu nutzen.
00:17:21: Wie weit sehen Sie die Protokolle?
00:17:23: dies gibt danach?
00:17:24: Also eine Zusammenfassung von dem was da besprochen worden ist als sinnvoll auch jetzt in dem Teilnehmerkreis aber vielleicht auch in einem größeren Kreis zu verteilen.
00:17:35: ist das aus Ihrer Sicht noch zeitgemäß und wichtig?
00:17:39: Ich glaube, das ist tatsächlich sehr unternehmenskulturabhängig.
00:17:42: Also wir haben Kunden und Kundinnen mit denen wir arbeiten wo es seitendlange Protokolle gibt.
00:17:47: Wir haben aber auch zunehmend viele was tatsächlich sehr aufgabenbasierte Protoklle wenn man so möchte gibt nämlich im Grunde nur die Todos.
00:17:57: dokumentiert werden die rauskommen oder Entscheidungen die getroffen werden Aber kein Gesprächsprotokoll wie man's klassisch geht sozusagen.
00:18:06: Das ist aber, wie gesagt sehr abhängig von den welchen Unfällen.
00:18:08: Es bringt mich eigentlich zum nächsten Punkt nämlich der bürokratische Aufwand.
00:18:12: ich glaube das kennen auch viele von uns.
00:18:15: man hat so den Eindruck dass wird mehr.
00:18:17: Also es gibt mehr Reportings, man muss einfach mehr dokumentieren.
00:18:22: Ich habe oft den Eindruck irgendwo in einer Schublade landet das Ganze.
00:18:26: ob dann wirklich immer alles so wunderbar durchlesen und auch wirklich Konsequenzen aus dem Ganzen ziehen dass sei jetzt mal dahingestellt wird bei meinen so sein beim anderen Unternehmen vielleicht weniger kommt immer darauf an.
00:18:37: aber wenn wir jetzt diese bürokratischen Aufwand uns anschauen und auch da wiederum den Zeitfaktor mit hinein nehmen, das kostet alles auch viel Zeit zu reporten.
00:18:51: Wie sieht es denn hier aus?
00:18:52: Ist das auch mehr geworden und müssen wir damit rechnen dass noch mehr wird?
00:18:59: Auf den ersten Teil der Frage glaube ich kann man ein klares Ja sagen Bei Wochen, und zwar diese jährigen Global Human Capital Transfer öffentlich.
00:19:08: Also eine globale Studie die wir jedes Jahr durchführen wo genau das einer der wesentlichen Trends ist.
00:19:15: Nämlich dieses Thema sind alle zugemült mit Aufgaben die nicht unmittelbar wertschöpfend sind oder die nicht ummittelbar eigentlich mein Job sind sondern ich muss reporten Ich muss gewisse Sicherheitsprozesse einhalten Prozesse mehrfach abdecken, weil das in den IT-Tools nicht glattgezogen ist und so weiter.
00:19:40: Und manchmal haben ja die Ursprünge dieses hohen Aufwandes auch sehr ... gute Intentionen dahinter, wie zum Beispiel das ESG-Reporting.
00:19:49: Das hat ja einen guten Willen dahinten, warum wir das machen.
00:19:53: Was ist das genau?
00:19:54: Das Nachhaltigkeitsreporting und die Berichterstattung sozusagen aufgrund der Nachhaltigkeit – das hat sehr gute Ursprünge sozusagen.
00:20:04: also man möchte so zu sagen dass Lieferketten dokumentiert sind
00:20:06: usw.,
00:20:07: da stellt aber viele Unternehmen vor wahnsinnige Herausforderungen weil es wahnsinnig aufwendig ist und Wahnsinnig bürokratisch wirkt weil es einfach nicht auf Realitäten abgestimmt ist, wie die Unternehmen halt da sind, sondern sehr aus einer Expertenperspektive gedacht sind.
00:20:25: Und diese Dinge sind in den letzten Jahren einfach mehr geworden.
00:20:28: Es sind Regulatorien mehr geworden, wir haben alle Cyber Security Vorschriften die wir einhalten müssen beispielsweise.
00:20:35: Das hat alles einen guten Grund aber führt dazu dass wir alle mit Tätigkeiten zu tun haben die eigentlich nicht erklären unseres Jobs.
00:20:45: Mir hat vor kurzem ein Herz-Spezialist erzählt, dass er aufgrund der Veränderungen auch bürokratischer Aufwand usw.
00:20:54: oft nicht in den OB-Saal kann gleich mal weil er vorher noch den Drucker quasi in Stand setzen muss und da die Wartezeiten schon im OB Raum entstehen nicht der Drucker-Spezialist, sondern der Herzspezialist ist.
00:21:10: Solche Geschichten hört man öfter und das bringt aber schon eine Art auch neue Überforderung finde
00:21:17: ich für mich.
00:21:18: Ich würde beim Herzspezialisten unterscheiden... Für den Drucker sollte er nicht unbedingt zündendig sein, aber dass seine Operation mit einem guten Reporting irgendwie kontrolliert wird und dabei helfen, dass medizinische Fehler vermieden werden.
00:21:31: Der Kern der Dokumentation ist gerade im Krankenhaus in höchstmassen Qualitätssichern und absolut notwendig.
00:21:38: Das ist immer die eine Seite und die andere Seite, das ist völlig richtig.
00:21:42: was sie sagen ist auch diese Überforderung.
00:21:43: dadurch.
00:21:44: also wenn sich das von selber auswächst Sie haben es ja gerade so eigentlich beschrieben dann geht der Kern verloren und der Kern ist an sich in der Regel schon sehr positiv.
00:21:55: Den kritischen Aspekten ich sehen würde, ist eher so ein kultureller Aspekt das wir uns ja ganz grob gesprochen haben von einer Vertrauensgesellschaft zu einer Kontrollgesellschaft entwickeln.
00:22:07: Wenn wir den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nicht mehr vertrauen, kann man sie kontrollieren.
00:22:11: Und da ist Reporting ein mögliches Dual dazu.
00:22:14: Diese Differenzierung ist eine ganz wichtige.
00:22:17: Was sehen Sie so als Faktoren?
00:22:19: Warum diese Entwicklung stattgefunden hat?
00:22:24: Ein gesamtgesellschaftlicher Prozess der mit Beschleunigung Entgrenzung zu tun hat.
00:22:31: Dass uns das Grundvertrauen oder auch Krisen.
00:22:34: Wenn Sie überlegen, was man jeden Tag in der Zeitung liest ist es schwer auf den nächsten Tag zu hoffen.
00:22:41: Wir haben gesellschaftliche Entwicklungen die unsere Vertrauen untergraben und das schon seit längerer Zeit eigentlich.
00:22:46: und da ist jetzt eine vordergründige Gegenbewegung Absicherung durch Kontrolle und das mischt sich halt dann sehr.
00:22:54: Und ich denke, es wäre da ganz wichtig auf diese Grundidee dieses Reportings was eben also gerade Krankenhaus ein Idealbeispiel da geht's wirklich um höchste Qualitätskontrolle und da machts natürlich absolut Sinn.
00:23:05: Schauen wir uns auch noch einen weiteren Punkt an, der eine große Rolle spielt.
00:23:09: Und zwar die Veränderung von Führung und auch Leadership.
00:23:14: Wenn wir da vor zwanzig dreißig Jahren und mehr zurückschauen – da hat es ja ganz anders ausgesehen – Chef & Chefin hatten da einen ganz anderen Stellenwert.
00:23:22: Das was sie damals gesagt haben, hat eine andere Art von Gültigkeit gehabt als heute sind die Hierarchien flacher.
00:23:29: Vieles hat sich hier doch sehr stark verändert!
00:23:34: Weiß ich nicht.
00:23:35: Manchmal kommt einem vor, es kommt auch wieder ein neuer Trend gerade weil sich oft in den Unternehmen niemand mehr auskennt wer wo für zuständig ist, gerade auch weil wir über das bürokratische Thema gesprochen haben Wer ist denn jetzt zuständig für den Drucker und wer ist zuständig fürs Schreiben?
00:23:53: Und wer ist für das andere zuständig?
00:23:55: also wie ist die Situation jetzt und wie sehen sie aber auch hier Entwicklungen?
00:24:02: Ich meine, da gibt es vielleicht eine Zahl aus der angesprochenen Studie die ganz interessant ist.
00:24:07: Und zwar haben sich seit also von zwanzig-zweiundzwanzig auf zwanziqvierundzwanzig die Mittelmanagementjobs – also nicht die Topmanagement sondern die Abteilungsbereichsleiterjobs um zweiundvierzig Prozent global verringert was finde ich eine sehr interessante Zahl ist sozusagen.
00:24:27: Was unterschiedliche Gründe hat.
00:24:29: das hat Gründe dass man leaner, agiler sein möchte, also ich möchte sozusagen das Unternehmen flachere Hierarchien haben.
00:24:37: Ich möchte weniger Führungsebenen Teilweise aber auch das Thema.
00:24:40: ich finde keinen der sozusagen den Job machen möchte.
00:24:44: und da vielleicht noch eine zweite Zahl daraus.
00:24:46: Vierzig Prozent dieser Mittelmanagers sagen mit der Aufgabenübernahme hat sich ihre mentale Gesundheit verschlechtert was ein durchaus allermehr in der Wert ist sozusagen und auch für die Unternehmen glaube ich ein Weckhof sein muss, da stimmt was nicht mit diesen Jobs.
00:25:05: Und was stimmt nicht?
00:25:06: Ich glaube das ist genau das Thema dass wir vorhin hatten.
00:25:09: auch mit der Bürokratie und den vielen Meetings trifft oft gerade dieses Mittelmanagement, die dann in ganz vielen Meetings sitzen, die ständig feuerlöschen müssen.
00:25:21: Die für diese ganzen Reportings zuständig sind, oft hoch operativ gleichzeitig tätig sind also in einem Alltagsjob sozusagen und führen sollen sozusagen.
00:25:32: Und das ist am meisten so.
00:25:33: dieses unführen kommt dann oft hinten nach wenngleich es in so Zeiten wie wir sie jetzt haben, wo alles volatil ist sehr schnell sich verändert und so weiter umso wichtiger wäre.
00:25:44: Dass ich tatsächlich Führungskräfte habe die Coachings, die sich um Entwicklung kümmern, die Orientierung geben und die nicht den Drucker sozusagen wieder ein Stand bringen sondern für die Personalentwicklung letzten Endes auch zustimmen.
00:25:59: Sehen Sie da auch einen Faktor?
00:26:01: Oft hat es so ein Schlagwort gegeben, dieses All-in-one Trend.
00:26:04: Also dass jeder und jede irgendwie alles können sollte.
00:26:08: Geht das auch so ein bisschen in diese Richtung?
00:26:10: Es ging sehr zur Schlaggerichtung.
00:26:13: Genau die Frage ist dreht sich's jetzt sozusagen?
00:26:16: weil wir merken, es klappt aus unterschiedlichen Gründen nicht.
00:26:20: Auch bei vielen Unternehmen gerade so Supportfunktionen auch Sekretärinnen und Sekretäre usw.
00:26:27: tendenziell eingespart
00:26:28: wurden
00:26:29: was natürlich zu einem Aufgabenzuwachs bei uns allen geführt hat, weil wir viele Dinge einfach zusätzlich übernommen haben.
00:26:36: Ich habe jetzt im Publikum geschaut, viele haben an der Stelle geniegt gerade was diese Veränderungen angeht und das führt mich schon auch zum nächsten Block.
00:26:45: ich möchte gerne auch das Thema besprechen, was die Mitarbeiterinnen von morgen denn mitbringen müssen.
00:26:53: also welche Kompetenzen zählen denn wirklich?
00:27:00: Also ich glaube, wenn wir auf welche Kompetenzen zählen sozusagen in der Zukunft der Arbeit dann sind es sehr viele... fachunabhängige Kompetenzen, wenn man so möchte.
00:27:14: Es ist sowas wie Problemlösungskompetenz auch sowas Wie auf Englisch Judgment.
00:27:20: also ich traue mir zu Entscheidungen oder Einschätzungen zu treffen Teilweise auch in unsichere Informationslage sozusagen.
00:27:28: Ich bin ich bringe einen Lernwillen oder einer Lernagilität mit sozusagen.
00:27:33: Also ich kann auch immer wieder mich auf neue Dinge einlassen und aber auch so was wie.
00:27:39: Das ist jetzt keine Kompetenz, die man ausbilden kann.
00:27:42: Aber sowas wie Mut... Also ich greife auch hin sozusagen und lasse mich darauf ein, auch wenn ich vielleicht die Umfelder nicht kenne und da keine Erfahrung habe sozusagen.
00:27:53: Mut ist jetzt gefallen?
00:27:55: Vielleicht gibt es Ängste.
00:27:57: Wie schaut's da aus?
00:28:00: Ängsten nehmen wir insgesamt zu, würde ich sagen gesellschaftlich.
00:28:03: auf die Arbeitswelt bezogen heißt das der dass der Trend nach der flexiblen Arbeit immer auch diese Überforderung impliziert?
00:28:11: letztlich.
00:28:12: Es gibt dieses gesellschaftlich kolportierte Idealbild... Es gibt seine englische Studie, die sagt, dass man im Schnitt davon ausgeht, dass in diesen neuen Arbeitswellen über die Lebensspanne man zehn bis elf unterschiedliche Jobs an unterschiedlichen Orten hat und so weiter.
00:28:30: Die Wirklichkeit schaut einerseits anders aus also die Daten bestätigen das oft nicht ganz und die Bedürfnisse der Leute schauen noch einmal anders aus.
00:28:37: Die Bedürfen sind dem Entgehen stehen da geht es um Sicherheit und letztlich steckt die Angst und die Verunsicherung dahinter.
00:28:45: wie schaut's aus mit dem nächsten Job?
00:28:47: Das alte Bild war ja das überkonstante Bild eigentlich von jemand, der irgendwann begonnen hat und dann halt meistens nicht dreißig oder vierzig Jahre später sondern nur zwanzig in die Frühbension gegangen ist vom gleichen Schreibtisch weg.
00:29:02: Also dieser Änderung hat innerhalb von eineinhalb Generationen stattgefunden und überfordert auch viele letztlich.
00:29:09: Und welches Skills jetzt?
00:29:12: fachlich oder auf den Job bezogen, aber andererseits eben auch was diese menschliche Komponente angeht.
00:29:18: Sollten wir uns aneignen jetzt schon um auch in Zukunft fit sein?
00:29:23: Naja das Kills also um auf eine flexible Welt zu reagieren ist Flexibilität quasi da naheliegendes Kill.
00:29:31: Was immer das auch heißen mag sich quasi möglichst rasch auf verändertene Bedingungen einstellen.
00:29:38: dem stehen gegenüber dass ich die Bedürfnisse ja Auch ein Stück weit verändern und das ist ja auch bei diesen Beiträgen sehr, sehr schön herausgekommen.
00:29:46: Die Leute fragen weniger welches Skills soll ich haben sondern wie lang soll ich da arbeiten?
00:29:51: Und wie viel Tage Homeoffice bekomme ich?
00:29:55: gesagt wurde, also das Bedürfnis steht genau dem entgegen eigentlich.
00:29:59: Und vor allem wenn sie sagen eben Sicherheit ist auch ein großes Thema aber Flexibilität ist das andere Thema und man hatte doch schon den Eindruck dass das irgendwie schon zwei paar Schuhe sind die nicht immer so gut zusammen passen?
00:30:12: Ja das sind Gegenpole letztlich, also man könnte es auch den Gegenpole von Entgrenzung und Grenze aufziehen.
00:30:19: wir sind quasi in einer entgrenzten Welt wo wenn man's historisch betrachtet Der alte Job relativ klar war.
00:30:27: Vierzigstundenjob, neint auf Eif und um siebzehn Uhr wird das Büro verlassen.
00:30:32: Man denkt keine Sekunde mehr nach geht die Freizeit über uns weiter und das ganze Montag bis Freitag und es ist in eine völlige Entgrenzung aufgelöst.
00:30:40: also man kann an jeden Platz der Welt zu jeder Zeit arbeiten sollte das auch und kann die Grenzen nicht mehr definieren.
00:30:46: Die Gegenreaktion drauf ist grenzend ziehen und die kann man auf vielen Ebenen sehen.
00:30:50: bei dieser nächsten Generation sind diese geänderten Bedürfnisse die heute einerseits Sicherheit wollen und trotzdem die Flexibilität behalten.
00:30:58: Also man versucht, die beiden Wohle in den Griff zu bekommen und das geht halt so recht und schlecht.
00:31:04: So gerade auch was Sicherheit angeht oder was jetzt auch veränderte Bedingungen angeht?
00:31:09: Man hört ja sehr oft dass die jüngere Generation zum Beispiel eben sagt keine Ahnung vor zehn will ich nicht und nach siebzehn Uhr will ich auch oder tut sich jetzt schon wieder was Neues?
00:31:27: Also ich bin bei allen Verallgemeinerungen immer vorsichtig, weil immer die Frage ist wen fragt man auch sozusagen.
00:31:33: Und diese Studien zielen natürlich oft auf hoch ausgebildete Personen, die nicht am Existenzminimum arbeiten sozusagen ab.
00:31:44: Das muss man auch dazu sagen und das klar.
00:31:49: Ich glaube, was wir sehr stark feststellen dass es ein viel stärkeres sich wieder aufeinander einlassen von beiden Seiten tatsächlich braucht.
00:31:59: Wir sehen das sozusagen auf der Arbeitnehmerseite, auch bei unseren Mitarbeitenden oft so.
00:32:04: dieses Sich in den ersten Berufsjahren tatsächlich auf einen Unternehmen einlassen ist ganz schwierig weil ich habe sozusagen dann durch was auch immer durch Social Media und Freunde Vorstellungen, die ich selbst habe das Gefühl.
00:32:20: Ich brauche noch eine zusätzliche Ausbildung.
00:32:22: Ich muss meinen Arbeitgeber wechseln weil es ist total ungewöhnlich jetzt bei einem zu bleiben.
00:32:28: Ich brauch jetzt eine Auszeit und muss eine Weltreise machen was auch immer sozusagen.
00:32:33: oder ich brauche sozusagen... irgendwas Zusätzlichem, was ich neben der Arbeit mache.
00:32:40: Also wir sehen ganz oft dieses Ich mach mir ganz viele Baustellen auf und mach mich selbst einen Stress eigentlich dadurch weil ich ganz schnell zum nächsten weiter muss.
00:32:49: Weil ich auf Sinn suche bin, weil ich glaube dass sich etwas verpasse, was auch immer.
00:32:54: Und genauso sehen wir aber bei Unternehmen dieses Teilweise fehlende Sich darauf einlassen das Menschen halt unterschiedlich ticken die sie beschrieben haben, die nicht vor zehn Arbeiten wollen oder nur vier Tage die Woche.
00:33:09: Es gibt aber genauso auch andere, die ganz anders motiviert sind und ganz anders angetreten werden sozusagen.
00:33:16: Und ich glaube dieses damit zurechtzukommen dass wir mit unterschiedlichen Generationen zu tun haben das wir mit verschiedenen Motivationen zu Tun haben und das aber auch nicht alle einer Generation gleich ticken.
00:33:28: Das ist Aufgabe der Unternehmen sich damit zu befassen.
00:33:32: Wenn wir das jetzt hören, dann ist ja schon auch eine Frage, wollen wir vielleicht heute ein bisschen zu viel unter einen Hut bekommen?
00:33:42: Weil gerade sind Sie vorhin gesagt wie die Generationen vorher hatten einen Job über Jahrzehnte beim gleichen Arbeitgeber – das gibt es heute kaum mehr!
00:33:51: Man ist da, man schnuppert rein und geht wieder weg.
00:33:53: Es ist ja auch zu beobachten dass viele in Ausbildungen bleiben die eine nach der anderen machen.
00:33:59: wie gesagt wir wollen es nicht veralgemeinen aber es ist auch zu Beobachten.
00:34:02: Ist es so ein bisschen dieser Faktor?
00:34:05: Auch weil man eben weniger diese Sicherheit hat zu sagen man will möglichst viel unter einen Hut bekommen das wenn das eine wegbricht hat man's andere vielleicht noch
00:34:14: natürlich aber ich würde gern vorher noch diesen Punkt unterstreichen sondern generativ dass dieses Bild auf die Generationen sehr stark diesen Fokus einer bestimmten, eines Ausschnitts in der Generation thematisiert.
00:34:29: Das sind eben die besser gebildeten, die in diesem guten Job sind und das sie es auch suchen können.
00:34:35: Die Bilderverkäuferin, die fragt niemand, die wird um fünf vom Pillarbus abgeholt und die Individuale gebracht.
00:34:42: Da stellt sich die Frage nicht.
00:34:46: Wenn man sehr überspitzt formuliert, könnte man sagen wir diskutieren Luxusprobleme von einer bestimmten hoch qualifizierten Segmente in der Arbeitswelt.
00:34:56: Das ist die eine Seite und die andere Seite ist der Punkt den Sie sagen das genau diese Arbeitswelt dieser Ausschnitt der Arbeitswelt diese hoch flexibilisierte Arbeitswelt die ist sie dann stärker vielleicht als ein anderen Bereich in diese Gegenreaktion auf die Überforderung quasi beinhaltet, wo man sich dann zurückzieht und wieder gar grenzen möchte usw.
00:35:17: In der Ankündigung zur heutigen Sendung gab es auch schon viel Feedback von Seiten des Publikums.
00:35:24: Und da war auch ein Punkt, braucht's in Zukunft, also noch mal was das Skills angeht, braucht es in Zukunft Menschen die so allgemein eine Bildung haben oder Ausbildung haben?
00:35:36: Oder braucht es Spezialisten, die von da bis da sozusagen tätig sind?
00:35:42: Was braucht die Zukunft?
00:35:44: tatsächlich weiterhin beides.
00:35:45: Also ich glaube, das ändert sich nicht zu dem wie es war bis jetzt ist und was sein wird.
00:35:50: Wir werden weiterhin beiders brauchen.
00:35:53: Ich glaube Es wären gewisse Kompetenzen Wie gesagt die Kooperationsfähigkeit Kommunikation dieses Judgment und so weiter.
00:36:01: Die werden wichtiger und egal ob ich Spezialistin bin oder Generalistin Bin wichtig sein Und die werde ich brauchen um auch mit sowas wie AI zum Beispiel umgehen zu können.
00:36:14: Aber wir werden in allen Unternehmen weiterhin beides brauchen.
00:36:18: Und wie sehen so die... also zwischen Erwartung und Realität, wenn wir uns jetzt Bewerber- und Bewerbarinnen anschauen, klafft es sehr auseinander?
00:36:28: Die Erwartungen der Realität oder ist das relativ nahe auf
00:36:31: den Skills bezogen?
00:36:32: Ja grundsätzlich auf die Skills und vielleicht auch generell ja.
00:36:35: Also sowas man überhaupt erwartet vom Job, vom Arbeitgeber.
00:36:41: Ich glaube auf die skills bezogen ist es tatsächlich derzeit so, dass wir vor allem wenn wir ein paar Jahre nach vorne blicken in einer Situation sind wo zunehmend weniger Einstiegs-Jobs tatsächlich haben am Arbeitsmarkt.
00:36:57: Warum ist das so?
00:36:58: Weil vieles automatisiert wird, weil bei vielem die AI eingesetzt wird.
00:37:02: Die AI setzt sich nicht für sehr kontextbeziehbische, organisationsbeziehwische Tätigkeiten ein, sondern für typische Praktikantinnen Jobs, für typischen Einstiegsjobs sozusagen.
00:37:14: Das ist eigentlich ein besserer Praktikanter sozusagen.
00:37:17: Diese Einstiegsjobs werden zunehmend weniger und es sucht jeder so nach den drei Jahren Berufserfahrung.
00:37:24: Das ist so das nächste Level des Einstiegs-Jobs, aber die finde ich immer weniger.
00:37:29: Also immer weniger Arbeitgeber geben mir diese drei Jahre und diesen Gap sehen wir sehr stark und der wird immer mehr zunehmend.
00:37:37: Da sind wir auch in Indien, in China wo wir es wahnsinnig hohe Jungen oder also jungen Erwachsenen Arbeitslosigkeit haben viel höher als bei den gesamterwerbstätigen Bevölkerung in den Ländern weil ganz viele Dinge schon automatisiert sind wie früher man am Anfang gemacht hat.
00:37:54: Also diesen Gap sehen wir sehr stark.
00:37:57: und was wir auch durchaus sehen, da gibt es auch Studienergebnisse dazu aus den USA wo Unternehmen sagen die Professionalität von den jungen sozusagen von den jungen Bewerberinnen hat immer mehr abgenommen Und die kommen immer unfertiger sozusagen aus dem Bildungssystem, weil ich erwarte dass sie ein gewisses Auftreten haben das dir eine gewisse Professionalität mitbringen.
00:38:23: Diese Kompetenzen werden aber offensichtlich nicht ausreichend in der Ausbildung welche immer das auch ist vermittelt so zu sagen.
00:38:30: also diese diese zwei Gaps sind ja
00:38:32: auch spannend Herr Korunka dass dieser Gap da existiert.
00:38:37: Aber wenn wir uns auch so ein bisschen anschauen, was Menschen erwarten vom Job?
00:38:43: Wie sehen Sie das also?
00:38:45: Wir haben vorher geredet, dass die Pandemie ja auch ausgelöst hat, dass sich die Menschen wieder sehen wollten, miteinander umgehen wollten, sich spüren wollten vielleicht eben auch Dinge in Sachen Befindlichkeit austauschen wollten dann denke ich ist es ja auch ein ganz wichtiger Faktor den der Arbeitgeber auch mitdenken sollte.
00:39:04: Man kann Tätigkeit oder Arbeit ganz grundsätzlich aus so einer Bedürfnisperspektive betrachten.
00:39:10: Also was sind die Grundbedürftnisse, die Arbeit an sich befriedigen soll?
00:39:17: Es geht um Kompetenz.
00:39:19: Ich brauche einen Job der mich interessiert in irgendeiner Art und Weise, den ich neugierig mache, dem ich motiviert werde weiterzumachen.
00:39:25: Es geht darum, dass ich eine gewisse Selbstständigkeit habe in diesem Job dass ich selber Entscheidungen treffen kann, nicht alles angeschafft wird.
00:39:35: Nicht da gewisse Möglichkeiten haben.
00:39:36: und es geht um soziale Einbindung.
00:39:39: also ich brauche die anderen.
00:39:41: und jetzt kann man sich überlegen diese Grundbedürfnisse bleiben ziemlich gleich.
00:39:45: Die werden aber durch gesellschaftliche Entwicklungen mehr oder weniger bedroht könnte man sagen oder sie verändern sich in dem Sinne das die Anforderungen anders sind.
00:39:53: Also beispielsweise Covid Der soziale Kontakt wurde eingeschränkt, dieses Bedürfnis wurde nicht mehr erfüllt.
00:40:00: Die Leute vereinsamen im Homeoffice – das ist in Bierisch ganz gut belegt!
00:40:04: Jetzt kehren sie zurück wieder aus gutem Grund eigentlich um auch aus dieser Einsamkeit herauszukommen und produktiver zu werden.
00:40:11: Die KI die uns danach am meisten beschäftigen wird in der nächsten Zeit nimmt uns ein Stück an Autonomie und Kompetenz Weil so systematisch etwas verstehen und durchsuchen.
00:40:22: Also weniger verstehen, mehr durchsuchten und aufbereiten.
00:40:25: wie ChatGPT kann man es einfach nicht.
00:40:28: Und das wird uns noch sehr beschäftigen, diese Dinge.
00:40:31: Wenn wir auch noch sprechen über Digitalisierung und künstliche Intelligenz.
00:40:35: aber so nochmal zu den Rahmenbedingungen und den Erwartungen.
00:40:39: da war doch eine Zeit lang auch der Obstkorb und die Karte fürs Fitnesscenter oder ich weiß nicht die Vinerlinienkarte oder so ein großes Thema.
00:40:49: Frau Nowshad ist es noch ein Thema?
00:40:51: Oder wie ist es mittlerweile eigentlich nicht mehr so?
00:40:54: das Einzelthema?
00:40:56: Ich würde sagen, das ist immer eine Frage des Gesamtpaketes und es ist die Frage um wen geht's sozusagen.
00:41:02: Es ist genau dieses Abstimmen der Bedürfnisse beziehungsweise auch der Erwartungen aufeinander.
00:41:08: Es sind ganz vielen Unternehmen und da sprechen wir wie gesagt auch wieder von bestimmten Shops eine Voraus, also etwas was ich einfach erwarte so zu sagen... Also
00:41:18: setzt man vielleicht schon voraus?
00:41:19: Genau, so setzt man vorauss und das ist jetzt nichts was irgendwie was außergewöhnliches ist und gleichzeitig... Ist es mir wichtig, dass es das gibt oder nicht?
00:41:30: Das ist natürlich dann wieder hoch individuell.
00:41:33: Und da muss man glaube ich auch schauen, wer meine Belegschaft tatsächlich ist.
00:41:37: Sind das eigentlich Menschen die hauptsächlich im Homeoffice sind?
00:41:40: Sind das betreuungspflichtige Eltern, die eigentlich nur... Also die schnellsten Mittag aus dem Büro stürmen damit sie die Kinder abholen.
00:41:48: Die haben vielleicht weniger von einem Obstgrab oder von der Fitnesskarte, weil sie gar nicht nutzen können.
00:41:53: Ich glaube, es geht sehr viel um dieses... Ich muss mich damit auseinandersetzen, wen bitte ich?
00:41:57: denn das an und weniger dieses Gießkannenprinzip.
00:42:01: Ich mache es halt, weil wir haben sie immer so gemacht oder das macht meine Konkurrenz.
00:42:05: deswegen mach ich's auch
00:42:07: jetzt.
00:42:07: sitzen in der Führungsetage von vielen Unternehmen aber nicht die junge Menschen sondern Babybummer sind eh schon langsam jetzt nicht mehr an erster Stelle, aber auch die Generation eben dann nach.
00:42:20: Die schon noch ein Bild vor Augen haben das doch ganz anders ist als die Realität jetzt oder vielleicht durch die Zukunft ist.
00:42:29: spielt das denn auch eine Rolle?
00:42:31: Weil wenn dort ein Chef oder eine Chefin sitzt, die noch ganz andere Vorstellungen haben wie zum Beispiel der Obstkorb eh, dass Superzuckerl ist, das man anbietet Oder glauben Sie, dass sich das auch schon jetzt sehr stark ändert?
00:42:45: Ich glaube schon, dass es sich ändert wird.
00:42:47: Sollten nicht unterschätzen wie viele Millennials in Führungsfunktionen sind, die jetzt in ihren spätestens Mitte dreißigern bis Mitte vierzigern sind.
00:42:56: also da sind eigentlich diejenigen, die ganz häufig in Führungsfunktionen sind.
00:43:01: Also so weit ist die Entfernung teilweise gar nicht Aber klar sozusagen.
00:43:07: ich muss mich damit auseinandersetzen.
00:43:10: Ist das sozusagen mein Bedürfnis oder glaube ich, ist es tatsächlich das was ich von meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen höre?
00:43:18: Und der Schlüssel glaube ich dazu ist tatsächlich hinzuhören.
00:43:22: Und darüber zu sprechen und Offenheit auf beiden Seiten dafür zu haben weil weder bringt mir etwas Geld auszugeben für etwas was dann gar nicht ankommt noch bringt was drüber frustriert so sein dass ich etwas nicht habe wenn ich's nicht ausspreche und anspreche vielleicht ändern könnte.
00:43:39: Kommen wir zu vier Tage Woche, die wurde ja auch in der Meinungsumfrage kurz angesprochen.
00:43:44: Viele Unternehmen machen es schon andere sagen wieder das geht sich hinten und vorn alles nicht aus.
00:43:50: wie stehen Sie dazu?
00:43:53: Es ist ein... Das kann man aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, also als gesamtgesellschaftliche Entwicklung unausweichlich.
00:44:01: Also Arbeit wird automatisiert und digitalisiert.
00:44:06: Die Menge der Arbeit ganz grob gesprochen bleibt gleich.
00:44:11: Der Anteil der Arbeit, der durch Menschen ausgeht wird weniger.
00:44:15: Die Produktivität steigt aber gleichzeitig.
00:44:17: Sprich ist es muss in Richtung einer Verkürzung gehen.
00:44:21: Ob die jetzt vier Tage Woche heißt oder sieben und dreißig Stunden oder zweiunddreißig ist eher eine politische Frage.
00:44:29: Das zweite ist das Auch ein gewissen Modecharakter hat, wir haben das vorher kurz besprochen.
00:44:36: Es ist fast schon wieder Auto im Augenblick.
00:44:37: also Unternehmen sprechen wieder weniger davon weil es sich auch wirtschaftlich im Augenblick sehr schlecht ausgeht.
00:44:43: Also auf die lange Zeit bezogen überhaupt keine Frage.
00:44:47: Das ist völlig klar.
00:44:48: irgendwie Von den Auswirkungen her.
00:44:51: Wir haben einige Studien dazu gemacht.
00:44:55: Im Großen und Ganzen sind die positiv, also die Produktivität bleibt weitgehend erhalten.
00:45:01: Die Lebensqualität steigt wenn man einfach vier Tage arbeitet und drei Tage Wochenende hat.
00:45:06: Also es wird sich mittelfristig in irgendeiner Art und Weise durchsetzen.
00:45:10: Aber gerade auch weil ja dieses Work-Life Balance Thema – da gibt's jetzt mittlerweile schon wieder neue Begriffe – bleiben wir mal bei diesem Thema Arbeit und Freizeit.
00:45:22: Und wo endet Arbeit, wo beginnt die Freizeitszeit?
00:45:26: ganz in vielen Jobs einfach immer mehr verwischt, eben auch natürlich durch die Digitalisierung.
00:45:31: Das heißt ich kenne es ja auch von mir, man sitzt am Abend dann noch vom Fernseher aber im Wahrheit hat man das Handy in der Hand und arbeitet E-Mails ab oder was auch immer.
00:45:38: Das haben ja viele in solchen Jobs diese Bedingungen und da ist immer die Frage Was macht das mit uns?
00:45:43: Und wie ändert sich denn auch das Gefühl für Arbeit und Leistung?
00:45:51: Das finde ich immer ganz spannend weil man kann's eigentlich gar nicht mehr so genau sagen wo man wirklich arbeitet und wo die Freizeit beginnt.
00:46:00: Das sind unterschiedliche Aspekte.
00:46:02: zur Vier-Tagewoche, kann man ja sagen dass dir eigentlich ein Beispiel für relativ klare Grenzziehungen sind, darum heißt es vier Tage Woche, da hätte man vier Tage an Dreider gefreut und das ist auch mit den Grundbau warum sich das Bedürfnis nach dem so stark etabliert.
00:46:17: Das andere Bild, der ja das was Sie gerade skizziert haben da in grenzender Arbeit.
00:46:21: Da schaut es ganz anders aus.
00:46:23: diese Entgrenzung ist eine Herausforderung.
00:46:25: also wir haben das untersucht quasi auch als eine neue Anforderung der Arbeitswelt.
00:46:30: Also neben den üblichen Anforderungen durch die Tätigkeit muss ich ja auch Grenzen definieren oder Nichtgrenze definieren und mir überlegen ob ich am Abend noch das Handy einschalte und auf den Chef antworte und all diese Dinge Nämlich
00:46:44: auf so vielen Kanälen.
00:46:45: Genau,
00:46:47: und das gleichzeitig noch.
00:46:48: Und dagegen ist dann immer wieder quasi Grenzen zu etablieren letztlich und versuchen klare Grenze zu finden.
00:46:57: Diese Rückkehr vom Homeoffice passt ja wirklich sehr gut dazu.
00:47:01: Es gab nach Covid diese maximale Erzungen entgrenzte Phase des permanenten Homeoffices, dieses Hin- und Her über Jahre und jetzt relativ klar dass alle zurückkommen, weil da wieder klare Grenzen eingezogen werden.
00:47:16: Das mit der Produktivität ist noch einmal kompliziert.
00:47:19: also wir sprechen ja davon Jobs die eher qualitativ hochwertig sind.
00:47:24: je höher wird ein Job Ist umso schwerer ist es, Produktivität zu messen.
00:47:29: Die Wissenschaft tut sich da unglaublich schwer!
00:47:32: Man kann Produktivitäten dort ganz einfach messen wo Stückzahlen produziert werden also so viel in der Stunde und soviel sind mehr usw.
00:47:40: Bei diesen Jobs von denen wir das sprechen ist es ganz schwierig hatten ja sehr lange die Vermutung oder auch die einigermaßen empirische Bestätigung dafür, dass im Homeoffice produktiver gearbeitet wurde.
00:47:54: Die Praxis nach Covid hat es ein Stück weit in Frage gestellt, weil sich einfach neue Muster etablieren.
00:48:03: Die Taste von Netflix ist am Bildschirm nicht sehr weit weg natürlich und das läuft dann relativ unbemerkt.
00:48:12: Da haben sich schon Dinge verändert, ich habe immer sehr stark dafür argumentiert aus diesen früheren Studien heraus dass diese entgrenzte Arbeit letztlich auch produktiver ist, das würde ich nicht mehr mit dieser Sicherheit sagen.
00:48:24: Also das ist wirklich relativ klar so wie Sie sagen, dass sich das verschiebt und dass es nicht mehr sehr einfach zu beantworten.
00:48:30: Aber
00:48:30: jedenfalls stelle ich fest, dass die Entwicklungen schon sehr extrem sind und dass das Pendel sehr schnell von der einen Richtung in die andere ausschlägt?
00:48:39: Ist das so?
00:48:40: Das ist definitiv so.
00:48:42: also das merken wir vor allem wenn man sich eben die Arbeitsmarktsituation anseht.
00:48:46: da waren wir vor Zwei Jahre noch in Situationen, wo Unternehmen händeringend und Mitarbeiter gesucht haben.
00:48:54: Und teilweise zu niedrig qualifizierte Mitarbeitende eingestellt haben an sämtlichen kreativen Orten gesucht.
00:49:03: Plötzlich war es möglich, Mitarbeiter aus dem Ausland zu holen
00:49:06: usw.,
00:49:07: weil die Arbeitskräfte mangel so groß war.
00:49:14: zu den Angebot zurückkommen, sämtliche Pakete angeboten die man sich vorstellen kann und sowohl monitär wie auch nonmonitär sozusagen.
00:49:22: Und Bas Pendles ist im Moment sicher wieder auf der anderen Seite sozusagen Arbeitsmärkte haben sich entspannt.
00:49:29: nicht bei allen Funktionen Besonders bei bestimmten Skills sind sie nach wie vor knapp und werden noch knapp bleiben.
00:49:36: Aber dennoch ist der Arbeitsmarkt entspannter, ich bin als Arbeitgeber wieder in einer anderen Position.
00:49:41: Und wie schnell dieses Pendeln immerhin und her schlägt das auch als Unternehmensberaterin immer wieder erstaunlich?
00:49:49: Wie wenig man sich daran erinnert, wie war es denn noch vor nicht allzu langer Zeit und was habe ich da alles angeboten?
00:49:55: und jetzt bin ich wieder auf der ganz anderen Seite.
00:49:58: Wieder eine Herausforderung und
00:49:59: so schnell geht, oder?
00:50:00: Natürlich.
00:50:01: Das große Muster der sozialen Beschleunigung durchtrinkt das ganze Leben.
00:50:05: Die Arbeitswelt ist ein ganz weseliger Teil unseres Lebens, macht je nachdem wie man es betrachtet.
00:50:10: Fünfzehn Prozent der wachen Zeit oder so aus und insofern merken wir alle diese Phänomene da ganz besonders stark.
00:50:17: Und genau das was Sie beobachten ist gesamtgesellschaftlich aber noch einmal verdichtet in der Arbeitswelt.
00:50:23: Diese unglaublich schnellen Trends, Modebegriffe die sich darüber legen, Entwicklungen und im Hintergrund natürlich die Digitalisierung den nochmal die eigene, das eigene Tempo ja quasi vorgibt und ständig beschleunigt.
00:50:36: Bevor wir über die künstliche Intelligenz sprechen und wie sie die Arbeitswelt verändert und noch verändern wird möchte ich noch auf einen Punkt eingehen.
00:50:45: wenn das war früher so auch ein ganz wichtiges Thema Motivationsthema Gehalt.
00:50:51: lange Zeit hat man gesagt also Gehalt ist nicht das einster Thema in Sachen Motivations.
00:50:56: Wie sieht es jetzt aus?
00:50:58: Ich würde sagen Das sind wir wieder bei der Frage, über wen sprechen wir sozusagen und über welche Gehaltsniveaus sprechen wir.
00:51:06: Es ist grundsätzlich – das aber auch nichts Neues – natürlich so dass Gehalt immer ein Hygienefaktor ist.
00:51:13: Also es ist nichts was mich nachhaltig beim Unternehmen als alleiniger Faktor halten wird.
00:51:20: Und da haben teilweise Situationen vor zwei Jahren oder so, wo es noch um ein paar hundert Euro sozusagen hat man schnell den Arbeitgeber gewechselt einfach weil die Angebote da waren und weil's möglich war sozusagen.
00:51:34: Also ich glaube da ist keine Veränderung zu vor ein paar Jahren und das wird auch immer sein.
00:51:43: Es ist ein Hygienefaktor der relevant ist mit dem ich mich befassen muss, wo wir tatsächlich eine Veränderungen merken wenn um monetäre Bestandteile geht, sind die variablen BestandTeile.
00:51:55: Also alles was mit Bonus, mit Prämen und so weiter zu tun hat.
00:51:58: das hat tendenziell in den letzten Jahren abgenommen weil man gemerkt hat im Grunde haben wir wahnsinnig aufwendige Prozesse in Unternehmen beschäftigt sich wahnsinnigen viel mit Leistungsbeurteilung diskutiert.
00:52:12: drüber ist er jetzt über erfüllt oder erfüllt?
00:52:15: Und dann geht es im Grund Um ganz, ganz geringe Abweichungen und im Endeffekt sind dann eh alle auf hundert Prozent Leistungserfüllung, gerade weil sich keiner die Diskussion antun will.
00:52:25: Und im Grunde kriege ich Ihnen jedes Jahr einen fixen Betrag.
00:52:28: Davon haben sich viele verabschiedet.
00:52:31: Dann schauen wir uns jetzt das wichtige Thema künstliche Intelligenz an, vielleicht auch von mehreren Seiten.
00:52:36: zunächst einmal auch das große Thema in Sachen Bewerbung.
00:52:41: Also wenn man jetzt JetGPD nur ein Beispiel anwirft und sagt bitte schreibt mir schnell mal eine Bewerbung schreiben.
00:52:48: Ich möchte diese oder jenes für diese und jene Firma dann dauert nicht mal drei Sekunden weiß nicht, ob perfekt oder nicht.
00:52:55: Aber zumindest einmal ein sehr gutes Bewerbungsschreiben vielleicht besser als wenn man da vor dem Lernblatt Papier sitzt und sich quälen muss.
00:53:05: Spielt das denn jetzt schon auch für einerseits die Unternehmen aber andererseits auch für Bewerberinnen eine Rolle?
00:53:11: Dass man ja nicht mehr davon ausgehen kann dass diese wunderbaren Sätze wirklich von diesem Menschen kommen sondern vielleicht eben über die KI kommt
00:53:20: Das ist sicher relevant.
00:53:21: Aus dem Aspekt, den Sie jetzt beschrieben haben aber durchaus auch aus einer Bewerberperspektive.
00:53:26: ich kann mich doch sowas immer weniger abheben sondern das wird immer gleicher sozusagen und ich kann immer weniger mich differenzieren.
00:53:36: Ich habe ehrlich gesagt nie wahnsinnig viel auf Motivationsschreiben gehalten.
00:53:41: deswegen macht es für mich persönlich wenn ich rekrutiere wenig Unterschied.
00:53:47: Aber ich glaube, es geht grundsätzlich die Richtung mehr drauf zu schauen.
00:53:52: Welches Skills bringt die Person mit?
00:53:55: Und wenn ich sozusagen dann einen Schritt weiter gehe, welches Potenzial sehe ich in der Person?
00:54:00: Das sind im Grunde die zwei Faktoren oder die zwei Aspekte, die am relevantesten sind und dann wird sie in einigen Jobs auch um Erfahrung gehen.
00:54:09: als dritten Aspekt aber im Grundes sind das, wenn ich mir jetzt einen Lebenslauf anschaue... die Faktoren, auf die ich schaue.
00:54:17: mehr als dass ich sozusagen nach einer Motivation schreiben gehen werde.
00:54:21: Jetzt hat man früher Kurse besucht wie man sich richtig bewerben kann, dann hat man später auch gegoogelt und hat die wichtigsten Tipps bekommen.
00:54:30: jetzt fragt man ChatGPT und bekommt eben auch eigentlich so ein bisschen eine Hilfestellung dahingehend das der D sagt einem was man tun soll?
00:54:40: Was man beachten soll?
00:54:41: Man kann ja fragen Wie soll ich mit den Verhalten bei so einem Bewerbungsgespräch?
00:54:45: Wie sehen Sie das aus der psychologischen Sicht?
00:54:48: Es ist einfach ein Neues.
00:54:50: Neues Werkzeug.
00:54:51: Man darf nicht erwarten, dass man da intelligente Antworten bekommt.
00:54:54: Man bekommt einfach die Antworten, die ChatGPT im Internet findet und die Fähigkeit... Also es wird immer mit Intelligenz verwechselt.
00:55:03: Es ist quasi ein Werkzeug das sehr optimal Informationen quasi zusammentragen kann.
00:55:11: Und so eine Art von Information bekommt man dann.
00:55:14: Das ist die Fälligkeit!
00:55:15: Nicht mehr und nicht weniger.
00:55:17: Da gibt's ja den nächsten Kurs, der mal Vormachen müsste, wie schreibe ich einen guten Prompt für JGPT?
00:55:23: Also es reicht ja nicht einfach zu sagen.
00:55:25: Ich möchte einen guten Lebenslauf und das ist gar nicht so leicht den guten Promt zu schreiben.
00:55:30: Das ist so wie wenn man sich im Spiegel sieht, dass was man da reingibt kommt raus.
00:55:34: Es sind nichts anderes eigentlich!
00:55:36: Und das ist die neue Qualifikation, die auch in Kursen vermittelt wird.
00:55:40: Ja okay also dann ist die Neue Welt gar nicht anders als die Alte
00:55:45: zugesehen.
00:55:47: Aber ich habe jetzt wirklich von einem Unternehmen gehört.
00:55:50: Und vielleicht gibt es das auch schon öfter, weil ich jetzt im Vorfeld doch viel gesprochen habe über dieses Thema mit vielen verschiedenen Menschen.
00:55:57: und da hat mir der Mensch erzählt, dass das Unternehmen für das er arbeitet die Bewerber-undbewerberinnen für den ausgeschriebenen Jobs schon durch die KI beurteilen lässt.
00:56:07: also so nach dem Motto sag mir doch wer ist der beste Kandidat?
00:56:11: Die beste Kandidatin?
00:56:12: wird das schon generell so gemacht
00:56:15: Den CV beurteilen oder die Person?
00:56:18: Also nein, also all das was man halt an Informationen über diese Person hat schon auch der persönliche Eindruck dann vom Gespräch der auch noch dazu kommt.
00:56:26: Das sagt man halt dann alles der KI und die KI sucht den besten Kandidaten aus ist es schon üblich dass man das macht.
00:56:33: Also was tatsächlich im, also üblich noch nicht würde ich sagen.
00:56:37: aber was zunimmt ist sozusagen dass sich die AI an bestimmten Stellen in den Bewerbungsprozess einsetzen.
00:56:45: Durch das auch im Hinblick auf Ich speise sozusagen Skills die ich brauche Informationen über den Job sozusagen ein und nutze die KI sowohl im Unternehmen, aber auch darüber hinaus Menschen zu finden, die auf diese Anforderungen passen könnten.
00:57:05: Die haben vielleicht nicht unmittelbar so den klassischen Karrierewegen sprechen um mir andere Perspektiven reinzuholen, um mir für besonders knappe Jobs sozusagen einfach die Arbeitsmärkte auch aufzumachen und größer zu machen.
00:57:18: Also für diese Zwecke wird AI schon sehr viel eingesetzt weil AI halt sehr gut Muster erkennen kann und sozusagen Muster zusammen und vergleichen kann sozusagen und aus vielleicht nicht unbedingt naheliegenden Profilen sozusagen das filtern kann was für mich als Unternehmen Passt.
00:57:39: Und vorher haben wir ja gesprochen über Ängste und Sorgen, jetzt gibt es ganz viele Menschen die sagen ich habe wahnsinnig Angst dass mein Job dann nicht mehr existiert und das hat mir un längst eine Masseurin auch gesagt muss mich ein bisschen gewundert hat weil ich mir dachte okay weiß nicht wie schnell das dann sein wird dass der Roboter uns schon passiert vielleicht schneller.
00:57:57: also denke ich hab keine Ahnung aber es wird definitiv viele Jobs nicht mehr geben.
00:58:02: gehen wir doch auch jetzt noch ein bisschen drauf ein welche das sind aus der heutigen Sicht?
00:58:08: Also ich glaube, das sind jetzt im allerersten Schritt natürlich Jobs die einen hohen Anteil an Routine-Tätigkeiten haben.
00:58:15: Alles wo ich Routinen habe, wo ich standardisiert arbeite, wo Ich Abläufe hab, die da sind oder wo ich mit einer großen Menge an Daten arbeite und die sozusagen entweder in Recherchen oder in Interpretationen zusammenfügen muss All diese Jobs wären natürlich, da ist der Automatisierungskart.
00:58:38: Das ist vielleicht gar nicht unbedingt AI sondern Automatisierung ist einfach sehr hoch und höher als bei Jobs wo ich ja einen sehr hohen Anteil an sozialer Interaktion habe wie Kindergärtnerinnen zum Beispiel oder Kindergärten auch wenn es sogar Teile gibt die ich wahrscheinlich durch AI gut erfüllen lassen kann.
00:59:02: aber das ist sozusagen sehr einfache, jetzt unmittelbare Formel.
00:59:06: Also überall da wo es soziale Interaktion gibt oder wo ich sehr mit sehr komplexen und kontektsspezifischen Inhalten oder Problemen konfrontiert bin und die zu lösen habe.
00:59:20: Das sind auch tendenziell Jobs, die bestehen bleiben sozusagen gegenüber denen, wo Ich sehr routiniert einfach Dinge abarbeite.
00:59:29: Und diese Ängste, die ich gerade angesprochen haben Habe die, spüren Sie wahrscheinlich oder auch in Ihren Studien?
00:59:37: Was gibt es da jetzt für ein Stand der Dinge im Moment.
00:59:40: Ist das stärker die letzten Jahre geworden?
00:59:44: Ich
00:59:44: würde dir die beiden... Ebenen unterscheiden das eine über die gesellschaftliche Ebene, wo quasi die weniger qualifizierten Jobs flächendeckend durch AI abgelöst werden.
00:59:55: Das ist nur Frage der Zeit.
00:59:57: Die Zeit da ist ganz schwer einzuschätzen.
00:59:59: es kommt meistens schneller als man denkt so ungefähr also da tut sich wirklich extrem viel.
01:00:04: und die zweite frage ist wieder psychologisch betrachtet was die KI lästiger mit besseren Jobs macht.
01:00:10: und wenn man sich das wieder von den Grundbedürfnissen her anschaut wir haben das selber vor kurzem in einem Experiment untersucht, wo wir Leute ... Ein simulierter Bewerbungsprozess, wo sie mit und ohne KI-Untersstützung quasi Bewerbungse Entscheidungen machen mussten und nachher gefragt wurden wie gut ihnen dieser Job gefallen hat.
01:00:32: Der mit KI war deutlich schlechter bewertet und zwar deswegen ganz logisch eigentlich weil Sie in Ihrer Autonomie beschnitten wurden.
01:00:40: also die KI hat die Entscheidung für mich getroffen.
01:00:42: was soll ich dann auch machen?
01:00:44: das ist weiteres besser und noch schlimmer oder mindestens genauso schlimm in ihrer Kompetenz.
01:00:49: die KI weiß es besser und das kann man sich bei vielen hochqualifizierten Jobs vorstellen.
01:00:56: Gerade im medizinischen Bereich erstellen Sie sich einen erfahrenen Arzt oder eine Erstin vor, die eine exzellente Diagnostikerin ist, die KI will das besser machen können – und zwar kann sie jetzt schon besser machen!
01:01:08: Weil der einfach ein MRT-Bild viel besser interpretieren kann, viel weniger Fehler macht
01:01:14: usw.,
01:01:15: was bedeutet das für diese hoch qualifizierte Person?
01:01:20: totale Frustration letztlich und das wird sich in vielen Bereichen diese Richtung entwickeln.
01:01:25: Es ist natürlich auch nur ein Werkzeug, es ist eben nicht intelligent aber ein perfektes Werkzeug könnte man sagen.
01:01:30: und es ist schon das Werkzeug in dieser Geschichte der Digitalisierung mit dem höchsten Potenzial die Welt dort ein Stück weit zu verändern.
01:01:40: Die Zeitdimension ist unklar.
01:01:41: selbst diese Frage nach der Maserin der würde ich nicht zu viel Zeit horizontal geben.
01:01:46: Also die Pflegeroboter, die den Leuten aus dem Bett heben gibt es ja schon.
01:01:51: Die Maserin ist für die Kainer zu sparen, weil sie relativ simple Tätigkeit ist aber... Das ist nur eine Frage der Umsetzung eigentlich.
01:02:00: Ganz spannend, ich habe heute auch eine Studie gefunden, die ganz aktuell ist, die heute rausgekommen ist der University of Arizona und die besagt also da ging es eben auch um die Frage in Sachen Vertrauen- und künstlichen Intelligenzeinsatz am Arbeitsplatz.
01:02:16: Da haben Experten dreizehn Experimente mit über fünf tausend Teilnehmern durchgeführt Und das Ergebnis war, wer offen zugibt KI zu verwenden, der erscheint weniger vertrauenswürdig.
01:02:30: Sogar technisch versierte Beurteiler sagen sie haben weniger Vertrauen gegenüber Personen die KI nutzen.
01:02:38: Das bestätigt
01:02:39: jetzt genau was Sie jetzt sagen.
01:02:46: Genau!
01:02:53: Auf der Bühne waren Anna Nowshad, Christian Korunka und Jasmin Dolati.
01:02:57: Diese Veranstaltung fand als Kooperation des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit dem ORF Radio Wien statt.
01:03:04: Weitere Geschichten aus der Forschung und Folgen unseres Podcasts findet ihr auf scilog.fwf.ac.at.
01:03:12: Ciao baba!
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