Talk – Der Takt des Lebens – Was unser Herz gesund hält
Shownotes
In dieser Folge von Was wir wissen präsentieren wir eine Aufzeichnung der Talk-Reihe "Am Puls" mit dem Titel "Der Takt des Lebens – Was unser Herz gesund hält" vom 22. September 2025.
Es schlägt zuverlässig – meist ohne dass wir es bemerken – und ist das Zentrum unseres Lebens: das Herz. Es schlägt täglich rund 100.000-mal, pumpt rund 7.000 Liter Blut durch den Körper und versorgt so jede Zelle mit Sauerstoff und Energie. Das Herz hält uns in Bewegung und reagiert sensibel auf Stress, Emotionen und Lebensstil.
Doch was passiert, wenn dieser Taktgeber aus dem Rhythmus gerät? Was sind die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung, um das Herz noch besser zu verstehen? Welche Faktoren beeinflussen unsere Herzgesundheit – und wie können wir selbst dazu beitragen, dass es möglichst lange stark bleibt?
Diese Fragen und noch mehr diskutierten die Molekularbiologin und Kardioimmunologin Susanne Sattler und der Sportkardiologe Jürgen Scharhag. ORF-Programmchefin Jasmin Dolati moderierte die Veranstaltung. Diese Veranstaltung fand im Kabarett Simpl in Wien in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien statt.
Veranstaltung: Am Puls – Der Takt des Lebens – Was unser Herz gesund hält
Kontakt: podcast@fwf.ac.at
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Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.
Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner
Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant
Musik: Kaspar Arens
Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht
Transkript anzeigen
00:00:11:
00:00:32: Hallo und willkommen zu einer neuen Talkfolge von Was wir wissen.
00:00:36: Mein Name ist Thomas Zauner, hier stellen wir euch Aufzeichnungen von Veranstaltungen des Wissenschaftsfonds
00:00:42: FWF vor während wir schon an der nächsten Staffel arbeiten!
00:00:45: Heute geht es ums Herz und wie man es gesund hält.
00:00:48: Täglich schlägt das rund hunderttausendmal und pumpt rund sieben tausend Liter Blut durch den Körper.
00:00:54: Das Herz regiert auch sensibel auf Stress, Emotionen und Lebensstil.
00:00:59: Aber was passiert wenn es aus dem Rhythmus gerät?
00:01:01: Welche Faktoren beeinflussen unsere Herzgesundheit?
00:01:04: Und wie können wir selbst dazu beitragen dass es möglichst lange stark bleibt?
00:01:08: Diese Fragen und die neuesten Forschungsergebnisse dazu diskutierten die Molekulabiologin und Kardioimmunologin Susanne Sattler und der Sportkardiologe Jürgen Scharhag am 22. September 2025 im Kabarett Simpel in Wien.
00:01:24: Jasmin Dolati, ORF Radio Wien Programmschefin, hat das Event moderiert.
00:01:29: Stattgefunden hat es als Teil der Reihe Am Puls einer Kooperation zwischen dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und dem ORF Radio Wien.
00:01:38: Viel Spaß beim Hören!
00:01:46: Herzlich willkommen zu einem Wissenschafts-Talk Am Puls aus dem Kabarett Simpel.
00:01:52: Ich freue mich, dass Sie heute hier im Publikum sind und ich begrüße natürlich auch alle die uns übers Radio zu hören und dann auch als Podcast.
00:02:02: Heute dreht sich alles um unser wichtigstes Organ das Herz.
00:02:07: Es arbeitet sehr zuverlässig Auch leise muss man sagen.
00:02:13: Und die meiste Zeit merken wir gar nicht, dass es arbeitet und doch schlägt es ca.
00:02:20: hunderttausend Mal und pumpt sieben tausend Liter Blut täglich durch unseren Körper und versorgt uns logischerweise auch mit Energie.
00:02:29: Normalerweise
00:02:30: muss man sagt, klappt das alles sehr gut aber was wenn unser Herz aus dem Rhythmus kommt?
00:02:37: Gemeinsam mit meinen heutigen Gästen, der Molekulabiologin und Kardioimmunologin Susanne Sattler und dem Sportkardiologen Jürgen Scharhag spreche ich darüber wie moderne Forschung, Bewegung und auch unser Lebensstil zusammenwirken.
00:02:53: Und eben auch unsere Herzgesundheit beeinflussen!
00:02:58: Wir wollen klären, wie viel können wir selbst tun?
00:03:02: Wo hilft die Medizin?
00:03:03: und was verraten uns neue Studien- und Ansätze über Prävention.
00:03:08: Aber natürlich auch über Therapie.
00:03:11: Herzlich willkommen.
00:03:12: noch mal an Sie, dass Sie hierher ins Kabarett Simple und Wissenschafts-Talk gekommen sind!
00:03:17: Ja ... Die Sendung heißt der Takt Und das der Takt des Lebens sozusagen.
00:03:23: Was fasziniert Sie denn beide am meisten an dem Thema Herzgesundheit?
00:03:29: Warum sind sie denn in diesem Bereich überhaupt eingestiegen, ich darf mit Ihnen Herr Schahang beginnen.
00:03:35: also Bei mir war es so, dass ich das schon in der Schule interessant fand.
00:03:38: Nämlich diese leistungsphysiologische Komponente, dass des Herzes schafft, so viel am Tag zu schlagen und dass es bei Sportlern dann noch zur Ersteigung der Leistungsfähigkeit kommen kann bis hin zum Sportherz.
00:03:49: Und das andere ist, wenn das Herz nicht mehr schlägt, ist ein paar Sekunden später mit dem Leben vorbei ist.
00:03:56: So schnell geht's bei keinem anderen Organ!
00:03:59: Das geht wirklich schnell.
00:04:00: Frau Sattler, wie war es denn bei Ihnen?
00:04:03: Wo liegt Ihre Faszination für das Herz?
00:04:06: Bei mir hat die Faszination ein bisschen später begonnen.
00:04:10: Ich bin Immunologin, ursprünglich Ausbildungstechnisch habe dann aber festgestellt, dass das Immunsystem in der Wundheilung eine massive Rolle spielt und ein Herzinfarkt ist ja jetzt im Grunde genommen nichts weiter als eine Wunder im Herzen.
00:04:26: Und was das Herz da eigenzigartig macht im Vergleich zu anderen Organen ist, dass es relativ schlecht relativ schlechte Heilungsfähigkeit hat.
00:04:35: Also es kann sich sehr gut reparieren, weil natürlich auch nach einem Herzinfarkt brauchen wir einen ganz schnellen Wundverschluss.
00:04:44: aber auf der anderen Seite kann sich schlecht regenerieren.
00:04:47: also diese Wunde dieser diese Narbe, die sich da bildet, bleibt.
00:04:55: Und da hat das Immunsystem eine sehr große Rolle und ... Wie schnell dieser
00:05:00: Heilungsprozess vor sich geht oder welche Holgen
00:05:02: haben Sie?
00:05:02: Wie effizient dieser Heilungsprozess vor sie geht und auch was dann in weiterer Folge passiert.
00:05:08: Also uns das Problem, dass wir im Herzen haben ist, dass ein Herzinfarkt jetzt in den meisten Fällen sehr schnell überlebt und auch verheilt wird überlebt wird und auch verheilt, aber dass dann in weiterer Folge das Immunsystem gegen das Herz aktiviert wird.
00:05:26: Und dass man ein Herz schwächer entwickeln kann.
00:05:31: Wenn ich so ins Publikum schaue, aber auch was eigene Erfahrungen angeht, man hört relativ selten von diesem Zusammenhang vom Immun-System in Sachen Herzgesundheit.
00:05:40: Warum ist es eine neue Forschung?
00:05:44: Das ist tatsächlich ein sehr neues Forschungsgebiet.
00:05:47: Wir wissen seit wahrscheinlich Jahrzehnten, dass wir Immunsysteme im Gehirn haben in der Leber und in allen möglichen Organen aber das es auch im Herz Immunzellen gibt und die dort sehr wichtige Rollen haben.
00:06:02: Das wissen wir erst seit ein paar Jahren und vor allem wie sich das Immunystem auf die Herzgesundheit und eben aber auch Herzerkrankungen auswirkt.
00:06:12: an ein sehr neuer Bereich.
00:06:15: Da werden wir natürlich später auch noch ein bisschen auf diese Forschung eingehen und auch auf das, was herauskommt.
00:06:21: Herr Scharhag Sie sehen ja das Herz vor allem im Zusammenhang mit Sport- und Bewegungen.
00:06:27: natürlich sind das ganz wichtige Themen.
00:06:30: aber es gibt gerade in diesem Bereich auch sehr viele Mythen die man immer wieder hört oder liest.
00:06:36: Ja also einen ganz bekannten Mythos.
00:06:38: Es gibt ja das sogenannte Sportherz quasi das Kraftsportherz.
00:06:44: Und das resultiert aus einer Studie Mitte der siebziger Jahre als der Ultraschall neu auf den Markt kam.
00:06:50: und da wurde untersucht, wie ist es bei Ausdauersportlern?
00:06:52: Da wird das Herz ein bisschen größer.
00:06:54: Dann hat man geguckt, wie isst er so bei Normalen die nicht Sport machen?
00:06:58: und wie ist das bei Kraftsports?
00:06:59: Das war eine Ringer!
00:07:00: Und dann hat man gesehen, dass ihr Herz muss ein bisschen dicker.
00:07:03: Und dann haben wir gesagt naja... Die Ausdauer-Sportler kriegen ein größeres Herz und die Kraftspoortler bekommen ein dickeres Herz.
00:07:10: Die waren aber so dick Dass man heute sagen würde, die sind krank.
00:07:14: Das war gar nicht normal.
00:07:16: Was man damals noch nicht wusste und gerade das ist im Kraftsport ja ein Thema wenn man dobt mit Anabolika also die die Herz- oder die Muskelmasse vergrößern, passiert das auch im Herz.
00:07:26: Und das waren wahrscheinlich einige mit drin.
00:07:29: und es hat sich in der Wissenschaft über Jahre, über Jahrzehnte eigentlich gezogen dass es einen Kraftsportherz gibt.
00:07:34: Das gibt's aber gar nicht!
00:07:35: Es hat etwa zwanzig Jahre gedauert bis ich die wissenschaftliche Gemeinschaft so einig war.
00:07:39: Ne, es gibt kein Kraftsports Herz.
00:07:41: Aber das kommt heute immer noch auch in den Kliniken vor, daß Kollegen sagen naja, er hat nen Sportherz.
00:07:46: Der Herzmuskel ist n bisschen dicker Das ist aber krankhaft und da muss man dann differenzieren, kommt das jetzt durch den Sport oder ist es doch eine beginnende Erkrankung?
00:07:55: Weil manchmal ist es dann zufallsbefund.
00:07:57: Also das ist so eigentlich der größte Mythos was jetzt die Kardiologie oder die Sportkartiologie eigentlich angeht.
00:08:03: Gibt's noch einen?
00:08:04: Der Mythos des Marathonläufers weil das war ja wahrscheinlich auch ein Mythos wenn man mal so ein bisschen recherchiert Gab's das wohl in der Form nicht?
00:08:13: Und es gab früher auch Meldeläufer, die sind viel länger gelaufen.
00:08:16: Über mehrere Tage dann zweihundertfünfzig Kilometer.
00:08:19: Wenn man das heute sieht, haben wir auch Sportler, die deutlich länger wie ein Marathon laufen und sterben auch nicht.
00:08:24: Klar!
00:08:24: Es gibt auch plötzliche Herz- Todesfälle beim Sport.
00:08:27: Beim Marathon ist es meistens so im letzten Drittel des Laufs aber da sind eher Erkrankungen, die man versuchen kann vorher zu entdecken.
00:08:34: Aber ein gesundes Herz wenn ich auch entsprechend trainiert bin habe ich eigentlich kein Risiko, dass sich jetzt unbedingt plötzlich ein Herz tot erleiden muss.
00:08:41: So wie der... Läufer im antiken Marathon.
00:08:46: Da
00:08:46: kommt zwar immer wieder auch mal vor, aber können wir später noch sprechen was diesen plötzlichen Herztod auslöst?
00:08:54: Ich möchte gerade so in diesem ersten Teil auf ein Kapitel eingehen das auch immer wieder diskutiert wird nämlich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Sachen Herzgesundheit.
00:09:05: Wie sieht denn hier der Stand der Dinge derzeit aus?
00:09:09: wie ist der Unterschied zu definieren?
00:09:12: Also ganz grob gesagt kann man sagen, die Frauen sind durch das Oestrogen ein bisschen geschützt.
00:09:19: in dem ersten und zweiten Drittel des Lebensabschnitts, aber dann wenn die Menopause kommt.
00:09:24: Dann holen die Frauen quasi überproportional auf.
00:09:27: Und dann haben sie eben sogar noch ein höheres Risiko, dass bei ihnen der Herzinfarkt dann noch schlimmer ist.
00:09:32: Also die haben so ein bisschen zehn Jahre später erst ihre Probleme und diese sind manchmal auch ein bisschen ausgeprägter.
00:09:39: Auch die Symptomatik ist ein bisschen unterschiedlich für die Männern und Frauen.
00:09:42: Frau Sattler?
00:09:44: Ich glaube, die Symtomatik zum Beispiel ein Herzinfarkt sich bei Frauen ganz anders äußern kann als bei einem Mann.
00:09:53: Dieses klassische Brustschmerz zieht in den Arm, das ist bei den Männern dominant.
00:10:00: bei Frauen haben wir, kann das einen Herzinfakt auch sehr unspezifisches Symptome haben?
00:10:05: Also da kannst du von Übelkeit über Rückenschmerzen bis einfach nur in ganz intensive Schwäche.
00:10:12: also dass es sehr unspezifisch und wird entsprechend auch oft viel länger übersehen viel später diagnostiziert, wird viel später behandelt.
00:10:21: Was natürlich fatale Ursachen haben kann, nicht Ursachen, Entschuldigung, Folgen haben
00:10:27: kann.
00:10:28: Und grundsätzlich ist es auch so, dass Medikation zum Beispiel bei Frauen später gegeben wird, weniger gegeben wird.
00:10:39: Viele Studien haben primär männliche Probanden.
00:10:43: also da gibt's jetzt nicht nur in der Biologie sondern auch in der medizinischen Versorgung durchaus ganz gravierende Unterschiede.
00:10:51: Aber schaut so ein Männerherz jetzt ganz anders aus als ein Frauenherz?
00:10:55: Also für mich beim Ultraschall nicht unbedingt.
00:10:57: Das Herz ist vielleicht nicht ganz so groß von der Dimension wie beim Mann.
00:11:01: Also wenn wir jetzt mal nicht von dem Sportherz reden, dann ist das bei den Frauen ein bisschen kleiner aber das muss man auch wieder körperdimensionsbezogen sehen.
00:11:09: die frauen sind kleiner sind leichter.
00:11:10: also ob es Gewicht und Körpergröße oder Bodymass Index was auch immer körperoberfläche bezogen Dann ist das eigentlich wieder gleich muss man sagen
00:11:20: okay Jetzt sind ja Herzkreislauferkrankungen immer noch Todesursache Nummer eins und zwar nicht nur in Österreich, das ist generell in Europa so.
00:11:30: Bevor wir jetzt noch ins Detail gehen und uns die ganzen einzelnen Faktoren nochmal anschauen wie Ernährung, Bewegung
00:11:37: usw.,
00:11:39: was macht Ihnen da eher Sorgen am Stand der Dinge?
00:11:42: Und wo gibt es vielleicht auch Hoffnung?
00:11:45: Also es sorge macht mir, dass die Bewegungsarmut oder der Bewegungsmangel immer mehr wird.
00:11:51: Der Lebensstil auch eigentlich immer ungesünder ist wenn man guckt wie die Adipositas insbesondere im Kinder-Kittensalter sich entwickelt und wir trotzdem enorm große Fortschritte in der Herzmedizin dann auch machen in der Kathiologie.
00:12:05: aber das sind so zwei Pole.
00:12:07: eigentlich ist unser Lebensstiel Ja, nicht besonders gut.
00:12:11: Der wird aus meiner Sicht fast immer schlechter, obwohl wir immer mehr wissen.
00:12:14: Wir haben Smartwatches und können alles mögliche trecken wie viele Schritte wir am Tag machen aber trotzdem kriegen wir das nicht so richtig in den Griff.
00:12:22: Und ich glaube es ist auch ein gesamtgesellschaftliches Problem.
00:12:27: Wie wichtig ist uns die Gesundheit bzw körperliche Aktivität?
00:12:31: Was kann ich dafür machen?
00:12:33: Man nimmt lieber irgendwelche Tabletten oder sowas ist natürlich schwer Schwer zu sagen, ja heute gehe ich wieder laufen.
00:12:39: Aber das muss man irgendwie in den Tag, in den Alltag integrieren.
00:12:43: und als ich angefangen habe in der Kathiologie hat mein damaliger Chef in der Uni Klinik Mainz gesagt, Als ich noch jung war da war ein Herzinfarkt nach dem Krieg was ganz besonderes.
00:12:51: Da mussten wir die Notaufnahmen des angucken.
00:12:53: Das wird jetzt immer mehr klar.
00:12:55: Die Diagnostik hat sich ein bisschen verändert.
00:12:56: Früher war es nur EKG Veränderung Jetzt können wir das anhand von Blutparameter seit zwanzig dreißig Jahren gut bestimmen.
00:13:03: wurde das anders definiert?
00:13:05: Ja, und da sehen wir auch dann mehr Veränderungen.
00:13:08: Aber das macht einem schon ein bisschen Sorge dass wir eigentlich eine richtige High-Tech Medizin mittlerweile haben mit Medikamenten, mit operativen interventionellen Techniken.
00:13:19: aber es wird mir jetzt nicht schaffen das Übel an der Wurzel zu packen und eigentlich so ein bisschen den Lebensstil in Vordergrund stellen weil es geht ja nicht nur darum länger lebt, dass man älter wird.
00:13:34: Sondern es ist ja die Lebensqualität des Entscheidens.
00:13:36: und das Wichtige ist doch selbst wenn ich einen Herzinfarkt habe und ich hab dann eine Narbe zum Beispiel.
00:13:41: Das Herz wird ein bisschen schwächer denn geht sehr.
00:13:43: trotzdem drum komme ich die Treppe noch hoch kann Ich noch mit der Einkaufstüte durch den Supermarkt laufen kann ich noch an den Schrank greifen.
00:13:53: Und das ist ja eigentlich Lebensqualität Und das müssen wir eigentlich schaffen.
00:13:56: Mir geht es gar nicht so als Medizinerreichting, wir müssen jetzt noch älter, älTER werden sondern wir müssen mit einer gewissen Lebensqualität ältern werden weil wenn ich neunzig Jahre werde und liegt aber zehn Jahre im Bett dann weiß ich nicht ob das so angenehm ist.
00:14:09: also da würde ich sagen lieber ein bisschen auf die Lebensqualitäten auch
00:14:12: achten und das... Osatler wir sind also wir werden Älter aber wir sind länger krank.
00:14:18: Ja, da gibt's auch diese zwei Begriffe der Lebenszeit und der Gesundheitszeit.
00:14:23: Also der Lifespan- und Hilfspan.
00:14:25: Das geht mitunter immer weiter auseinander.
00:14:28: Um die ursprüngliche Frage zurückzukommen im Grunde genommen geht es wirklich darum wir können in den Forschungen der Medizin so viel machen wie wir wollen.
00:14:37: wenn dann parallel dazu der Lebensstil immer schlechter wird hilft uns das gar nicht.
00:14:42: also Ich glaube, wir werden noch auf ein Lebensstil eingehen.
00:14:46: Wir brauchen die Bewegung und das gute Essen, den Schlaf oder Erholung.
00:14:53: Und wenn notwendig ist, hilft uns die moderne Forschung.
00:14:58: Alle, die die Talks auf Radiowin kennen wissen, dass wir immer Meinungsumfragen machen.
00:15:03: Dazu schicken wir immer Radiowinnreporter und Reporterinnen in die Stadt.
00:15:08: Und wir stellen immer wieder spannende Fragen.
00:15:11: Diesmal geht es natürlich um das Thema Herzgesundheit.
00:15:14: Wir wollten wissen, was tun Sie denn, um ihr Herz gesund zu erhalten?
00:15:20: Das sind die Antworten.
00:15:21: Herzgesundenheit ist das beste Mittel dafür für eine gute Herzgesuntheit, sich zu verlieben.
00:15:28: Und was man eher nicht tun sollte, ist sich über das Büro aufregen.
00:15:31: Nicht tauchen!
00:15:32: Ich glaube ich das Wichtigste.
00:15:33: Es geht nicht mehr darum, was man tut oder noch?
00:15:35: Was man nicht tut... Ich ernähre mich vegetarisch.
00:15:38: Ich esse sehr viel Gemüse
00:15:40: für Herz.
00:15:41: Nummer eins natürlich Fitness.
00:15:42: und dann das Zweite, dass ich glaube ich Tomaten sehr gut sind.
00:15:45: Nicht nur unermesslichen Streben sondern mit dem was ich jetzt habe glücklich sind.
00:15:51: Zweimal
00:15:51: die Woche zum Sport und jeden Tag möglichst Zehntausend Schatten.
00:15:55: Laufen gehen
00:15:56: oder Pilates machen.
00:15:57: Ich fahre ganz wie Mountainbike und bin auch in den Wäldern unterwegs.
00:16:00: Die
00:16:00: Musik hören, oder Bücher lesen.
00:16:02: Ich versuche richtig zu essen was nicht immer gelingt.
00:16:05: Und dass man einen guten Arzt zur Seite hat aber ein gewisses Neu-Tag.
00:16:10: Jeden Tag um alles Herz so richtig ins Schwung bringen Stiegen rauf Erdfahren berge auf was immer geht
00:16:16: Meditieren und dankbar zu sein.
00:16:19: Dankbar zu seien was man im Moment und darauf die Aufmerksamkeit zu richten?
00:16:24: Ja, da war jetzt einiges dabei.
00:16:25: Vom Verliebtsein stiegensteigen dann die Tomaten.
00:16:30: Die waren doch etwas überraschend aber wir können sie vielleicht zusammenfassen als gesunde Ernährung.
00:16:37: Und natürlich stiegen steigen so also diese Dinge, die auch im Alltag sind.
00:16:41: Da ist jetzt recht viel eingeflossen.
00:16:44: Wie sind Sie denn sofrieden mit diesen Antworten?
00:16:46: Ist da mehr oder weniger alles dabei gewesen?
00:16:48: Ich
00:16:49: fand zwar alles dabei, was mir jetzt auch so spontan einfällt.
00:16:52: Besonders schön fand ich als erstes dass man wenn man sich verliebt das es gut fürs Herz ist also vielleicht auch ein anderer Mythos warum das Herz immer so im Mittelpunkt dann steht.
00:17:02: Herzklopfen hat mehr denn auch.
00:17:03: Also ist ja auch schön.
00:17:04: Es ist sicherlich auch gut für die Psyche und da gibt's auch die Psychokartiologie.
00:17:09: Das spielt auch noch mit rein.
00:17:11: Wir wissen nur so als kleiner Exkurs von den Schizophrenen dass die auch eine viel geringere Lebenserwartung haben, weil sie haben auch viel Stress.
00:17:21: Und das wirkt sich natürlich dann aufs Herz aus.
00:17:23: und da gab es einen kleinen Studium an der Uni in Jena mal mit den Sportmedizinern dort.
00:17:30: Da haben die gesehen wenn die trainieren, das stresst sie so sehr.
00:17:32: Das ist gar nicht gut für die war Yoga viel besser.
00:17:35: also man muss das auch individuell sehen.
00:17:37: aber was ich so gehört habe Das war schon in Ordnung.
00:17:41: Vielleicht muss man ein bisschen aufpassen, weil dann geht die Stiegen hoch oder so.
00:17:45: Also je oller, so doller ist es auch nicht.
00:17:49: Auch dieses Intensive ... das ist auch nicht immer gut.
00:17:52: Okay, also weiterstockt ist noch okay aber neunzehnt sind da nicht mehr.
00:17:56: Wenn wir's... Ja, und das gehört immer... Ist immer die Frage wie schnell macht man das?
00:18:01: Die Frage der Intensität kommt vielleicht nachher noch ein bisschen drauf Aber das ist natürlich auch wichtig.
00:18:07: Man muss jetzt nicht zum Leistungssportler werden, um seinem Herz etwas Gutes zu tun.
00:18:10: Das ist auch gar nicht immer so ganz gesund oder gut.
00:18:16: Frau Sattler, wie sind Sie mit den Antworten zufrieden?
00:18:19: Das ist wunderschön, abgesehen vom Sport.
00:18:22: natürlich waren da ganz viele Punkte die Stress gegenwirken.
00:18:27: Und Stress das ist ja so ein pauschales Wort dass wir auch gerne benutzen und vielleicht manchmal auch ein bisschen abtun aber es ist tatsächlich für den Körper sehr schlecht.
00:18:37: Stress setzt Adrenalin frei, d.h damit schädigen wie in weiterer Folge unser Herz.
00:18:41: Stress setzt Cortisol-frei, Stresshormone.
00:18:45: Das unterdrückt das Immunsystem und das sind wir beim Immun System und dem Herz Wirkt dann zusammen und das ist einfach ungesund.
00:18:52: Und entsprechend Meditieren habe ich gehört, Yoga hab' ich gehört Pilates hab', glaube ich gehört Schlafen war nicht dabei aber viel schlafen gesunder Schlaf dass es alles sehr sehr wichtig sowohl für das Herz als auch für das Immunsystem.
00:19:04: und dann das Zusammenspiel
00:19:06: Weil das Thema Cortisol so oft in letzter Zeit vorkommt.
00:19:11: Ich hab den Eindruck, egal wo man schaut es ist immer irgendwas mit Cortisol vielleicht auch nur in den jeweiligen Blasen auf Social Media aber es wird zumindest glaube ich doch sehr viel darüber gesprochen.
00:19:21: welchen Einfluss hat denn das Cortisol?
00:19:23: Sie haben jetzt schon gesagt also dieses Stresshormon Aber kann nicht denn das Quartisol selbst auch runterbringen?
00:19:31: Kann ich was tun dagegen?
00:19:33: Das ist ganz interessant!
00:19:35: Ich wusste nicht, dass das in irgendwelchen Social Media Bubbles ist, das Cortisol, aber ja.
00:19:38: Das ist ein Stresshormon und das Wichtige für mich als ein Immunologin ist, dass es das Immunsystem unterdrückt.
00:19:45: Man muss sich da so vorstellen, dass evolutionär Fight-or-Flight-Response, ich erschrecke mich!
00:19:50: Ich muss davon laufen, ich brauche die gesamte Energie in meinem Körper dafür, dass ich jetzt laufe und nicht, dass mein Immunystem aktiviert wird also wie das Immunsystem unterdrückt.
00:20:02: Dagegen wirken kann ich ganz mit allen diesen wunderschönen Dingen.
00:20:05: Ich kann mich vertieben, das kann man vielleicht nicht sich aussuchen aber man kann tatsächlich Yoga machen.
00:20:12: Man kann ganz wichtig zu Friedenheit glaube ich ist genannt worden Bücher lesen Das sind so ganz kleine Sachen die man vielleicht gar nicht denkt Aber dass es tatsächlich gut
00:20:20: für uns.
00:20:21: Okay, das ist eine wichtige Botschaft.
00:20:24: Die Bewegung, ich muss da jetzt noch mal drauf zurückkommen.
00:20:26: Weil der Einfluss auch der Bewegung ja doch sehr groß ist und immer wieder in Zusammenhang mit der Herzgesundheit kommt.
00:20:33: Jetzt haben Sie ganz plakativ gesagt ... Ja, aber man muss sich auch anschauen, dass es nicht zu viel ist.
00:20:39: Gibt's denn so... ich weiß nicht etwas was Sie uns mitgeben können?
00:20:43: Wie viele Bewegungen tut unserem Herzen den Gut oder kann man das sogar nicht sagen?
00:20:48: Also wenn wir jetzt auf die Empfehlung von der WHO zurückgeht dann heißt das Intensiv oder hundertfünfzig Minuten pro Woche.
00:20:58: Extensiv, also eher lockerer. Männer sogar vielleicht bis dreihundert Minuten pro Wache.
00:21:03: wenn man sich aber Studien anguckt und ich habe immer so eine Studienkopf aus Taiwan das waren so fünfhunderttausend Taiwannesen die haben geguckt körperliche Aktivität und Zusammenhang Morbidität also der Krankheit der Mortalität.
00:21:17: Und da war es so, die, die intensiver was gemacht haben.
00:21:20: Da war die Risikoreduktion größer in einem Zeitraum von acht Jahren, dreißig Prozent, die die weniger intensiv gemacht haben, da waren das nur etwa so zehn Prozent.
00:21:29: aber wenn man dann immer noch mehr gemacht hat, dann muss immer noch ein bisschen besser.
00:21:33: Aber trotzdem ist es so dass man schon Nutzen hat Wenn man nur leichte körperliche Aktivität regelmäßig und das war da so zehn bis zwanzig Minuten nur am Tag gemacht hat.
00:21:43: also Das ist das was ich vorher auch meinte.
00:21:45: früher Da hat man mehr Gartenarbeit gemacht, da war mal aktiver.
00:21:51: Das ist heute nicht mehr so ... Würde
00:21:53: man das auch hineinrechnen?
00:21:55: Ja, es würde reinrechnet werden.
00:21:56: Es gibt große epidemiologische Studien.
00:21:58: Wenn ich eine Stunde Staubsaugen, Fenster putzen, all diese Dinge ... Das ist ja Bewegung!
00:22:04: Es gibt eine ganz große Tabelle und ich bringe das immer bei meinen Studenten oder auch mal auf Vorträgen selbst Bühnen- oder Hausarbeit.
00:22:11: Ich meine Sie kennen das glaube ich alle.
00:22:13: Hausarbeit ohne Schwitzen gibt's nicht so.
00:22:16: wenn ich da mit dem Stauksaubel durch die Wohnung springe und mache das schnell.
00:22:21: Das strengt schon ein bisschen an, das darf man alles da reinrechnen und es gibt so eine Tabelle, das gibt's schon ewig!
00:22:27: Das ist einmal das Vielfache des Ruhrumsatzes, das nennt sich MET - MET abgekürzt - Metabolic Equivalent Task und das kann man multiplizieren mit der Zeit Und Sie brauchen so etwa in der Woche vierhundertfünfzig bis siebenhundert fünfzig MET-Minuten, um einen positiven Effekt zu haben.
00:22:49: Das ist zum Beispiel in den Studien gezeigt und ich habe mit meinem Kollegen Martin Halle In München, da haben wir einen Flyer gemacht.
00:22:56: Das habe ich jetzt an meinem Institut auch und das gebe ich den Patienten mit.
00:22:59: Da können die wie in so einem Tagebuch aufschreiben ... Ich hab heute so viel gebügelt.
00:23:03: Ich hab getanzt.
00:23:04: Tanzen sind vier Metten.
00:23:05: Bügeln sind anderthalb bis zwei Metten.
00:23:07: Wenn ich hier sitze und gar nichts mache ist es ein Metz.
00:23:09: Also das ist mein Ruhumsatz.
00:23:11: Aber ich geh auch zur U-Bahn!
00:23:12: Ja genau Und das gehört aber alles damit rein.
00:23:15: Und das sollen die bei mir wenn sie mal da sind, sollen die das aufschreien?
00:23:18: Da haben wir so ein paar Bilder und du wissen die Joggen sind so acht Metten Und wenn ich dann so auf vierhundertfünfzig bis siebenhundert fünfzig Meter Minuten komme, dann habe ich einen positiven Effekt.
00:23:27: Also ich muss jetzt nicht... die vierhundert Meter Bahn hoch und runter rennen, ja?
00:23:33: Und dann Spitzensportler werden.
00:23:35: Sondern es geht um körperliche Aktivität also Sport als Medikament beziehungsweise körperlicher Aktivitätsmedikament.
00:23:42: Weil Frau Sattler vorhin das Thema Stress genannt hat ich muss jetzt sagen an der Stelle mich entstresst dass sehr diese Zahlen und dass das auch alles mit hineingerechnet wird weil sehr oft wenn's um dieses Thema geht werden ja doch auch da Anforderungen gestellt, wo man vielleicht jetzt als nicht so sportlicher Mensch sagt, da komme ich sowieso nie hin und dann lasse ich es erst recht.
00:24:09: Also das hat ja auch was Positives.
00:24:11: wenn man sagt all das, was unser Alltag bietet dürfen wir damit hineinrechnen ist auch schön.
00:24:19: Habe ich vielleicht nur eine Entzung machen?
00:24:20: Das sag meinen Patienten immer Ich will nicht sagen, der Midlife-Krisis sind aber die wollen jetzt noch mal tolle sportliche Leistungen bringen.
00:24:28: Den sage ich dann immer, die nehme ich so ein bisschen zur Seite.
00:24:30: und wissen Sie was wir für einen Vorteil haben?
00:24:32: Wir müssen keine Olympiasieger mehr werden!
00:24:35: Also das muss man sich klar sein... Ich würde das machen zum Spaß und für die Gesundheit.
00:24:40: Wenn einer mehr machen will, soll er es machen.
00:24:42: wenn sie im Spaß macht ist gut aber wir müssen das nicht.
00:24:45: Und Leistungssport vielleicht gucken wir später noch Das is wirklich ein hartes Brot.
00:24:49: Die haben keinen Weihnachten, die haben kein Silvester, die trainieren all diese Tage.
00:24:52: und wenn Sie mal mit den Spitzensportlern reden die trainierend da ein zweimal oder vielleicht auch dreimal an solchen Tagen ja und dass ist wirklich hart.
00:25:00: also das machen die Profis Aber wir Da zähle ich mich auch dazu.
00:25:05: Ich muss das nicht mehr machen, wenn ich Mountainbike fahr durch ein Wiener Wald.
00:25:08: Dann genieße ich den Wienerwald und weiß, ich tue mir noch was
00:25:11: Gutes.
00:25:11: Und dann?
00:25:11: Wenn ich mit Freunden vielleicht noch etwas trinke oder so ... Dann war es ein schöner Tag!
00:25:16: Weil wir vorhin über das Cortisol gesprochen haben, auch ein Thema, das andauernd kommt ist derzeit der Bauchumfang und des Bauchfett.
00:25:26: Was können Sie denn dazu sagen?
00:25:28: Also, da gibt es ja offenbar auch irgendeinen Wert von, weiß ich jetzt vergessen, Achtzig oder irgend so was.
00:25:33: Wo's nicht drüber sein sollte wenn man den Bauchumfang misst weil man dann höheres Risiko hat.
00:25:39: Können sie dazu etwas sagen?
00:25:43: Altersabhängig, das ist teilweise auch abhängig welcher Ethnizität man angehört.
00:25:53: Also diese BMI und grundsätzliche vereinfachte Maße sind meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen Ist aber natürlich, wenn jetzt der Arzt sagt sie sind übergewichtig und ich glaube dazu braucht man einfach nur eine Waage oder einen Spiegel.
00:26:12: Das ist nicht zu schwierig.
00:26:15: dann sollte man das natürlich ernst nehmen weil Übergewicht kommt dann mit erhöhten Colestarinwert in Blut.
00:26:23: Es kommt dann bei erhöhtem Risiko für Diabetes, erhöht dem Risiko bluthochdruck und das alles schlecht sowohl fürs Immunsystem als auch fürs Herz.
00:26:34: Gewicht, welche Rolle spielt das?
00:26:37: Das spielt schon eine Rolle insbesondere.
00:26:39: Und dann wenn das Gewicht hauptsächlich durchs Körperfett entsteht.
00:26:42: also man muss ja ein bisschen unterscheiden.
00:26:44: Body-Mass Index wird gerade schon gesagt und sagt man haben wir uns übergewichtig wenn der BMI über twenty fünf ist.
00:26:50: Ja aber wenn ich jetzt jemand kräftigen habe Also der ist muskelkräftig weil er jetzt vielleicht Kraftsportler ist oder von der Konstitution her so es hat aber einen geringen Körper fettanteil Dann kann der durchaus BMI haben, der ein bisschen höher ist.
00:27:03: Er ist aber dann trotzdem gesund.
00:27:05: Ja also das entscheidende ist woher resultiert mein Gewicht?
00:27:09: und wenn der Körper fett an Teil einfach am Gewicht zu groß ist?
00:27:13: Dann ist es natürlich ungünstig!
00:27:15: Und jetzt karteoimmunologisch oder immunologisch gesehen Das Fett ist auch quasi ein wichtig für das Immunsystem, also für die Immunmodulation.
00:27:25: Also gibt es auch Befunde – das kann die Kollegin besser erzählen wie ich – aber wenn auch viel Fett um den Herzmuskel ist dann hat das eine Relevanz und das sind eben die Dinge.
00:27:35: Es ist nicht nur das Gewicht alleine sondern ist die Körperkomposition.
00:27:39: Also habe ich einen hohen Körperfettanteil oder habe mehr Muskelmasse?
00:27:43: Frage ich gleich nach.
00:27:44: Also Übergewicht und zu viel weißes Fettgewebe, das ist associiert mit erhöhten Entzündungswerten.
00:27:53: also da wird das Immunsystem tatsächlich niedrig gradig immer ein bisschen aktiv gehalten und das ist dann was wirklich.
00:28:02: was die Gefäße schädigt war es das Herzschädigt auch das Gehirn schädigt, was aber zum Beispiel dann jetzt auch Atherosclerose verschlimmern kann.
00:28:11: Atheroschlorose also verkalkte Gefäße ist etwas wo wir mittlerweile wissen dass es tatsächlich eine entzündliche Erkrankung.
00:28:22: Wenn man sich vorstellt, ich sage jetzt das Immunsystem wird aktiviert.
00:28:27: Man denkt dann vielleicht, dass es was Positives ist?
00:28:29: Weil wir wollen ja ein aktives Immun-System.
00:28:31: Wir wollen ja gegen Viren und gegen Bakterien und gegen ... Ich weiß nicht, was geschützt sein.
00:28:35: Das Problem ist aber wenn ich keinen Infekt habe und ich hab trotzdem erhöhte Entzündungswerte immer und immer, dann ist das Immunsystem über kurz oder lang ... wie er müdet.
00:28:46: Es kann dann eigentlich, wenn ich tatsächlich eine aktive effiziente Immunantwort gegen einen Infekt brauche, kann das nicht mehr effizient arbeiten.
00:28:58: Also die Assoziation zwischen zu viel weißem Fettgewebe und Entzündungswerten ist für das Immunsystem schlecht und in weiterer Folge damit auch wieder fürs Herz schlechter.
00:29:11: Schauen wir uns die Ernährung an.
00:29:13: Sehr oft wird hier ja die mediterrane Kost in den Mittelpunkt gestellt, sehr oft wird erwähnt dass in Ländern wo man eben mediterran ist auch weniger Herz-Kreislauferkrankungen sind.
00:29:26: was können Sie denn zu dieser mediteranen Kost sagen?
00:29:29: Ist sie wirklich so gesund für unser Herz?
00:29:33: Primär geht es bei der Mediterranenkost vermutlich darum, dass es sehr gemüserreich ist.
00:29:39: Dass wir viel Fisch haben.
00:29:41: Fisch hat viele Omega-III Fettsäuren.
00:29:44: die sind für die Gefäße sehr gut fürs Herz auch sehr gut.
00:29:51: grundsätzlich auch das Olivenöl gehört ja auch dazu zur mediterranen Ernährung.
00:30:00: an Tomaten, natürlich die Tomaten.
00:30:07: Also jetzt Tomaten wäre ich mir nicht bewusst dass dann ein ganz besonderer Benefit zugeschrieben wird.
00:30:12: aber alles was Gemüse ist positiv Vorausgesetzt, es ersetzt natürlich ungesunde Ernährungslebensmittel.
00:30:21: Wenn ich jetzt mich mediterran ernähre und dazu dann noch am Abend einen Burger esse, wird mir die mediterrane Ernährung nicht viel nützen.
00:30:28: Wichtig ist halt das ... Und mediterrane Ernährungen heißt auch Nicht-Pizza & Nudeln jeden Tag!
00:30:36: Es
00:30:38: ist ein Stück magerer Fisch oder Fleisch und Gemüse dazu.
00:30:43: Also wenig Fett.
00:30:45: wenig Salz, wenig Zucker.
00:30:49: Und ansonsten einfach eine ausgewogene Ernährung und ich glaube das ist das was wichtig ist eine aus gewogene Ernärung.
00:30:54: Ich brauche nicht mich an irgendwelche Strickten oder ich sollte mich nicht in irgendwelchen Stricken dieten halten.
00:31:00: die machen Stress Die sorgen dann für unausgewogene Ernährungen.
00:31:06: Das hat dann im Endeffekt keinen Benefit.
00:31:09: ausgewogen und da braucht man auch keine Tabletten Da bläten im Sinne von schon die, die der Arzt verschreibt.
00:31:18: Aber nicht zusätzlich in irgendein Wurf um den?
00:31:22: Ja vielleicht haben wir auch das ist immer so mein Eindruck.
00:31:25: wenn ich so denke als ich noch Student war dann habe ich so Studien gemacht mit Herzinfarkten bei Patienten und so.
00:31:31: Vielleicht haben ja auch ein bisschen verlernt zu wissen was richtiges gesundes Essen ist.
00:31:36: sich eben Denk oft, dann war ich junge Assistenzarzt.
00:31:38: Wenn ich da auf der Privatschätzung von meinem Chef Samstags oder Sonntag Aufnahmeuntersuchung gemacht habe, waren die Leute ein bisschen übergewichtig oder fettleibig vielleicht zu können und sagen, ja wissen Sie, Herr Doktor?
00:31:50: Ich esse morgens einen Kneckebrot mit Dachsen Apfel und abends einen Joghurt!
00:31:54: Das kann nicht
00:31:55: sein!
00:31:55: Kann es nicht ausgehen,
00:31:57: oder?!
00:31:57: Ich glaube man hat so'n bisschen den Blick verloren Und das ist manchmal so dass wenn man so'ne bisschen Diätschulung hat, dass man wieder den Blick auf das Gesunde hat.
00:32:05: Und vielleicht ist es auch ein bisschen die Industrie, die uns so das eine oder andere vorgibt.
00:32:10: Vorher ist das Stichwort gefallen Zucker.
00:32:12: Wenn man überlegt was in unseren Getränken drin ist – auch das dann wieder für unsere Jugend mit Adipositas, die aber im Jugendbereich doch stark zunimmt bei den Kindern und Jugendlichen – dann ist das schon ein Problem.
00:32:25: Ja weil das ist einfach in den Getränkendrinnen.
00:32:27: Das macht uns quasi nicht satt.
00:32:28: Wir haben hohe Blutzucker-Spitzen Im schlimmsten Fall gespeichert, weil ich meine Energie nicht verbrenne und gespeicher wird es als Fett.
00:32:36: Und das ist so ein bisschen das Problem.
00:32:38: Also ich glaube auch die körperliche Aktivität im mediterranen Raum ist da auch ein bisschen anders.
00:32:44: Wir müssen auf leichtes Jester halten, weil's da so heiß ist.
00:32:46: Die gehen ja abends viel später ins Bett.
00:32:48: also kann man nicht immer sagen, die leben alle so gesund.
00:32:51: Das ist einfach ein bisschen anderes?
00:32:53: Ja genau!
00:32:54: Und bei uns heißt er nahe, aber nicht nach achtzehn Uhr essen.
00:32:57: vielleicht ist es auch nicht gut.
00:32:59: Es ist schon der Lebensstil ein bisschen und ich glaube wir haben so ein bisschen über die Jahrzehnte das gesunde Essen so ein bißchen verlänt.
00:33:08: Ich habe überhaupt den Eindruck dass diese ganzen Vorschriften also man liest da sehr viel man hört sehr viel und wie ich vorhin gesagt hab die stressen uns ja auch nicht wenn ich da höre Das darfst du ja nicht essen oder so viel Sport musst du unbedingt machen.
00:33:23: Das zeigt oft auch uns, dass wir da so unvollkommen sind und da ohnehin nie zu diesen Höhen kommen.
00:33:30: Und ich denke mir, da ist immer diese Frage, wo beginnt dieses vernünftige ... Früher hat man gesagt der Hausverstand?
00:33:36: Aber jetzt auch dieses Vernünftege, wo ist die natürliche Grenze?
00:33:42: Was tut mir persönlich gut und was eben
00:33:44: nicht?".
00:33:45: Dazu gibt es eine neue Diätform, die nennt sich Intuitives Essen.
00:33:52: Ja, das habe ich auch schon gelesen!
00:34:00: Da muss man eine Diät verpacken, damit man wieder intuitiv essen kann... Was einem gut tut und was man gern mag.
00:34:07: Und wo man auch auf den Körper hört, dass der das jetzt braucht?
00:34:10: Das Problem ist nur, wer nicht weiß, was einem gut tut.
00:34:13: Wir haben es am Anfang schon gesagt, oft haben wir das ja verlernt.
00:34:16: Weil wir wissen's oft gar nicht mehr oder wir haben es schon so oft anders gemacht, als wir eine andere Gewohnheit da haben.
00:34:23: Können Sie uns noch ein paar Tipps oder Möglichkeiten geben, wo wir diese Grenze zwischen gesundem und übertrieben festmachen können gerade im Bereich von Sport- und Ernährung?
00:34:35: Also beim Sport würde ich sagen, ist es eigentlich relativ einfach.
00:34:39: Weil wenn man die Leistungsphysiologie anguckt... Wenn ich jetzt intensiver Sport mache dann wird die Milchsäure vermehrt gebildet weil ich schnell Energie gewinnen muss und dann muss... Ist
00:34:50: das dann wo man Muskelkarte bekommt?
00:34:52: Nee, die Muskelkarre ist ein bisschen was anderes.
00:34:53: also Milchsauere.
00:34:54: ist das so ein Stoffwechselprodukt?
00:34:56: was aus der Zelle muss das schnell raus?
00:35:00: Brennstraubensäure, die muss eigentlich in so ein Kraftwerk der Zelle.
00:35:04: Das nennt sich mit Mitochondrium.
00:35:05: Da muss das rein und dann gibt es aber so viel Brenns ... Traubensäure dass da gar nicht alles rein kann.
00:35:10: Und der Ausweg ist damit die Glucose einfach weiter Verstoffwechsel werden kann... ...das muss raus als Milchsäure!
00:35:16: Als Laktaten, das können wir messen.
00:35:18: Je intensiver eine Belastung ist umso höher ist mein Laktat.
00:35:23: Man muss aber gar nicht so viel und intensiv Sport machen sondern das Wichtige ist Wir können darüber dann Training steuern oder sonst irgendwas.
00:35:30: Und wenn das Laktas so exponentiell ansteigt, dann wird es richtig anstrengend.
00:35:35: In dem Moment muss ich auch mehr schnaufen und im Prinzip
00:35:39: ... Man schwitzt ja auch dann mehr nicht?
00:35:40: Ja, wir schwitzen aber das Schnaufen ist ein bisschen das Entscheidende.
00:35:44: Deswegen sage ich immer den Patienten oder auch den Hobby-Sportlern Wenn ich mich noch dabei unterhalten kann beim Sport Dann bin in einem Bereich da habe ich noch nicht so viel Milchsäure, dann ist das physiologisch auch sinnvoller also nicht unbedingt laufen ohne zu schnaufen, aber so wenn ich jetzt Sport mache oder mich körperlich aktiv betätige dass ich mich mit meinem Partner oder mit anderen so noch unterhalten kann.
00:36:09: Dann bin ich im grünen Bereich.
00:36:10: das ist ein bisschen wie beim Auto.
00:36:12: Sie können Vollgas fahren dann haben sie halt volle Drehzahler brauchen viel Sprit wer weiß wie lange die Kiste hält wie lang der Motor hält.
00:36:19: Also sie müssen einfach in einem gesunden Bereich auch dann sich bewegen.
00:36:23: und das ist halt eben der Bereich, dass nennen wir Grundlagen Ausdauertraining.
00:36:27: Das machen die Ausdauer Sportler zu achtzig Prozent in ihrem Training.
00:36:31: Die rennen nicht wie die Wilden nur die ganze Zeit ganz intensiv gesundheitsprotektiv.
00:36:37: Diese intensiven Sachen, da kommen wir zum Immunsystem.
00:36:40: die schwächen eher das Immun-System diese Dinge wo man eher Gesundheitssport oder im grünen Bereich sich bewegt das stärkt er das Immunsystem.
00:36:50: was ist jetzt mit dem Schwitzen?
00:36:51: Dann muss ich nochmal fragen früher hat man ja gesagt man muss ordentlich schwitzen und richtig nach sein dann ist es gesund und dann hat man Sport gemacht.
00:36:59: ist das noch so?
00:37:00: Nein, das muss eigentlich nicht so sein.
00:37:01: Weil abgeleitet aus dem was ich gerade gesagt habe laufen ohne zu schnaufen oder sodass man sich dabei unterhalten kann dann muss man nicht so stark schwitzen.
00:37:10: natürlich ist es auch eine bisschen Adaption und das hängt davon ab.
00:37:14: wenn ich Leistungssportler trainiere viel die haben ein bisschen bessere Schweißproduktionen.
00:37:17: Wenn ich mit meinen Leistungssportlern irgendwo zu einer Meisterschaft gehe Dann müssen wir uns klimatisch akklimatisieren.
00:37:24: Das heißt sie müssen wenn's da besonders heiß ist.
00:37:26: Beispiel damals, das olympische Spiel in Peking.
00:37:29: Da müssen die vierzehn Tage ... Woher müssen wir da hinfahren?
00:37:31: Zehn Tage.
00:37:32: Weil dann diese Schweißdrüsen besser funktionieren.
00:37:36: Das ist ein bisschen Trainingseffekt.
00:37:37: Wie intensiver ich mich belaste aber auch je wärmer es ist und so mehr schwitzt sich
00:37:41: halt.
00:37:42: Und was ist Schwitzen im Zusammenhang mit dem Immunsystem?
00:37:46: Es gibt ja viele Menschen, die in die Sauna gehen und die sagen, der schwitziecht und das ist gut fürs Immun-System.
00:37:52: Ist das so?
00:37:54: Jetzt fragen Sie mich zu viel.
00:37:56: Das überlege ich mir jetzt ganz spontan, Hitzeimmunsystem ... Ich glaube das ist deswegen gut für das Immunsystem weil dadurch die Körpertemperatur erhöht wird und Viren abgetötet werden.
00:38:09: Das ist das gleiche wie wenn ich ein kleines bisschen Fieber habe und man denkt da kommt was.
00:38:14: dann lege ich mich in ein warmes Bad damit die Temperature so richtig schön hoch geht damit die Viren getötet.
00:38:21: Wie weit das direkt einen Einfluss aufs Immunsystem hat, da bin ich jetzt überfragt.
00:38:26: Ich glaube, es ist ein direkter Effekt eigentlich auf die Patugene?
00:38:31: Jetzt haben wir in der Meinungsumfrage auch gehört Bücher lesen, meditieren, Dankbarkeit und Zufriedenheit also Dinge, die jetzt das Gegenteil von Sport und Aktivität und Bewegung sind.
00:38:44: Und Schlaf haben sie auch gesagt.
00:38:46: Frau Sattler hat gefehlt.
00:38:50: Welche Faktoren spielen jetzt Schlaf und auch diese Inaktivität, also die Erholung in Sachen Herzgesundheit?
00:38:58: Also beim Schlafen regeneriert sich der Körper.
00:39:01: Regeneriert sich jedes Organ in unserem Körper das Immunsystem wie das Herz.
00:39:09: Den brauche ich ... damit ich regenerieren kann.
00:39:12: Wenn ich das Handy nie anstecke, dann ist auch der Akkulär irgendwann mal ... wenn ich den Schlaf nicht bekomme für die Zellregeneration, dann funktioniert das jetzt auch irgendwann mal nicht mehr.
00:39:26: auf zelulärer Ebene werden nachts.
00:39:31: entspannen, wenn der Metabolismus der Stoffwechsel heruntergefahren ist.
00:39:36: Wenn die Energie dafür da ist werden abgestorbenen Zellen abgebaut, werden die Gewebe ein bisschen wie ... gereinigt.
00:39:44: Und das ist alles sehr wichtig, weil tote Zellen auch wieder das Immunsystem aktivieren.
00:39:49: Dann habe ich Entzündung und den ganzen bösen Kreislauf von vorne.
00:39:55: Die Regeneration, die in der Nacht im Schlaf passiert, ist das was wirklich sehr Wichtiges.
00:40:00: Da gibt es einen Richtwert?
00:40:01: Oder ist das individuell?
00:40:03: diese acht Stunden oder sieben Stunden nicht unter fünf Stunden?
00:40:07: Man hört so viel.
00:40:08: Also da gibt's den Richtwert, der sagt, es soll sich im Bereich ... von sieben bis neun Stunden bewegen.
00:40:15: Das ist aber schon mal ein langer Bereich und es ist auch sehr individuell.
00:40:24: Auch altersabhängig wahrscheinlich?
00:40:25: Altersabhängig,
00:40:26: der Rhythmus ist etwas dringend altesabhängiger.
00:40:32: Was man schon sagen kann, ist das auf Dauer zu wenig Schlaf Arbeitsunterschied, Schlaf zu unterschiedlichen Zeiten schlecht ist.
00:40:45: Weil das wieder Cortisol-Levels erhöht.
00:40:49: Jetlags, viel Reisen
00:40:50: usw.,
00:40:51: dass es alles
00:40:53: ungesund
00:40:53: auf Dauer.
00:40:55: Ab und zu geht aber auch auf Dauern sollte man vermeiden.
00:40:58: Sie haben vorhin ... Mini-Satz des Thema Nahrungsergänzungsmittel angesprochen.
00:41:05: Das möchte ich noch mal aufgreifen, weil ich glaube das ist für viele von uns auch ein Thema.
00:41:11: Egal ob wir jetzt zum Arzt oder Ärztin gehen oder lesen oder etwas hören oder uns beschäftigen mit dem Thema Gesundheit generell, da kommt irgendwann mal also gerade im Bereich von Immunsystem.
00:41:24: Jetzt kommt Herbstwinter, Vitamin C, Vitamin D dann ... Dass Gesundheit Omega-III fällt mir ein und vieles mehr, da kann man ja ganz schön viel Geld ausgeben.
00:41:36: Wie sinnvoll sind denn diese Nahrungsergänzungsmittel?
00:41:40: Da kann man sehr viel Geld ausgeben.
00:41:42: Und was ich vorwegschicken möchte, ist dass keine Medikation, die von einem Arzt verschrieben wird, unnötig ist.
00:41:49: Also Vitamin D im Winter und bei Osteoporose oder Vollsäure in der Schwangerschaft oder auch Omega-III Fettsäuren bei Atherosclerose.
00:42:00: Wenn das von einem arzt abgeklärt und verschrieben ist, bitte unbedingt nehmen!
00:42:05: Was ... Meines Erachtens absolut nicht sinnvoll ist und ich darf das jetzt wiederholen von vorher.
00:42:12: teures Urinmacht sind die ganzen Nahrungsergänzungsmittel, die man halt so einfach irgendwo in der Drogerie kauft.
00:42:22: leider nur der Geldtasche von der Firma, die das produziert.
00:42:27: gut.
00:42:28: Und viele von diesem v.a.
00:42:30: Vitamin C
00:42:30: z.B.,
00:42:31: das müsste man wirklich dauernd in kleinen Dosen nehmen, damit es irgendeinen Effekt hat.
00:42:36: Das wird nämlich sofort ausgeschwemmt und ist dann sofort wieder weg.
00:42:41: Große Dose in der Früh, das nützt überhaupt nichts, weil das hält eine halbe Stunde und dann wirkt's nicht mehr.
00:42:47: Dann ist das wieder ausgeschwenmt!
00:42:51: Ich glaub ... Man könnte das ganz, ganz einfach zusammenfassen mit Teller fürs Essen und Tourenschuhe statt Tabletten.
00:43:02: Ah ja?
00:43:03: Schönes Bild!
00:43:04: Teller und Turnschuhe statt Tabletten.
00:43:06: Wir haben eine Studie gemacht am Olympia Stützung in Saarbrücken wo ich ganz früher war Und haben mal geguckt wie ist der Vitaminstatus bei den Athleten?
00:43:13: Es gibt auch andere Studien Und die Athleten, die nehmen ja dann auch gerne Nahrungsergänzungsmittel.
00:43:19: Die Industrie ist suggeriert und muss das nehmen hier damit er noch besser wird klar.
00:43:22: Wir sind da im Grenzbereich und es kann man nicht so in wissenschaftlichen Studien immer so ganz genau rauserbreiten was jetzt vielleicht der Effekt war.
00:43:30: Vielleicht war es doch nur die Psyche?
00:43:32: Und da haben wir gesehen, sie haben gar kein Vitaminmangel.
00:43:35: und gibt's auch Studien eine isokandorische Kost also einer ausreichende Kost wenn die gesund ist.
00:43:43: Dann brauch ich das nicht!
00:43:44: Dann habe ich nämlich all meine Vitamine da drin und dann brauche ich nicht, diese ganzen Medikamente oder diese Medikamente sind es ja nicht.
00:43:51: Diese Nahrungsergänzungsmittel kaufen.
00:43:53: Und das war ganz lustig als wir es vorhin unterhalten haben.
00:43:56: Ich sage seit vielen Jahren zu meinen Sportlern kannst du lassen, dass nur toll ist Pippi!
00:44:01: Die können das Geld sparen.
00:44:02: und im Endeffekt, wenn wir jetzt das Beispiel auch Vitamin C nehmen.
00:44:06: Das hat auch eine Nebenwirkung.
00:44:07: Das kann nämlich Nierensteine machen.
00:44:09: also wenn sie unbedingt Nieren Steiner haben wollen essen Sie ganz viel Vitamin C und trinken wenig.
00:44:13: Wenn sie irgendwann sicherlich wahrscheinlich Nieren steinen bekommen Also auch da wieder dass ist das was ich vorhin schon meinte.
00:44:19: Wir haben so ein bisschen das gesunde Maß verloren.
00:44:22: Und dann versuchen wir vielleicht die schlechte Ernährung mit Nahrungsergänzungsmittel auch zuwiegen.
00:44:29: Und das ist erst der nächste... Es gibt schon Mangelzustände, all das heim, wenn man sich nicht richtig ernährt, gab es auch früher Stunden.
00:44:36: da machen Multivitaminpräparate Sinn.
00:44:38: aber Ich würde jetzt mal sagen, wenn ich so in die Runde gucke, sehe nicht viel.
00:44:42: Aber im Ersten rein würde es sein, wir sind noch in einem Alter und können alle gesund essen.
00:44:47: Da brauchen wir nicht unbedingt die Multivitamin-Tablierung oder sonstige Nahrungsagenten?
00:44:50: Ich merke mir das schöne Bild von Frau Sattler.
00:44:53: Die mediterrane Diät oder Kost hilft nichts, wenn man am Abend den Burger ist oder das Wienerschnitzel.
00:45:00: Weil on top ist es irgendwie sinnlos!
00:45:03: Ich möchte jetzt im nächsten Block auf ein wichtiges Kapitel eingehen und zwar auf die gesunden Untersuchungen... Das heißt also auch natürlich der Bereich der Prävention.
00:45:12: Aber dann darüber hinaus noch mal zu schauen, welche Werte sind zum Beispiel bei Blutuntersuchungen wichtig sich anzuschauen?
00:45:20: Was ist mit Cholesterin und
00:45:21: Co.?
00:45:22: Jetzt regelmäßige gesunden Untersuchungen werden uns alle empfohlen.
00:45:26: einmal im Jahrzahlt die Krankenkasse das auch in Österreich.
00:45:30: Da wird sehr oft ein EKG dran gehängt wo man schaut wie geht es dem Herzen?
00:45:36: ich würde jetzt gerne von Ihnen Beiden wissen, diese Grundausstattung ist es wichtig so einmal im Jahr zu machen.
00:45:43: Um zu wissen wo man steht.
00:45:45: oder ist das eigentlich nicht so richtig?
00:45:48: Sagen wir mal so beim Auto machen was immer da ist auch gar nicht so entscheidend was es kostet.
00:45:54: dass wird einfach bezahlt und wie viele Menschen leben.
00:45:58: rettet der tiff oder das picker?
00:46:00: da haben wir ja keine studien dazu.
00:46:02: das wird einfach so gemacht.
00:46:05: Ja, jetzt kann man sagen wir machen ja eigentlich nicht gesunde Untersuchung sondern wir machen Vorsorge untersuchen.
00:46:09: Wir wollen frühzeitig erkennen können ob es irgendein gewisses Risiko gibt oder ob es schon eine Erkrankung gibt.
00:46:15: die werden noch gar nicht spüren.
00:46:17: und da ist dann immer so ein bisschen die Frage wie viel Geld in der Kasse ist?
00:46:21: Wie weit wollen wir das ausdehnen?
00:46:23: und Sie kennen alle das mit der Prävention.
00:46:26: Ich sage dann immer, wie viel zu uns ein gerettetes Leben währt.
00:46:29: Ein Sportler und der so sage ich, wie viele Geld ist uns ein oder wieviel... ...ist uns ein geredetes Sportlerleben wert?
00:46:36: Das ist so'n bisschen die Frage!
00:46:37: Und da muss man natürlich haushalten mit dem Geld was zur Verfügung steht in den... Gesundheitskassen, das ist eine Solidargemeinschaft.
00:46:44: Da kann man nicht gleich ein MRT machen!
00:46:46: Wenn ich auch viel Geld habe und so, ich will das MRT-Machen, dann ist gut.
00:46:49: Entdeckt mal vielleicht es ein oder andere zufällig?
00:46:52: Kann ja sein... Aber man muss das natürlich auf eine sinnvolle Art und Weise machen Und dann macht's natürlich sinnlich für mich Also nicht für mich als Person, sondern als Arzt.
00:47:02: Was ist mir so wichtig?
00:47:03: Auch wenn ich Vorsorge untersuche oder Sporthauglichkeitshunde.
00:47:06: Das sind die wichtigsten Werte.
00:47:08: Wir wissen, wie sind die Leberwerte und Nierenwerte, weil sie sich im Alter verändern können.
00:47:13: Da kann ich früher was erkennen.
00:47:15: Im EKG sehe ich eher, wenn die Patienten keine Beschwerden haben oder Menschen, dann sehe ich nicht unbedingt was.
00:47:22: Das Wichtigste ist eigentlich immer das ärztliche Gespräch.
00:47:25: Weil da kann man mit entsprechender Erfahrung Kann man rausarbeiten, wo gibt es denn Risikofaktoren?
00:47:31: Was haben die Leute für Symptome und alles andere.
00:47:34: Das bahnt eigentlich diese Untersuchung.
00:47:36: also das ist mal wichtig.
00:47:38: EKG kann man machen.
00:47:39: wir machen das in den sportmedizinischen Untersuchungen bei den Sporttauglichkeits-Untersuchungen.
00:47:43: so heißt das ja weil wir wissen dass bei jungen Menschen bis zum Alter von fünfunddreißig der plötzliche Herztot in der regel nach angeborenen Ursache hat.
00:47:52: später ist es eher die Atheriosklerose also die Herzkranz Verkalkung.
00:47:56: Aber da können wir dann Hinweise im EKG finden relativ günstig ohne Ultraschall, dass da was vorliegt.
00:48:03: Persönlich würde ich jetzt denken, ich brauche nicht immer ein EKG aber das Regelmäßige finde ich schon wichtig ebenso wie beim Picker
00:48:13: Und in Sachen Blut befunden.
00:48:16: Da gibt es ja viele Kürzel, die wir nicht da.
00:48:19: Experten und Expertinnen sind oft überfordert aber so ein paar haben wir mittlerweile glaube ich auch schon gelernt.
00:48:26: das ist natürlich das Cholesterin.
00:48:28: Da wird immer unterschieden zwischen dem guten und dem schlechten Cholestarin.
00:48:32: Sie wissen das sind dann diese beiden Werte die ausgeschildet werden die letztlich glaube ich dann zusammen gerechnet werden.
00:48:38: Und dann ist noch was, was mir jetzt auch vor kurzem empfohlen worden ist das Lipoprotein A. Ich war nämlich bei so einer gesunden Untersuchung und da hat man mir gesagt also bitte lassen Sie das checken!
00:48:50: Das ist jener genetisch definierte Wert der wichtig ist um zu erkennen ob sie ein Risiko haben ein höheres oder nicht.
00:48:58: erklären Sie doch bitte ganz kurz was mit all diesen Dingen was da auf sich hat.
00:49:03: Das mache ich gerne.
00:49:04: Das Cholesterin ist gleichzeitig ein Segen und ein
00:49:07: Fluch,
00:49:09: für viele Jahre.
00:49:12: Ziemlich vereinfacht die ganze Geschichte, weil diese Lipoproteine, das Cholesterin ist verpackt in Lipoprotäne und sie können unterschiedlich dicht sein.
00:49:23: Die können viel Fette beinhalten aber auch unterschiedliche Proteine an der Oberfläche.
00:49:29: Das Lipop protein A ist so eines an der Oberfläche und abhängig davon wie dicht die sind?
00:49:34: Wie viele Nahrungsfette mit sich herunterragen oder welche Oberflächen-Proteine haben Sie?
00:49:42: Und die können positive Funktion haben, das ist dann das HdL und die können negative Funktionen haben.
00:49:49: Das ist dann LdL.
00:49:50: Die Funktion, die sie haben, kommt das Immunsystem ins Spiel.
00:49:54: Es ist eine entzündliche Reaktion.
00:50:00: auf dieses Cholesterin, auf diese Lipoproteine und werden aktiviert.
00:50:03: Und dann haben wir eben die Atherosklerose, die wird dann verstärkt weil diese Immunzellen sich ablagern in diesen atherosclerotischen Veränderungen.
00:50:15: Das Wichtige am Cholesterin ist, dass das in der Leber produziert wird.
00:50:21: Das kann aber auch mit der Ernährung zugeführt werden und ich kann natürlich nur diese Werte beeinflussen die aus der Ernärung kommen.
00:50:32: was sich nicht beeinflussend kann ist das was von der leber produzieren wird und da kommt es genetische die genetischen Komponente ins Spiel.
00:50:40: Es gibt sehr viele sind zwei in hundert Menschen, die haben eine genetische Mutation.
00:50:48: Das von vorher werden einfach mehr von diesem schlechten Cholesterin produziert wird.
00:50:53: Von Kind auf!
00:50:54: Genau!
00:50:57: Da können sie machen was sie wollen mit ihrer Ernährung.
00:51:00: Sie können es ein kleines bisschen verändern aber nicht viel.
00:51:04: Problematisch ist, dass das der negative Effekt, den es hat auf das Gefäßsystem und das Immunsystem bleibt ganz gleich.
00:51:12: Das heißt wenn Sie sich sehr gesund ernähren und sportlich sind und Sie glauben, sie brauchen keine gesunden Untersuchung weil ... Es geht mir eh gut!
00:51:20: Sie haben aber trotzdem immer erhöhte Cholesterinwerte.
00:51:23: von dieser genetischen Vorbelastung ist ihr Gefäßsystem genauso belastet wie jemand, der jeden Tag seine drei Bürger ist.
00:51:32: Was ist mit diesem guten Cholesterin?
00:51:34: Da wird uns immer gesagt, das soll möglichst hoch sein, damit wir besser aus der Nummer aussteigen.
00:51:43: Wenn das Schlechte hoch ist ... Wie ist denn das?
00:51:46: Im Endeffekt muss das schlechte niedrig sein.
00:51:51: Das Gute kann so hoch sein als es möchte.
00:51:55: Gleich sieht das aus.
00:51:56: Wenn das Schlechte hoch ist und das Gute auch ... Das
00:52:01: ist trotzdem immer noch ein schlechter Hoch.
00:52:04: Also, das Schlesche hat uns dominant gelernt?
00:52:08: Und wobei auch dieses gute-schlechte ... Das sind wir... Das ist sehr vereinfacht!
00:52:14: Und wissenschaftlich sind wir mittlerweile, es kommt nicht nur jetzt auf diese große Überbegriffkomponente.
00:52:22: Es kommt auch die einzelnen Komponenten drauf an.
00:52:24: Eben wie zum Beispiel wie dieses Lipoprotein A. Das ist eine einzige Komponentte, die auf diesem Partikel drauf sitzt das dann verursacht dass dass Depoprotein das Partikel schlecht und entzündlich wirkt.
00:52:39: Und da gibt es wahrscheinlich noch ganz viele andere Komponenten, von denen wir gar nichts wissen.
00:52:43: Also den Wert zu testen ist auf jeden Fall eine ganz gute Idee...
00:52:48: Gute Sache oder?
00:52:49: ...und
00:52:49: überhaupt ich meine Sie sehen ja die Cholesterienwerte auf dem Blutbild und dieses ganz Standard Null acht fünfzehn Blutbild, dass in der Vorsorgeuntersuchung gemacht wird.
00:53:02: Das kostet nicht viel und das ist wirklich sehr sehr sehr wertvoll.
00:53:06: Also da muss man jetzt auch dazu sagen, dass dieser Wert wenn man den einmal gemessen hat also dieses Lipoprotein A, das kann ich Ihnen jetzt mitgeben weil es von mir auch selber weiß, das misst man einmal und das bleibt eben so gleich ein Leben lang weil es eben genetisch ist.
00:53:21: Dann weiß man, man hat einen Risiko oder nicht?
00:53:23: Und wenn man Lipoprotein A erhöht hat, dann muss man versuchen diese anderen Fette des Cholesteringut zu senken.
00:53:32: Wir haben im Moment noch nichts.
00:53:34: Es kommt vielleicht ein Medikament aber wir haben noch kein Medikamente was das Lipoprotetin A senken kann.
00:53:39: Deswegen muss man dann das Cholesteringut senken und da kommen so die Medikamente die wir senken.
00:53:46: Viele Menschen ab fünfzig nehmen diese Stadine, weil sie hohes Kohlestarin haben.
00:53:51: Da möchte ich jetzt auch mal nachfragen ... Weil viele dann doch relativ lange warten und sagen, ich möchte nicht in eine regelmäßiges Medikamente einsteigen in die Stadiene, die ich täglich nehmen muss.
00:54:04: Was können Sie uns damit geben?
00:54:07: Das rettet Lebensjahr!
00:54:09: Wir hätten das nicht gedacht vor ... wie aggressiv wir gerade bei Herzinfarkt-Patienten dieses böse LDL-Rolesterin senken.
00:54:19: Und das ist der, der Zielwert ist immer weiter nach unten gesunken.
00:54:23: und ich erinnere mich auch noch daran man merkt wie alt man dann mittlerweile vielleicht ist.
00:54:27: junge Assistent da kam diese ersten Studien auf um.
00:54:30: das hat sogar im Alter gezeigt dass es noch einen Nutzen hat und das ist wirklich ein tolles Medikament und das rettet vielen Menschen Lebensjahre oder bringt Lebensjahre.
00:54:42: Also ich kann nur empfehlen diese Medikamente, wenn man dann diese Risiko-Konstellation hat, insbesondere mit Lipoprotein A, dass man da diese Medikanmente auch nimmt und sich gut beraten lässt bei seinem Hausarzt oder Kardiologen oder Internisten?
00:54:57: Ja das kann ich nur unterschreiben so absolut!
00:55:01: Diese Medikamente werden alle grundsätzlich sehr gut vertragen.
00:55:05: Das gleiche gilt auch für Blutdrucksenker.
00:55:09: Also auch die Blutdruckwerte werden immer wieder nach unten reguliert, was eigentlich gesund ist.
00:55:15: Und entsprechend sollten wir im Grunde genommen schon viel früher mit diesen Medikamenten anfangen.
00:55:21: Weil je länger das Herz-Kreislaufsystem den hohen Blut druck ausgesetzt ist und den hoheren Kohlesterinwerten ausgesetzt wird, desto höher ist das Risiko, dass es da auch Konsequenzen
00:55:32: gibt.".
00:55:33: Welche Untersuchungen empfehlen Sie denn sonst noch?
00:55:35: Also Halsschlagader zum Beispiel, Gefäße.
00:55:38: Wenn jetzt jemand schon eben erhöhte Werte hat, was soll man dann noch
00:55:42: machen?
00:55:42: Das kann man machen.
00:55:43: Man kann also die Dicke der Wand von der Halschlagader messen mit Ultraschall und das hängt ganz gut zusammen mit den Veränderungen in den Herzgranzgefäßen.
00:55:54: aber ich weiß dann immer noch nicht wie meine Herzgransgefäße wirklich aussehen.
00:55:58: Ich kann versuchen da Rückschlüsse zu ziehen.
00:56:01: Was kann man noch machen?
00:56:03: Früher war es das Belastungs-EKG, wo man gesagt hat, da kann ich erkennen ob's eine Engstelle gibt und dann sehe ich vielleicht Veränderungen im EKG.
00:56:11: Aber die Veränderung in den BelastungsekG seh' ich erst wenn die Engställe schon entsprechend weit fortgeschritten ist.
00:56:17: Gefährlich sind diese Änderungen an den Herzkranzgefäßen, die vielleicht gar nicht den Blutstrom beeinflussen aber die dann so immunologisch also durch eine Immunreaktion Dünne fibröse Kappe haben, die platzen.
00:56:30: dann wenn der Blutdruck so hoch ist und das Blut ganz schnell daran vorbei fließt können sie aufplatzen.
00:56:35: Und dann bildet sich ein Blutgerinsel.
00:56:36: Das Blut gerinsel hat einen Herzkranzgefäß, er hat so zwei drei Millimeter Durchmesser.
00:56:40: Das verstopft dann das Gefäß.
00:56:42: Dann kommt kein Sauerst mehr an den Herzmuskeln, dann habe ich eine Herzinfarkte.
00:56:44: Ja, und das sind die Dinge.
00:56:46: Es gibt jetzt ein neues Verfahren oder seit zwanzig dreißig Jahren gibt es das.
00:56:52: mittels Computertomographie kann man die Herzkranzgefäße sehr gut darstellen.
00:56:55: Das Problem war früher dass die Strahlenbelastung so hoch ist.
00:56:58: Die ist jetzt deutlich geringer bei den neuen Geräten.
00:57:03: Ich würde mal denken, dass so in zehn Jahren vielleicht noch mehr diese Untersuchungen gemacht werden.
00:57:07: Also mittlerweile ist es so das wenn die Leute jetzt nicht unbedingt gleich ein Herzkatheter bekommen sollen also mit Kontrastmittel und mit einem Schlauch quasi mit dem Katheter bis zum Herzkranzgefäß vorgeführt wird, dass man dann schon großzügiger ist und eine Computer-Trommografie der Herzkransgefäße macht weil man da mittlerweile schon sehr gut das erkennen kann.
00:57:29: Wie hoch kann man denn, weil wir jetzt auch so viele über diesen erblichen Faktor aber eben auch über die Lebensstilfragen gesprochen haben.
00:57:40: Wie hoch ist der Anteil an Lebensstile?
00:57:45: Das ist spekulativ.
00:57:48: Es ist ja nicht ein erblicher Faktor, das ist ja multifaktoriell.
00:57:52: und dann gibt es bestimmte Risikokonstellationen.
00:57:55: Sie können das schaffen wenn sie eine hohe Risikoponstellations haben haben sehr gesunden körperlich aktiven Lebensstil dass sie das so ein bisschen auffangen.
00:58:03: aber letztendlich muss man sagen die die genetisch günstiger von der natur ausgestattet sind Die sind halt meistens doch auch noch ein bisschen besser, selbst wenn sie nicht so viel Sport machen wie die, die genetisch schlecht ausgestattet sind und dann trotzdem viel sport machen.
00:58:20: Also man kann das ein bisschen senken aber das muss man ganz individuell sehen und das sind dann eher auch größere Studien.
00:58:26: also es gibt jetzt nicht... ich mach jetzt geht zum ersten Mal hier mach mal zwei drei gehen und dann weiß ich was los ist?
00:58:31: Also das ist sehr komplex!
00:58:33: Also generell dieses Thema ist doch sehr komplex.
00:58:37: Das wird auch immer auf Populationsebene getestet, also da werden hunderttausende Patienten getestete und dann ist das Risiko wenn man die eine Mutation hat ist das risiko einen Herzinfarkt zu erleiden verdoppelt oder so hoch, wie wenn man sie nicht hat.
00:58:55: Dann hat man aber natürlich ganz viele andere Risikofaktoren.
00:58:58: Dann haben wir vielleicht diese eine Mutation und noch Diabetes dazu.
00:59:01: Diabetes erhöht das Herzinfarkt-Risiko in Frauen nach der Menopause für Umstoppelte.
00:59:10: Das addiert sich dann oder subtrahiert je nachdem, dass es auf individueller Ebene fast gar nichts zu sagen.
00:59:19: Darf ich da meine Impfungen anbringen?
00:59:23: Was man nämlich tatsächlich sagen kann, wenn wir von Lebensstil sprechen und davon sprechen was gut ist für unser Herz.
00:59:33: Ein Faktor der wirklich einen enormen Einfluss hat sind Impfungen.
00:59:38: eine Grippe hat in den Wochen nach der Grippe erhöht das Herzinfarktrisiko je nachdem von welcher Population man spricht.
00:59:46: fünf bis fünfzehnfach Wenn ich eine Grippe habe, habe ich danach ein bis zu fünfzehnfach erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.
00:59:57: Das verhindert eine Impfung komplett und das kann eine Grippepimpfung sein, das kann auch eine Corona-Impfung werden.
01:00:03: Also wenn Sie irgendetwas heute mitnehmen, denn bitte machen Sie einen Terminaus im Haus aus für die Grippeimpfungen!
01:00:11: Das ist wirklich was, was sie tatsächlich und konkret machen können.
01:00:14: Gut, danke schön.
01:00:15: Ich habe im Vorfeld gesagt bitte nicht zu viel.
01:00:17: zum Biennienfugeln ist ein eigenes Kapitel und wird ja auch sehr kontroversiell immer wieder diskutiert und wir wollen heute natürlich bei der Herzgesundheit bleiben.
01:00:26: gegen Ende ist natürlich auch ein Thema sehr wichtig und spannend nämlich die künstliche Intelligenz in der Herzenmedizin.
01:00:35: wo stehen wir denn da?
01:00:36: Und was erwartet uns dann noch?
01:00:38: Ja ich kann mich erinnern so vor drei vier Jahren ging es drum normale EKGs wurden Dann haben Maschinen gelernt und dann konnte die künstliche Intelligenz vorhersagen, wer eine Herzrhythmostörung bekommt.
01:00:54: Nämlich Vorhofflimmern.
01:00:55: Die Ärzte haben das aber gar nicht aus dem EKG so rauslesen können.
01:00:59: Das ist das Eine, aber dann war ich jetzt auch im Kardiologenkongress in Deutschland im April, da gehe ich schon seit dreißig Jahren hin.
01:01:05: Und dann haben die gesagt, ja wie ist das beim Sportler mit dem EKG?
01:01:08: Weil die Sportler haben so ein bisschen anderes EKG.
01:01:11: Insbesondere wenn sie viel Sport machen, Ausdauersport und nennt sich das Sportler-EKG da bringt uns die künstliche Intelligenz noch nicht so viel.
01:01:19: Also da ist es wieder eher so.
01:01:20: Dann haben die gesagt, nee das kann doch nicht so gut erkennen.
01:01:24: also auf der einen Seite kann die künstliche Intelligenz was hervor oder etwas rauslesen.
01:01:28: was wir gar nicht so sehen gibt's ja insbesondere in der Radiologie in der Diagnostik CT MRT Da ist das super im EKG kann man was kennen.
01:01:39: Bei manchen kann man es dann vielleicht doch nicht so viel erkennen.
01:01:41: Also da sind wir im Moment noch in der Forscher- und Entwicklungsphase, also in zehn Jahren sieht die Welt bestimmt ganz anders aus.
01:01:49: Es ist ein Segen ich würde jetzt nicht immer der Karten je blind vertrauen weil am Ende des Tages eine große Rechnerleistung, die einfach anhand von statistischen Modellen irgendwie noch vorher sagen oder einen Aussage trifft.
01:02:01: und da muss man natürlich ein bisschen aufpassen, weil wenn die Maschinen falsch lernen ist vielleicht auch nicht so günstig.
01:02:07: Also da braucht es viel Manpower und viel Computer-Power um das gut zu machen.
01:02:13: aber ich denke dass wird uns schon weiter helfen.
01:02:16: Uns Menschen interessiert natürlich auch immer so das individuelle.
01:02:19: also welchen Faktor bringen wir mit?
01:02:22: oder was können wir eben auch persönlich tun?
01:02:25: Das haben wir heute ja auch schon angesprochen, dass das auch sehr unterschiedlich ist von Mensch zu Mensch.
01:02:29: Aber ich kenne mittlerweile auch Menschen in Sachen künstlicher Intelligenz die ihren Blut befunden, ChatGPD geben und sagen bitte mach mir eine Prognose an welchen Erkrankungen werde ich in Zukunft leiden?
01:02:43: oder was bildet sich denn jetzt schon ab?
01:02:46: Ist das aus ihrer Sicht sinnvoll?
01:02:49: Also das halte ich aus aktueller Sicht für nötig ... Erwarten jetzt, glaube ich auch alle für nicht sinnvoll.
01:02:58: Man muss halt wissen was die verschiedenen KI-Tools, die man benutzt können und nicht können.
01:03:03: JetGPT insbesondere ist ja ein, als nennt sich Large Language Model.
01:03:07: das heißt alles was dieses Ding macht ist Worte zusammen zu stückeln, die mit großer Wahrscheinlichkeit zusammen gehören.
01:03:17: Das heisst Das weiß nicht, was es da wirklich geschrieben hat.
01:03:23: Also die Tatsachen, die es da verbreitet, weiß das nicht, versteht's auch nicht.
01:03:29: Das setzt nur Worte zusammen und entsprechend würde ich dem natürlich jetzt nicht meine Diagnosen
01:03:34: anvertrauen.
01:03:35: Aber wir stecken dann natürlich noch total in den Kindheitsschulen mit dieser Entwicklung.
01:03:40: Keine Frage, aber was wir auch momentan in der Medizinunterforschung machen mit ganz vielen neuen Technologien ist, wir generieren Unmengen an Daten!
01:03:49: Wir haben jetzt neue Methoden, wo wir aus dem Gewebe einzelne Zellen sequenzieren können – das gesamte Genom einer Zelle sequenziren können, was die Machen wie die Magen.
01:03:59: Das sind einfach solche Unmängen an Daten in so vielen verschiedenen Dimensionen, unmöglich interpretieren kann.
01:04:07: Und da ist natürlich ... Da sind künstliche Intelligenz sehr, sehr hilfreich und die können da viel machen Schritt für Schritt jetzt momentan noch.
01:04:21: Wir sind nicht so weit, dass wir es wirklich für personalizierte Medizin einsetzen können aber ich gehe davon aus, dass das nicht mehr lange dauert weil die Entwicklung interessant.
01:04:32: Und da schließt sich die Frage an Todesursache Nummer eins derzeit noch.
01:04:37: Was wünschen Sie sich denn für die nächsten zehn Jahre?
01:04:41: Soll das mal nicht mehr Nummer eins sein, so zu sagen sollen wir da wesentliche Schritte vorwärts kommen?
01:04:47: was sind Ihre Forderungen, was sind ihre Wünsche?
01:04:50: Forderung und Wünsch ist gut.
01:04:53: Wünschen würde ich mir einfach dass es ermöglicht wird aktiveren körperlichen Lebensstil im Alltag auch leben können.
01:05:01: Das schließt also den Beruf ein, dass die Städte so gestaltet sind, dass wir wirklich gut und leicht körperlich aktiv sein können.
01:05:09: So wie das vielleicht mal früher war, wo es noch nicht so viele Autos gab, wo man dann halt mehr gemacht hat.
01:05:14: Das finde ich wichtig für mich persönlich als Forscher jetzt in Österreich der aus Deutschland im Jahr hierher gekommen ist.
01:05:21: hoch auf die Schmelz.
01:05:22: Ich würde mir wünschen, dass es sowas gibt.
01:05:26: Es gibt es in Deutschland, das muss aber nicht alles so wie in Deutschland sein.
01:05:30: Das ist auch nicht alles Gold, was glänzt.
01:05:32: Aber ich würde nur sowas wünschen wie eine Forschungseinrichtungen die nämlich ein Bundesinstitut für Sportwissenschaft ist wo genau diese Effekte untersuchen können.
01:05:43: Das eine ist Grundlagenforschung und dann gibt es die Vorderlinien, was eher mit der Industrie vielleicht ein bisschen gekoppelt ist.
01:05:50: Das ist einmal FWF oder FFG.
01:05:52: aber was uns so als jetzt mal Sportmediziner oder Sportwissenschaftler aus meiner Sicht so ein bisschen fehlt, ist diese angewandte Forschung.
01:06:00: jetzt, was körperliche Aktivität anbetrifft?
01:06:03: Da rede ich nicht nur von Leistungssportlern, ich rede von Gesundheitssport, ich redet von der Prävention Herzerkrankungen und Sport.
01:06:15: Und da brauchen wir einfach mehr Unterstützung, das ist Grundlagenforschung wird gut unterstützt auch mit der Industrie.
01:06:22: aber dass es das ist auch schwere Forschung weil das sind Trainingsstudien am Ende des Tages und Trainingstudien das kennen Sie als ein Tablettel über drei Monate jeden Morgen um acht Uhr nehmen Das geht einfacher als drei Monate am Stück immer körperlich aktiv zu sein und da brauchen Wir Unterstützung vom Staat.
01:06:40: Gut Dankeschön Frau Sattler.
01:06:42: ihre Ihre Wunschliste wie Schatiros.
01:06:45: Ich stimme nicht ganz zu, mit der gut aufgestellt sein Grundlagenforschungsfinanzierung.
01:06:50: Da könnte man durchaus noch was machen.
01:06:53: Aber wir können natürlich forschen so viel wir wollen.
01:06:57: Wir können noch mehr Sachen wieder gutmachen mit neuen Medikamenten.
01:07:04: Aber ich glaube, das wäre wichtig und wenn ich etwas dazu sage, hätte ich viel strenger mit den Präventionsmaßnahmen.
01:07:13: Etwas zu verhindern ist immer noch viel besser als etwas zu heilen, dass dann schon da ist.
01:07:19: Wir brauchen mehr Bewegung in den Schulen, wir brauchen Bewusstseinsbildung für eine gesunde Ernährung und was Sport machen bedeutet.
01:07:30: Menschen geben, so gehen schon auch bevor sie überhaupt anfangen.
01:07:33: Weil Sie glauben, Sie müssen jetzt jeden Tag eine Stunde laufen aber dass jetzt das Spazieren gehen mit der Freundin am Nachmittag auch völlig in Ordnung ist dessen sind sich viele Leute gar nicht bewusst.
01:07:45: ich glaube da müsste man ansetzen dass wir einfach diesen gesunden Lebensstil wieder ermöglichen Und auch vielleicht mitunter ein bisschen zwingen.
01:07:57: Okay, also fördern in jedem Fall
01:08:00: positiv
01:08:01: auszudrücken.
01:08:03: Mein Traum wäre so eine Überschrift wie Österreich wird fit und wir machen über ganz Österreich einen Programm.
01:08:11: Früher war das Matriming Hunderdreißig.
01:08:14: ja was... Bundesweit sind neun Millionen in Österreich, das würden wir gut hinkriegen.
01:08:18: Es ist ein schönes Land!
01:08:19: Es kommen ganz viele Fußball-Bundesliga-Mannschaften nach Österreich ins Trainingslage im Sommer.
01:08:24: Das müssen wir doch hinkregen... Der
01:08:25: ORF macht so was – fünfzig Tage Bewegung bis zum Nationalfeiertag und wir versuchen damit mit unseren Publikum gemeinsam auch in diese Bewegung aber natürlich auch eine Ehrung mit hineinzukommen.
01:08:36: Nicht nur ORF?
01:08:37: Regierung
01:08:38: muss
01:08:38: das machen.
01:08:39: Das wäre natürlich schön, auf alle Fälle.
01:08:41: Wir haben heute gelernt, Herzgesundheit ist viel mehr als Medizin.
01:08:44: Es ist eben auch der Lebensstil und natürlich immer wieder die Frage nach der Forschung und wie wir selber diese Verantwortung übernehmen können.
01:08:53: Herzlichen Dank, dass Sie heute hier im Kabarett Simpel im Wissenschafts-Talk am Puls waren.
01:08:59: Herzliche Dank an meine beiden Gäste, dass sie sich die Zeit genommen haben!
01:09:04: Vielen herzlichen Dank.
01:09:10: Das war die Aufzeichnung der Veranstaltung am Puls über das Herz in seiner Gesundheit aus dem Kabarett Simple vom 22.
01:09:17: September 2025.
01:09:19: auf der Bühne waren Susanne Sattler, Jürgen Scharhag und Jasmin Dolati.
01:09:23: Diese Veranstaltungen fanden als Kooperation des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit dem ORF Radio Wien statt.
01:09:30: Weitere Geschichten aus der Forschung und Folgen unseres Podcasts findet ihr auf scilog.fwf.ac.at.
01:09:37: Ciao baba!
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