Talk – Stadt, Land, Lebensraum – Wohnen im Wandel
Shownotes
In dieser Folge von Was wir wissen präsentieren wir eine Aufzeichnung der Talk-Reihe "Am Puls" mit dem Titel "Stadt, Land, Lebensraum – Wohnen im Wandel" vom 2. Dezember 2024.
Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie beheizen und kühlen wir unsere Wohnräume energieeffizient? Wie müssen unsere Lebensräume gestaltet werden, damit wir kühlenden Grünraum und kurze Wege in unserem Alltag haben? Welche neuen Formen des Wohnens benötigen wir angesichts steigender Temperaturen und zunehmenden Wohnungsbedarfs?
Unter der Moderation von ORF-Programmchefin Jasmin Dolati diskutierten die Architektin Renate Hammer vom Institute of Building Research & Innovation und der Raumplaner Alois Humer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften über neue Ideen und Konzepte, wie wir in Zukunft wohnen werden.
Diese Veranstaltung fand im Kabarett Simpl in Wien in Kooperation mit dem ORF-Radio Wien statt.
Veranstaltung: Am Puls – Stadt, Land, Lebensraum – Wohnen im Wandel
Kontakt: podcast@fwf.ac.at
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Dieser Podcast ist im Auftrag des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF entstanden.
Redaktion und Produktion in redaktioneller Unabhängigkeit: Francesca Grandolfo und Thomas Zauner
Redaktionelle und technische Unterstützung: sisigrant
Musik: Kaspar Arens
Visuelle Gestaltung: HammerAlbrecht
Transkript anzeigen
00:00:11:
00:00:32: Hallo und willkommen zu einer neuen Talk-Folge von Was wir wissen.
00:00:36: Mein Name ist Thomas Zauner, hier stellen wir euch Aufzeichnungen von Veranstaltungen des Wissenschaftsfonds FWF vor während wir schon an der nächsten Staffel arbeiten.
00:00:46: In dieser Folge geht es darum wie wir in Zukunft wohnen wollen.
00:00:49: Dabei gibt es viele Fragen zu diskutieren Wie können wir effizient kühlen und heizen?
00:00:55: Wie schaffen wir kurze Wege für Erledigungen im Alltag?
00:00:58: Und wie müssen wir das Wohnen an den Klimawandel anpassen?
00:01:02: Diese Fragen und noch viel mehr diskutierten Renate Hammer, Architektin vom Institute of Building Research and Innovation.
00:01:09: Und Alois Humer, Raumplaner von der österreichischen Akademie der Wissenschaften.
00:01:14: am 2. Dezember 2024 in Kabarett Simple in Wien moderiert hat Jasmin Dolati, Programmchefin des ORF Radio Wien.
00:01:23: Diese Veranstaltung der Reihe am Puls fand als Kooperation zwischen dem österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und dem ORF Radio Wien statt.
00:01:32: Viel Spaß beim Hören!
00:01:43: Herzlich willkommen zu einem Wissenschaftstag am Puls, zu einem Thema das uns diesmal wirklich alle angeht.
00:01:50: Es geht nämlich ums Wohnen.
00:01:52: wie wollen wir heute aber vor allem auch in Zukunft wohnen?
00:01:57: Welche Herausforderungen in Sachen Kühlen aber auch Heizen sind zu bewältigen und wie können und sollen Lebensräume gestaltet werden damit wir einerseits möglich kurze Wege haben, aber eben auch grüne Lebensräume.
00:02:14: Das wäre doch schön wenn man das so auf den Punkt bringen könnte.
00:02:19: Es gibt neue Entwicklungen in Sachen Wohnen Aber wie sieht denn die Situation im Ballungsraum Wien aus?
00:02:27: Und das sind jetzt nur einige der vielen Fragen zum Thema Wohnen im Wandel Nachdem es so viele verschiedene Anforderungen gibt Und man oft den Eindruck hat, dass nicht alle Kräfte an einem Strang ziehen.
00:02:43: Ich freue mich sehr auf meine heutigen beiden Gäste.
00:02:48: Das ist die Architektin Renate Hammer.
00:02:51: Sie leitet das Institut für Building Research und Innovation in Wien.
00:02:56: Herzlich willkommen noch mal!
00:03:01: Danke schön.
00:03:02: Und Raumplaner Alois Humer, er leitet seit Jahrzehntech eine Arbeitsgruppe zum Thema nachhaltige Stadtregionen an der österreichischen Akademie der Wissenschaften.
00:03:15: Herzlich willkommen auch an Sie nochmal!
00:03:19: Ich habe mir gedacht, wir steigen mit einer spannenden Frage ein.
00:03:22: Es ist ja immer interessant wie die Gäste wie Experten und Expertinnen auch ihre eigene Situation beurteilen und bewerten.
00:03:30: Und da möchte ich Sie beide jetzt gleich zu Beginn fragen Wie Sie persönlich Ihre Anforderungen definieren zum Thema Wohnen?
00:03:39: Darf ich bei Ihnen beginnen?
00:03:42: Ja das ist meiner persönlichen Geschichte.
00:03:44: es ist einfach so dass ich an sehr sehr vielen unterschiedlichen Orten gewohnt hab von einer sehr kleinen Mietwohnungen bis zu einem noch kleineren Zimmer in Tokio aus einer dreißig Millionen Stadt, bis auf eine relativ gemütlichen Wohnung in einem Schweizer Bergdorf.
00:04:01: Und ich habe aus dieser Lebensgeschichte meines Wohnens mitgenommen dass es wirklich darauf ankommt in welcher Situation man gerade ist und für diese Situation muss die Wohnung passend sein.
00:04:13: Also die Lebensphasen, die auch entscheidend sind?
00:04:16: Ja, sehr unterschiedlich und gerade die Herausforderung dass meine beiden Kinder aus der großen Wohnung jetzt draußen sind und ich mich fragen muss was passt denn jetzt in Zukunft für mich?
00:04:26: also das ist gerade für mich spannend.
00:04:27: Du
00:04:28: musst wahrscheinlich auch ein bisschen schon auch in die Zukunft schauen nicht also welche nächste Lebensphase hat man denn?
00:04:34: wie schaut die aus?
00:04:35: Was möchtest du da haben?
00:04:36: Man muss sich das glaube ich immer wieder fragen, ob es sein soll
00:04:40: Herr Humer Wie schaut's dem bei Ihnen aus?
00:04:42: Na ja, bei mir geht es vielleicht nicht um die eigenen Wohnungsbedürfnisse so sehr wie eher für unsere kleinen Kinder.
00:04:49: Also dass man eben auch familiengerecht wohnen ist derzeit in dieser Lebensphase.
00:04:53: Also
00:04:54: Sie haben zwei kleine Kinder?
00:04:55: Genau!
00:04:55: Die gehen gerade in die Volksschule und wollen natürlich auch Aktivitäten haben und es uns wichtig in einer guten Nachbarschaft zu sein wo vielleicht auch Sport Sportvereine in der Nähe sind und Schulwege in Ordnung sind.
00:05:14: Das war natürlich dann in früheren Lebensphasen, waren wieder andere Dinge wichtig für das eigene Wohnen und wird auch wiederkommen...
00:05:23: Wie wir schon gehört haben!
00:05:25: Und Sie sind so ein bisschen an den Stadtrand gezogen?
00:05:28: Genau ja es hat uns tatsächlich dann rausgezogen aus Wien.
00:05:32: Da sehen wir jetzt eigentlich auch schon beim Thema so quasi auch schon mittendrin, nämlich Stadt und Land.
00:05:40: Sie kennen das vielleicht auch von ihrer Situation?
00:05:44: Lebenswelten oder auch Lebensphasen, vielleicht beginnt man zunächst in der Stadt und zieht dann irgendwann aufs Land so wie wir jetzt bei Ihnen gehört haben.
00:05:53: Natürlich gibt es auch das umgekehrte Modell.
00:05:55: aber spannend ist es ja da auch welche Trends es gibt in Sachen Stadtentwicklung.
00:06:03: und darf ich Sie jetzt auf beide gleich fragen also auch statt Land was die Trends angeht?
00:06:09: Wie schaut's denn aus?
00:06:11: Also ich glaube auch vom Von den Migrations-, von den Wanderungsbewegungen ist es oft mehr als einmal.
00:06:19: Es gibt auch zügliche Wege, dass zuerst vielleicht von der weiteren Peripherie vom ländlichen Raum in die Stadt hinein zur Ausbildungszwecke und dann später ins Suburbier, ins Suburbanenraum diese diese demografischen Trends oder wie sich die Bevölkerung zu welchen Lebensphasen wohin entscheidet, zu wohnen.
00:06:43: Die werden diverser und somit können wir immer weniger Stadt- und Land voneinander unterscheiden eigentlich beziehungsweise in diesem, Sie haben es sehr schön gesagt auch dieser Akklimationsraum Wien oder diese Stadtregion Wien, die eher ein Kontinuum ist und ineinander übergeht.
00:07:02: Ich
00:07:04: möchte betonen, dass unsere Arbeit mit Wohnenden uns ganz deutlich gezeigt hat.
00:07:11: Dass es wirklich enorme Unterschiede gibt zwischen wohnen im städtischen Bereich und wohnend im ländlichen Bereich.
00:07:17: Wir haben zum Beispiel eine Forschung gemacht zu Energiearmutsgefährdungen Und das gibt ein wirklich ganz unterschiedliches Bild.
00:07:26: Am Land sind das so oft ältere, alleinstehende Personen die in einem Einfamilienhaus leben, dass sie einfach nicht mehr beheizen können.
00:07:33: In der Stadt sind es oft Alleinerziehende, die im beengten Raum wohnen und trotzdem dort eben in Energiearmut geraten.
00:07:43: Das ist ein wirklich ganz unterschiedliches Settings, den man sich anschauen muss Und der Trend ist aktuell und das ist für mich nicht ganz unkritisch zu sehen, einfach diese Urbanisierung.
00:07:56: Also wie ich Architektur studiert habe hier in Wien angefangen hab, die Frage war ja, die europäischen Städte sterben aus?
00:08:05: Was macht man mit den schrumpfenden Metropolen?
00:08:08: Jetzt ist das Pendel ganz in die Anerrichtung geschwungen alles zieht in die Agglomerationen und ich glaube dass es im Moment relativ ungebremst Und das wirkt schon die eine oder andere Herausforderung sowohl für die Städte wie eben auch für die ländlichen Gebiete.
00:08:27: Sie haben uns angesprochen, dass ja viele ältere Menschen in den ländlicheren Regionen oft in großen Häusern sitzen weil eben früher war die ganze Familie da früher waren vielleicht auch mehrere Generationen da.
00:08:40: irgendwann ist man dann alleine.
00:08:43: Da ist schon ein bisschen dieser Aspekt, ich weiß nicht ob Sie dazu auch was sagen können.
00:08:48: Aber mir kommt schon vor dass man in Österreich nicht so gern übersiedelt.
00:08:53: also wenn man jetzt zum Beispiel das mit den USA vergleicht da denke ich hat man viel mehr Bereitschaft immer wieder mal neu anzufangen wo neu hinzugehen und neuen Wohnraum zu schaffen.
00:09:05: Mir kommt immer vor in Österreich ist es alles noch nicht so ausgeprägt
00:09:11: im letzten Bericht aus der Stadt-Umland-Konferenz, wo es genau um dieses Thema geht.
00:09:16: Es ist angeklungen das erste Impuls sozusagen in die Stadt zu kommen, der dann eben einfach auch häufig anhält, die Ausbildung ist also man geht zum Lernen, zum Studieren in die Stadion kommt verändert zurück oder eben nicht mehr zurück.
00:09:34: und was bleibt?
00:09:35: Ist ein Zurück bleiben am Land von einer Generation, die eigentlich keine Motivation hat sich großartig zu verändern.
00:09:43: und da kommen diese grundsätzlichen Probleme der Alleinstehenden im Großen eigentlich für die Familie zugeschnittenen Haus im ländlichen Raum.
00:09:52: Und da ist ja auch noch mal das Thema Mobilität ein großes Thema.
00:09:56: Denn gerade in so einem Setting, also ich glaube wir kennen alle Menschen die eben genau in so einen Setting drinnen sind schon älter sind im ländlichen Raum sind vielleicht eben ein großes Haus bewohnen und dann steht das Auto vor der Tür weil man natürlich immer gewohnt war ins Auto zu steigen und wohin zu fahren.
00:10:12: nur die Menschen werden dann älter und dann ist das Autofahren auch nicht ganz so leicht.
00:10:16: Das heißt also Mobilität spielt jetzt in diesem Setting natürlich nochmal eine ganz andere und besondere.
00:10:22: aber generell ist Mobilität ein Riesenthema, wenn wir über das Wohnen reden?
00:10:28: Ja natürlich.
00:10:29: Weil die Wohnung jenseits der eigenen vier Wände oder eben gemieteten oder Eigentumsvierwände und das ist dann glaube ich einen Unterschied auch in wie es unsere Gesellschaft hat oder hält mit Umzugswünschen Da ist unsere Gesellschaft nicht so mobil wie vielleicht die amerikanische, dass man vielmals auch dann im späteren Lebensphasenwohnheit wechselt.
00:10:59: Und somit ist es aus strategisch-planerischer Sicht schwierig wenn die Gesellschaft selber nicht so mobile ist, mobile im Sinne von Umzüllen dass dann unter anderem das weitere Wohnumfeld, wo auch öffentlicher Verkehr und verkehrliche Mobilität dazu gehören sich immer wieder anpassen muss oder Lösungen finden muss für Haushalte die auch bleiben.
00:11:27: sich verändern dann über die Jahrzehnte.
00:11:30: Und da ist natürlich auch die bauliche Lösung immer ein Riesenthema, also nachhaltige Mobilität Stichwort meine ich jetzt auch in Bezug auf Lademöglichkeiten der Elektroautos aber eben auch Fahrradmöglichkeiten.
00:11:48: das spielt ja alles in den letzten Jahren nochmal eine stärkere Rolle.
00:11:56: Prinzipiell gilt es in der guten Regionalplanung, den Umweltverbund zu stärken.
00:12:02: Also dass man Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht oder vielleicht mit dem E-Bike dann ja?
00:12:08: Oder mit dem öffentlichen Verkehr im Sinne eines Massentransportmittels aber da wo eben die wie gewisse Wohntichte nicht vorhanden ist, braucht es trotzdem individuelle Lösungen.
00:12:18: Aber das muss nicht dann unbedingt das eigene Auto
00:12:22: sein.".
00:12:23: Und die Freizeit ist auch ein wichtiges Thema?
00:12:27: Ja, weil gerade in Hinsicht auf Mobilität und Mobilsein – wir haben auch festgestellt im Forschungsprojekt bei uns in der Gruppe dass gar nicht so sehr die eigentlichen Pendelwege oder diese täglichen Wege von A nach B, auch die Versorgungswege, die sich eingespielt haben.
00:12:45: Die werden gar nicht mehr so stark mit individuellem motorisierten Verkehr zurückgelegt.
00:12:50: Es sind eher dann diese einmaligen wege oder die am Tagesrand, die am Wochenende zu vielleicht Freizeit- und Naherholungszwecken um soziale Kontakte zu pflegen... Da ist es noch schwieriger eigentlich für den öffentlichen Verkehr ein taugliches Angebot zu leisten, wenn man nicht in der Dichte der Stadt
00:13:13: ist.
00:13:14: Jetzt gibt es natürlich immer wieder auch viele Umfragen und auch Studien welche Anforderungen Menschen so generell ans Wohnen haben.
00:13:23: Viele die ja auch in Wien diesen Speckgürtel wie es heißt gezogen sind, die sagen oft, ich bin gar kein Niederösterreicher oder Niederöstereicherin oder keine Bodenländerin.
00:13:37: Weil ich wohne zwar dort ja aber ich fahre doch immer nach Wien weil dort mein Arbeitsplatz ist.
00:13:43: das heißt also Die ganzen Pendler und Pendlerinnen spielen da eine große Rolle.
00:13:48: Wir wollen ja da möglichst schnell, aber auch kostengünstig und energiefreundlich zum Arbeitsplatz kommen.
00:13:55: Und da gibt es, Herr Humer, auch eine spannende Studie die fünfzehn Minuten Stadt.
00:14:02: Da hat man untersucht wie weit in diesen fünfzeh Minuten muss alles irgendwie erreichbar sein was der Mensch braucht.
00:14:08: erzählen Sie ein bisschen mehr?
00:14:09: Ja, also man kann es einerseits sagen wenn man will die fünfzehn Minuten statt messen oder so wie sie eben aus Paris kommend entstanden ist als planerisches Leitbild.
00:14:20: Also man will dorthin dass man städtische Nachbarschaften aber auch Orte vielleicht im ländlichen Raum wäre auch anwendbar dort eine Situation kreieren kann das innerhalb von fünfzehminuten die wichtigen Wege die täglichen Wege des Alltags möglich werden, sich versorgen.
00:14:40: Auch soziale Kontakte pflegen bis hin eben Pendeltistanzen zu schauen oder zumindest an Hubs zu kommen damit ich ihn weiter pendeln kann.
00:14:50: Also
00:14:50: da geht es jetzt mal um Arzt und Apotheke, um Einkaufen so täglicher Alltagssache?
00:14:55: Ja Schule ja.
00:14:59: Und gibt es mehr und mehr empirische Studien dazu auch.
00:15:05: Wien ist ja tendenziell da im Vorderfeld zu finden, auch im europäischen Vergleich sicherlich auch mit Ausschlaggebend dass die Stadtplanung in Wien sehr lange schon auch die Stadt der kurzen Wege als Leitbild verfolgt hat.
00:15:18: das ist ja artverwandt auch mit den fünfzehn Minuten statt.
00:15:23: multifunktionale Erdgeschoss Zonen gute Fußwege, gute Radwege.
00:15:31: Wir wissen der Stadtplanung eigentlich ganz genau was gut ist aber es ist eben nicht so einfach immer das auch in die Tat umzusetzen.
00:15:40: Es hat da einen konzeptionellen Wechsel gegeben.
00:15:44: also wenn man sich die traditionelle Stadt anschaut dann war ja zwangsweise sozusagen arbeiten und wohnen einfach weil so was wie einen Autoradius des Pendelns nicht gegeben hat.
00:15:58: Und dann hat man sich überlegt, wäre doch wirklich sehr fein dieses mit Lärm und Staub- und Transportverbundene Arbeiten vom Wohnen zu trennen?
00:16:09: Das war eine Tendenz die man sehr intensiv verfolgt hat in einer Zeit wo das Auto sozusagen als Lösung des Problems angesehen wurde.
00:16:18: Und jetzt muss man diesen Move wieder ein bisschen zurück machen, einfach weil man doch erkennt dass das Fahrzeiten mit sozialer Einschränkungen verbunden sind.
00:16:28: Dass man einen Auto erstmal haben und sich leisten können muss, dass es Platz braucht, dass das Umweltverträglichkeitsprobleme mit sich bringt und versucht die Verschränkung weder... Jetzt müssen wir, die wir gewohnt waren in sehr klinen geruchsfrei lärmfreiehnlichen Ambienten zu wohnen wieder mit Dingen zurechtzukommen, die vielleicht lauter sind.
00:16:52: Denken sie nur?
00:16:54: Reicht schon wenn in der Nähe ein Lokal ist wo dann steht ab zehn Uhr Pst und ähnliches.
00:17:01: also es wird ein ganz spannender Prozess das wieder zusammenführen und auch das Kompromiss finden
00:17:09: Auch dieses Miteinander, da können wir später auch noch darauf eingehen.
00:17:12: Ich denke auch alleine die Vorstellung, weil sie das jetzt mit dem Autoautomobil angesprochen haben, da wurde ja lange das verkauft als super individuelle Lösung.
00:17:23: Jeder sitzt für sich im Auto hat eben auch da keine anderen Gerüche, keine anderen Menschen kann mit sich die Zeit verbringen um auf den Weg zum Arbeitsplatz oder Freizeit zu kommen und jetzt ist genau das Umgekehrte.
00:17:39: Das finde ich total spannend, wie eben diese Lebenswelten auch hier ja schon so ausschlaggebend sind.
00:17:47: Da möchte ich Sie auch fragen, wie das denn so mit dem Miteinander – dass einerseits ja oft von Vorteil ist, wie wir gehört haben – aber nicht immer so super von Vorteile ist?
00:17:58: Man kann sich es halt dann auch nicht immer genau aussuchen!
00:18:01: Wie ist das und welche Herausforderungen sehen sie denn da was das Zusammenleben angeht?
00:18:09: Naja, also prinzipiell ist ja ein soziales Attribut der Stadt die Anonymität.
00:18:18: Also auch die Internationalität, Diversität, wie eine Einspielung war.
00:18:25: man kann runtergehen und sich zusetzen und trifft auch die Nachbarn.
00:18:29: das mag schon so passieren muss aber nicht sein.
00:18:34: Man kann sich schon aktiv in einer Gemeinschaft finden oder nicht?
00:18:37: Ich glaube in Wien wird gerade viel auf Kretzel-Ebene, Kretzelmanagements Ebene gemacht.
00:18:45: Dass sich Nachbarschaften auch treffen die auch zusammen etwas machen können vielleicht auch unter Einbindung von Schulen vor Ort damit es auch Möglichkeiten gibt für die, die wollen.
00:18:57: Auch die Anonymität ein bisschen zu bekommen.
00:19:00: Wahrscheinlich ist das auch ein bisschen leicht wenn man Kinder hat.
00:19:03: Da ist wahrscheinlich auch mit den Kindern der Bezug nicht so anderen Leuten, die auch Kinder haben da kommt man vielleicht schnell ins Gespräch oder natürlich auch einen Hund.
00:19:11: Das funktioniert glaube ich immer ganz gut.
00:19:14: Aber dieses Miteinander ... das ist ja auch ein großes Thema in Sachen Generationen Dass das jung und alt, da gibt es ja auch viele spannende Konzepte.
00:19:28: Ich mit vielleicht eine ganz spannende Einsicht, die wir im Vorfeld der IBA gemacht haben – also die internationale Bauausstellung, die sehr zu den Fragen des sozialen Zusammenlebens gearbeitet hat in Wien.
00:19:42: Da haben wir eine Studie gemacht, die heißt wie wir wohnen wollen?
00:19:45: Und eine der Fragen und Beobachtungen, die Grünraum, der wohnanlagen zugeordnet ist oft gar nicht wahrgenommen wird.
00:19:59: Also von diesen hundert Wohnungen die wir da begleiten durften über eine ganze Woche hinweg dann Rund ein Drittel der Bewohnerinnen haben gesagt, sie haben ja überhaupt keinen grünen Raum.
00:20:10: Dann hat man nachgefragt aber schau doch doch diese Anlage hier.
00:20:14: Ahja
00:20:14: naja das ist nicht meine.
00:20:16: also da hat dieses Aneignen nicht funktioniert.
00:20:19: Das nächste Drittel hat gesagt Ja ich weiß dies da aber ich gehe dann nicht hin wenn er danach gefragt dass dann kommen genau diese Gruppierungen, da sind die Hundezonen.
00:20:31: Da will man mich nicht oder das sind die Kinder, die sind mir zu laut und da braucht es eine gewisse Form von Moderation.
00:20:41: also über einen Gretzelbildung, die ein bisschen moderiert wird oder was man jetzt zum Beispiel auch versucht in neuen Entwicklungsgebieten mit Wohngruppen.
00:20:54: Die sich also vorher schon kennen und dann dort so einen sozialen Nukleus finden.
00:20:59: Und ich denke als eine Aufgabe der Planung und Entwicklung wird es schon auch darum gehen, diese strikten Begrenzungen ein bisschen aufzuheben.
00:21:10: Wir haben dann in den Siedlungen uns angeschaut wie viel hier darfst du nicht?
00:21:14: Hier solltest du nicht Schilderes gibt!
00:21:16: Das
00:21:17: kann
00:21:18: man vielleicht
00:21:19: schon
00:21:19: sehr viele machen.
00:21:21: Hier darf's nicht, hier darfs nicht genug wenn nicht widersprochen und so.
00:21:25: Also das braucht schon eine Kultureränderung.
00:21:28: aber sich zum neuere Entwicklungsgebiet anschaut, glaube ich ist da schon eine Bewegung drinnen.
00:21:36: Aber da höre ich schon auch raus dass wir Hilfe brauchen weil sie gesagt haben der Brauchtsmoderation, der braucht Menschen die vermitteln auch?
00:21:43: Ja glaub ich und es ist ein ganz spannender Generationenwechsel zu beobachten.
00:21:50: also der Wunsch wie gewohnt wird entwickelt sich schon rasant.
00:21:56: Da können wir vielleicht auch anknüpfen, was die Küche angeht?
00:22:00: Gibt es ja auch eine sehr interessante Studie, die Sie gemacht haben?
00:22:04: Das war so in dem Kontext eben da über.
00:22:08: Da haben wir also die wichtigsten Aufenthaltsbereiche in Wohnungen erfragt und ganz spannend Wo ist man am längsten?
00:22:18: Wir haben also so Wohnprotokolle gemacht, wo die Leute wirklich aufgezeichnet haben.
00:22:22: Wo sie sind und wie lang sie da sind.
00:22:24: Am längstens mal im Schlafzimmer.
00:22:26: Das fällt uns nicht auf, weil dort schlafen wir.
00:22:29: Trotzdem wäre es wichtig sich zu überlegen, Wiesen das konditioniert aber dann kommen vielleicht noch dazu.
00:22:34: Also wie laut, wie still, wie luftig alles das.
00:22:38: Wenn man aber gefragt hat... Wie wichtig ist dir ein Raum?
00:22:42: Dann waren ganz speziell die Auseinandersetzung eben mit der Küche, weil da gab es eine Gruppe der Küchenliebhaber, die gesagt haben das ist mein Hobby und Gesellschaft.
00:22:52: Und gemeinschaftlich brauchen wir auch eine Riesenküche.
00:22:54: Die anderen sagten dann, ich koch nicht!
00:23:00: Also aus der Ausgabe heraus einen Wohnungsgrundrisse entwickeln zu sollen, ist das schon spannend.
00:23:08: Ja, das kann ich mir gut vorstellen.
00:23:10: Der Trend ist ja auch schon länger diese Wohnküchen nicht?
00:23:15: Also dass die Küche eigentlich schon integriert ist ins Wohnzimmer... Das war ja früher wenn man so sechziger-siebziger Wohnungen anschaut gar nicht der Fall.
00:23:24: da gab es ja immer die extra Küche Und viele sagen ja auch heute, dass die Kehrseite der Medaille die ist.
00:23:31: Dass halt der Wohnraum dann oft nach Essen riecht?
00:23:35: Gibt es da ... Ist das immer noch so im Trend dieses gemeinsame ...
00:23:40: Also aus dieser Studie ging eben heraus, dass es wirklich ganz unterschiedliche Kulturen gibt was die Küche angeht.
00:23:49: Auch dass das Badezimmer betrifft.
00:23:50: Das Badezinme ist also meistens der kleinste Raum im Setting.
00:23:55: der, wo man am wenigsten ist.
00:23:56: Und wir haben dann gefragt, wo würden Sie denn wenn sie zehn Quadratmeter zuschlagen könnten?
00:24:01: Wo würden Sie die da zuschlagen?
00:24:03: und da kam ganz oft das Badezimmer mit dem Wunsch nach... Wellness und Fitness.
00:24:13: Das wurde da dazu gepackt sozusagen, das war also die zweitwichtigste sozusagen Vergrößerung.
00:24:20: Die andere war und das finde ich auch ganz spannend wenn zehn Quadratmeter dazu dann in einem eigenen Zimmer weil ich möchte irgendwo einen Raum haben und zehn Quadrate sind nicht viel.
00:24:31: Ich möchte irgendwann ein Raum haben wo ich nur mit mir das machen kann was persönlich will.
00:24:37: Also auch so eine Individualisierung, da war eben von Schlagzeugspielen bis in Frieden Yoga machen oder auch nur nix machen müssen.
00:24:47: Es ist wirklich eine Individualisierung.
00:24:50: dieses klassische Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und zwei Kinderzimmer.
00:24:55: Das ist seltenst passend.
00:24:59: Und der Wunsch sich auch abzugrenzen oder allein zu sein mit dem was man vorhat.
00:25:04: Wahrscheinlich kann ich mir gut vorstellen da kann man die Türe zumachen.
00:25:09: Wenn jemand kommt sieht er nicht was in diesem Kämmerchen verstaut und versteckt.
00:25:15: ist das
00:25:16: vielleicht
00:25:17: auch ein Wunscht?
00:25:18: Was ihm angesprochen spannend ist das Thema Schlaffraum.
00:25:21: Was ist da herausgekommen?
00:25:23: Auch wieder zwei Gruppen, ziemlich gleich groß.
00:25:26: Die einen, die gesagt haben also wenn zehn Quadratmeter dazu dann im Schlafraum und zwar immer mit dem Hintergedanken dass man dort das eigentlich ein großer Raum ist den ich doch auch tagsüber nutzen kann.
00:25:39: Also zum Beispiel schreibt es da dazu Und die anderen, wie gesagt haben bitte im Schlafzimmer schlafe ich nur.
00:25:46: Nimm doch da die zehn Quadratmeter weg dann ist so groß für mein Bett und ich hüpfte hinein und fertig.
00:25:51: also auch da beide Varianten möglich.
00:25:55: Auch spannend!
00:25:57: Jetzt müssen wir zu einem ganz wichtigen Punkt kommen, der natürlich für uns alle relevant ist.
00:26:02: Nämlich Klima, Heizen und nachhaltiges Wohnen.
00:26:07: letztlich hat uns der Klimawandel kann man schon sagen schneller als uns lieb ist gezeigt dass es neue Konzepte braucht.
00:26:15: Wien hat hier wirklich ambitionierte Ziele gesetzt.
00:26:19: aber wie fließen diese denn in Raumplanung und auch neue Wohnbauprojekte ein?
00:26:26: sind Sie beide davon mit Ihnen beginnen?
00:26:28: Ja, vielleicht so von der regionalen Ebene gesehen.
00:26:33: Trotz, vielleicht Fortschritt auch natürlich in passiv energieweise oder sehr energieeffizienteren Siedlungen werden wir trotzdem viel Energie brauchen in der Zukunft, vielleicht auch mehr noch.
00:26:47: Wir haben eben nochmal mehr Mobilitätsbedürfnis und so weiter.
00:26:53: Wir wollen das aber mit einer Energiewende schaffen als Gesellschaft, also erneuerbare Energien ausbauen und da sollen die Energiequellen nahe an den Verbrauchern sein.
00:27:07: Wo ist das?
00:27:08: Das ist wahrscheinlich im direkten bis nicht so weiten Stadtumland eigentlich wo sich dann auch Photovoltaikanlagen mit Windrädern treffen sollten.
00:27:18: Wasserkraft ist natürlich auch sehr wichtig und dann ist das alles eine Frage des Zwischenspeicherns, des Abfederns von Tages- und Saisonverlaufen.
00:27:29: Also da haben wir schon einiges zu tun.
00:27:32: auch die österreichische Raumordungskonferenz hat sich auch schon Gedanken gemacht über Energieraumplanungen und auch Kolleginnen und Kollegen an der TU Wien.
00:27:45: auch den Raum mitdenken muss, woher die Energie eigentlich kommen soll.
00:27:49: Das Ganze auch mit einem Mobilitätskonzept in Kombination und somit integrierten Siedlungskonzept eigentlich.
00:27:56: Es ändert sich ja auch in den Wohnungen einiges nicht?
00:27:59: Also wenn wir uns noch erinnern früher die großen Heizkörper waren normal heute haben wir die meisten Wohnungen schon Fußbodenheizung.
00:28:07: also auch da plötzlich entsteht ja auch da eine andere Raum.
00:28:12: Was was wir merken ganz schnell jetzt mitgedacht werden muss, ist neben der Wärme.
00:28:18: Wo ich mal Salope habe, die wir wüssten zumindest wie es geht... ...ist die Kühlung.
00:28:25: Das nimmt also jeder wahr!
00:28:26: Wir brauchen in der Stadt überwärmt schneller und mehr als das Umland, wissen auch diesen Urban Heat Island Effekt.
00:28:36: Und wir sind vor allem in der Nacht uns wohl zu fühlen davon abhängig dass wir gewisse reduzierte Temperaturen haben.
00:28:47: und jeder, der jetzt im Sommer sozusagen wahrnimmt wie wenig wir abkühlen in manchen Ballungsbereichen der Stadt weiß dass es in Zukunft nicht nur ums heizen sondern auch zunehmend immer stärker um's kühlen geht.
00:29:02: Und da wird mit dem Klimawandel doch ganz spannend wie wir dafür Energie bereitstellen.
00:29:09: Da geht vor allem um elektrische Energie Und vor allem, was wir mit der Abwärme machen.
00:29:14: Weil eine Wohnung funktioniert, sagen wir uns jetzt mal ganzer Lob auch wie ein Kühlschrank.
00:29:18: wenn ich es drinnen kühlen haben will habe es hinterm Kühl schrank warm.
00:29:22: das heißt bei den allermeisten Technologien muss sich mit der Wärme dann irgendwo hin.
00:29:28: viele sind luftgestützt das heißt es kommt die warme Luft in den Stadtraum und dort darf ich sie genauso nicht haben.
00:29:35: also dass ist eine Herausforderung die auch aus der technischen Sicht noch weniger, so wie die offensichtliche Lösung hat.
00:29:44: Wie die Wärme und natürlich der Klimawandel bewirkt dass wir in Zukunft gerade in der Stadt weniger Heizenergie brauchen werden.
00:29:53: nicht keine.
00:29:54: also bitte nicht missverstehen wir müssen da schon noch viel Ambitionen reinstecken aber wir werden ebenso viele Überlegungen in die Kühlung.
00:30:05: Das ist viel neuer.
00:30:10: Die Gebäude sind auch nicht so drauf vorbereitet, denken sie an ihre Sommerurlaube.
00:30:16: wie schaut es aus in Meyland?
00:30:18: In rohmen ähnlichen Städten?
00:30:19: die sind ganz anders ausgestattet sozusagen von ihrer Grundstruktur.
00:30:24: und dann müssen wir jetzt wirklich überlegen Wie sieht man danach ohne dass man die städtischen Qualitäten, die die Stadt geprägt hat von den Fassaden, von den Fensterzuschnitten und von den Platzgrößen.
00:30:36: Ohne dass man diese über Bord kippte?
00:30:40: Ja, vielleicht so aus städtebaulich, stadtplanerischer Sicht auch noch das Wind schneisen oder quasi diese nicht technische Kühlung wenn der Wind ideal durchziehen würde aus dem Wiener Wald kommend Man auch Hitzeinseln etwas entgegenstellen kann, aber das ist natürlich Straßenzüge oder Häuserblöcke umstellen.
00:31:06: Ist nicht so einfach möglich, aber zumindest in Neubaugebieten oder bei größeren Interventionen da zu greifen.
00:31:13: oder ich denke auch dass Nordseitige Bauen in der Architektur wie wir schon gesprochen haben
00:31:21: Ja, das war ja auch eine Zeit lang wollte es niemanden.
00:31:24: Die Wohnungen waren immer günstiger und die Menschen wollten an der Sonnenseite wohnen.
00:31:30: Das hat sich jetzt auch gedreht oder?
00:31:32: Also die reine Nordseite ist nach wie vor eher ein Problem weil wir gerade im Winter auch das Bedürfnis haben Licht in die Wohnung zu bekommen.
00:31:42: was sich stark Änder sozusagen ist der Luxus am Dach.
00:31:48: Das war eine lange Zeit, wirklich alles was Luxus war hat sich in den neu ausgebauten Dächern abgespielt und dort wird es zum Teil jetzt wirklich massiv heiß.
00:31:58: das heißt so dieser Luxus kommt wieder dorthin wo er mal war nämlich in der Beledage.
00:32:05: also Wissen Sie noch, da waren die Erdgeschoss oder wurde gearbeitet?
00:32:10: Dann gab es möglicherweise inzwischen geschossen.
00:32:12: Und dann gab's die repräsentative Beletage mit den hohen Raumhöhen klimatologisch für den Innenraum jetzt viel besser und leichter Handhabbar mit weniger Energieeinsatz als ... Also in der großverglassten Dachwohnung, die ist echt schwierig jetzt.
00:32:28: Und irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass wir ja auch ein bisschen was verlernt haben im Laufe der Jahrhunderte, denn Sie haben es jetzt vorher schon angesprochen also der Luftzug zum Beispiel, der natürliche, der vom Wald her kommt oder wo auch immer... Da gab's ja früher auch in Wien ganz interessante Modelle, wo die Stadt ohne Technik sondern nur durch die natürliche Bedingungen gekühlt worden ist.
00:32:55: Es ist auch interessant, dass sich das dazwischen niemand mehr interessiert, offenbar.
00:32:59: Ja es schon eigentlich Wissen aus Jahrtausenden in der Städtepause ja.
00:33:03: Auch im Meer nicht?
00:33:04: Gibt's ja viele kleine Städten oder Luftzug vom Meer durch die Stadt dann einfach besser gegeben ist?
00:33:13: Also Wien hat da eine unglaublich tolle Lage mit diesem halbaufernen Becken und dem Wiener Wald wo bis dato so die Hauptwindrichtung gelegen ist und auch mit der Donau, die ständig einen Kaltluftbewegungen mit sich bringt.
00:33:31: Man muss einfach wirklich darauf aufpassen auf diese Dinge beziehungsweise in der Stadtentwicklung auch diese Potenziale nutzen.
00:33:38: Und es war eben eine Jahrzehnte lang war das keine Frage.
00:33:42: Die Überwärmung war vorhergesagt aber nicht sozusagen wirklich geglaubt und nicht so präsent.
00:33:49: merken wir das einfach, wie warm es wird und dass es uns zu warm wird in der Stadt.
00:33:53: Und jetzt beginnt eine ganz intensive Diskussion, wie man mit Plätzen umgeht?
00:33:59: Wie man mit ehemaligen Bachläufen oder mit dem Wienfluss und ähnlichen Dingen umgeht weil das ist ein Potenzial.
00:34:07: da bewegt sich der Wind.
00:34:08: Da
00:34:08: wollte ich Sie auch fragen, was Sie dann nämlich auch eine spannende Studie gemacht haben also diese Fünfzig-Bäche.
00:34:14: ich glaube die läuft noch.
00:34:21: Vielleicht waren einige von Ihnen auf der Wiener Klimabiene, die ja in diesem Entwicklungsgebiet am Nordwestbahnhof stattgefunden hat.
00:34:31: Dort haben wir eine Bachteststrecke gebaut.
00:34:34: einfach zu schauen Was bewirkt die klimatologisch auf der einen Seite?
00:34:39: Mit welchem Wassereinsatz kommt man zurecht, was bedeutet das hygienisch und ganz stark auch.
00:34:43: Was bedeutet es für das soziale Gefüge?
00:34:46: also wie gut wird das angenommen, wie stark muss man das moderieren?
00:34:50: Und aus unserer Sicht ist eine wirklich sehr sehr erfolgreiche Intervention gewesen gerade aus dieser sozialen Sicht.
00:34:58: Also die Leute waren sehr oft da sie waren wiederholt Wirklich auch diese Kommunikation zwischen den wildfremdersten Gruppen dort stattgefunden.
00:35:08: Jeder hat da sein Bläsirchen gefunden, von der Wasserpflanze bis zum Britscheln mit den Kindern war wirklich ein spannendes Phänomen.
00:35:19: und die Frage ist einfach wo kann man denn sowas möglichst unauffindig?
00:35:25: Weil ein Aufwand ist das natürlich schon möglicherweise in den Stadtraum wieder einführen.
00:35:31: Wien hat da echt Potenzial, weil viele Bachläufe und Flussläufer wie sie in Wien aus dem Wienerwald gekommen sind im Stadträum noch da sind.
00:35:43: Weil das Unterirdisch legen, dass ja sehr gut begründet war nämlich mit den Choleraepidemien gemerkt Wässern, wenn man die nicht fasst mit ihren Abwasserbelastungen damals eben im Kanal kommen diese Choleraepidemien sozusagen hervor.
00:36:02: Hat die gefasst und jetzt sind sie halt leider im Untergrund.
00:36:05: aber das ist recht spät.
00:36:06: passiert also so... Achtzehnvierzig aufwärts Und damit is es in traditionellen Stadtgefüge einfach noch da.
00:36:14: Also was wieder einzuführen wäre starträumlich mal Denkbar.
00:36:20: Auch spannend, sind wir da auch gespannt was wirklich dann am Ende raus kommt.
00:36:25: wenn das abgeschlossen ist das Projekt ich glaube Anfang des nächsten
00:36:29: Jahres
00:36:29: wird es so weit sein müssen sie uns dann wieder beruhten was was am ende herausgekommen ist.
00:36:34: Sie haben jetzt auch etwas angesprochen was natürlich uns jetzt um zwanzig-zwanzig beginnen sehr stark betroffen hat die Corona Pandemie.
00:36:45: Da hat es ja auch gewaltige Veränderungen gegeben, nicht nur im Bereich der Technologien und Veränderung, sondern eben auch was das Wohnen angeht.
00:36:54: Und was die Anforderungen angeht – in dieser Zeit hat man plötzlich gesehen überall auf dem Wohnungsstand Homeoffice geeignet
00:37:03: usw.,
00:37:04: vielleicht können Sie aus Ihrer jeweiligen Perspekt Die wir auch nochmal zusammenfassen, welche Veränderungen es jetzt wirklich gegeben hat und was davon auch heute noch da ist oder vielleicht auch weggefallen ist.
00:37:17: Ich glaube die Pandemie, die uns im Jahr zwanzig-zwanzig getroffen hatte war für alle Wissenschaftsdisziplinen eine Wildcard Und das war auch spannend aus Sicht der Stadt und Regionalplanung.
00:37:31: Wir haben dazu ein FF Projekt in der Durchführung die pandemische oder die pospandemische Stadtregion mittlerweile vielleicht leeren gezogen hat, aus der Pandemie und Grünraum- oder Blauräume auch nähe zu Wasser usw.
00:37:49: haben wir jetzt schon viel gehört.
00:37:51: das ist tatsächlich auch in unseren Untersuchungen rausgekommen dass Grünraum in der Stadt extrem mehr geschätzt wurde gesucht wurde.
00:38:01: Ja, es war irgendwie auch zwangsläufig.
00:38:03: Man konnte ja
00:38:03: nicht viel anders
00:38:04: machen noch
00:38:05: nie.
00:38:05: Näheste Naherholung und ich glaube schon dass da ein paar Aspekte dabei sind wo wir gut beraten sind in der zukünftigen Stadtplanung das das auch weit dem Auge zu behalten.
00:38:18: Nicht unbedingt um sich auf eine nächste Pandemie vorzubereiten sondern zu sehen so Es wurde bloß gelegt, was ist wirklich wichtig im näheren Lebensumfeld?
00:38:28: Also viele Sange.
00:38:28: Das war ohnehin alles schon da aber das war halt noch mal in einer beschleunigten Version durch die Pandemie gerade was den Wohnraum die Wohnungen angeht.
00:38:39: Sie haben es vorher gesagt also der Wunsch nach so einem kleinen Kämmerchen.
00:38:42: aber da war halt oft auch der Wunsch nach der Möglichkeit von zu Hause auszuarbeiten und nach wie vor machen dass ja viele dies können.
00:38:51: Das bewirkt ja auch einiges.
00:38:53: Statistisch habe ich dazu keine Zahlen.
00:38:57: Ich bemerke es einfach bei den eigenen Mitarbeiterinnen, dass es hier eine Pendelbewegung gibt.
00:39:04: Zeitlang nach der Pandemie waren sehr viele gerne noch zu Hause.
00:39:09: Aktuell kommen sie gerne wieder ... zurück, die meisten einfach um diesen Austausch auch zu haben.
00:39:16: Aber ich weiß es nicht ob das sich statistisch ausrücken lässt.
00:39:20: Also wir haben festgestellt dass ein bisschen unrhythmischer geworden ist.
00:39:22: Die Sache auch was tägliches Pendeln oder Nicht- und Homeoffice betrifft, dass das auch an die Fifty Fifty gegangen wird mit Homeoffices und Innenoffice dadurch vielleicht Pendeltistanzen größer werden dürfen oder Wohnortwechsel weiter weg vom Arbeitsmarktzentrum möglich werden.
00:39:45: Was ja auch eine Preisfrage ist, nicht?
00:39:48: Ja also dieses eine Zimmer mehr wirklich so plakativ mit Kollegen aus Deutschland wie wir uns ausgetauscht haben, haben das auch festgestellt.
00:39:58: Dieses eine Zimmermehr sei es meist für Homeoffice oder eben auch für mehr Betreuung oder einfach mehr zusammen sein im Haushalt in den eigenen vier Wänden.
00:40:07: Das lässt sich wieder weiter draußen außerhalb der Stadt vielleicht finanziell besser realisieren und das hat schon auch noch mal, dass Stadtregionale statt Landgefüge vielleicht verschoben wäre sowieso im Trend auch gekommen.
00:40:24: mehr Homeoffice digitalisierung ist ja mit uns aber die Pandemie als Beschleuniger.
00:40:31: Das war definitiv so Gerade wenn Menschen dann nicht mehr täglich zum Arbeitsplatz pendeln müssen, ist das was Sie jetzt angesprochen haben.
00:40:40: Nämlich der Faktor rauszuziehen und in einen Wohnraum oder eine Umgebung zu gehen die wesentlich günstiger ist als in der Stadt.
00:40:47: ein großes Thema weil ich muss einfach nicht mehr Täglich zum Arbeitsplatz nicht?
00:40:51: Das ist ja auch ein großer Faktore.
00:40:54: Frau Hammer, Sie haben auch dem promoviert zum Thema Licht Tageslicht.
00:41:01: Das ist wahnsinnig spannend, weil auch da – wir haben jetzt ja sehr oft schon gehört – es gibt so unterschiedliche Ansätze und unterschiedliche Bedürfnisse.
00:41:09: Wir Menschen sind eben nicht alle gleich.
00:41:11: Gott sei Dank muss man sagen!
00:41:12: Aber manchmal ist das schon noch eine Herausforderung.
00:41:15: um beim Thema Tageslicht.
00:41:17: Ich merke das auch bei uns in unserem Büro am Sender.
00:41:21: Wir haben natürlich auch einen Großraumbüro.
00:41:23: Da gibt's so unterschiedlich Bedürfe.
00:41:25: Die einen wollen ganz viel die anderen wollen machen down zu Es ist zu hell Es ist immer irgendein Zu.
00:41:34: Wie sind denn da die Entwicklungen auch und wo stehen wir?
00:41:38: Was es gibt, das ist doch sehr spannend, ist wissenschaftliche Erkenntnis aus der Physiologie heraus.
00:41:45: Es gibt eine ziemlich fixierte Unterkante was zu wenig ist nicht so sehr aus unserem visuellen System sondern aus Tagesrhythmus und jahreszeitlichen Rhythmus heraus.
00:41:59: Im Moment brauche ich Ihnen nichts sagen, wenn es um vier Dunkel ist unter dem Acht erst wieder irgendwie hell wird.
00:42:05: das sind Dinge die uns eher unsere Stimmung drücken, uns frustrieren, uns auch müde machen.
00:42:10: Das sind ganz normale physiologische Reaktionen.
00:42:14: Und weil man sich vorstellt dass in unseren Wohnungen anteilsmäßig selbst wenn sie gut belichtet sind so zwei bis drei Prozent da der Lichtmengen drinnen sind, die wir sonst in Unraum haben muss man sich fragen.
00:42:30: Ist doch nichts allzu viel aus physiologischer Sicht?
00:42:34: Wieviel muss es denn sein?
00:42:36: und da geht's wirklich drum und das habe ich vorhin schon angedeutet dass man einen vitalen Kontakt zum Außenraum haben muss und auch zur Sonne.
00:42:46: Also wahrzunehmen, wann ist es morgen?
00:42:49: Wann ist es Mittag?
00:42:50: Wanne ist es Abend?
00:42:51: Ist für unsere so man sagt das Zirka die eine Rhythmik also für das stabilisieren unseres Tag-Nacht-Rhythmus essenziell.
00:42:59: Schlafstörungen sind relativ weit verbreitet.
00:43:02: ein Faktor dem man da erkennt ist dieser Mangel an Klarheit Guten Morgen Mittag guten Abend.
00:43:10: und dann kommt man in die Ruhephase.
00:43:13: Es gibt diese ... Zweihundertfünfzig Lux am Auge, das sagt Ihnen jetzt wahrscheinlich nicht allzu viel.
00:43:21: Ist nicht viel!
00:43:22: Draußen haben wir an einem schönen Sommertag Hundertzwanzigtausend Lux in einer nicht so gut geplanten Wohnung die das nicht berücksichtigt haben aber auch deutlich weniger als diese zweihundert Fünfzig.
00:43:35: also das ist sozusagen der Herausforderung für die Planung dass man das sicher stellt, dass man das erreichen kann.
00:43:41: Und da wären wir wieder bei den Schlafzimmern.
00:43:43: Die Schlaf Zimmer sollten die Möglichkeit haben irgendwie wahrzunehmen... dass es morgen ist, dass die Sonne aufgegangen ist.
00:43:50: Das würde uns physiologisch sehr helfen.
00:43:52: Wir würden
00:43:52: uns gut tun sozusagen.
00:43:54: am meisten finde ich sieht mir diesen Wandel jetzt aus auch der Lichtsituation angeht an Einkaufszentren.
00:44:00: also wenn man so die Einkaufszentren früher sich angeschaut hat und die wurden ja eigentlich fast alle umgebaut in den letzten Jahren da war es schon ziemlich finster.
00:44:09: viele Geschäfte hatten überhaupt kein Tageslicht das war auch in der Mitte auf keinen Tageslicht.
00:44:14: Da
00:44:16: gibt es ganz spannende Untersuchungen dazu, da wird nicht viel darüber gesprochen.
00:44:22: Aber natürlich nimmt die Kauflust zu mit mehr Tageslicht oder etwas was uns unserem Körper das signalisiert einfach weil Licht uns aktiviert und uns positiv stimmt.
00:44:33: Das ist eine Grundthese passt auch.
00:44:36: Und natürlich machen sich das Retailer zu Nutze.
00:44:39: Die werden ihnen kein dunkles Loch anbieten wo dann keiner was kauft.
00:44:46: noch für viel gesetzter Halte sind zum Beispiel Schulen, wobei das nicht ganz einfach ist.
00:44:51: Weil die Kinder wenn sie im Licht sind deutlich aktiver Sinn.
00:44:54: und es muss doch einmal wollen also wenn du dreizig Kinder in einer Klasse hast aber sie sind natürlich aufnahmefähiger aber du musst es als Lehrpersonal natürlich auch mal durch moderieren dass die so fit sind.
00:45:07: aber Anschluss vielleicht an die Pandemie.
00:45:09: wir haben die Möglichkeit gehabt eine Schule der Stadt Wien Aus Sicht der Lichtplanung zu optimieren, seine Schule im zwölften Bezirk mit den planenden Architekten ein gemeinsam.
00:45:21: Und dort haben wir gesagt Schatz auch in diesem beengten Raum in der Stadt schauen wir doch dass man die Klassenräume an den Außenraum anbinden nutzt mal die Dachflächen und die Terrassenflächen.
00:45:32: das war die Schule in Wien die über die Corona-Bandemie die längsten Öffnungszeiten anbieten konnte, einfach weil man Unterricht im Freien machen konnte und wir haben wahnsinnig viel gelernt.
00:45:43: Also Sonne, Außenraum ist super aber die Beschattung in diesen Außenräumen war gar nicht ausreichend.
00:45:49: da musste man intensiv nachrüsten damit man es dann auch ausgehalten hat in den Außenbereichen.
00:45:55: also.
00:45:55: das ist ein Learning förderlich sozusagen sich mit dem Licht und seinen positiven Auswirkungen auf unsere Physiologie auseinanderzusetzen.
00:46:06: Was mir auch auffällt, und Ihnen wahrscheinlich auch in vielen Hotels-, Restaurants- aber auch schon an Arbeitsplätzen ist es durchaus üblich geworden dass so grüne Wände entstehen.
00:46:18: ein bisschen geht das glaube ich auch ins individuelle Wohnen hinein zumindest merkt man es wenn man diverse Wohnzeitschriften anschaut.
00:46:27: Können Sie dazu etwas sagen, wie diese Entwicklung, nämlich auch was die Anforderungen angeht an sich?
00:46:34: als Architektin wünschen sich das Menschen immer mehr?
00:46:38: Also merken wir ganz stark diesen Wunsch nach einer sehr engen Möglichkeit oder direkten Möglichkeit mit möglichst naturnahm.
00:46:48: Features umzugehen, also das Grün am Balkon.
00:46:51: Der Balkon als ersten Step oder der begrünte wirklich begrünten Innenraum?
00:46:56: Oder der begründete Straßenraum?
00:47:00: Ja merkt man ganz stark geht jetzt auch in die Normung.
00:47:02: diese Frage der Fassadenbegrünung ist jetzt sozusagen wird langsam handelbar.
00:47:09: was darf man wo... sehr lang, sehr schwierig.
00:47:12: auch mit dem Brandschutz war es nicht so einfach.
00:47:15: Da gibt's jetzt sozusagen Erfahrungswert und auch was diese Pflanzen an Klimamoderation zusammenbringen also Ankühlung, an Beschattung in den verschiedensten Formeln Also von am besten wirksam der große ausgewachsene Baum bis durch die Beschattungswirkungen spürbar eben die Versadenbegrünung.
00:47:40: Man darf dann nicht alles sofort für Paare Münze nehmen.
00:47:45: Auch Pflanzen sind Lebewesen wie Menschen und haben eine gewisse Leistungsfähigkeit im Klimawandel, aber grundsätzlich ist eine Pflanze die gut mit Wasser versorgt ist neben dem dass wir sie mögen und dass sie uns psychologisch gut tut natürlich auch ein super Klimamoderator.
00:48:04: Wie gesagt kann sich nur wenn Sie Wasser bekommt ja immer wieder bei den blau-grünen.
00:48:11: Und was Farben angeht?
00:48:13: Also da ist ja auch immer so die Diskussion, die einen wollen's möglichst bunt.
00:48:18: und wenn man sich so umschaut.
00:48:20: Manche lieben Geld besonders andere wieder wollen es eher in Naturfarben.
00:48:27: jetzt sowohl außen als auch innen merken sie da größere Veränderungen.
00:48:33: also verfolgen wir in dem Zusammenhang nicht.
00:48:38: Was vielleicht eine Klärung bedarf, ist der Unterschied zwischen der Farbe des Lichts und der Farber der Oberfläche.
00:48:46: Vielleicht haben Sie das schon gehört von diesem Human Centric Lighting HCL wo man sagt ja tagsüber brauchst du bläulich gefärbtes Licht damit es dir gut geht und am Abend soll's also ins Rötliche hin übergehen ist tatsächlich so, das entspricht sozusagen der Farbe des Himmels mit der wir unseren Tagesrhythmus mit dem wir mitgehen und ist was anderes als das, was wir an Farben im Unraum wahrnehmen.
00:49:13: Wo man sagt dass blau ist jetzt nicht unbedingt das was uns aktiviert, da sind also zwei unterschiedliche Welten, das eines Hormon gesteuert, das andere ist die bewusste visuelle Wahrnehmung die somit Erinnerungen verknüpft ist muss man ein bissel auseinander halten.
00:49:28: aber Wohntrends in Richtung Farbe da.
00:49:33: Kann ich nicht
00:49:34: so
00:49:34: sagen, außer dass man merkt das es welche gibt?
00:49:38: Gut!
00:49:38: Das wollen wir jetzt gar nicht weiterkommen und ich merk schon... Wir sind eigentlich fast schon wieder am Ende.
00:49:45: Es geht so schnell der Sendung.
00:49:47: Ich muss jetzt natürlich auch noch ... Wir haben ja gesagt, es geht doch um die Zukunft Und das war natürlich auch schon viel heute Die Rede davon.
00:49:56: Ich würde jetzt einfach mal bieten, so ein Blick für uns in die Zukunft zu machen.
00:49:59: Ich weiß das ist nicht ganz so einfach aber was sehen Sie denn?
00:50:04: Welche neuen Wohnformen sehen sie also gerade in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren?
00:50:10: Was können Sie dazu sagen mit Ihnen beginnender Herr Humer?
00:50:15: Objektiv gesehen die Klein- und Mittelstädte, die glaube ich aufholen im Sinne der Urbanität.
00:50:21: Also vielleicht eine Großstadt wie nachmachen wenn sie so wollen, die man im weiteren Umland der Stadtregion sieht dass da auch Dichter gebaut wird und gewohnt wird.
00:50:34: aus planerischer Sicht, stadtrinalplanerische Sicht wäre es gut wenn wir den Trend weiter fortsetzen sehr partizipativ zu planen also die Bevölkerung, die Menschen mitzunehmen in den zukünftigen Planungen und quasi an der Quelle abholen.
00:50:53: Auch was denn an Wohnbedarfen, vor allem auch im städtischen Sinne, im grünen Räumen
00:51:00: usw.,
00:51:01: wie wir besprochen haben, auch hinsichtlich der Mobilität gewünscht und gebraucht wird.
00:51:06: Tiny House gibt es ja auch als einen Trend also dieses Es wird immer kleiner und noch kleiner ist auch logisch warum.
00:51:16: Das hat natürlich auch mit den Kosten zu tun, ich habe gestern ein Video gesehen auf Facebook wo... eine Frau auf einem Fahrrad gesessen ist und einen Mini-Anhänger hinter sich gezogen hat.
00:51:28: Das war wirklich so, ja?
00:51:30: Aber sie hatte da drinnen einen kleinen Wohnraum.
00:51:34: Es war natürlich in einer ländlichen Umgebung und sie ist da geradelt ausgestiegen und dann ist sie in diesen Mini-Wohnwagen jetzt unter Anführungszeichen eingestiegen und hat sich's dort gemütlich gemacht und eine Jause gegessen.
00:51:45: Da hab ich mir gedacht, ich muss das unbedingt heute einbringen weil es wirklich zufällig, dass ich das gestern gesehen habe.
00:51:52: Also was gibt's denn da auch in Sachen Smallest Beautiful als Trend?
00:51:57: Was es für mich ausdrückt, ist der Wunsch nach etwas Eigenem und nach etwas Individuellen.
00:52:05: Was den Raumbedarf angeht haben wir wirklich ganz große Potenziale in Leerständen und in nicht genutzten Wohnräumen.
00:52:17: Ich nehme an dass mehrere die Statistik austreie Erhebung kennen Nachdem in Österreich, seit mindestens einem halben Jahr wieder eine Haupt- noch eine Nebenwohnsitzmeldung haben.
00:52:32: Also das sind unglaubliche Reserven die da dasehen... Man bräuchte sozusagen als Lösung, weil alles schon so voll ist.
00:52:42: Nicht das Tiny House.
00:52:43: für mich ist das Tiny house wirklich der Fingerzeig.
00:52:46: ich hätte bitte gern was eigenes individuelles wo ich sagen kann.
00:52:50: Ich hab zumindest das Gefühl dass es jetzt meins und das habe ich selber gestaltet resilient also zukunfts Tauglich würde ich sagen, wird es eher darum gehen das was wir schon alles gebaut haben.
00:53:06: Was alles da steht in eine kluge Nutzung zu bringen.
00:53:11: Würde ich jetzt mal sozusagen dem diesen Kleinsten noch addieren vorziehen?
00:53:21: der Wunsch mir völlig nachvollziehbar ist.
00:53:23: Ja, also dieses was Eigenes haben
00:53:25: zu wollen
00:53:27: und wenn es nur so klein ist das ist doch auch
00:53:30: ganz spannend, dass wir am Fahrrad anhängen das auch mitnehmen können.
00:53:35: Also nicht jeder hat die Sicherheit, dass er sagt ich gehe jetzt von A nach B und da werde ich mich niederlassen und da würde ich mich Niederlassen.
00:53:45: Dieser Bedarf an Sicherheit, den kann ich gut nachvollziehen.
00:53:49: Weil sie haben nach der Zukunft gefragt.
00:53:52: egal was wir uns als Wissenschaftlerinnen anschauen Wir leben wirklich in einer Hochrisikozeit und ich denke mir es geht wirklich darum sich davor nicht zu ängstigen weil Angst hilft nicht sondern sich zu überlegen wie kann man widerstandsfähig werden?
00:54:10: Wie kann auf unterschiedlichste Situationen, wo wir wirklich auch als beste Wissenschaftler nicht sagen können was tatsächlich auf uns zukommt.
00:54:20: Wie kann man mit den unterschiedlichsten Dingen zurechtkommen?
00:54:23: Das hat ganz stark eine soziale Komponente, eine Fähigkeit zusammenzuleben.
00:54:29: Es hat natürlich eine technische Komponent und es hat eine bauliche und stadträumliche Komponsent und daran muss man wirklich arbeiten an funktionierenden Außenräumen an unterschiedlichen flexiblen Wohnlösungen und auch an neuen Ideen zu Arbeitsräumen.
00:54:49: Also wir sehen, es gibt noch viel zu tun.
00:54:52: Die Zukunft beginnt ja immer genau jetzt und wir haben viele der Herausforderungen heute genannt und auch die Entwicklungen beleuchtet.
00:55:03: Ich möchte gerne enden mit einem Zitat von Victor Hugo.
00:55:09: Er hat gesagt das Gebäude ist eine Art Gesellschaft.
00:55:13: Es verbindet Menschen und Ideen miteinander Und in diesem Sinne finde ich das besonders schön, weil wir heute auch über diesen sozialen Aspekt gesprochen haben der sehr wichtig ist beim Thema Wohnen.
00:55:26: Danke Ihnen und bis zum nächsten Mal!
00:55:55: Das war die Aufzeichnung der Veranstaltung “Am Puls” zum Thema Zukunft des Wohnens aus dem Kabarett Simpl vom 2. Dezember 2024. Auf der Bühne waren Renate Hammer, Alois Humer und Jasmin Dolati.Diese Veranstaltung fand als Kooperation des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit dem ORF-Radio Wien statt. Weitere Geschichten aus der Forschung und folgen unseres Podcasts, findet ihr auf scilog.fwf.ac.at.
00:56:02: Ciao baba!
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